31-Jähriger beschädigt mit einem Hammer sieben Scheiben am Justizzentrum

Am Donnerstag, 13.06.2019, gegen 10:15 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass derzeit eine Sachbeschädigung am Justizzentrum am Friedrich-Engels-Ring in Neubrandenburg begangen wird. Demnach soll ein unbekannter Täter mit einem Hammer mehrere Fensterscheiben eingeschmissen haben und anschließend in Richtung Nachtjackenviertel mit einem Fahrrad geflüchtet sein.

Auf Grund der detaillierten Täterbeschreibung durch mehrere Zeugen – TV: ca. 25-35 Jahre, rotes T-Shirt, schwarze, kurze Hose, lockiges Haar, barfuß, mit einem Hammer im mitgeführten Rucksack unterwegs – haben die Polizeibeamten die Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Der Tatverdächtige konnte zunächst nicht aufgegriffen werden. Den Beamten war aber aus ihrem polizeilichen Alltag eine männliche Person bekannt, welche barfuß unterwegs ist und auf wen die Personenbeschreibung passt. Die Beamten haben den 31-jährigen Mann in seiner Wohnung im Reitbahnweg aufgesucht. Als dieser die Wohnungstür öffnete, äußerte er den Beamten gegenüber spontan, dass er weiß, warum die Beamten bei ihm sind. Er sagte weiter, dass er im Moment schlecht drauf ist und deswegen die Scheiben eingeschlagen hat. Nach ausführlicher Belehrung als Beschuldigter gab der 31-Jährige an, dass unzufrieden mit einer Entscheidung des Gerichtes ist. Aus diesem Grund hat mit einem Hammer sieben Scheiben des Gerichtsgebäudes eingeschlagen, wodurch ein Schaden von mindestens 7.000 Euro entstanden ist. Der Tatverdächtige zeigte den Beamten den besagten Hammer, so dass dieser als Beweismittel sichergestellt werden konnte.

Nach erneuter Belehrung und Nachfrage gab der 31-Jährige an, dass er auch für die Sachbeschädigung an der Sparkasse in der Kranichstraße am gestrigen 12.06.2019 verantwortlich ist. Auch in diesem Fall war er unzufrieden mit dem Handeln der Sparkasse und hat aus diesem Grund mit einer Wasserflasche gegen eine Fensterscheibe der Sparkasse geworfen. Dabei wurde die Fensterscheibe beschädigt, so dass ein Schaden von ca. 3.000 Euro entstanden ist.

Da der 31-Jährige während der polizeilichen Maßnahmen starke Stimmungsschwankungen hatte, wurde er durch einen Notarzt ärztlich untersucht. Dieser konnte aber keine Eigen- oder Fremdgefährdung feststellen. Abschließend haben die Beamten den 31-Jährigen belehrt, dass er derartige Sachbeschädigungen zu unterlassen hat. Anschließend wurde er aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.