Arbeitsagenturchef Besse und Landrat Kärger verliehen an sechs Unternehmen Inklusionspreis

Neubrandenburgs Arbeitsagenturchef Thomas Besse und der Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Heiko Kärger, haben Freitag (30. November) den „Inklusionspreis“ an sechs Unternehmen vom Autohaus, über eine Landfleischerei bis hin zum Steuerbüro vergeben, die sich bei der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung besonders engagiert haben. Die Arbeitsagentur vergibt diese Auszeichnung zum dritten Mal. Der Preis ist nicht dotiert.

Inklusion schafft Mehrwert für Unternehmen: Das zeigt der Inklusionspreis, den die Neubrandenburger Arbeitsagentur heute in Altentreptow zum dritten Mal an sechs inklusionsstarke Unternehmen verliehen hat. „Wir wollen vorbildliches unternehmerisches Handeln auszeichnen, das die Potenziale von Menschen mit Behinderungen sichtbar macht und auch anderen Unternehmen zeigen, dass sich die Beschäftigung von Menschen mit Handicap lohnt “, erklärt Besse

In Anwesenheit von Landrat Heiko Kärger wurden die sechs Unternehmen ausgezeichnet. Mit seiner Gratulation würdigte Kärger das Engagement und die Vorbildfunktion der Preisträger: „Unsere Preisträger von heute sind die Vorreiter dafür, dass es eines Tages diesen Preis gar nicht mehr geben wird. Dann ist die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung eine Selbstverständlichkeit geworden“, sagte er.

Die Preisträger wurden durch Juryentscheidung bestimmt.

Auswahlkriterien waren:

  • Innovative Lösungen
  • Vorbildcharakter und Übertragbarkeit
  • Überwinden besonderer Herausforderungen (z.B. aufgrund Art und Schwere der Behinderung)

Die Jury besteht aus fünf Mitarbeiter*innen der Neubrandenburger Arbeitsagentur, die über besondere Kenntnisse und Erfahrungen bei der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung verfügen.

Hintergrund
Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen müssen auf mindestens 5 Prozent dieser Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen beschäftigen (§ 71 Abs. 1 SGB IX). Arbeitgeber, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe dieser Abgabe ist abhängig von der Beschäftigungsquote.

Und das sind die Preisträger

  1. Fischgaststätte „Bootshaus“, Schillerstraße 21, 17033 Neubrandenburg
  2. DRK-Kreisverband Neubrandenburg e.V., Robert-Blum-Straße 34, 17033 Neubrandenburg
  3. Hoffmann & Partner GmbH Steuerberatungsgesellschaft – Niederlassung Waren, Fontanestraße 17, 17192 Waren (Müritz)
  4. Autohaus Lindenberg GmbH | Filiale Autohaus Tollensetal Altentreptow, Gewerbehof 4, 17087 Altentreptow
  5. Sanitätshaus Klein, Zierker Str. 55, 17235 Neustrelitz
  6. Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH, Karlsplatz 10a, 17087 Altentreptow

Die Arbeitsagentur Neubrandenburg kann Arbeitgebern in vielen Fällen Förderleistungen für die Beschäftigung und Einstellung schwerbehinderter Menschen gewähren. Auskünfte erteilen die Ansprechpartner/-innen im Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter in der Seenplatte oder unsere Mitarbeiter/-innen der kostenlosen Arbeitgeberhotline 0800/4555520.

Arbeitsmarkt im November: Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt

„Der Arbeitsmarkt hat im November saisonbedingt an Schwung verloren. Parallel zur weiterhin guten konjunkturellen Entwicklung hat die Zahl der Arbeitslosen im laufenden Monat zugenommen – weniger als normalerweise in einem November. Und: Noch nie zuvor war die Arbeitslosigkeit in einem November niedriger“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, am Donnerstag, 29.11.2018, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

  • Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte im Überblick
  • Insgesamt 11.632 Arbeitslose: ein Minus von 1.683 im Vergleich zum November 2017
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,8 Prozent
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit (Vormonat) in den Jobcentern, saisontypischer Anstieg in der Arbeitsagentur
  • 2.379 freie Arbeitsstellen
  • Stärkster Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat in Röbel (+15 Prozent)
  • Mit 6,9 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Waren – Höchste mit 12,5 Prozent in Demmin
  • Bundesweite Woche der Menschen mit Behinderung vom 03.12. bis 07.12.2018

Im November waren in der Seenplatte 448 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Oktober. Insgesamt 11.632. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,8 Prozent. Im Vergleich zum November des Vorjahres 1.683 Arbeitslose weniger.
Für den Agenturchef sind es im Wesentlichen zwei Gründe, die die Zahl der Arbeitslosen zum Oktober steigen lassen haben: mehr Entlassungen und weniger Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit in Arbeit.
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Familienkasse Nord am 28. November geschlossen

Alle regionalen Standorte der Familienkasse Nord bleiben am Mittwoch, den 28. November 2018, wegen einer ganztägigen innerbetrieblichen Veranstaltung geschlossen.

„Die eintägige Schließung hat keine rechtlichen oder finanziellen Auswirkungen. Üblicherweise werden Anträge auf Kindergeld oder Kinderzuschlag mit den dazugehörigen Unterlagen schriftlich eingereicht. Angelegenheiten, die persönlich geklärt werden müssen, sollten Kundinnen und Kunden der Familienkasse Nord daher am Vortag oder aber am nächsten Werktag besprechen. Telefonische Auskünfte werden, unabhängig von der Schließung, wie gewohnt in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr über das kostenfreie Servicetelefon erteilt: 0800 4 5555 30. Auch das Kindergeld wird im gewohnten Rhythmus überwiesen“, erklärt Grit Ehlers, Leiterin der Familienkasse Nord und bittet gleichzeitig um Verständnis bei den Eltern.

Ohne Jobverlust durch den Winter – Kurzarbeitergeld und Saison-Kurzarbeitergeld

Unternehmen, die in witterungsabhängigen Wirtschaftsbereichen arbeiten, stehen jedes Jahr vor den gleichen Herausforderungen: Frost und Schnee, Regen und Sturm führen zu saisonbedingten Arbeitsausfällen und nicht selten wird gut ausgebildetes und eingearbeitetes Personal in die Arbeitslosigkeit entlassen. Das muss nicht sein, denn für die Unternehmen im Baugewerbe, die Betriebe im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, die Dachdecker und die Gerüstbauer besteht die Möglichkeit, das Saison-Kurzarbeitergeld (kurz: Saison-Kug) in Anspruch zu nehmen. Das Saison-Kug ist eine Sondervariante des „normalen“ Kurzarbeitergeldes. Dieses deckt einen saisonbedingten Arbeitsausfall nämlich nicht ab.

Mit dem Saison-Kurzarbeitergeld wird den witterungsbedingten Arbeitsausfällen wirksam begegnet und das ganz unkompliziert. „Ohne vorherige Anzeige des Arbeitsausfalls“, sagt Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur. „Damit ist der bürokratische Aufwand deutlich reduziert und entlastet Unternehmen und Arbeitsagentur“, so Besse. Lediglich die Angabe der betroffenen Baustellen und die Art der Arbeiten dürfen auf der Abrechnung nicht fehlen. Auch Auftragsmangel in der kalten Jahreszeit berechtigt zur Inanspruchnahme des Saison-Kug. Für den Bezug des Saison-Kurzarbeitergeldes, egal durch welchen Ausfall verursacht, müssen nur die entsprechenden Abrechnungsunterlagen eingereicht werden. Aufzeichnungen, die Gründe für die Arbeitsausfälle belegen, sind aufzubewahren.

Das Saison-Kurzarbeitergeld wird in der Schlechtwetterperiode vom 1. Dezember bis zum 31. März gezahlt. Dabei wird die Leistung bereits ab der ersten Ausfallstunde gewährt. Die betroffenen Arbeitnehmer erhalten das Saison-Kug in der Höhe des sonst gezahlten Arbeitslosengeldes, bleiben aber weiterhin bei ihren Arbeitgebern angestellt. Verbessern sich die Witterungsbedingungen und ist dadurch wieder eine kurzfristige Arbeitsaufnahme möglich, kann die Weiterbeschäftigung unkompliziert und ohne langwierige Personalsuche erfolgen.

Arbeitgeber haben während der Zahlung des Saison-Kurzarbeitergeldes Anspruch auf die Erstattung der von ihnen allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung. (Aus tarifrechtlichen Gründen gilt dies allerdings nicht für die Gerüstbauer.) Die Fachleute im Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter in der Seenplatte beraten interessierte Unternehmen gerne über diese Leistung unter der kostenlosen Arbeitgeberhotline 0800/4555520.

BiZ zu Gast in der Wirtschaft

Für alle mit Hang zur Bedienung und zur Instandhaltung von Fertigungsanlagen zur Flachglasbearbeitung gibt es Informationen direkt Vorort im Werk über eine abwechslungsreiche und zukunftssichere Ausbildungen: Maschinen- und Anlagenführer/in, Fachkraft Lagerlogistik und Mechatroniker/in bei der Semcoglas Glastechnik GmbH.

Wann: 27. November um 16:00 Uhr
Wo: Semcoglas Glastechnik GmbH, Feldmark 8, 17034 Neubrandenburg

Die Ausbildungskoordinatorin Corina Faust informiert über allgemeine Fragen zur Ausbildung und stellt das Werk vor: Welche Berufe können in Neubrandenburg gelernt werden? Welche Fähigkeiten und Interessen sollte ich für die Ausbildung mitbringen? In welchen Bereichen kann ich später arbeiten? Welche Voraussetzungen gibt es? Im Anschluss ist eine Werksführung geplant.

Eine Anmeldung ist bis spätestens zum 23. November erforderlich. Im BiZ (Tel. 0395 766 1500) oder unter neubrandenburg.biz@arbeitsagentur.de.

Vortragsreihe im BiZ: Psychologie studieren

Ein Psychologiestudium steht bei vielen Schülerinnen und Schülern ganz oben auf der Wunschliste. Informationen zu Inhalten, Arbeitsfeldern und Zugangsvoraussetzungen bietet eine Vortragsveranstaltung im BiZ.

Dr. Anette Hiemisch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Universität Greifswald und Fachstudienberaterin für den Studiengang Psychologie B.Sc. informiert über allgemeine Fragen zum Psychologiestudium: Wie ist ein Psychologiestudium aufgebaut? Welche Schwerpunkte können gewählt werden? Welche Fähigkeiten und Interessen sollte ich für das Studium mitbringen? In welchen Bereichen kann ich später arbeiten? Welche Zugangs- bzw. Zulassungsvoraussetzungen gibt es?

Wann: 20. November um 16:30 Uhr
Wo: Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Neubrandenburg, Ponyweg 37.

Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Workshop: Gut vorbereitet ins Assessmentcenter!

(Sorry, wenn ich meine Leser hier mal duze, aber der Originaltext war so geschrieben, vermutlich zielgruppendefiniert. – Red.)

Du willst dich für einen Ausbildungsplatz bewerben? Oder du wurdest schon zu einem Auswahl- oder Eignungstest eingeladen? Glückwunsch! Damit wäre die erste Hürde genommen: Deine Bewerbung ist gut angekommen, das Unternehmen hat Interesse an dir.

Jetzt heißt es, auch im Assessment-Center zu überzeugen. Hier warten eine Menge Aufgaben auf dich: vom Rollenspiel bis zur Selbstpräsentation. Und nur wer gut vorbereitet ist, besteht die Situation mit Bravour.

Nutze deine Chance! Melde dich zum kostenlosen Vorbereitungsseminar der Neubrandenburger Arbeitsagentur an.

Wann: Donnerstag, 01. November von 9 bis 14 Uhr
Wo: Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Neubrandenburg, Ponyweg 37, 17034 Neubrandenburg

Da nur eine begrenzte Anzahl an Teilnehmerplätzen zur Verfügung steht, ist eine Voranmeldung bis zum 30. Oktober erforderlich: Telefonisch unter 0395 766-1500 oder per E-Mail neubrandenburg.biz@arbeitsagentur.de

September-Arbeitslosigkeit: Herbstaufschwung lässt auf sich warten

„Der September brachte vorerst nicht den erhofften Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt. Zwar ist die Arbeitskräftenachfrage weiterhin hoch und die Zahl der Arbeitslosen gesunken, allerdings sind die Arbeitsaufnahmen aus der Arbeitslosigkeit heraus schwächer ausgefallen, als zuvor erwartet. Für die kommenden zwei Monate rechne ich mit moderaten Rückgängen der Arbeitslosigkeit“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.180 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-561), ein Minus zum September 2017 (-1.846)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,5 Prozent
  • Jugendarbeitslosigkeit sinkt zum Vormonat saisonbedingt
  • Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 13 Prozent (im Vorjahresvergleich)
  • Überdurchschnittlicher Rückgang bei Ausländern, Frauen und älteren Arbeitslosen (50 Jahre und älter) – Im Vorjahresvergleich
  • Mehr als 2.500 freie Stellen gemeldet
  • Waren und Röbel: Arbeitslosenquote unter 7 Prozent | Niedrigste Quote in Röbel und Waren mit 6,1 Prozent – höchste Quote mit 12 Prozent in Demmin

In der Seenplatte waren im September 561 Menschen weniger arbeitslos als im August. Insgesamt 11.180. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent. Im Vergleich zum September des Vorjahres gab es 1.846 Arbeitslose weniger.
„Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist erfreulich. Allerdings ist die für September erhofft Herbstbelebung ausgeblieben. Unter Herausrechnung der Menschen, die eine Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik begonnen haben, nahm die Arbeitslosigkeit nicht so stark ab, wie gehofft. Das ist zum Herbstanfang in der Seenplatte nicht ungewöhnlich“, sagte Agenturchef Besse. „Im Gegenteil: Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv.“ Den Hauptgrund für Rückgang der Arbeitslosigkeit im September sieht Besse „im Ende der großen Ferien, die die Übergangsarbeitslosigkeit vieler junger Menschen unter 25 Jahren, die sich nach Ausbildung oder Schule vorübergehend arbeitslos melden mussten, beendeten.“
Besse kennt noch einen weiteren wichtigen Faktor: „Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Allerdings profitieren vor allem Fachkräfte mit einer dualen Berufsausbildung. Für sie sind die Jobchancen so gut wie selten zuvor“, weiß Besse.
Anders als noch vor wenigen Jahren sind Fachkräfte in der komfortablen Situation, aus mehreren freien Stellen auszuwählen. Dabei geht es längst nicht immer nur ums Geld. Nach Einschätzung des Arbeitsagenturchefs werden, „weiche Faktoren für Bewerber auch in unserer Region immer wichtiger. Dazu zählen zum Beispiel die Gestaltungsmöglichkeiten des Einzelnen im Unternehmen, flexible Arbeitszeiten und auch die Option von zu Hause zu arbeiten. Nicht zuletzt auch die Möglichkeit, dass Berufsleben mit den privaten Interessen in Einklang zu bringen.“
Für Besse ein klares Signal: „Wollen Firmen im Wettbewerb um die besten Talente die Nase vorn haben, müssen sie heute mehr bieten als ein attraktives Gehalt.“
Für den Arbeitsagenturchef ist der Hauptgrund für den hohen Arbeitskräftebedarf: „die konjunkturelle Lage, die trotz etwas gedämpfter Erwartungen weiterhin sehr gut ist. Allerdings beobachten wir, dass Menschen ihre Jobs immer häufiger wechseln. Auch das trägt zu einem hohen Stand an offenen Stellen bei.“

Zahl der Beschäftigten im Landkreis steigt weiter

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – es liegen die Dezember-Daten vor – ist um 1,7 Prozent oder 1.538 auf 92.789 im Vorjahresvergleich gestiegen. Im Gesundheits- und Sozialwesen (+780), Gastgewerbe (+213) und bei Immobilien, freiber./wiss./techn. Dienstl. (+172) sind die meisten zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Im Bereich der öffentlichen Verwaltung (-215), Herstellung von Vorleistungsgütern (-89) und in der Land- und Forstwirtschaft (-40) gingen hingegen Arbeitsplätze verloren.

Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 20 Jahre)

Besonders die Anzahl der jüngeren Arbeitslosen unter 20 Jahren ist – jahreszeitlich üblich – überproportional im Vormonatsvergleich gesunken: um 36 (-13 Prozent) auf 234 „Nach dem Ende der Sommerpause haben die Betriebe wieder verstärkt Personal eingestellt. Davon profitieren erwartungsgemäß im September insbesondere junge Fachkräfte, die nach ihrer Ausbildung – aus unterschiedlichen Gründen – nicht übernommen und daher kurzfristig arbeitslos wurden. Sie sind nun wieder in Arbeit“, so Besse.

Zu- und Abgänge

753 Männer und Frauen mussten sich im September nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in der Seenplatte arbeitslos melden. Das sind 134 weniger als im September 2017.
846 Arbeitslose konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt beenden. Das sind 82 weniger als im Vorjahresmonat.
Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Spanne der Veränderungen reicht im September von –16% bei Frauen bis –7% bei 15- bis unter 25-Jährigen.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten waren im September 2.936 Menschen arbeitslos. 176 weniger als im Vormonat, 472 weniger als im September 2017. Das entspricht einem Rückgang von 13,8 Prozent. *
Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im September bei 8.244 Arbeitslosen. 385 weniger als im August und 1.374 weniger als im September 2017. Das entspricht einem Rückgang von 14,3 Prozent. *
*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG I und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Im September konnten 4.376 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 1.017 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wurde. 801 Männer und Frauen wurden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Insgesamt 14 Förderungen mehr als vor einem Jahr.
Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.978 höher und die Arbeitslosenquote bei 11,2 Prozent.

Geldleistungen

Insgesamt 2.527 Personen erhielten im September 2018 Arbeitslosengeld, 305 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im September bei 18.730. Gegenüber September 2017 war dies ein Rückgang von 2.672 Personen.
Gemeldete Arbeitsstellen: Fachkräfte weiter händeringend gesucht
Die insgesamt positive Entwicklung zeige sich auch in den Stellenmeldungen. „Seit Jahresbeginn haben die Betriebe den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis 7.429 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet. Die Zahl liegt damit um 87 über dem Vorjahreswert.
639 Arbeitsstellen wurden dem ArbeitgeberService von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis im September gemeldet. Insgesamt sind 2.530 freie Stellen registriert. 118 weniger (-4,5 Prozent) als vor einem Jahr.
Die größte Nachfrage gab es im September aus den Bereichen: Zeitarbeit (709 freie Stellen im Bestand); im Gesundheits- und Sozialwesen (333), im verarbeitenden Gewerbe (316); im Baugewerbe (264); Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (233) und im Gastgewerbe (162).
Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg stellt sich der Arbeitsmarkt im September recht unterschiedlich dar. Vergleichsweise günstig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in Demmin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 7 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Röbel mit einer Abnahme von 3 Prozent.

"Talk the job – SPECIAL"

Informationsveranstaltung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit und des Jobcenters Mecklenburgische Seenplatte-Süd
Wann: 25.09.2018, 13:00 – 16:00 Uhr Wo: Cafe International, Neutorstraße 7, 17033 Neubrandenburg
Die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten ist ein zentrales Ziel der Arbeitsmarkt-politik in Mecklenburg-Vorpommern. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit und das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd laden im Rahmen der interkulturellen Woche alle Migrantinnen, Migranten und Interessierte zum Dialog über Ausbildung, Arbeit und Bewerbungsverfahren ein. Die Joblotsen und Regionalkoordinatoren stehen für Ihre Fragen und Wünsche zu Ausbildung und Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.