Warnmeldung auf Grund vermehrter Betrugsstraftaten durch Fake-Shops

Besonders in der Vorweihnachtszeit haben Betrüger Hochkonjunktur und nutzen dabei die Verzweiflung von Käufern aus, die im Internet auf der Suche nach Schnäppchen für ihre Angehörigen und Freunde sind. Aktuell haben die Beamten des Kriminalkommissariats Neubrandenburg vermehrt mit der Bearbeitung von Betrugsstraftaten zu tun, bei welchem die Geschädigten vermeintliche Schnäppchen gekauft und bezahlt, aber die Waren nie erhalten haben.

Um das Weihnachtsfest ohne Enttäuschungen zu genießen, sollten bei Online-Käufen daher einige Dinge berücksichtigt werden:

  • Die sogenannten Fake-Shops blenden die Konsumenten mit attraktiven Angeboten, die in der Regel so umwerfend sind, dass sie jegliche Vorsicht und Achtsamkeit vergessen. Die Fake-Shops arbeiten mit gefälschten Webseiten und nutzen dabei missbräuchlich Artikelfotos, Namen und sogar Impressen tatsächlich existierender Unternehmen oder auch komplett gefälschter Impressen.
  • Der Käufer sollte den betreffenden Shop in der Internetsuchmaske eingeben. Dann wird der Käufer sehr oft schnell fündig und findet Hinweise und Verdachtsmomente, die diesen Shop als Fake-Shop ausweisen. Portale und Verbraucherschutzseiten wie „Watchlist Internet“ oder „Auktionshilfe.Info“ könnten ebenfalls behilflich sein.
  • Besonders vorsichtig sollten die Käufer sein, wenn sich die begünstigten Konten der Unternehmen im Ausland befinden und der Shop seinen Sitz aber in Deutschland hat. Die Käufer sollten daher auf die Landeskürzel der IBAN achten. Bei aktuellen Fällen im Kriminalkommissariat Neubrandenburg befinden sich die Konten laut der IBAN-Nummern in Irland (IE), Spanien (ES) oder Frankreich (FR). Die meisten realen und seriösen Shops bieten dem Kunden im Vergleich zu den Fake-Shops verschiedene Möglichkeiten der Bezahlung an. Die Käufer sollten vorsichtig sein, wenn sie ausschließlich per Vorkasse bezahlen können.
  • Käufer sollten zudem den Namen der Webseite mit dem Impressum und den angebotenen Artikeln vergleichen.

Die Polizei will mit dieser Warnmeldung nicht, dass Kaufende bei Online-Einkäufen in Panik verfallen. Die Polizei will nur, dass sie ein wenig skeptisch und achtsam sind, um das Weihnachtsfest am Ende auch genießen zu können.