Betrug durch falsche Polizisten geglückt – Gewinnspiel-Masche fast erfolgreich

In Neubrandenburg ist eine 64 Jahre alte Frau Opfer eines Betrugs durch falsche Polizisten geworden. Sie hat durch diese Masche 18.450 Euro verloren – mutmaßlich ihr gesamtes Erspartes. Die Geschädigte erhielt Ende vergangener Woche mehrere Anrufe. Am Telefon war eine Frau, die sich als Polizistin aus Berlin ausgab. Die Polizei in der Hauptstadt sei intensiv mit Ermittlungen zu einer rumänischen Bande beschäftigt. Die Daten der Geschädigten seien auf einer Liste gefunden worden. Die Bande hebe Geld von Konten älterer Leute ab – auch die Neubrandenburgerin könnte noch zum Opfer werden.

All das wurde der 64-jährigen suggeriert, zunächst von einer „berlinernden“ Frau, dann bis in die Nachtstunden hinein von angeblichen weiteren (männlichen) Beamten aus Berlin. Die Masche ging so weit, dass die Täter die Frau überzeugen konnten, ihr Erspartes aus „Sicherheitsgründen“ abzuheben und einem „Polizisten“ persönlich zu übergeben. Die Übergabe am vergangenen Freitag ist leider geglückt; die Frau wurde erst misstrauisch und rief die echte Polizei unter der 110 an, als sie das Geld bereits an eine ihr unbekannte Person an der Haustür übergeben hatte.

Die Polizei warnt alle Bürger noch einmal ausdrücklich: Die echte Polizei wird NIEMALS verlangen, dass sie Geld aus Sicherheitsgründen zum Schutz vor möglichen Betrüger-Banden abheben und einem „Polizisten“ überreichen. Auch Abfragen zu ihren persönlichen (Vermögens-)Verhältnissen wird es durch die echte Polizei nie geben. Rufen Sie in solchen Fällen immer selbst die echte Polizei unter der 110 an und fragen sie nach, ob es den geschilderten Sachverhalt und den fragenden Beamten tatsächlich gibt!
Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat in dem Fall die Ermittlungen aufgenommen.

Mit einer anderen Masche versuchten es die Täter in Altentreptow (LK MSE): Dort hat eine 73-jährige am vergangenen Freitag bereits die geforderten Geldkarten an einer Tankstelle im Wert von 300 Euro gekauft – im Glauben, sie benötige die Codes der Karten, um an eine angeblich hohe fünfstellige Gewinnsumme zu kommen. Bevor sie die Codes telefonisch weitergeben konnte, packte sie das Misstrauen. Sie überprüfte die Telefonnummer mit Hilfe der Auskunft und bekam so mit, dass es sich mutmaßlich um eine „Briefkastenfirma“ handelt.