Berufliche Orientierung an den Schulen wird verstärkt

Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Berufliche Orientierung in der gymnasialen Oberstufe. Im kommenden Schuljahr wird Berufliche Orientierung in der Qualifikationsphase sogar Schulfach. Dann steht es für die Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 11 als Grundkurs auf dem Stundenplan.

Die Berufliche Orientierung nahm auch der diesjährige Schulkongress im Audimax der Universität Rostock in den Blick, bei dem sich 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgetauscht haben.

„Eine gute Berufliche Orientierung in der Schule ist wichtig, weil Schülerinnen und Schülern heutzutage viele Wege offen stehen“, betonte Bildungsministerin Bettina Martin. „Dabei kommt es darauf an, dass wir Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf noch besser begleiten. Es geht darum, Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, die Weichen für eine selbstbestimmte Zukunft zu stellen. An unseren Schulen passiert da schon sehr viel. So bieten Lehrerinnen und Lehrer an Regionalen Schulen, Gymnasien und Gesamtschulen gemeinsam mit Partnern, zum Beispiel aus der Wirtschaft, zahlreiche Projekte und Aktivitäten zur Beruflichen Orientierung an. Ausbildung und Studium sind gleichwertige Perspektiven. Dieses Signal soll vom Schulkongress heute ausgehen“, sagte Martin.

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Wie steht es um die Betroffenenrechte gemäß der Datenschutzgrundverordnung? Erfahrungen der Verbraucher sind gefragt

Mit einer bundesweiten Umfrage möchten die Verbraucherzentralen ermitteln, welche Erfahrungen Verbraucher bisher mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gemacht haben. Das Inkrafttreten der DSGVO am 25. Mai 2018 hat die Definition der „personenbezogenen Daten“ deutlich erweitert. Außerdem wurden neue Informationspflichten und Betroffenenrechte festgelegt.

„Datenverarbeiter sind verpflichtet, einfach, knapp und verständlich darüber zu informieren, wer welche Daten verarbeitet und zu welchen Zwecken. Außerdem ist anzugeben, woher die Daten kommen und an wen diese weitergegeben werden“, sagt Stephan Tietz, Jurist bei der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Wenn Verbraucher sich nicht sicher sind, welche Daten von ihnen gespeichert wurden, sollten sie von ihren Auskunftsrechten Gebrauch machen. Verbraucherschützer Stephan Tietz rät auch, sich nicht zu scheuen, die Berichtigung der Daten oder die Löschung unnütz gespeicherter Daten zu verlangen.

Doch wie ergeht es Verbrauchern, wenn sie bei Vertragspartnern oder anderen Unternehmen Auskunft über die von ihnen gespeicherten personenbezogenen Daten einholen wollen? Werden ihre Betroffenenrechte beachtet oder treten Probleme auf? Die Verbraucherzentralen rufen dazu auf, eigene Erfahrungen zu schildern. Die Umfrage zu den Betroffenenrechten läuft noch bis zum 30. November 2019. Der Fragebogen ist unter www.verbraucherzentrale-mv.eu/umfrage-betroffenenrechte abrufbar. Wer Fragen zum Thema hat, kann sich an die örtlichen Beratungsstellen wenden.

8. Landesorchesterwettbewerb/Orchestertreffen Mecklenburg-Vorpommern – Landesbegegnung „Jugend jazzt für Jazzorchester“

Der Landesorchesterwettbewerb findet auf erster Stufe auf Länderebene in Neustrelitz am 26. Oktober 2019 statt. Die besten Orchester können zum Deutschen Orchesterwettbewerb delegiert werden. Der Wettbewerb ist eine Fördermaßnahme für das instrumentale Laienmusizieren, die sich an Laienorchester unterschiedlicher Besetzungen richtet. Er hat die Aufgabe, durch Leistungsvergleich die Qualität des Musizierens deutscher Laienorchester darzustellen und Begegnungen der Orchester untereinander zu ermöglichen. Er gilt als Dokumentation kultureller Vielfalt.

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7. Entdeckungskonzert der Strelitzer Musikfreunde e. V.

Das beliebte und inzwischen schon zur Tradition gewordene Entdeckungskonzert findet in diesem Jahr am 27. Oktober um 17 Uhr im Heinrich-Schliemann-Saal (Glambecker Str. 10) statt. Dieses besondere
Konzertformat liefert erfahrungsgemäß Spannendes für Jung und Alt.

In diesem Jahr gibt es das tiefste Holzblasinstrument – das Fagott – sowie den russischen Klavierkomponisten Nikolai Kapustin zu entdecken. Letzterer wird allmählich auf den Konzertpodien wiederentdeckt. Er ist ein Wanderer zwischen den verschiedenen musikalischen Genres, einer, der das Virtuosentum des Konzertpianisten mit der tonalen Sprache des Jazz vereint.

Als Solist hierfür konnte der Pianist Roman Rofalski gewonnen werden, der zunächst klassisches Klavier an der Musikhochschule in Hannover studierte und anschließend in New York an der New York University sowie am Queens College seinen Jazz Master ablegte. Rofalski konzertiert weltweit sowohl solo als auch in kammermusikalischen Besetzungen und wird ein Feuerwerk auf den 88 Tasten des Steinway-Flügels abbrennen.

Im ersten Teil wird das Fagott in seinen verschiedenen Facetten zu erleben sein. Camille Saint-Saëns verwendete „seine letzte Kraft darauf, das Repertoire dieses sonst so vernachlässigten Instrumentes zu erweitern“. Es erklingt seine Sonate für Fagott und Klavier. Dazu gibt es von Michael Glinka das opernhafte Trio pathetique für Klavier, Klarinette und Fagott sowie einige Überraschungen etwa auf dem Kontrafagott.

Interpreten sind die Neubrandenburger Philharmoniker Frank Bachmeier, stellvertretender Solofagottist und Katharina Meier, stellvertretende Soloklarinettistin. Am Klavier spielt Dorothea Ramsenthaler, die deutschlandweit solo und Kammermusikkonzerte gibt. Verstärkung erhalten die drei durch Franz Sill und Lydia Mundt – beide Schüler der Musikschule Kon.centus. Karten für diesen abwechslungsreichen Musikgenuss sind im Vorverkauf in der Neustrelitzer Touristinformation sowie an der Abendkasse erhältlich.

Isoflavone für die Wechseljahre: Risiken möglich, Nutzen fragwürdig

Nahrungsergänzungsmittel mit Soja- oder Rotklee-Isoflavonen versprechen Abhilfe bei Wechseljahresbeschwerden. Nachgewiesen ist die Wirkung nicht. Ob isoflavonhaltige Produkte gesundheitlich unbedenklich sind, ist wegen mangelnder Datenlage bisher auch nicht vollständig geklärt. Die Verbraucherzentralen haben in einem Marktcheck 22 isoflavonhaltige Nahrungsergänzungsmittel auf Zusammensetzung, Dosierung und Werbeaussagen hin geprüft. Das Ergebnis: Die Mehrheit der Produkte überschreitet die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfohlene maximale Tagesdosis für Isoflavone. Teils wird mit unzulässigen gesundheitsbezogenen Angaben geworben.

Gesundheitsrisiken durch fehlende Höchstmengen

Die EFSA empfiehlt eine maximale tägliche Verzehrsmenge für isolierte Isoflavone von 100 mg für Soja-Isoflavone und 43,5 mg für Rotklee-Isoflavone. Über 60 Prozent der Produkte überschritten diese Werte. Problematisch für die Bewertung ist, dass die EFSA nur Orientierungswerte angibt und diese Werte nur für gesunde Frauen nach den Wechseljahren gelten. Solche Empfehlungen fehlen für Frauen in den Wechseljahren, die meist gezielt in der Produktewerbung angesprochen werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt auch diesen Betroffenen, die Orientierungswerte einzuhalten. Problematisch ist es, wenn zusätzlich täglich sojahaltige Lebensmittel wie Soja-Drinks oder Fleischersatzprodukte auf Sojabasis verzehrt werden. „Weil keine Daten zur Wirksamkeit und zur Sicherheit für Frauen in den Wechseljahren vorliegen, raten wir von diesen Produkten ab“, Sandra Reppe von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Frauen, die an einem östrogenabhängigen Brust- oder Gebärmutterkrebs erkrankt sind oder erkrankt waren, rät das BfR von der Einnahme isoflavonhaltiger Nahrungsergänzungsmittel ab.

Wichtige Warnhinweise fehlen

Die Anbieter der überprüften Produkte ignorieren auch den von der EFSA empfohlenen Warnhinweis zur maximalen Einnahmedauer (Produkte mit Soja-Isoflavonen: zehn Monate, Produkte mit Rotklee-Isoflavonen: drei Monate). Das gleiche gilt für den notwendig erachteten Hinweis, vor der Einnahme isoflavonhaltiger Produkte ärztlichen Rat einzuholen. Nur auf einem Produkt waren entsprechende Warnhinweise aufgedruckt.

Werbung mit Gesundheitsversprechen

Sechs Produkte fielen auf wegen unzulässiger gesundheitsbezogener Angaben, z. B. dass Soja-Isoflavone einen positiven Einfluss bei Wechseljahresbeschwerden hätten. Das ist verboten, da die gesundheitliche Wirkung dieser Stoffe nicht nachgewiesen ist. Hinzu kamen Gesundheitsaussagen zu Vitaminen, die von der EU ebenfalls nicht zugelassen sind.

Registrierung mangelhaft

Eine Anfrage beim zuständigen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat gezeigt: Über die Hälfte der Produkte war beim BVL nicht registriert und existiert für die Behörden faktisch nicht. Dennoch konnten alle Produkte im Handel oder Internet gekauft werden.

Tipp

Frauen sollten auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt isoflavonhaltige Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Ein gesundheitsbewusster Lebensstil mit ausreichend Bewegung an der frischen Luft und einer ausgewogenen Ernährung hat auch in den Wechseljahren positive Effekte.

Forderungen

  • Der Gesetzgeber muss verbindliche Höchstmengen für Isoflavone in Nahrungsergänzungsmitteln festlegen.
  • Das bisherige Anzeigeverfahren für Nahrungsergänzungsmittel muss durch eine behördliche Prüfung und Zulassung ersetzt werden.

 

Der ausführliche Ergebnisbericht ist nachzulesen im Internet unter https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/marktcheck-isoflavone-fuer-die-wechseljahre-40843

Rückblick „Woche der seelischen Gesundheit“ im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Psychische Störungen sind heutzutage kein Einzelschicksal mehr: Ob Depression, Angststörung, Demenz oder posttraumatische Belastungsstörungen – in Deutschland leidet beinahe jeder dritte Erwachsene im Zeitraum eines Jahres unter einer psychischen Erkrankung. Nicht zu vergessen sind dabei die Familien und vor allem die Kinder der Betroffenen. Denn eine psychische Erkrankung belastet ein ganzes Familiensystem.

Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam – seelisch gesund zusammenleben“ widmete sich die Woche der seelischen Gesundheit im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte den Familien, leistete Aufklärung und zeigte Hilfsstrategien für psychische Erkrankungen auf. Auf dem Fachtag am 14. Oktober 2019 in Waren ging es insbesondere um den vorurteilsfreien Umgang mit psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft. Auch wenn sich das gesellschaftliche Bild schrittweise wandelt, werden Betroffene und ihre Angehörigen vielerorts noch immer stigmatisiert.

Fachkräften und Betroffene diskutierten gemeinsam wie Integration und Inklusion gelingen könne. Höhepunkt der diesjährigen Aktionswoche war die Lesung von Frau Claudia Gliemann, welche ihr Buch „Papas Seele hat Schnupfen“ vorstellte.

Sie erzählte die Geschichte von „Nele“ die im Zirkus aufwächst. Der Zirkus, den wir mit einer Welt – in der alles bunt und fröhlich ist – verbinden. Doch Neles Papa wird krank. Seine Seele bekommt Schnupfen und ist gar nicht mehr fröhlich. Mit einer einfühlsamen und warmherzigen Art, begleitet von eigenen komponierten Liedern, brachte die Autorin das Thema „Psychische Erkrankungen in der Familie“ den Kindern näher.

Im kommenden Jahr wird Frau Enrica Rebstock, Psychiatriekoordinatorin des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte und Frau Claudia Gliemann diese musikalische Lesereise an Schulen im hiesigen Landkreis anbieten und somit einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung von psychischen Erkrankungen leisten.

Zwei Schwerverletzte bei Verkehrsunfall in Altentreptow

Am Samstag, dem 19.10.2019, ereignete sich gegen 19:20 Uhr in Altentreptow auf der L 35 ein Verkehrsunfall mit Personenschaden. Ein 68-jähriger Fahrzeugführer befuhr mit dem Pkw Nissan die L 35 aus Richtung Neubrandenburg kommend in Fahrtrichtung Altentreptow. Auf Höhe der Einmündung L35/Gewerbehof wollte der Fahrzeugführer geradeaus in Richtung Altentreptow fahren. Im Gegenverkehr aus Richtung Altentreptow kommend, wollte nach bisherigem polizeilichen Ermittlungsstand, ein 38-jähriger Fahrzeugführer nach links in den Gewerbehof einbiegen.

Durch Missachtung des Vorrangs des entgegenkommenden Fahrzeugs kam es beim Abbiegevorgang zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Dabei wurden der 68-Jährige Fahrzeugführer sowie die 61-Jährige Mitinsassin des PKW/Nissan schwer verletzt. Der Fahrzeuginsasse des PKW/Audi blieb unverletzt.

Die Verletzten wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in das Klinikum Neubrandenburg gebracht. Es entstand ein Sachschaden von 6.000 Euro und beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die polizeilichen Ermittlungen zum Verkehrsunfall hat die Kriminalpolizei übernommen.