Arbeitsunfall in der Biogasanlage in Penzlin

Am Freitag, 21.09.2018, um 09:15 Uhr ist es in der Warener Chaussee in Penzlin in der dortigen Biogasanlage zu einem Arbeitsunfall gekommen, bei dem ein Arbeiter verletzt wurde. Da bei der Erstmeldung von Gasaustritt gesprochen wurde, kamen neben einem Rettungswagen und Notarzt auch der Rettungshubschrauber und die Freiwillige Feuerwehr aus Penzlin zum Einsatz. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr überprüften die Gaswerte, konnten aber keinen Gasaustritt feststellen.
Nach bisherigen Erkenntnissen kann gesagt werden, dass drei Arbeiter am Freitagvormittag Rohrreinigungsarbeiten durchgeführt haben. Dazu befand sich ein 49-jähriger Arbeiter auf einem Rohr in etwa vier Meter Höhe. Während dieser Arbeiten stürzte er herab und verletzte sich schwer (Beinverletzungen und einem Schädelhirntrauma). Er musste mit einem Rettungswagen in das Neubrandenburger Klinikum gebracht werden.
Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg waren für die ersten Ermittlungen vor Ort. Im Ergebnis dessen wurden keine Arbeitsmängel oder strafbare Handlungen festgestellt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales, Abteilung Arbeitsschutz wurde informiert.

Traktor mit Überbreite kontrolliert – Fahrer hatte keine erforderlichen Genehmigungen

Am Donnerstag, 20.09.2018, um 07:45 Uhr befuhr ein Traktor der Marke John Deere Traktor die L 273 aus Richtung Altenhagen kommend und bog auf die K 35 in Richtung Grischow ein. Der Traktor wurde durch ein privates Begleitfahrzeug mit gelbem Rundumlicht begleitet. Dabei musste der Gegenverkehr sehr weit rechts heran fahren, um eine Kollision mit dem überbreiten Fahrzeug zu vermeiden.
Ein Polizeibeamter des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow war in Zivil unterwegs und stoppte das Fahrzeug, da die Fahrzeugbreite der Zugmaschine nicht mit den Vorschriften nach der Straßenverkehrszulassungsverordnung konform sind. Bei der Fahrzeugkontrolle wurde festgestellt, dass die erforderlichen Ausnahmegenehmigungen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr M-V nicht vorhanden waren. Aus diesem Grund musste der Fahrer das Fahrzeug sicher in der Ortslage Grischow abstellen bis die erforderlichen Genehmigungen erbracht werden.
Gegen den Unternehmer und den Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Sie müssen mit einer Geldbuße von ca. 60 bis 75 Euro sowie mit einem Punkt in Flensburg rechnen. Mit einer Fahrzeugbreite von fast vier Meter ist das Fahrzeug eine Gefahr im öffentlichen Straßenverkehr. Aus diesem Grund gibt es Vorschriften, die es bei Überlänge, Überbreite, Überhöhe und auch Übergewicht zu beachten gibt. Insbesondere die Unternehmen sollten diese Vorschriften bekannt sein, weil im Rahmen einer Kontrolle nicht nur sie sondern auch die jeweiligen Fahrer mit einer Geld- und Punktestrafe rechnen müssen.

"Talk the job – SPECIAL"

Informationsveranstaltung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit und des Jobcenters Mecklenburgische Seenplatte-Süd
Wann: 25.09.2018, 13:00 – 16:00 Uhr Wo: Cafe International, Neutorstraße 7, 17033 Neubrandenburg
Die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten ist ein zentrales Ziel der Arbeitsmarkt-politik in Mecklenburg-Vorpommern. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit und das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd laden im Rahmen der interkulturellen Woche alle Migrantinnen, Migranten und Interessierte zum Dialog über Ausbildung, Arbeit und Bewerbungsverfahren ein. Die Joblotsen und Regionalkoordinatoren stehen für Ihre Fragen und Wünsche zu Ausbildung und Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.

Verleihung des Uwe-Johnson-Preises 2018 an Ralf Rothmann

Heute erhält der in Berlin lebende Schriftsteller Ralf Rothmann den mit 20.000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Preis für seinen aktuellen Roman »Der Gott jenes Sommers« (Suhrkamp Verlag). Die festliche Preisverleihung erfolgt in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin. Die Laudatio wird Dr. Julia Encke, Leiterin des Ressorts Literatur bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, halten.
Die Jury begründete ihre Entscheidung für Ralf Rothmann folgendermaßen:
»Mit ihrem Votum für ›Der Gott jenes Sommers‹ verleihen die Stifter den Uwe-Johnson-Preis 2018 an einen Autor, in dessen Gesamtwerk die unbestechliche Erinnerungsarbeit eine zentrale Rolle spielt. In seinem neuen Roman zeigt Ralf Rothmann aus der Sicht eines dreizehnjährigen Mädchens, dass Krieg nicht allein Tod und Verletzung, Entbehrung und Angst oder die Sorge um die Angehörigen bedeuten. Es geht ihm nicht nur um die Darstellung der äußeren Gewalt. Rothmann beschreibt eindrucksvoll, wie der Krieg die Seele angreift und die ‚ethische Sicherheit’ des einzelnen bedroht. ›Der Gott jenes Sommers‹ ist geprägt von einer Schreibweise, in der die präzise Darstellung des tagtäglichen Lebens vordringt zu einem minutiösen Abwägen zwischen Freiheit und Zwang, zwischen Widerstand und Resignation, Erlaubtem und Verbrechen – und deren Zwischenstufen. Indem der Autor in seinen Roman Erzählstücke hineinwebt, die im Dreißigjährigen Krieg angesiedelt sind, stellt er eine Verbindung der Zeiten her und wirft die existenzielle Frage auf, ob der Mensch aus den Kriegen ‚gelernt’ hat. Die außergewöhnliche Fülle an Details und die Art der Darstellung lassen uns staunend erfahren, wie das letzte Kriegsjahr und der Sommer 1945, die still und leise aus den Berichten von Zeitzeugen zu verschwinden drohen, durch das literarische Erinnern erneut wichtig werden für die Gegenwart. Ralf Rothmanns Kunst besteht darin, dem Individuum Rechnung zu tragen und es zugleich in den gesellschaftlichen Zeitläuften zu verorten, in die es – oft gegen seinen Willen – hineingezogen wird. Das impliziert neben dem Realismus des Erzählens, wie bei Uwe Johnson, die Wort für Wort artikulierte Hoffnung: Das private und allgemeine Verhängnis dürfen nicht das letzte Wort behalten.«
Der Uwe-Johnson-Preis wurde 1994 erstmals verliehen. Der Preisträger Ralf Rothmann folgt auf Jan Koneffke, Lutz Seiler, Christoph Hein, Christa Wolf, Uwe Tellkamp, Joochen Laabs, Norbert Gstrein, Jürgen Becker, Gert Neumann, Marcel Beyer, Walter Kempowski und Kurt Drawert.
Der Uwe-Johnson-Preis wird von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. (Neubrandenburg) gemeinsam mit der Kanzlei Gentz und Partner Rechtsanwälte mbB (Berlin) und dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis vergeben.

Übergabe des Staffelstabes im Grünen Ortsverband

Seit fast 15 Jahren stand Nicolas Mantseris an der Spitze des Ortsverbandes Neubrandenburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Mit Beständigkeit und Beharrlichkeit hat er trotz in der Anfangszeit geringer Mitgliedszahlen die grünen Themen immer wieder in den Fokus gerückt. Inzwischen hat der Ortsverband seine Mitgliederzahlen kontinuierlich gesteigert und ist zu einer aktiven Gruppe gewachsen. Nicolas Mantseris, der nicht wieder zur Wahl antrat, legt nun die Geschicke des Ortsverbandes in die Hände von Stefanie Grohs, die ihm als Sprecherin folgt. Die in Neubrandenburg geborene 30-jährige Stefanie Grohs ist im vergangenen Jahr nach einem Aufenthalt in Schleswig-Holstein in ihre Heimatstadt zurückgekehrt.
Nicolas Mantseris: „Nach einer so langen Zeit an der Spitze des Ortsverbandes gebe ich die Aufgabe mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab und freue mich, mit Stefanie Grohs eine junge und aktive Nachfolgerin gefunden zu haben.“
Stefanie Grohs: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und möchte die Arbeit im Ortsverband um weitere Aspekte beleben. Ich stehe besonders für die Aspekte Tierschutz und gesunde Ernährung. Aber auch der Kampf gegen Einwegverpackungen, besonders die aus Plastik, steht auf meiner Agenda.“ Auch von der Sprecherin des Kreisverbandes, Jutta Wegner, wird die Arbeit von Nicolas Mantseris, der auch weiterhin Mitglied der Stadtvertretung Neubrandenburg bleibt, gewürdigt: „Ohne Nicolas Mantseris wäre ich nicht zu den Grünen gekommen, sein beharrlicher Einsatz hat mir immer imponiert. Der Kreisverband dankt ihm für seine erfolgreiche Arbeit“

Medienbildung für junge Leute wird in Schwerin diskutiert

Am 26. September 2018 findet ab 9.30 Uhr im Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern im Schloss Schwerin die Anhörung „Medienbildung für junge Leute im Kontext der Digitalisierung“ als Teil der öffentlichen Anhörungsreihe „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ statt. Eingeladen hat dazu der Ausschuss für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landtages M-V. Bei jeder Anhörung wirken neben den elf Abgeordneten des Sozialausschusses auch zehn Jugendliche mit, welche die Anhörungsreihe kontinuierlich begleiten, „auf Augenhöhe“ mitdiskutieren und in den Expertenanhörungen Fragen stellen.
Zu jeder Expertenanhörung werden darüber hinaus sechs Sachverständige eingeladen, die zu dem spezifischen Thema nähere Ausführungen machen können. Der Direktor der Medienanstalt M-V, Bert Lingnau, wird am 26. September 2018 einer dieser Sachverständigen sein und hierbei besonders den Fokus auf die außerschulische Medienbildung – die Stärkung der Medienkompetenz in allen Generationen – legen:
„Kreative und kritische Medienbildung mit dem Ziel, Medienkompetenz und digitale Teilhabe in allen Altersgruppen unserer Gesellschaft zu erreichen, muss schnellstmöglich flächendeckend umgesetzt werden. Medienbildung darf dabei nicht für sich allein und losgelöst von anderen gesellschaftlichen Aufgaben stehen. Sie sollte von Fachleuten und deren Multiplikatorinnen und Multiplikatoren – dazu gehören pädagogisches Fachpersonal, Eltern, Großeltern und Geschwister – altersangemessen und entwicklungsspezifisch begleitet und umgesetzt werden“, so Lingnau.
Mit den Publikationen Medienkompass M-V und Medienkompass M-V (II) hat die Medienanstalt in Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald umfangreiche Hilfsmittel für die Stärkung von Medienkompetenz aller Generationen bereitgestellt.
Die seit 2007 bereits in dritter Fortsetzung entwickelte und praktisch umgesetzte „Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Medienkompetenz in M-V“ sowie die Aktivitäten des Netzwerkes Medienaktiv M-V haben erfolgreiche Ansätze hervorgebracht, wie Medienbildung in allen Teilen der „Bildungskette“ vom frühkindlichen Bereich über Familie, Schule, die Kinder- und Jugendarbeit bis hin zur Seniorenbildung praktiziert und strukturell ermöglicht werden kann.
Eindeutig muss aber festgestellt werden, dass das heutige Bildungssystem in allen Bereichen den Herausforderungen der Digitalisierung keinesfalls gewachsen ist. Die Einsicht zur Notwendigkeit von Medienbildung ist leider längst nicht in allen Ebenen der Gesellschaft und bei gesellschaftspolitischen Entscheidungsträgern, wie der Verwaltung und Politik, angekommen.

Neue Onlineversion des Familienwegweisers

Ab sofort ist die Internetseite www.familienwegweiser-nb.de in einem überarbeiteten Design verfügbar. Dabei bleibt es weiterhin das Ziel die Vielfalt der Angebote in der Stadt Neubrandenburg für die unterschiedlichsten Lebenslagen dazustellen und einen unkomplizierten Kontakt zu den Akteuren zu ermöglichen. Neben der Erweiterung der Datenbank wurden Verbesserungen der Suchfunktion vorgenommen. Auch die Kategorien sind nun selbsterklärend und ansprechender dargestellt. Die gewohnte Filterung nach Stadtgebietsteilen bleibt weiterhin erhalten.

Kindergeld im Studium – jetzt einfach online beantragen

Ab sofort können Eltern die Weiterbewilligung des Kindergelds für ihre studierenden Kinder online abwickeln – ganz ohne bürokratischen Aufwand. Formulare müssen sie nicht mehr ausfüllen. Der Studiennachweis kann online übermittelt werden.
So funktioniert das neue Online-Verfahren
Endet die Schulausbildung eines Kindes, schreibt die Familienkasse die Eltern an. Das Schreiben enthält nun neben den Hinweisen zum weiteren Kindergeldbezug auch einen individuellen Zugangscode und einen Hinweis auf das Online-Portal der Familienkasse. Auf der Website geben die Eltern ihren personalisierten Nutzungscode ein. Damit werden automatisch auch bereits vorhandene Daten der Eltern bzw. des Kindes angezeigt; sie müssen nicht mehr eingegeben werden.
Das neue Onlineportal der Familienkasse ermöglicht zudem den unkomplizierten Upload und die Übermittlung des Studiennachweises. Da alle Angebote der Familienkasse für Smartphone und Tablet optimiert sind, geht dies sogar einfach von unterwegs. Kindergeldberechtigte, die bereits angeschrieben worden sind, aber aktuell noch keinen Studiennachweis für ihr Kind vorliegen haben, können den Zugangscode auch zum Nachreichen der Studienbescheinigung nutzen. Weitere Informationen zum Kindergeld online: www.familienkasse.de