Häufung von Polizeieinsätzen wegen Unzulässigen Lärms – die Polizei appelliert zur gegenseitigen Rücksichtnahme und Verständnis

Gerade in den Sommermonaten werden die Polizeibeamten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte besonders häufig wegen „Unzulässigen Lärms“ um Hilfe gebeten. Egal ob gemeinsames Beisammensein auf dem Campingplatz, eine gemütliche Feier in der Garage, laute Musik aus der Nachbarwohnung, nächtliche Handwerkerarbeiten oder auch sehr laute Gespräche – die Nachbarn bzw. Unbeteiligte fühlen sich sehr oft von dem Lärm gestört und rufen die Polizei. Die Neubrandenburger Beamten hatten in den vergangenen zwei Monaten mehr als 100 Einsätze auf Grund der Beschwerden über Unzulässigen Lärms. In den meisten Fällen ist es ausreichend, dass die Beamten mit dem Lärmverursacher sprechen, ihm die Sachlage erläutern und belehren. Dann ist die Ruhe hergestellt und der Anrufer zufrieden. Nur in wenigen Fällen müssen die Beamten eine Verwarnung aussprechen und androhen, dass sie bei erneutem Erscheinen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige fertigen werden.
Die Polizei appelliert an die Bürger zur gegenseitigen Rücksichtnahme und Verständnis. In manchen Fällen ist es hilfreich, wenn man sich in die Lage des Anderen versetzt und sogar selbst das Gespräch sucht.
Zur Info: Gemäß §117 Ordnungswidrigkeitengesetz handelt ordnungswidrig, „wer ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach dem Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit des anderen zu schädigen.“ Dabei muss der Betroffene mit einer Strafe von bis zu 5.000 Euro rechnen.
Übrigens ist unzulässiger Lärm, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, nicht an Zeiten oder Wochentagen gebunden.