Neuer Fernsehveranstalter ab Dezember auf Sendung

Die Uckermark-TV GmbH & Co. KG, die bisher nur in Brandenburg ein lokales TV-Programm sendet, darf ab Dezember 2018 auch in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns ein lokales Fernsehprogramm verbreiten.

Der Medienausschuss Mecklenburg-Vorpommern hat in seiner Sitzung am 26. September 2018 der Uckermark-TV GmbH & CO. KG die Zulassung erteilt, sodass das Programm ab 03. Dezember 2018 in den Kabelanlagen Neubrandenburgs, der Mecklenburgischen Seenplatte und im südlichen Vorpommern eingespeist werden kann. Die Zulassung gilt bis zum 02.12.2028.

Angemerkt

Man muss nicht jede Entscheidung verstehen. Im schlimmsten Fall dürften damit die Tage für neu’eins, dem hiesigen Lokalfernsehanbieter gezählt sein. Immerhin steht hinter Uckermark-TV niemand geringeres als der ebenfalls hiesige Kurierverlag („Nord-Kurier“), der sich damit einen lästigen Mitbewerber vom Hals schafft.

Einladung zum Tag der Bibliotheken

Ein guter Anlass, mal wieder in Büchern, Zeitschriften, Filmen, Hörbüchern, Noten oder Spielen zu stöbern, ist der Tag der Bibliotheken am 24.10.2018. In der Neubrandenburger Regionalbibliothek spielt dazu Peter Bauer von 14 bis 17 Uhr beliebte Melodien am Piano. Bei einem Tässchen Kaffee kommen Mitglieder des Fördervereins mit den Gästen ins Gespräch und geben Einblicke, wie sie die Regionalbibliothek künftig ehrenamtlich unterstützen möchten und halten Informationen zum Aufgabenspektrum des Vereins bereit.

In den Begegnungen geht es möglicherweise auch um Lieblingsbücher aus Kindertagen. Ab November will die Bibliothek Lieblingskinderbücher in einer kleinen Ausstellung zeigen. Zu den Lieblingsbüchern mehrerer Generationen gehören sicher auch die „galaktisch coolen“ Episoden der Star Wars-Saga. Am Tag der Bibliotheken werden spannende Bastel-, Rätsel- und (Vor)Lese-Ideen bereit gehalten, die vor Ort auch gleich ausprobiert werden können.

Mit Unterstützung des Lesekreises werden zwischen 14 und 17 Uhr Medien zum kleinen Preis veräußert. Den Glanzpunkt setzt um 18 Uhr die Lesung aus „Hans Fallada. Die Biographie“ mit dem Literaturhistoriker Dr. Peter Walther. Für dieses Werk erhielt er den Annalise-Wagner-Preis 2018. Erika Becker vom Neubrandenburger Literaturzentrum moderiert den Abend.

Schon ab 13 Uhr kann man am Infostand der Annalise-Wagner-Stiftung erfahren, wie diese entstand oder weshalb der Annalise-Wagner-Preis auf den Wert von Texten für das „Gedächtnis der Region Mecklenburg-Strelitz“ aufmerksam macht.

Verdächtiger nach Auseinandersetzung auf Rockerclub-Gelände in Haft

Aus ermittlungstaktischen Gründen hatte die Polizei den nachfolgenden Fall erst jetzt veröffentlicht: Am Sonntag, dem 23. September 2018, wurde die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg gegen 08:50 Uhr durch die Rettungsleitstelle Mecklenburgische Seenplatte über zwei verletzte Männer informiert, die sich im Umfeld des so genannten Rockerclubs in der Warliner Straße in Neubrandenburg befinden sollen.

Als die Beamten gemeinsam mit dem Kriminaldauerdienst am mutmaßlichen Tatort eintrafen, wurden der 40-jährige Geschädigte und der 38 Jahre alte Tatverdächtige durch Rettungskräfte versorgt. Der Geschädigte war ansprechbar und wies eine blutende Verletzung am Kopf auf, die durch eine Machete verursacht worden ist. Der Tatverdächtige hatte eine Verletzung an der Hand. Das mutmaßliche Tatwerkzeug wurde beschlagnahmt. Die Beteiligten der Auseinandersetzung äußerten sich selbst nicht zum Hergang.

In der vergangenen Woche ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg Haftbefehl gegen den 38-jährigen Beschuldigten erlassen worden. Er befindet sich nun in der JVA Bützow. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt.

Nach bisherigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass es zu einem Streit zwischen den beiden Männern gekommen ist. Zu den möglichen Motiven wird weiter ermittelt. Der Geschädigte wurde damals ins Klinikum Neubrandenburg verbracht und dort notoperiert.

Erschreckende Bilanz vom Wochenende – 10 Fahrzeugführer unter Alkoholeinfluss festgestellt

Am vergangenen Wochenende haben die Beamten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte insgesamt sieben Strafanzeigen und drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen aufgenommen, da die Fahrzeugführer unter Einwirkung von Alkohol gefahren sind.

Der Spitzenreiter mit 3,28 Promille wurde durch die Beamten des Polizeireviers Röbel am gestrigen 14.10.2018 gegen 15:30 Uhr auf einem Supermarktparkplatz in der Friedrich-Ebert-Straße in Malchow kontrolliert. Der 51-Jährige fuhr rückwärts aus einer Parklücke und stieß dabei gegen ein anderes Fahrzeug. Danach entfernte er sich unerlaubt vom Unfallort und konnte durch die Beamten in unmittelbarer Umgebung gestellt werden. Auf Grund einer zurückliegenden Trunkenheitsfahrt war der 51-Jährigen nicht im Besitz eines Führerscheines. Die Beamten haben Strafanzeigen wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr, Unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie Fahrens ohne Führerschein aufgenommen.

Am 14.10.2018 gegen 06:20 Uhr haben die Beamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg im Reitbahnweg ein Fahrzeug kontrolliert. Die 47-jährige Fahrzeugführerin hatte einen Atemalkoholwert von 1,98 Promille. Der Führerschein sowie die Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt sowie die Blutprobenentnahme im Neubrandenburger Klinikum durchgeführt.

Am 13.10.2018 gegen 21:10 Uhr kontrollierten die Beamten des Polizeireviers Friedland ein Kleinkraftrad, welches ohne Versicherungskennzeichen die Riemannstraße in Friedland befuhr. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der 35-Jährige nicht im Besitz eines gültigen Führerscheines ist und dass er alkoholisiert ist. Ein durchgeführter Atemalkoholtest hat einen Wert von 2,67 Promille ergeben. Es wurden Strafanzeigen wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr, Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis erstattet und die Blutprobenentnahme durchgeführt.

Am 14.10.2018 gegen 17:30 Uhr wurde der Polizei ein betrunkener Mopedfahrer gemeldet, welcher sich nach einem Sturz wieder auf sein Moped setzte und weiterfuhr. Er konnte von den Beamten des Polizeireviers Röbel gestoppt und kontrolliert werden. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 2,32 Promille. Blutprobenentnahme, Sicherstellung des Führerscheins und Strafanzeige wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr sind erfolgt.

Einen betrunkenen Radfahrer haben die Demminer Beamten am 14.10.2018 gegen 22:10 Uhr in der Straße Am Hanseufer in Demmin kontrolliert. Die Atemalkoholmessung hat einen Wert von 2,2 Promille ergeben. Auch hier wurde eine Blutprobenentnahme durchgeführt sowie eine Strafanzeige wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr (bei Fahrradfahrern über 1,6 Promille) erstattet. Zudem wurde die Fahrerlaubnisbehörde informiert.

Ein 40-jähriger Fahrer eines Lastkraftwagens wurde am 14.10.2018 gegen 22:40 Uhr auf der BAB19 in Fahrtrichtung Berlin, auf Höhe Alt Schwerin kontrolliert. Der durchgeführte Atemalkoholtest hat einen Wert von 2,16 Promille ergeben. Die Ermittlungen wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr wurden aufgenommen.

Am 13.10.2018 ist gegen 22:20 Uhr ein 30-jähriger Fahrzeugführer mit 1,99 Promille mit seinem Fahrzeug nach einer Kollision mit einer Bordsteinkante ins Schleudern geraten, gegen ein Verkehrszeichen gefahren, einen Zaun durchbrochen und gegen eine Hauswand gefahren, welche dadurch erheblich beschädigt (54.000 Euro Schaden) wurde. Der angetrunkene Fahrer wurde leicht verletzt ins KKH Demmin verbracht. Strafanzeige wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs wurde erstattet.

Die Beamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz kontrollierten am 15.10.2018 gegen 00:45 Uhr eine 36-jährige Fahrzeugführerin, welche mit ihrem Fahrzeug die Dorfstraße in Möllenbeck befuhr. Der durchgeführte Atemalkoholtest hat einen Wert von 0,98 Promille ergeben. Da der Wert noch unter 1,1 Promille liegt, wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet und die Weiterfahrt untersagt.

Am 13.10.2018 gegen 10:45 Uhr haben die Beamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz einen Lastkraftwagen auf dem Parkplatz in der Bürgerseestraße in Neustrelitz kontrolliert. Der 46-jährige Fahrzeugführer hat einen Wert von 0,69 Promille gepustet. Das stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, da die 0,5 Promille-Grenze überschritten wurde.

Die Beamten des Polizeirevier Malchins haben am 14.10.2018 gegen 02:35 Uhr einen 30-jährigen Fahrzeugführer kontrolliert und Atemalkoholgeruch festgestellt. Der durchgeführte Atemalkoholtest hat einen Wert von 0,64 Promille ergeben. Auch in diesem Fall wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet.

Diebstahl eines Pkw in der Neubrandenburger Innenstadt

Am Sonntag, 14.10.2018, gegen 10:00 Uhr wurden die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg über einen Pkw-Diebstahl informiert. In der Zeit vom 13.10.2018, ca. 21:30 Uhr bis zum 14.10.2018, gegen 09:30 Uhr entwendeten der oder die bislang unbekannten Täter einen grauen Peugeot 308, der am Fahrbahnrand, auf Höhe der Schillerstraße 21 abgestellt war. Im Fahrzeug befand sich außerdem ein Fahrrad (MTB) des Geschädigten aus Berlin. Der Schaden wird auf über 21.000 Euro geschätzt.

Die Polizei bittet im Rahmen der Ermittlungen um Hinweise aus der Bevölkerung. Sachdienliche Informationen nehmen das Polizeihauptrevier Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395 5582 – 5224, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Abkommen von der Fahrbahn – Verkehrsunfall mit Sachschaden

Am Sonntag, 14.10.2018, gegen 08:00 Uhr kam es auf der Landstraße 34, Fahrtrichtung Blankensee in Richtung Wanzka, zu einem Verkehrsunfall mit Personen- und Sachschaden.

Ein 20-jähriger Autofahrer aus Wulkenzin kam auf Grund von Unaufmerksamkeit, nach einer Kurve, nach links von der Fahrbahn ab, wo sich das Fahrzeug überschlug und auf dem Dach im Straßengraben zum Stehen kam. Der Mann rettete sich selbst aus dem Fahrzeug und wurde lediglich leicht verletzt, es erfolgte eine ambulante Behandlung im Krankenhaus Neustrelitz.

Am PKW Mitsubishi Colt entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von ca. 2.500 Euro.

Diebstahl aus PKW in Neubrandenburg

Am Sonntag, 14.10.2018, gegen 07:50 Uhr wurde der Polizei bekannt, dass es einen Einbruch in einem abgestellten Transporter Opel Vivaro gab. Unbekannte Täter schlugen die Seitenscheibe der Beifahrertür des parkenden Transporters mittels Stein ein und entwendeten eine Geldbörse mit EC-Karte.

Der PKW stand in Neubrandenburg, auf dem Parkplatz „Am Pferdemarkt“, in der Alfred-Lythall-Straße. Der entstandene Schaden beläuft sich auf ca. 500 EUR. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Fahrzeugführern rät die Polizei weiterhin: Lassen Sie keine Wertsachen in Ihrem Pkw, auch wenn Sie diesen nur kurzzeitig verlassen!

Zwei Tatverdächtige nach Einbruch in 16 Garagen auf frischer Tat gestellt

Am Donnerstag, 11.10.2018, gegen 21:45 Uhr hat die Polizei den Hinweis erhalten, dass mehrere Garagen im Garagenkomplex in der Kirschenallee aufgebrochen werden. Schon kurze Zeit später trafen vier Funkstreifenwagen am Ort des Geschehens ein und konnten mehrere aufgebrochene Garagen feststellen.

MöglicheTatverdächtige konnten anfangs nicht festgestellt werden. Im Rahmen der intensiven Suche im gesamten Garagenkomplexes nahmen die Beamten knackende Geräusche wahr, die aus Richtung des Daches kamen. Eine hochgehobene Beamtin konnte einen Bereich des Garagendaches ausleuchten und zwei männliche Personen liegend feststellen. Die beiden Tatverdächtigen kamen der Aufforderung, vom Dach herunter zu kommen, nicht nach. Aus diesem Grund kletterten drei Beamte auf das Dach und nahmen die beiden 21- und 26-jährigen Neustrelitzer vorläufig fest.

Beider anschließenden Durchsuchung wurden in einem mitgeführten Rucksack mehrere Einbruchswerkzeuge aufgefunden und anschließend sichergestellt. Zudem fanden die Beamten am Festnahmeort ein weiteres Einbruchswerkzeug sowie zwei Samuraischwerter, die ebenfalls sichergestellt wurden.

Nach Kenntnisstand vom Freitagmittag haben die beiden Tatverdächtigen insgesamt 16 Garagen gewaltsam aufgebrochen. Dabei sind die Tatverdächtigen äußerst gewaltsam vorgegangen, sodass die Schließsysteme und Garagentore zum Teil stark beschädigt wurden. Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden. Entwendet wurde nach bisherigem Kenntnisstand nichts. Allerdings wurde ein Krad schon aus einer Garage herausgeschoben und zum Abtransport bereitgestellt.

Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg waren zur Spurensuche und -sicherung vor Ort. Die Beamten des Kriminalkommissariates Neubrandenburg haben die Ermittlungen wegen des Diebstahls mit Waffen sofort aufgenommen. Am Freitagvormittag wurden beide Tatverdächtigen als Beschuldigte im Strafverfahren vernommen. Der 21-jährige Tatverdächtige wurde nach der erkennungsdienstlichen Behandlung aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen, da er keine Vorstrafen hatte und somit keine Haftgründe vorlagen. Der 26-jährige Tatverdächtige wurde April 2018 vorzeitig aus der Haft entlassen. Da er einschlägig vorbestraft ist, hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg beim Neubrandenburger Amtsgericht Haftantrag wegen des Diebstahls mit Waffen gestellt. Der zuständige Richter des Amtsgerichtes ist dem Antrag gefolgt und hat Haftbefehl erlassen. Der 26-Jährige wird nun in die Justizvollzugsanstalt nach Bützow gebracht.

Neubrandenburger Biomarkt überzeugt beim Landeswettbewerb "Klein aber fein aus MV"

Die Senfmühle Schlemmin und die Mecklenburger Heiderind GbR aus Volkenshagen gehören ebenso wie der Biohof Gluth aus Schimm, der in Bentwisch ansässige Agrarmarketingverein AMV und der Neubrandenburger Biomarkt NB zu den fünf Gewinnern des Wettbewerbs „Klein aber fein aus MV“. Das gab Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus am 5. Oktober 2018 in Neubrandenburg bekannt.

Die fünf Preisträger hatten sich mit ihren Projektideen unter insgesamt 40 Wettbewerbsbeiträgen durchgesetzt, die zwischen dem 12. Juli und dem 22. August 2018 für den erstmals ausgelobten Wettbewerb zur Verkaufsförderung regionaler Produkte eingereicht wurden. Die Sieger können nun einen Antrag auf finanzielle Förderung ihrer Vermarktungsideen stellen. Die Mittel dafür – rund 150.000 Euro – werden aus dem Strategiefonds der Landesregierung bereitgestellt.

Die mit Abstand höchste Punktzahl vergab die Jury an den Inhaber des Biomarktes Neubrandenburg, Michael Kruse. Er versorgt seit zehn Jahren den Großraum Neubrandenburg mit Bio- und nachhaltig erzeugten Produkten und plant nun das Einrichten eines Kurierdienstes mit Elektro-Lastenfahrrädern sowie eines Onlineshops für seinen Biomarkt.

Die Senfmüller Ivonne und Michael Kostross – mit ihrem Unternehmen und inzwischen mehr als 30 Sorten Senf aus im Nordosten angebauten Senfsaaten seit 2011 in Schlemmin aktiv – wollen ihre Produkte künftig auch auf überregionalen Messen und Veranstaltungen aus hochwertigen hölzernen Verkaufswagen heraus deutschlandweit als „Genussbotschafter für Produkte aus MV“ präsentieren.

Die Projektidee der Mecklenburger Heiderind GbR sieht vor, unter der Dachmarke „Mecklenburger Heiderind“ das Fleisch biologisch aufgezogener Rinder aus dem Landwirtschaftsbetrieb Matthes sowie weiterer Betriebe zu vermarkten. Dazu laufen derzeit Gespräche mit Rinderhaltern, Schlachtbetrieben, Einzelhändlern und Gastronomen.
Die Vermarktungspläne des Biohofs Gluth, auf dem Angus-Rinder aufgezogen werden, und dessen Gründer Heinz Gluth 80-prozentiger Anteilseigner des Schlachthofes Wismar ist, sehen die Gründung einer Erzeugergemeinschaft für Öko-Rindfleisch vor.

Das Projekt des Agrarmarketingvereins AMV ist ein Leitfaden für Klein- und Kleinstunternehmen, die bei der Vermarktung ihrer Produkte etwa Unterstützung in Rechts-, Hygiene- oder in Fragen der Etikettierung benötigen.

„„Ich setze mich seit langem dafür ein, die regionale Vermarktung und damit die Wertschöpfung hier bei uns im Land zu stärken““, sagte Minister Backhaus anlässlich der Wettbewerbsauswertung im Biomarkt NB. „“Mit dem Wettbewerb wollen wir vor allem die Klein- und Kleinsterzeuger aus der Land- und der Ernährungswirtschaft bei der Vermarktung unterstützen. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist uns die Platzierung in MV erzeugter Produkte in der Gastronomie. Damit steigern wir die Wertschätzung vor Ort erzeugter Lebensmittel und machen hochwertige Nahrungsmittel aus MV über die Landesgrenzen hinaus bekannt.““

Wirtschaftliche Entwicklung im regionalen Handwerk weiterhin auf hohem Niveau

Das Handwerk im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK) bewertet seine derzeitige wirtschaftliche Situation als äußerst positiv. Dies zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der HWK. So gaben 96 Prozent der befragten Handwerksbetriebe eine befriedigende bis gute Geschäftslage an, 70 Prozent aller Unternehmen meldeten eine Betriebsauslastung von mehr als 80 Prozent. Der durchschnittliche Auftragsvorlauf beträgt 9,8 Wochen, in der Baubranche sogar ca. 11 Wochen. Im Vergleich zu den vorangegangenen Konjunkturumfragen der HWK sind bei den meisten Indikatoren – von der Auslastungsquote bis zur Beschäftigungssituation – Steigerungen zu verzeichnen. Damit ist das Handwerk mit seinen insgesamt ca. 12 300 Handwerksunternehmen ein zuverlässiger Wirtschaftsbereich auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Region.

Dazu Jens-Uwe Hopf, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ostmecklenburg – Vorpommern: „Die wirtschaftliche Entwicklung hat sich im regionalen Handwerk in den Sommermonaten weiter auf höchstem Niveau stabilisiert. Die Kapazitätsgrenzen sind jedoch in den meisten Unternehmen nicht zuletzt aufgrund fehlender Fachkräfte erreicht. Dennoch muss zwischen den Gewerken differenziert werden. Während die Bau- und Ausbaugewerke deutlich im Wachstum zulegen konnten und auch im Nahrungsmittelhandwerk aufgrund der saisonalen Nachfrage die Auslastung der Betriebe gut war, waren die Bewertungen im Kfz-Handwerk und in den Gesundheitshandwerken eher verhalten.“

Für die künftige konjunkturelle Entwicklung erwarten die regionalen Handwerksunternehmen hingegen keinen weiteren Anstieg und sind weniger euphorisch. So rechnen 83 Prozent aller Befragten eher mit einer befriedigenden Geschäftslage. Hier sind vor allem auch die Handwerksbetriebe der Bau- und Ausbaugewerke zurückhaltend. „Diese Prognose zeigt, dass es in vielen Bereichen endlich auch deutlichere Signale der Politik geben muss, um Verunsicherungen vieler Unternehmen entgegenzuwirken und Planungssicherheit zu geben. Dazu gehört das Lösen von Bremsen bei den öffentlichen Investitionen ebenso wie der Bürokratieabbau und die Lösung der Dieselkrise, die überfällig ist. So erwartet das Handwerk, dass die Industrie die Möglichkeiten für Nachrüstungen der Dieselfahrzeuge anbietet und die Kosten nicht den Handwerksunternehmen aufgebürdet werden.“