Nordkirche ruft zum Klimafasten 2019 auf

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland beteiligt sich an der Aktion „Klimafasten 2019“. Sie ruft Christinnen und Christen, Gemeinden, Kirchenkreise, kirchliche Dienste und Werke dazu auf, in der diesjährigen Fastenzeit ab Aschermittwoch (6. März) eine klimafreundliche und ressourcensparende Lebensweise auszuprobieren. „Wir brauchen Kreativität und Veränderung. Dazu sind die sieben Wochen vor Ostern eine gute Gelegenheit“, betont der Umweltpastor der Nordkirche, Jan Christensen, vor dem Start der Aktion.

Unter dem Leitsatz „So viel du brauchst…“ (2. Mose 16) lädt die Nordkirche in diesem Jahr gemeinsam mit zehn weiteren evangelischen Landeskirchen und drei katholischen Erzbistümern dazu ein, Klimaschutz in den Mittelpunkt der eigenen Fastenzeit zu stellen. Jeder und jede kann sich daran beteiligen. Sieben Wochen lang gibt es wöchentlich zu jeweils einem Thema Anregungen, welche klimafreundlichen Alternativen im eigenen Alltag möglich sind.

Klimafasten ist allein, in der Familie oder in Gruppen möglich, heißt es da: So könne beispielsweise jede Gruppe in einer Kirchengemeinde etwas ausprobieren oder sich austauschen. Gemeinsam würden die Beteiligten ihre Erfahrungen in die Gemeinde einbringen. So könnte beispielsweise das nächste Gemeindefest plastikfrei gestaltet, ein vegetarisches Gemeindefrühstück ausprobiert oder neue Fahrradständer gebaut werden, damit mehr Menschen mit dem Rad zur Kirche fahren.

Die Idee hinter der bundesweiten Aktion: Erfolge beim Energiesparen zu Hause könnten auf das Energiemanagement der Kirchengemeinde übertragen werden. „So kann die Gemeinde Vorbild werden, um die Welt ein Stück gerechter und zukunftsfähiger werden zu lassen“, sagt Annette Piening vom Klimaschutzbüro der Nordkirche. Theologische Impulse in Andachten oder Gottesdiensten könnten ebenfalls dazu beitragen, in diesem Jahr eine etwas andere Fastenzeit zu gestalten.