Niklas Frank – „Dunkle Seele, Feiges Maul“ (Lesung)

Niklas Frank hat sich zeitlebens mit der Geschichte und Verantwortung seiner Familie auseinandergesetzt. Zusammen mit dem Stadtarchiv Neubrandenburg haben wir diesen Zeitzeugen eingeladen, um ihm zuzuhören, genau hinzuhören und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Was können wir für uns selbst daraus mitnehmen! Wie gehen wir mit unserer Geschichte um, 30 Jahre nach dem Mauerfall? Auf die Frage: „Glauben Sie, dass so etwas wie 1933 noch einmal passieren könnte?“ antwortet Frank: „Selbstverständlich! Ich jedenfalls spüre, wie es unter all dem demokratischen Getue in der deutschen Seele brodelt….“ Streitbar, kompromisslos, verbal messerscharf, aber auch voller Humor. Erleben Sie ihn einfach!

Sein Vater war ein Topnazi, für Niklas Frank ein Schock, der bis heute wirkt. Geboren wurde Niklas Frank als jüngstes von fünf Kindern von Hans Frank, der im Jahr des Überfalls auf Polen 1939 von Adolf Hitler zum obersten Chef der Zivilverwaltung im Generalgouvernement Polen ernannt wurde. Niklas Frank hat sich 1987 mit seinem Buch „Der Vater. Eine Abrechnung“ geoutet, Sohn eines Massen- und Judenmörders zu sein. Seitdem liest der heute 80-jährige aus seinen Büchern, die einen Einblick darüber geben, wie er seine Kindheit während des NS-Regimes und danach verbracht hat.

Datum: 04.11.2019
Beginn: 19:00 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
Eintritt: 15,00 Euro
Veranstaltungsort: Stadtarchiv Neubrandenburg, Marktplatz 1/ Eingang Darrenstraße

Karten sind erhältlich in der Thalia Buchhandlung im Marktplatzcenter und unter der Telefonnummer 0395 36315115.

Neues Präsidium beim SV Fortuna 50

Das Präsidium des SV Fortuna 50 Neubrandenburg: v.l.n.r. Michael Schröder (Präsident), Julia Mächtig-Klepp (Projekte), Anja Hünemörder (Vizepräsidentin Öffentlichkeitsarbeit/Marketing), Benny Marlow (Sponsoring), Stephan Evert (Ausbildungs/Studienberatung), Michael Wendelstorf (Vizepräsident Finanzen/Controlling), Mario Stenzel (Vizepräsident Sport); es fehlt: Thomas Hoppe (Projekte)

Turnusmäßig wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung des SV Fortuna 50 Neubrandenburg e.V. am 21. Oktober 2019 ein neues Präsidium gewählt.

46 Vereinsmitglieder folgten der Einladung des Vereinspräsidiums und fanden sich am vergangenen Montag zur diesjährigen Mitgliederversammlung in den Räumlichkeiten des Sportgymnasiums Neubrandenburg ein. Nach der Feststellung der Anwesenheit sowie der Bestätigung der Tagesordnung gab Vereinspräsident Michael Schröder einen Rückblick auf das zurückliegende Spieljahr, berichtete zur aktuellen sportlichen Entwicklung im weiblichen und männlichen Bereich und wagte einen Ausblick in die Zukunft.

„Ein besonderes Highlight wird auch zukünftig, das einmal im Jahr stattfindende Handball-Event im Jahnsportforum sein, welches in diesem Jahr erstmalig mit insgesamt vier Heimspielen (zwei Nachwuchsspielen, sowie die Frauen und Männer) ausgetragen wird“, so Michael Schröder. Darüber hinaus steht im Jahr 2020 das 70-jährige Vereinsjubiläum an, an dem hinter den Kulissen bereits fleißig geplant wird. Vormerken können sich dafür alle Vereinsmitglieder, Fortuna-Freunde und Handball-Fans bereits jetzt den 6. Juni 2020.

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8. Landesorchesterwettbewerb/Orchestertreffen Mecklenburg-Vorpommern – Landesbegegnung „Jugend jazzt für Jazzorchester“

Der Landesorchesterwettbewerb findet auf erster Stufe auf Länderebene in Neustrelitz am 26. Oktober 2019 statt. Die besten Orchester können zum Deutschen Orchesterwettbewerb delegiert werden. Der Wettbewerb ist eine Fördermaßnahme für das instrumentale Laienmusizieren, die sich an Laienorchester unterschiedlicher Besetzungen richtet. Er hat die Aufgabe, durch Leistungsvergleich die Qualität des Musizierens deutscher Laienorchester darzustellen und Begegnungen der Orchester untereinander zu ermöglichen. Er gilt als Dokumentation kultureller Vielfalt.

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7. Entdeckungskonzert der Strelitzer Musikfreunde e. V.

Das beliebte und inzwischen schon zur Tradition gewordene Entdeckungskonzert findet in diesem Jahr am 27. Oktober um 17 Uhr im Heinrich-Schliemann-Saal (Glambecker Str. 10) statt. Dieses besondere
Konzertformat liefert erfahrungsgemäß Spannendes für Jung und Alt.

In diesem Jahr gibt es das tiefste Holzblasinstrument – das Fagott – sowie den russischen Klavierkomponisten Nikolai Kapustin zu entdecken. Letzterer wird allmählich auf den Konzertpodien wiederentdeckt. Er ist ein Wanderer zwischen den verschiedenen musikalischen Genres, einer, der das Virtuosentum des Konzertpianisten mit der tonalen Sprache des Jazz vereint.

Als Solist hierfür konnte der Pianist Roman Rofalski gewonnen werden, der zunächst klassisches Klavier an der Musikhochschule in Hannover studierte und anschließend in New York an der New York University sowie am Queens College seinen Jazz Master ablegte. Rofalski konzertiert weltweit sowohl solo als auch in kammermusikalischen Besetzungen und wird ein Feuerwerk auf den 88 Tasten des Steinway-Flügels abbrennen.

Im ersten Teil wird das Fagott in seinen verschiedenen Facetten zu erleben sein. Camille Saint-Saëns verwendete „seine letzte Kraft darauf, das Repertoire dieses sonst so vernachlässigten Instrumentes zu erweitern“. Es erklingt seine Sonate für Fagott und Klavier. Dazu gibt es von Michael Glinka das opernhafte Trio pathetique für Klavier, Klarinette und Fagott sowie einige Überraschungen etwa auf dem Kontrafagott.

Interpreten sind die Neubrandenburger Philharmoniker Frank Bachmeier, stellvertretender Solofagottist und Katharina Meier, stellvertretende Soloklarinettistin. Am Klavier spielt Dorothea Ramsenthaler, die deutschlandweit solo und Kammermusikkonzerte gibt. Verstärkung erhalten die drei durch Franz Sill und Lydia Mundt – beide Schüler der Musikschule Kon.centus. Karten für diesen abwechslungsreichen Musikgenuss sind im Vorverkauf in der Neustrelitzer Touristinformation sowie an der Abendkasse erhältlich.

28. dokumentART: Die Gewinner/innen

TRACING ADDAI von der deutschen Filmemacherin Esther Niemeier gewinnt den Hauptpreis, Neubrandenburger Filmemacherin Anne-Christine Plate erhält lobende Erwähnung
Bei der feierlichen Preisverleihung der 28. dokumentART – films & future wurden am Sonnabend-Abend im Cinestar Neubrandenburg die fünf Preise im Gesamtwert von 10.000 EURO sowie eine lobende Erwähnung vergeben. Moderiert wurde das Programm von Moderator, Schauspieler und Autor Max Moor.Der mit 5.000 EURO dotierte Hauptpreis, verliehen von einer internationalen Jury, ging an TRACING ADDAI von der deutschen Filmemacherin Esther Niemeier. In dem animierten kurzen Dokumentarfilm verfolgt Niemeier den Weg eines jungen Mannes, der sich dem IS anschließt, um in Syrien zu kämpfen.

Übersicht der Preisträger/innen:

Preise der Internationalen Jury
Jurymitglieder: Kornel Miglus, Margit Schild, Elmar Szücs, Maryam Tafakory, Daniel Yacavone

Latücht-Preis des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern / 5.000 EUR
TRACING ADDAI von Esther Niemeier (Deutschland, 2018, 29’54 Min.)
Jurybegründung: „Wir vergeben den Hauptpreis an den Film, der uns am meisten berührt hat. Über das persönliche Drama hinaus ist der Film sowohl ästhetisch formal innovativ als auch direkt emotional ansprechend. Er nimmt uns mit auf eine kraftvolle und verstörende Reise und erkundet dabei Themen wie Eltern-Kind-Beziehung, psychische Erkrankung, Entfremdung und Radikalisierung. Das Werk zeichnet ein scharfes Bild soziopolitischer Zusammenhänge und zeigt damit die Verantwortung für die Zukunft, die bei uns allen liegt.”

Preis der Stadt Neubrandenburg / 2.000 EUR
BIOTOPE (BIOTOP) von Paul Scholten (Deutschland, 2018, 10 Min.)
Jurybegründung: „Wir vergeben den Preis der Stadt Neubrandenburg an einen Film, der ein regionales Ereignis in Süddeutschland in eine starke Metapher für unsere gegenwärtige weltweite Situation übersetzt – mit einer eleganten, minimalistischen Ästhetik, einem Hauch von absurdem Humor, ausgestattet mit messerscharfer Ironie und einer kraftvollen Untertreibung. Die Mauer, mit der wir im Film konfrontiert werden, ist die physische Manifestation von Ängsten, die jedes Maß überschritten haben und bereits in einzelne menschliche Biotope eingedrungen sind.”

Lobende Erwähnung
IKTAMULI von Anne-Christine Plate (Deutschland, 2019, 5’28 Min.)

Preis des Studierendenwerkes Greifswald / 1.000 EUR
Vergeben von Studierenden der Hochschule Neubrandenburg und Universität Greifswald. Jurymitglieder: Konrad Bossmann, Fabian Linden, Sophie Loebjinski, Isa Radau, Olivia Schuster.
TRAITOR (REETUR) von Philip Kaat und Ali Moniri (Estland, 2018, 13 Min.)
Jurybegründing: „Einen Film zu finden, der die Zukunft von jungen Menschen in besonderer Weise in den Fokus nimmt, war sehr schwierig, da viele Aspekte dort reinspielen. In dem Film, den wir auszeichnen wollen, werden wir als Publikum in eine Situation geworfen, in die jeder von uns geraten könnte. Der Film thematisiert dabei Zivilcourage, Generationskonflike, Alltagsrassismus, plötzliche Flucht und die zunehmende Relevanz der Technik. Die Zuschauenden finden sich, wie die Protagonist*innen in Situationen wieder, in der eine schnelle Entscheidung getroffen werden muss.”
Preis des Latücht e.V. / 1.000 EUR
Vergeben von Mitgliedern des Latücht e.V. Der Preis würdigt den Film, der am überzeugendsten Menschen dazu ermutigt, sich gesellschaftlich und ökologisch zu engagieren.
HAMAMA & CALUNA von Andreas Anouk Muggli (Schweiz, 2018, 22’40’’)
Jurystatement: „Dieser Film zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie ein Mensch seine persönlichen Pläne über den Haufen wirft und sich auf eine Reise mit ungewissem Ausgang einlässt. Der Film erhält den Preis für den Mut und die Offenheit sich zu engagieren, auf erster Ebene in sozialer Hinsicht, aber auch im Kontext von Ereignissen von globalem Ausmaß, die unter anderem auf Klimakatastrophen und dem ausbeuterischen Kampf um Ressourcen basieren.”
Publikumspreis des Norddeutschen Rundfunks (NDR) / 1.000 EUR
THE SCHOOL TRIP (LA GITA) von Salvatore Allocca (Italien, 2018, 14’35 Min.)

Nordkirche schreibt Eine-Welt-Preis 2020 aus

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) schreibt den Eine-Welt-Preis 2020 aus. Mit dem Preis werden kirchliche und nicht-kirchliche Gruppen und Einzelpersonen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern geehrt, die sich „mit Phantasie, Hingabe und Kreativität für mehr Gerechtigkeit in der Welt einsetzen und dabei etwas Beispielhaftes und Neues geleistet haben“, heißt es in der Ausschreibung.

Der erste Preis ist mit 3.000 Euro dotiert, der zweiten mit 2.000 Euro und der dritte mit 1.500 Euro. Personen, Gemeindekreise, Schulklassen, Fair-Handelsgruppen, Partnerschaftsgruppen oder Initiativen können entweder vorgeschlagen werden oder sich selber bewerben. Gewürdigt werden soll besonderes Engagement in den letzten beiden Jahren, mit dem kreativ und vorbildlich globale Beziehungen lebendig und gerecht gestaltet wurden. Die Ausschreibungsfrist endet am 30. November 2019.

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Straßenbauarbeiten auf L 331 zwischen Teschendorf und Burg Stargard

An der Landesstrasse L 331 zwischen den Ortslagen Teschendorf und Burg Stargard erfolgen zwei Durchlasserneuerungen im Durchörterungsverfahren.

Baubeginn ist am 21.10.2019. Die Bauzeit beträgt ca. 6 Wochen.

Die Arbeiten werden bei abschnittsweise halbseitiger Sperrung der Landesstraße durchgeführt (zeitweiliger Ampelbetrieb). Eine Vollsperrung findet nicht statt.