In der Regionalbibliothek wird vorgelesen

Am 16. November begeht die Regionalbibliothek den Bundesweiten Vorlesetag und lädt dazu herzlich ein.

Um 11 Uhr übergibt die Bibliothek gemeinsam mit der Buchhandlung Hugendubel und weiteren Vertretern der Werbegemeinschaft Spenden in Form von Medienkisten an Neubrandenburger Vereine. Diese wurden angeschafft aus Erlösen der traditionellen Veranstaltungsreihe LESELICHTER. Die Initiatoren unterstützen damit soziale Projekte für Kinder und Erwachsene.

Der Oberbürgermeister liest direkt im Anschluss für Kinder aus DIE KLEINE EINS des Neubrandenburgers Felix Walk. Die Idee zu diesem Kinderbuch entstand während eines Studienseminars zur mathematischen Frühbildung von Kindern.

Zusammen mit der Arbeitsgruppe Niederdeutsch beim Seniorenbüro werden um 17 Uhr Freunde der niederdeutschen Sprache – ob als Zuhörer oder Akteur – zu einer neuen Runde NB LIEST PLATT begrüßt.

Bereits zwei Tage zuvor, am 14. November um 18 Uhr, präsentiert die Regionalbibliothek eine Kooperations-Veranstaltung mit der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e. V.: Berührend, tragisch, unvergesslich: Die Geschichte von Willy Blum und seiner Familie. Dr. Annette Leo stellt ihre historische Spurensuche DAS KIND AUF DER LISTE vor. Als Gast dabei ist Puppenspieler Peter Waschinsky.

Über Willy Blum und seine Familie wusste man bislang nichts. Annette Leo erinnert an den Jungen, an seine Eltern und seine neun Geschwister. Sie gehörten zu den Sinti-Familien, die seit Generationen mit Wandermarionettentheatern durch Deutschland zogen. Ihre Familiengeschichten erzählen von dieser schon fast vergessenen Kultur-Tradition, von Vorurteilen, Diskriminierung, Ausgrenzung sowie vom mörderischen Rassismus des Nationalsozialismus und auch vom Verschweigen einer Opfergruppe in der Nachkriegszeit: die der Sinti und Roma.

Peter Waschinsky wird Elemente des traditionellen Wandermarionettentheaters demonstrieren und eine Szene aus Willy lums Leben spielen. Als Mitbegründer des Neubrandenburger Puppentheaters inspirierte er in den 1980er Jahren die Erneuerung des DDR-Puppentheaters und ist heute „einer der markantesten Vertreter des zeitgenössischen Puppenspiels“ (fidena.de).

Das Autorengespräch moderiert Dr. Constanze Jaiser, Leiterin des RAA-Projektes „zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung“.