Drei Brandstiftungen am Reitbahnsee

In der Nacht vom 07.07.2019 zum 08.07.2019 ist es im Neubrandenburger Stadtgebiet Reitbahnweg zu drei Brandstiftungen gekommen. Gegen 02:15 Uhr wurde der Polizei zunächst der Brand eines Wohnwagens auf dem Parkplatz (bei der Wasserskianlage) des Reitbahnsees gemeldet. Als die Beamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg vor Ort eintrafen, wurde der Brand bereits durch den Eigentümer des Wohnmobils mit einem Handfeuerlöscher gelöscht. Zufällig bemerkt wurde das Feuer durch einen Zeugen, der mit seinem Hund spazieren gegangen ist. Nachdem er das Feuer bemerkte, klopfte der Zeuge an den Wohnwagen, um zu prüfen, ob sich jemand in dem Wohnwagen befindet. Die drei Personen im Alter von 11, 17 und 42 Jahren wurden durch das Klopfen wach und konnten sich unverletzt aus dem Wohnwagen befreien. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde versucht, den Wohnwagen im hinteren Bereich anzustecken. Die Außenhülle des Wohnwagens brannte im hinteren Teil, so dass eine Fläche von ca. 50cm x 120cm beschädigt wurde. Der entstandene Schaden wird auf ca. 1.000 Euro geschätzt.

Während der Anzeigenaufnahme vor Ort bemerkten die Beamten ein Feuer in unmittelbarer Nähe der Arche Noah am anderen Ende des Reitbahnsees. Die Beamten fuhren zu dieser Brandstelle und stellten fest, dass die ca. 3 m hohe Holzstatur brannte, die als Bücherregal bzw. -ausleihe genutzt wird. Wahrscheinlich wurden die darin befindlichen Bücher angezündet, so dass das Feuer auf die Statue übergreifen konnte. 14 Kameraden der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg waren im Einsatz und konnten das Feuer schnell löschen. Personen oder andere Gegenstände waren hier zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Die Höhe des Schadens ist derzeit nicht bezifferbar.

Kurz nach Beendigung der Löscharbeiten wurde den Beamten der Brand einer leerstehenden Gartenlaube gemeldet. Die Beamten fuhren zu der ruinenähnlichen Gartenlaube, die sich am Verbindungsweg zwischen Reitbahnsee und Reitbahnweg befindet. Die Gartenlaube wurde vorsätzlich angezündet und konnte durch die Kameraden der Berufsfeuerwehr gelöscht werden. Augenscheinlich wurde schon mehrfach versucht, die Gartenlaube anzuzünden, da zahlreiche Brandspuren vorhanden waren.

Im Rahmen der Anzeigenaufnahmen bemerkten die Beamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg eine 23-jährige männliche Person, die sich auffällig an allen Tatorten aufhielt, Fragen stellte und zudem Gegenstände mit sich führte, die zum Legen der Brände geeignet sind. Auf Grund dessen wurde der 23-Jährige vorläufig festgenommen und zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg gebracht. Nach erfolgter Beschuldigtenvernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der 23-Jährige nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Die Ermittlungen wegen der schweren Brandstiftung dauern weiter an.

Im Rahmen der Durchsuchung des 23-Jährigen und seiner Sachen wurden Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt. Eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aufgenommen.

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