Arbeitsunfall in der Biogasanlage in Penzlin

Am Freitag, 21.09.2018, um 09:15 Uhr ist es in der Warener Chaussee in Penzlin in der dortigen Biogasanlage zu einem Arbeitsunfall gekommen, bei dem ein Arbeiter verletzt wurde. Da bei der Erstmeldung von Gasaustritt gesprochen wurde, kamen neben einem Rettungswagen und Notarzt auch der Rettungshubschrauber und die Freiwillige Feuerwehr aus Penzlin zum Einsatz. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr überprüften die Gaswerte, konnten aber keinen Gasaustritt feststellen.
Nach bisherigen Erkenntnissen kann gesagt werden, dass drei Arbeiter am Freitagvormittag Rohrreinigungsarbeiten durchgeführt haben. Dazu befand sich ein 49-jähriger Arbeiter auf einem Rohr in etwa vier Meter Höhe. Während dieser Arbeiten stürzte er herab und verletzte sich schwer (Beinverletzungen und einem Schädelhirntrauma). Er musste mit einem Rettungswagen in das Neubrandenburger Klinikum gebracht werden.
Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg waren für die ersten Ermittlungen vor Ort. Im Ergebnis dessen wurden keine Arbeitsmängel oder strafbare Handlungen festgestellt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales, Abteilung Arbeitsschutz wurde informiert.

26.000 Vollzeit-Beschäftigten im Kreis könnte im Alter Hartz IV drohen

Gefangen im Niedriglohn: 26.000 Vollzeit-Beschäftigte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verdienen weniger als 2.200 Euro brutto im Monat. Das sind 45 Prozent aller Menschen, die hier sozialversicherungspflichtig die volle Stundenzahl arbeiten. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU Ostmecklenburg-Vorpommern beruft sich dabei auf eine aktuelle Statistik der Arbeitsagentur.
Gewerkschafter Wolfgang Ehlert warnt: „Wer heute in Vollzeit weniger als 2.200 Euro verdient, der ist mit hoher Wahrscheinlichkeit im Alter auf staatliche Stütze angewiesen.“ Das ergebe sich aus Berechnungen der Bundesregierung. Danach muss ein Vollzeit-Arbeitnehmer im Schnitt mindestens 12,63 Euro pro Stunde verdienen, um nach 45 Beitragsjahren bei der Rente oberhalb der staatlichen Grundsicherung zu landen. „Einige werden zwar das Glück haben, dass der Ehepartner besser verdient und so die Renten-Haushaltskasse später aufbessert. Doch für viele ist die Rente selbst dann extrem knapp“, sagt Ehlert.

Tödlicher Arbeitsunfall in Petersdorf (Amt Woldegk)

Am Montag Vormittag (03.09.18) ereignete sich in Petersdorf bei Woldegk gegen 10:00 Uhr ein tödlicher Arbeitsunfall.
Ein 45-jähriger Mann führte auf dem Dach einer Halle Arbeiten durch. Dort sollte eine Photovoltaikanlage aufgebaut werden. Nach bisherigen Erkenntnissen trug das Wellastbestdach die Last des Mannes nicht. Er stürzte etwa 7,5 Meter in die Tiefe und erlag noch am Unglücksort seinen Verletzungen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Mitarbeiter des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, Abteilung für Arbeitsschutz, befanden sich ebenfalls vor Ort.