Erstes E-Fahrzeug im Müritz-Nationalpark

Das Nationalparkamt geht mit der Zeit: Ein Street-Scooter dient ab sofort als Arbeitsauto für Ranger und Mitarbeiter am Standort Schwarzenhof.

Fotonachweis: A. Liese, NPA

Nicht erschrecken, wenn ein weißes Elektroauto fast lautlos an Besuchern vorbeigleitet – und das ganz ohne Abgase. Es ist so weit, der Müritz-Nationalpark meistert den Sprung zur E-Mobilität. Hierzu wird ein bewährtes Modell ausgesucht, das schon seit Jahren bei der Postzustellung seine Praxistauglichkeit bewiesen hat. Aktuell fahren rund 10.000 Street-Scooter für die Post, knapp 2.000 sind bei anderen Nutzern im Einsatz.

Bevor der Street-Scooter bestellt wurde, musste sich das Arbeitstier beweisen. Aufgabe: Es galt einen mit 500 Litern Wasser gefüllten Tank auf einem ungeteerten Weg zum Käflingsbergturm hinauf zu transportieren. Hier machte der weiße Flitzer die beste Figur.

Der Street-Scooter erreicht Spitzengeschwindigkeiten von 85 km/h und fährt bis zu 190 Kilometer ohne Zwischenstopp. 900 Kilogramm Zuladung, ein Dreiseitenkipper und eine fest montierte Werkzeugbox zeichnen den lautlosen Helfer aus. Angetrieben wird er von einem Elektromotor mit bis zu 65 PS Spitzenleistung.

„Ökologisches Bewusstsein nicht nur fordern, sondern selbst Leben, dazu hat sich das Nationalparkamt als Vorreiter in Mecklenburg-Vorpommern entschieden. Gerade in einem Nationalpark können wir mit diesem Fahrzeug ein Zeichen für moderne Mobilität setzen“, so der Leiter des Nationalparks Ulrich Meßner.

BU: Schlüsselübergabe an Manfred Hanitz und Heike Männel vom Nationalparkamt. Der lautlose Klein-LKW transportiert 2 Mann Besatzung und bis zu 900 Kilogramm. Mit Kippfunktion der Ladefläche ein vollwertiges Arbeitsauto – ganz ohne Abgase.

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