Polizei ermittelt nach Bränden

Am Freitagabend, 08.02.2019, gegen 23:40 Uhr, gingen in der Einsatzleitstelle der Polizei innerhalb weniger Minuten Hinweise zu drei Bränden in der Neubrandenburger Oststadt ein.

Sowohl die Berufs- als auch die Freiwillige Feuerwehr löschten an den Einsatzorten mehrere Papier- und Biomülltonnen. Bei einem Feuer griffen die Flammen außerdem auf eine Hausfassade über, so dass dort ca. 10 qm beschädigt wurden. Das Mehrfamilienhaus musste während der Löscharbeiten nicht evakuiert werden und ist weiterhin bewohnbar.

Personen wurden bei den Bränden nicht verletzt. Zur Schadenshöhe können aktuell keine Aussagen getroffen werden. Der Kriminaldauerdienst kam an den Brandorten zum Einsatz und hat die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.

Fahrzeugführer mit 3,41 Promille in Stavenhagen festgestellt

Am 08.02.2019 ging gegen 13:15 Uhr bei der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg ein anonymer Hinweis zu einer möglichen Trunkenheitsfahrt in Stavenhagen ein. Die Beamten des Polizeireviers Malchin begaben sich daraufhin umgehend nach Stavenhagen und konnten den verdächtigen Pkw in der Fritz-Reuter-Straße zur Kontrolle anhalten.

Bei der Überprüfung stellten die Beamten bei dem 39-jährigen Fahrer Alkoholgeruch in der Atemluft fest. Ein vor Ort durchgeführter Test ergab einen Wert von 3,41 Promille. Der Fahrer wurde anschließend ins Klinikum Malchin zur Blutprobenentnahme gebracht. Der Führerschein wurde sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Ein entsprechendes Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr wurde eingeleitet.

Zahl der Trickbetrugsversuche ist weiter auf hohem Niveau – Landespolizei setzt auf Aufklärung und zielgerichtete Präventionsmaßnahmen um Straftaten zu verhindern

Bundesweit ist in den vergangenen Jahren die Anzahl der bei der Polizei angezeigten Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen kontinuierlich angestiegen.

Diese Entwicklung zeichnet sich auch in Mecklenburg-Vorpommern ab und so ist bereits in den ersten Wochen dieses Jahres ein hohes Fallaufkommen zu verzeichnen.

Mit 1.442 angezeigten Fällen ist in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 das bisher höchste Fallaufkommen festzustellen (2017: 996 Fälle, 2016: 468 Fälle, 2015: 324 Fälle, 2014: 239 Fälle). Erfreulicherweise wächst durch regelmäßige Warnungen und zielgerichtete Aufklärung der Anteil der Taten, die im Versuchsstadium steckenbleiben. Der Anteil der Fälle, bei denen es zur Übergabe von Geld oder Wertsachen kam, konnte im Vergleich zu den Vorjahren (2017: 8 Prozent, 2016: 7,7 Prozent, 2015: 14,8 Prozent) weiter auf 6,9 Prozent gesenkt werden. Insgesamt wurden der Polizei 99 vollendete Trickbetrugsfälle im Jahr 2018 bekannt. Beim Gesamtschaden ist mit etwa 520.000 Euro ein ebenfalls Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (2017: etwa 615.000 Euro) zu verzeichnen.

Die hohe Versuchsquote ist insbesondere auf eine höhere Sensibilisierung in der Bevölkerung zurückzuführen. Denn die Kenntnis von diesem Phänomen und seinen unterschiedlichen Begehungsweisen führt zu einer höheren Wachsamkeit, einem rechtzeitigen Erkennen des Betrugs sowie einer größeren Bereitschaft für deren Anzeige bei der Polizei, auch bei versuchten Taten. Dies gilt nicht nur für die Opfer selbst, sondern auch für Angehörige, Bankmitarbeiter, Taxifahrer u. a., die die betroffenen, älteren Menschen rechtzeitig über die Situation aufklären und die Polizei informieren.

Die Warnmeldungen und Hinweise der Polizei richten sich daher ausdrücklich nicht nur an die oftmals betroffene ältere Bevölkerung. Im Familien- und Bekanntenkreis sollte über Trickstraftaten gesprochen werden, um älteren Verwandten und Bekannten Handlungssicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen oder Kontaktaufnahmen zu geben.

Typische Begehungsweisen der Trickstraftaten z. N. älterer Menschen sind nach wie vor der klassische Enkeltrick unter Vorspielen eines angeblichen Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnisses, das Auftreten unter der Legende eines Polizeibeamten oder Staatsanwaltes, der Trickdiebstahl durch Ausnutzung der Arglosigkeit der Opfer, wie der „Deponiertrick“ oder die Bitte um Hilfe, der Gewinnspielbetrug, bei dem ein Geldgewinn in Aussicht gestellt wird, sobald „Gebühren“ für verschiedene Zwecke gezahlt wurden, sowie das Fordern von Geldbeträgen wegen angeblicher Schulden.

Da jeder vollendete Trickbetrug für die Betroffenen neben dem finanziellen Verlust häufig auch eine hohe psychische Belastung darstellt, setzt die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren verstärkt auf die Vorbeugung derartiger Straftaten. Neben regelmäßigen Warnmeldungen und Präventionsveranstaltungen wird seit 2010 das Merkblatt für Geld und Kreditinstitute an alle im Land befindlichen Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen zur Sensibilisierung der Angestellten verteilt. Zudem beraten die ehrenamtlich tätigen Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater kostenlos zu typischen Gefahrensitationen und stärken somit das Sicherheitsgefühl der älteren Generation (siehe https://www.polizei.mvnet.de/Pr%C3%A4vention/Senioren/).

Tipps der Polizei gegen den Enkeltrick:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Weitere Informationen und Präventionshinweise zum Themenfeld Trickbetrug gibt es unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/.