Einsatz von Polizei und Feuerwehr – Spraydosen für privaten Videodreh zur Explosion gebracht –

Am Sonnabend, 02.02.2019, um 07:26 Uhr meldete ein aufmerksamer Bürger der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg in der Nähe des Bauhofes Neustrelitz, neben dem ehemaligen Gelände der JVA, eine kleine Explosion.

Umgehend wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Alt Strelitz sowie die Polizeibeamten des PHR Neustrelitz zum Einsatzort entsandt. Bei einer Überprüfung vor Ort stellten die Beamten zwei verkleidete Personen im Alter von 28 und 33 Jahren fest, die im Begriff waren, einen kleinen Videofilm zu drehen. Einer der beiden Männer hatte sich hierfür sogar als Zombi verkleidet.

Nach den ersten Erkenntnissen hatten die zwei Männer für den Videodreh mehrere Haarspraydosen zur Explosion gebracht, um so den Einschlag einer Panzerabwehrgranate zu simulieren. Das dadurch entstandene Feuer hatten die Beiden bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte gelöscht. Zu einem Personen- bzw. Sachschaden kam es zum Glück nicht.

Während der Überprüfung fanden die Polizeibeamten diverse Requisiten, welche die Männer für ihren Dreh mitgebracht hatten. Unter anderem wurden eine Machete und eine japanisches Kama (Sichel) aufgefunden und sichergestellt. Der Videodreh wurde den beiden Männern untersagt und ihnen wurde ein Platzverweis erteilt. Beide erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und eine Kostenrechnung für den Einsatz der Feuerwehr.