„Es hat etwas begonnen“ – Queere Zukunftswerkstatt entwickelt Ideen für ein buntes und vielfältiges Neubrandenburg

Die über 25 Teilnehmenden der queeren Zukunftswerkstatt haben am vergangenen Freitag bewiesen, dass Neubrandenburg bunt und vielfältig ist. Vertreter aus verschiedenen Vereinen und Institutionen sowie Privatpersonen sammelten Ideen, kamen miteinander ins Gespräch und überlegten, wie die Zukunft für Lesben, Schwule, Bi- und Intersexuelle sowie Trans* und queere Menschen in Neubrandenburg gemeinsam gestaltet werden kann.

Dabei ging es neben Freizeitaspekten, wie Partys und Gemeinschaft auch darum, öffentlich sichtbarer zu werden und politisch Stellung zu beziehen. Konkret diskutiert wurde dabei ein Christopher Street Day für 2019. „Wir wollen das gemeinsam anpacken, um auch die freundschaftlichen Bindungen zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz auszubauen“, kündigte Christian Arnold vom CSD Neustrelitz an. Um die Sichtbarkeit im öffentlichen Raum zu erhöhen, wurde die Schaffung eines Symbols für eine vielfältige Stadtgemeinschaft, ähnlich der Hochschulbank, diskutiert. Auch die Teilnahme mit einem Regenbogen-Drachenboot an den Wassersportspielen am Reitbahnsee war im Gespräch. Dabei appellierte Silvio Witt, „ein geschlossenes Auftreten der Community ist wichtig, um sich stärker in die Stadtgemeinschaft einbringen zu können“.

Betont wurde auch die hohe Bedeutung der Vernetzung mit anderen Institutionen und Personen. Iris Röhner von der Pressestelle der Handwerkskammer sagte dazu: „Das ist für uns ein wichtiges Thema. Es ist durchaus vorstellar, konkrete Projekte zu unterstützen.“
Die Zukunftswerkstatt wurde durch die Partnerschaft für Demokratie Neubrandenburg finanziert. Eine ausführliche Dokumentation über Ablauf und Ergebnisse ist online verfügbar.

Am Freitag, den 30. November werden diese und weitere Ideen in einer Projektwerkstatt weiterbearbeitet. Dazu sind alle Interessierten eingeladen, die Vielfalt Neubrandenburgs mitzugestalten. Die Veranstaltung wird 16–19 Uhr im Rathaus stattfinden.

Die private Initiative queerNB wurde Ende 2017 gegründet. Das nichtkommerzielle Angebot schafft eine Plattform für queere Personen in Neubrandenburg. Dazu erscheint monatlich ein Heft mit Terminen und Neuigkeiten. In der Regel am letzten Freitag im Monat findet ab 20 Uhr im Torcafé der Queere Stammtisch statt. Außerdem setzt der Regenbogenstand auf Stadt- und Straßenfesten ein Zeichen für Vielfalt. Das Projekt wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ gefördert.

Wilhelm-Ahlers-Medaille der Stadt Neubrandenburg wird Manfred Tepper verliehen

Die Wilhelm-Ahlers-Medaille der Stadt Neubrandenburg wurde an Manfred Tepper verliehen. Die Verleihung erfolgte im Rahmen der 25. Hauptversammlung des Bund Deutscher Karneval am Freitag, 14. September, um 19.30 Uhr im HKB-Saal. Oberbürgermeister Silvio Witt hielt die Laudatio und übergab gemeinsam mit Stadtpräsidentin Irina Parlow die „Wilhelm-Ahlers-Medaille“ für besonderes und langjähriges kulturelles Engagement für die Stadt Neubrandenburg. Die Verleihung wird im Ehrenbuch der Stadt Neubrandenburg eingetragen.
Der Name Manfred Tepper ist in Neubrandenburg eng mit dem Karneval verbunden. „Manfred Tepper, den übrigens jeder zweite Neubrandenburger Manne nennt, war ab Mitte der 1970er Jahre ein Gesicht und immer mehr auch ein Macher des Neubrandenburger Karnevals“, hebt Silvio Witt hervor. Dem Karneval ist der Neubrandenburger bis heute als Präsident des „KC Tollensia“ treu geblieben.
Der Name Manfred Tepper steht aber nicht nur für den Karneval in der Stadt. Im Reparaturwerk Neubrandenburg war er hauptberuflich für die Kultur verantwortlich und wechselte als Kulturmanager nach der politischen Wende in das städtische Veranstaltungszentrum. Seit der 750-Jahrfeier 1998 stellt Tepper den Stadtgründer Herbord von Raven dar und führt als solcher Einheimische und Touristen durch die Stadt. Der Name Manfred Tepper ist eng mit der Konzertkirche verbunden. In seiner Laudatio bezeichnet der Oberbürgermeister ihn als guten Geist des Hauses.
Die Wilhelm-Ahlers-Medaille als höchste Auszeichnung der Stadt neben der Ehrenbürgerschaft wurde im Januar erstmalig an Pastor a.D. Fritz Wilhelm Rabe verliehen. Im Juni 2018 bekam Karin Schmidt für ihr Engagement beim damaligen Kinder- und Jugendtanzensembles und dem heutigen Verein Tanzaktion die Ahlers-Medaille.

Jugendsammlung MV 2018 – Dein Euro machts!

Ab 14.09. findet die Jugendsammlung in M-V statt. Dabei sammeln Jugendliche ab 14 Jahren Geld für Projekte und Veranstaltungen ihrer Jugendgruppe oder ihres Vereins. Mit dem Geld machen sie dann eine Ferienfahrt oder ein Feuerwehrcamp oder renovieren ihre Jugendgruppenräume.
Wenn also Jugendliche bei euch an der Tür klingeln oder euch auf der Straße ansprechen und einen gelben Sammlerausweis mit dem Landesjugendring-Logo dabei haben, dann sind das genau die jungen Leute, die sich für andere und in eigener Sache engagieren und dafür Geld sammeln bei der Jugendsammlung MV 2018 – Dein Euro machts!
Die Jugendsammlung geht bis zum 14. Oktober 2018.