Vortrag mit Ministerpräsident a. D. Matthias Platzeck, Potsdam

Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland und den daraufhin verhängten Sanktionen ist das Miteinander von Europäischer Union und Russland extrem angespannt. Die Politik, die Moskau macht, zielt darauf, die Einheit der Europäer zu untergraben, ein geeintes, starkes Europa zu verhindern. Insbesondere Deutsche glauben, dass es die westliche Rücksichtslosigkeit ist, die Russland in eine Verteidigungsposition zwingt.
Bei allem Streit gilt es, im Gespräch zu bleiben, Wege in die Zukunft zu suchen. Dazu leistet das Deutsch-Russische Forum e.V., für das der Referent des Abends, Ministerpräsident a. D. Matthias Platzeck jetzt tätig ist, seinem Beitrag. Es wurde 1993 gegründet, als die Wege zwischen Ost und West wieder geöffnet waren. Viele Menschen spürten in Deutschland das Bedürfnis, den Kontakt zu den neu gewonnenen Nachbarstaaten mit neuem Leben zu füllen. Dies galt insbesondere für das große Russland, mit dem vor den Zeiten des kalten Krieges einmal so enge Beziehungen bestanden hatten. Einrichtungen wie die Atlantik-Brücke und die Deutsch-Britische Gesellschaft, die engagierte Bürger nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten, um die Beziehungen zwischen Deutschen und Amerikanern, zwischen Deutschen und Briten zu verbessern, dienten als Vorbild. Vorrangiges Ziel des Deutsch-Russischen Forums e.V. ist es, dass gegenseitige Verständnis von Russen und Deutschen zu fördern, Menschen zu verbinden und Kontakte zu pflegen.
„Russland und Europa – brauchen wir einander?“ am Donnerstag, 06.09.2018 um 18.00 Uhr in das Hotel Am Ring Neubrandenburg, Große Krauthöferstr. 1 (hinter dem Rathaus)
Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. www.dreikoenigsverein.de