Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresbilanz 2018

„Mit Beginn des Winters ist die Arbeitslosigkeit in der Mecklenburgischen Seenplatte gestiegen. Aber: Derzeit spricht viel dafür, dass sich die gute Lage der Wirtschaft, verbunden mit der steigenden Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal, in den kommenden Monaten fortsetzt. Nach meiner Einschätzung wird sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2019 weiter gut entwickeln. Allerdings werden sich die enormen Rückgänge der Arbeitslosenzahlen der vergangenen Jahre abflachen. Eine moderate Abschwächung der Dynamik ist auch nicht auszuschließen. Dennoch erwarte ich einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, am Freitag anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte im Überblick

  • Insgesamt 12.065 Arbeitslose: ein Minus von 1.592 im Vergleich zum Dezember 2017
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 9,1 Prozent
  • Anstieg der Arbeitslosenzahl unter dem fünfjährigen Mittel von knapp 600 (598)
  • seit Jahresbeginn 9.522 freie Jobs gemeldet
  • sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf Höchststand
  • Frauen und ältere Arbeitslose profitieren besonders – Langzeitarbeitslose überwiegend demografiebedingt
  • Stärkster Rückgang der Arbeitslosigkeit in Malchin (-16 Prozent)
  • Mit 7,4 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Waren – Höchste mit 13 Prozent in Demmin

Im Dezember waren in der Seenplatte 433 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im November. Insgesamt 12.065. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres 1.592 Arbeitslose weniger.
„Die gute Konjunktur im Landkreis bringt immer mehr Menschen in Lohn und Brot. So ist die Zahl der Arbeitnehmer nach letzten verfügbaren Daten (31. März 2018) auf knapp 93 Tausend (92.484) und damit auf einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung gestiegen. Damit waren im März 2018 1.367 Menschen mehr als ein Jahr zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Es spricht viel dafür, dass der Arbeitsmarkt auch im neuen Jahr aufnahmefähig bleibt. Daran ändert auch die Börsentalfahrt der vergangenen Wochen nichts. Zwar wirken sich in den Kernwintermonaten Januar und Februar immer auch saisonale Einflüsse dämpfend aus. Aber die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt ungebrochen. Unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung bleiben wichtige Herausforderungen am Arbeitsmarkt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte auch in Zukunft von Bedeutung. Dazu gehören neben der Digitalisierung die zunehmend knapper werdenden Arbeitskräfte, aber auch strukturelle Probleme wie die Integration von Langzeitarbeitslosen und Geflüchteten“, sagt der Arbeitsagenturchef.

„Die Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes sind historisch günstig“, sagt Besse, um auch langzeitarbeitslosen Menschen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. Die Bundesagentur für Arbeit verfolgt unterschiedliche Ansätze, da die Ursachen von Langzeitarbeitslosigkeit vielfältig sind und sich je nach Region unterschiedlich gute Möglichkeiten für eine Arbeitsaufnahme bieten.

„Dabei setzen wir auf präventive Ansätze, den systematischen Abbau der individuellen Integrationshemmnisse, Ansätze intensiver Betreuung sowie Konzepte für eine verbesserte soziale Teilhabe,“ sagt der Agenturchef.

Besse betont: „Maßnahmen und Initiativen gegen Langzeitarbeitslosigkeit sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese kann nicht von der Arbeitsagentur alleine gelöst werden, sondern erfordert gemeinsame Anstrengungen aller Partner am Arbeitsmarkt.“

Größte Herausforderung am Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslose mit offenen Stellen zusammenbringen

Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Situation: 41 Prozent (4.928) der Arbeitslosen sind ein Jahr und länger arbeitslos. Viele von ihnen haben keine Ausbildung. „Um diese Menschen müssen wir uns kümmern“, betont Besse.
Allein unter 15 bis unter 25-Jährigen insgesamt 153.

Positiver Ausblick auf das Jahr 2019

Nach meiner Einschätzung wird sich der Arbeitsmarkt im Landkreis weiter gut entwickeln. Allerdings werden sich die enormen Rückgänge der Arbeitslosenzahlen der vergangenen Jahre abflachen. Aller Voraussicht nach kommt es zu einer moderaten Abschwächung der Dynamik. Und es gibt Abwärtsrisiken. Trotzdem wird die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter zunehmen und die Arbeitslosigkeit sinken.“

Zu- und Abgänge

1.288 Männer und Frauen mussten sich im Dezember nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in der Seenplatte neu oder erneut arbeitslos melden. Das sind 83 mehr als im Dezember 2017.
596 Arbeitslose konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt beenden. Das sind 25 weniger als im Vorjahresmonat.
Damit übersteigen im Dezember die Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung (1.288) die Arbeitsaufnahmen (596).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich. Die Spanne der Veränderungen reicht im Dezember von –13 Prozent bei 50- Jährigen und Älteren bis -3 Prozent bei 15- bis unter 25-Jährigen.
Die Arbeitslosenquote der Jüngeren ist binnen Jahresfrist um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Damit liegt sie 1,9 Prozent über dem Wert der allgemeinen Quote.
Die Zahl der Älteren (50 bis unter 65 Jahre) ist rückläufig. Ihre Zahl sank – zum Vorjahr – um 722 oder 12,8 Prozent auf 4.920. Neben dem demografischen Aspekt zeigt sich, dass Unternehmen deutlich öfter die Potentiale lebenserfahrener Arbeitnehmer schätzen. Die anteilige Arbeitslosenquote Älterer sank von Dezember 2017 auf Dezember 2018 um 1,2 auf jetzt 8,9 Prozent. Damit liegt sie in etwa auf dem Niveau der allgemeinen Quote (9,1).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten, waren im Dezember 3.827 Menschen arbeitslos. 383 mehr als im Vormonat und 342 weniger als im Dezember 2017. Das entspricht einem Rückgang von 8,2 Prozent. *
Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im Dezember bei 8.238 Arbeitslosen. 50 mehr als im November aber 1.250 weniger als im Dezember 2017. Das entspricht einem Rückgang um 13,2 Prozent. *
*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG I und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Im Dezember konnten 4.511 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 1.039 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wurde. 903 wurden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Insgesamt 211 Förderungen mehr als vor einem Jahr.
Die Unterbeschäftigung zeichnet ein realistischeres Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Dabei werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Dezember bei 16.041 das waren 370 oder 2,4 Prozent mehr als im Vormonat – 1.887 oder 10,5 Prozent weniger als im Dezember 2017.
Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.976 höher und die Arbeitslosenquote bei 11,8 Prozent.

Geldleistungen

Insgesamt 3.529 Personen erhielten im Dezember 2018 Arbeitslosengeld, 166 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Dezember bei 18.497. Gegenüber Dezember 2017 war dies ein Rückgang von 2.364 Personen.

Gemeldete Arbeitsstellen

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist auf 2.345 Stellen gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat (Dezember 2017) bedeutet dies einen Rückgang von 37. Die Arbeitskraftnachfrage der Unternehmen lässt sich eindeutiger am Zugang an offenen gemeldeten Stellen seit Jahresbeginn ablesen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Stellenzugang um 438 oder 4,4 Prozent.
Die größte Nachfrage gab es im Dezember aus den Bereichen: Callcenter und Zeitarbeit (641 freie Stellen im Bestand), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (315) im verarbeitenden Gewerbe (290) im Baugewerbe (254) sowie Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (217).
Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Dezember relativ einheitlich. In allen Regionen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Malchin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 16 Prozent. Demgegenüber steht die Entwicklung in Demmin mit einer Abnahme von 7 Prozent.

Ausländerarbeitslosigkeit

Im November waren in der Seenplatte 762 Ausländer (-59) zum Vorjahresmonat arbeitslos gemeldet. Jeder zweite (439 oder 57,6 Prozent) arbeitslos gemeldete Ausländer lässt sich auf die Flüchtlingseffekte aus den sogenannten außereuropäischen Asylzugangsländern* zurückführen.
Derzeit sind Arbeitslosenquoten für Ausländer aufgrund der starken Zuwanderung verzerrt. Sie werden deshalb unterhalb der Bundesländerebene nicht ausgewiesen. Bis auf weiteres werden betroffene Werte daher nicht angezeigt („X“) bzw. insgesamt betroffene Zeilen oder Spalten ausgeblendet.
*Das Aggregat beinhaltet die 8 nichteuropäischen Herkunftsländer, deren Bürger/-innen in den letzten Jahren die meisten Asylerstanträge gestellt haben. Es umfasst folgende Länder: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.

Jahresbilanz 2018

Im Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Seenplatte saisonal zwar leicht an – für das gesamte Jahr aber ist die Bilanz äußerst positiv. Auf dem Arbeitsmarkt war 2018 das beste Jahr seit der Wiedervereinigung.
Die Zahl der Arbeitslosen lag im Jahresdurchschnitt bei 12.648. Damit waren 1.647 oder 11,5 Prozent weniger Männer und Frauen arbeitslos als 2017.
Das Kundenzentrum der Agentur für Arbeit, verantwortlich für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), betreute im Jahr 2018 jahresdurchschnittlich 3.706 Männer und Frauen. Das sind 486 oder 11,6 Prozent mehr als in 2016.*
Die Jobcenter im Landkreis, verantwortlich für die Grundsicherung nach dem zweiten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB II), zählten im Jahresschnitt 8.942 Arbeitslose. Das sind 1.161 Personen oder 11,5 Prozent weniger als 2017.*
Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresdurchschnitt 9,5 Prozent. Ein Minus von 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr 2017.
Die Zahl der Entlassungen lag 2018 in der Jahressumme unter dem Vorjahreswert von 11.078. Im Verlauf des Jahres 2018 mussten sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes 10.602 Männer und Frauen in der Seenplatte arbeitslos melden. Das waren 476 oder 4,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Im Jahr 2018 beendeten mit 9.798 weniger Männer und Frauen in der Seenplatte ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Arbeit am ersten Arbeitsmarkt als vor einem Jahr. Der Rückgang lag bei 818 oder 7,7 Prozent.
Im Jahresverlauf 2018 meldeten die Unternehmen und Verwaltungen in der Seenplatte dem Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern insgesamt 9.221 offene sozialversicherungspflichtige Stellen. Das waren 517 oder 5,3 Prozent weniger freie Arbeitsplätze als im Vorjahreszeitraum.

*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG I und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Arbeitsmarkt im November: Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt

„Der Arbeitsmarkt hat im November saisonbedingt an Schwung verloren. Parallel zur weiterhin guten konjunkturellen Entwicklung hat die Zahl der Arbeitslosen im laufenden Monat zugenommen – weniger als normalerweise in einem November. Und: Noch nie zuvor war die Arbeitslosigkeit in einem November niedriger“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, am Donnerstag, 29.11.2018, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

  • Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte im Überblick
  • Insgesamt 11.632 Arbeitslose: ein Minus von 1.683 im Vergleich zum November 2017
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,8 Prozent
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit (Vormonat) in den Jobcentern, saisontypischer Anstieg in der Arbeitsagentur
  • 2.379 freie Arbeitsstellen
  • Stärkster Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat in Röbel (+15 Prozent)
  • Mit 6,9 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Waren – Höchste mit 12,5 Prozent in Demmin
  • Bundesweite Woche der Menschen mit Behinderung vom 03.12. bis 07.12.2018

Im November waren in der Seenplatte 448 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Oktober. Insgesamt 11.632. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,8 Prozent. Im Vergleich zum November des Vorjahres 1.683 Arbeitslose weniger.
Für den Agenturchef sind es im Wesentlichen zwei Gründe, die die Zahl der Arbeitslosen zum Oktober steigen lassen haben: mehr Entlassungen und weniger Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit in Arbeit.
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September-Arbeitslosigkeit: Herbstaufschwung lässt auf sich warten

„Der September brachte vorerst nicht den erhofften Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt. Zwar ist die Arbeitskräftenachfrage weiterhin hoch und die Zahl der Arbeitslosen gesunken, allerdings sind die Arbeitsaufnahmen aus der Arbeitslosigkeit heraus schwächer ausgefallen, als zuvor erwartet. Für die kommenden zwei Monate rechne ich mit moderaten Rückgängen der Arbeitslosigkeit“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.180 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-561), ein Minus zum September 2017 (-1.846)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,5 Prozent
  • Jugendarbeitslosigkeit sinkt zum Vormonat saisonbedingt
  • Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 13 Prozent (im Vorjahresvergleich)
  • Überdurchschnittlicher Rückgang bei Ausländern, Frauen und älteren Arbeitslosen (50 Jahre und älter) – Im Vorjahresvergleich
  • Mehr als 2.500 freie Stellen gemeldet
  • Waren und Röbel: Arbeitslosenquote unter 7 Prozent | Niedrigste Quote in Röbel und Waren mit 6,1 Prozent – höchste Quote mit 12 Prozent in Demmin

In der Seenplatte waren im September 561 Menschen weniger arbeitslos als im August. Insgesamt 11.180. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent. Im Vergleich zum September des Vorjahres gab es 1.846 Arbeitslose weniger.
„Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist erfreulich. Allerdings ist die für September erhofft Herbstbelebung ausgeblieben. Unter Herausrechnung der Menschen, die eine Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik begonnen haben, nahm die Arbeitslosigkeit nicht so stark ab, wie gehofft. Das ist zum Herbstanfang in der Seenplatte nicht ungewöhnlich“, sagte Agenturchef Besse. „Im Gegenteil: Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv.“ Den Hauptgrund für Rückgang der Arbeitslosigkeit im September sieht Besse „im Ende der großen Ferien, die die Übergangsarbeitslosigkeit vieler junger Menschen unter 25 Jahren, die sich nach Ausbildung oder Schule vorübergehend arbeitslos melden mussten, beendeten.“
Besse kennt noch einen weiteren wichtigen Faktor: „Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Allerdings profitieren vor allem Fachkräfte mit einer dualen Berufsausbildung. Für sie sind die Jobchancen so gut wie selten zuvor“, weiß Besse.
Anders als noch vor wenigen Jahren sind Fachkräfte in der komfortablen Situation, aus mehreren freien Stellen auszuwählen. Dabei geht es längst nicht immer nur ums Geld. Nach Einschätzung des Arbeitsagenturchefs werden, „weiche Faktoren für Bewerber auch in unserer Region immer wichtiger. Dazu zählen zum Beispiel die Gestaltungsmöglichkeiten des Einzelnen im Unternehmen, flexible Arbeitszeiten und auch die Option von zu Hause zu arbeiten. Nicht zuletzt auch die Möglichkeit, dass Berufsleben mit den privaten Interessen in Einklang zu bringen.“
Für Besse ein klares Signal: „Wollen Firmen im Wettbewerb um die besten Talente die Nase vorn haben, müssen sie heute mehr bieten als ein attraktives Gehalt.“
Für den Arbeitsagenturchef ist der Hauptgrund für den hohen Arbeitskräftebedarf: „die konjunkturelle Lage, die trotz etwas gedämpfter Erwartungen weiterhin sehr gut ist. Allerdings beobachten wir, dass Menschen ihre Jobs immer häufiger wechseln. Auch das trägt zu einem hohen Stand an offenen Stellen bei.“

Zahl der Beschäftigten im Landkreis steigt weiter

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – es liegen die Dezember-Daten vor – ist um 1,7 Prozent oder 1.538 auf 92.789 im Vorjahresvergleich gestiegen. Im Gesundheits- und Sozialwesen (+780), Gastgewerbe (+213) und bei Immobilien, freiber./wiss./techn. Dienstl. (+172) sind die meisten zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Im Bereich der öffentlichen Verwaltung (-215), Herstellung von Vorleistungsgütern (-89) und in der Land- und Forstwirtschaft (-40) gingen hingegen Arbeitsplätze verloren.

Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 20 Jahre)

Besonders die Anzahl der jüngeren Arbeitslosen unter 20 Jahren ist – jahreszeitlich üblich – überproportional im Vormonatsvergleich gesunken: um 36 (-13 Prozent) auf 234 „Nach dem Ende der Sommerpause haben die Betriebe wieder verstärkt Personal eingestellt. Davon profitieren erwartungsgemäß im September insbesondere junge Fachkräfte, die nach ihrer Ausbildung – aus unterschiedlichen Gründen – nicht übernommen und daher kurzfristig arbeitslos wurden. Sie sind nun wieder in Arbeit“, so Besse.

Zu- und Abgänge

753 Männer und Frauen mussten sich im September nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in der Seenplatte arbeitslos melden. Das sind 134 weniger als im September 2017.
846 Arbeitslose konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt beenden. Das sind 82 weniger als im Vorjahresmonat.
Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Spanne der Veränderungen reicht im September von –16% bei Frauen bis –7% bei 15- bis unter 25-Jährigen.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten waren im September 2.936 Menschen arbeitslos. 176 weniger als im Vormonat, 472 weniger als im September 2017. Das entspricht einem Rückgang von 13,8 Prozent. *
Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im September bei 8.244 Arbeitslosen. 385 weniger als im August und 1.374 weniger als im September 2017. Das entspricht einem Rückgang von 14,3 Prozent. *
*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG I und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Im September konnten 4.376 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 1.017 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wurde. 801 Männer und Frauen wurden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Insgesamt 14 Förderungen mehr als vor einem Jahr.
Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.978 höher und die Arbeitslosenquote bei 11,2 Prozent.

Geldleistungen

Insgesamt 2.527 Personen erhielten im September 2018 Arbeitslosengeld, 305 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im September bei 18.730. Gegenüber September 2017 war dies ein Rückgang von 2.672 Personen.
Gemeldete Arbeitsstellen: Fachkräfte weiter händeringend gesucht
Die insgesamt positive Entwicklung zeige sich auch in den Stellenmeldungen. „Seit Jahresbeginn haben die Betriebe den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis 7.429 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet. Die Zahl liegt damit um 87 über dem Vorjahreswert.
639 Arbeitsstellen wurden dem ArbeitgeberService von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis im September gemeldet. Insgesamt sind 2.530 freie Stellen registriert. 118 weniger (-4,5 Prozent) als vor einem Jahr.
Die größte Nachfrage gab es im September aus den Bereichen: Zeitarbeit (709 freie Stellen im Bestand); im Gesundheits- und Sozialwesen (333), im verarbeitenden Gewerbe (316); im Baugewerbe (264); Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (233) und im Gastgewerbe (162).
Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg stellt sich der Arbeitsmarkt im September recht unterschiedlich dar. Vergleichsweise günstig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in Demmin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 7 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Röbel mit einer Abnahme von 3 Prozent.

August-Arbeitslosigkeit: Arbeitsmarkt kommt stabil aus der Sommerpause!

„Die Arbeitsmarktzahlen im Landkreis der Mecklenburgischen Seenplatte geben auch im August wieder Grund zur Freude. Dabei konnte man nicht unbedingt erwarten, dass die Zahl der Arbeitslosen im Ferienmonat zurückging. Dass die gute Entwicklung, die schon seit einiger Zeit anhält, auch in Zukunft weitergeht, dafür stehen die Zeichen gut. Denn die Arbeitskräftenachfrage ist weiter auf Rekordniveau. Die Herausforderung: Viele der Langzeitarbeitslosen passen mit ihrer Qualifikation und dem Leistungsvermögen nicht zu den freien Arbeitsplätzen. Die Mehrheit der ein Jahr und länger Arbeitslosen im Landkreis hat keine Ausbildung“, sagte Neubrandenburgs Agenturchef Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick • Insgesamt 11.741 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-110), ein Minus zum August 2017 (-1.675) • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,9 Prozent • Jugendarbeitslosigkeit steigt zum Vormonat saisonbedingt • Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 11 Prozent (im Vorjahresvergleich) • Arbeitslosigkeit Älterer (50 Jahre und älter) nimmt weiter ab (-13 Prozent gegenüber dem Vorjahr). • Überdurchschnittlicher Rückgang bei Ausländern, Frauen und älteren Arbeitslosen – Im Vorjahresvergleich • Mehr als 2.500 freie Stellen gemeldet • Waren und Röbel: Arbeitslosenquote unter 7 Prozent | Niedrigste Quote in Röbel mit 6,3 Prozent • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt

Zahl der suchenden Bewerber

In der Seenplatte waren im August 110 Menschen weniger arbeitslos als im Juli. Insgesamt 11.741. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,9 Prozent. Im Vergleich zum August des Vorjahres gab es 1.675 Arbeitslose weniger. „Das sind sehr erfreuliche Zahlen. Aber sie sind kein Grund zum Ausruhen“, sagt der Agenturchef. Die hohe Zahl offener Stellen zeigt klar: „Fachkräfte werden immer gefragter. Darum werden wir noch stärker auf Qualifizierung setzen. Bereits in den ersten acht Monaten des Jahres haben Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis 5,45 Mio. € für berufliche Bildung ausgegeben. Eine gute Investition in die Zukunft. Gerade ungelernte Kräfte haben es immer schwerer auf dem Arbeitsmarkt. Wir sprechen daher gerade junge Erwachsene ohne Berufsausbildung an und wollen sie motivieren, eine Berufsausbildung zu beginnen.“
Anschließend ging Besse auf die Entwicklung am Ausbildungsmarkt ein. Mitte des Monats August waren im Landkreis noch 477 freie Ausbildungsstellen gemeldet. Ihnen standen 333 ausbildungsstellensuchende Jugendliche gegenüber. „Ich möchte besonders gegenüber diesen jungen Menschen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, betonen: Es ist auch jetzt – nach dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres – noch möglich, einen Ausbildungsvertrag zu schließen. Deshalb: Gebt nicht auf! Meldet euch bei der Berufsberatung für einen kurzfristigen Beratungstermin. Nutzt die Jobbörse der Arbeitsagentur im Internet unter www.arbeitsagentur.de.“ Und weil noch nicht alle Ausbildungsbetriebe ihre Ausbildungsstellen besetzt haben, weiß Besse: „Das ist auch eine Chance für Abiturienten, die jetzt eine Absage für ihren Studienplatz erhalten und nach Alternativen suchen.“ Für den Agenturchef steht fest: „Die jungen Leute brauchen – jetzt zu Beginn des Ausbildungsjahres – die verlässliche Perspektive auf eine gute Ausbildung.“

Auch für Arbeitgeber, denen kurzfristig noch Azubis abspringen, hat Besse einen Tipp: „Noch sind viele Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle. Es ist nicht zu spät, mit dem Arbeitgeber-Service Kontakt aufzunehmen und die Besetzung der freien Ausbildungsplätze zu besprechen.“ Besse appelliert an die Unternehmen im Landkreis: „Wir brauchen auch Angebote für schwächere Bewerber. Langzeitpraktika, wie die Einstiegsqualifizierung sind bestens geeignet, Bewerber, die vielleicht noch nicht über die notwendigen beruflichen Fähigkeiten verfügen, auf eine Berufsausbildung vorzubereiten. Kein Jugendlicher darf verloren gehen. Zudem versuchen wir, für junge Erwachsene im Alter von 25 bis 35 Jahren ohne Berufsausbildung, zusätzliche Plätze zu gewinnen. Etwa jeder dritte Arbeitslose in der Seenplatte hat keine abgeschlossene Berufsausbildung. Vor vier Jahren war es noch jeder fünfte! Sie können deshalb von der günstigen Beschäftigungsentwicklung nur teilweise profitieren.“ Darum gibt es für den Agenturchef keinen Zweifel: „Kaum etwas schützt so sehr vor Arbeitslosigkeit wie eine fundierte Ausbildung und Qualifikation.“

Mehr Menschen, denen eine berufliche Weiterbildung gefördert wurde

Im August konnten 3.868 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 989 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wird. 719 Männer und Frauen werden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Ein Plus von 106 zum Vorjahresmonat. Insgesamt 339 Förderungen weniger als vor einem Jahr. Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.707 höher und die Arbeitslosenquote bei 11,4 Prozent.

Jugendarbeitslosigkeit (15 bis unter 20 Jahre)

Die Jugendarbeitslosigkeit nahm wie im Vormonat auch im August, wenn auch im kleineren Rahmen, zu. 279 junge Menschen waren im August arbeitslos gemeldet, 26 Personen oder 10 Prozent mehr als im Monat zuvor, aber 37 Personen oder 12 Prozent weniger als vor einem Jahr. Grund ist die sogenannte Übergangsarbeitslosigkeit junger Menschen nach der Beendigung ihrer dualen Berufsausbildung. Jugendliche, die im Anschluss an ihre Ausbildung nicht übernommen werden, melden sich zunächst bei der Arbeitsagentur arbeitslos. „In den Sommermonaten Juli und August steigt jedes Jahr die Arbeitslosigkeit Jugendlicher, vor allem aufgrund der sogenannten Übergangs- und Sucharbeitslosigkeit“, sagte Thomas Besse. Da der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften hoch ist, gehe ich davon aus, dass viele junge Menschen schnell eine Anstellung finden.“

Zu- und Abgänge

745 Männer und Frauen mussten sich im August nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in der Seenplatte arbeitslos melden. Das sind 169 weniger als im August 2017. 851 Arbeitslose konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt beenden. Das sind 142 weniger als im Vorjahresmonat.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Spanne der Veränderungen reicht im August von –20 Prozent bei Ausländern bis –6 Prozent bei 15- bis unter 25-Jährigen.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten waren im August 3.112 Menschen arbeitslos. 27 mehr als im Vormonat und 496 weniger als im August 2017. Das entspricht einem Rückgang von 14 Prozent.* Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im August bei 8.629 Arbeitslosen. 137 weniger als im Juli und 1.1179 weniger als im August 2017. Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent.* *Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG I und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davor liegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Geldleistungen

Insgesamt 2.739 Personen erhielten im August 2018 Arbeitslosengeld, 271 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im August bei 19.172. Gegenüber August 2017 war dies ein Rückgang von 2.593 Personen.

Gemeldete Arbeitsstellen: Fachkräfte werden zunehmend zur Mangelware

604 Arbeitsstellen wurden dem ArbeitgeberService von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis im August gemeldet. Insgesamt sind 2.522 freie Stellen registriert. 57 weniger (-2 Prozent) als vor einem Jahr. Die größte Nachfrage gab es im August aus den Bereichen: Zeitarbeit (667 freie Stellen im Bestand), im verarbeitenden Gewerbe (315), im Gesundheits- und Sozialwesen (295), im Baugewerbe (265);), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (250) und im Gastgewerbe (180). Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.
Der Ausbildungsstellenmarkt im August – derzeit mehr freie Lehrstellen als suchende Bewerber
Aktuelle Daten weisen für das neue Berufsberatungsjahr 2017/18 auf eine stabile Situation hin. Von Oktober 2017 bis August 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 1.560 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 84 oder 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 1.687 Ausbildungsstellen gemeldet, ähnlich viele wie im Vorjahresmonat. 333 Bewerber waren unversorgt und 477 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Am häufigsten waren Ausbildungsstellen gemeldet für angehende Kaufleute im Einzelhandel (85); Verkäuferinnen und Verkäufer (75); Koch/Köchin (66) und Fachkräfte – Lagerlogistik mit 63 Ausbildungsangeboten.
TOP 10 der unbesetzten Ausbildungsplätze

Verkäufer 27
Koch/Köchin 23
Metallbauer/in – Konstruktionstechnik 18
Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik 18
Kaufmann/-frau im Einzelhandel 18
Restaurantfachmann/frau 16
Maurer/in 14
Anlagenmech. – Sanitär-/Heiz.-Klimatech. 14
Berufskraftfahrer/in 13
Hotelfachmann/-frau 13
Übrige Berufe 303

Allen Spätentscheidern, die noch einen Ausbildungsplatz suchen oder sich über ihren beruflichen Weg noch nicht sicher sind, bietet die Berufs- und Studienberatung weiterhin Beratungstermine an. Bei Fragen zur ‚assistierten Ausbildung‘, den sogenannten ‚ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH)‘ oder der ‚Einstiegsqualifizierung (EQ)‘ können Personalverantwortliche die kostenlose Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800 4 5555 20 nutzen.
Jugendlichen bietet die gebührenfreie Service- Rufnummer 0800 4 5555 00 die Möglichkeit, einen Beratungstermin bei der Berufsberatung zu vereinbaren.

Juli-Arbeitslosigkeit: Rekordtief trotz Sommerferien! (ausführlich)

„Der Arbeitsmarkt ist im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte weiterhin in guter Verfassung und sehr aufnahmefähig. Und das trotz einsetzender Sommerpause. Vor allem die Nachfrage nach Arbeitskräften ist ungebrochen. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 1.400 zurückgegangen, die Quote ist mit 9,0 Prozent auf einem historischen Tiefstandstand“, so Frank Skowronek, Geschäftsführer Operativ der Neubrandenburger Arbeitsagentur, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.
Im Juli waren in der Seenplatte 11.851 Menschen ohne Job. 129 weniger als im Juni. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,0 Prozent. Im Juli 2017 lag die Quote bei 9,8 Prozent. „Keine Spur von Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt im Seenplattelandkreis. Im Gegenteil: Trotz Ferienzeit verzeichnen wir ein Rekordtief bei der Juli-Arbeitslosigkeit. Daran konnte auch ein Anstieg sogenannter Übergangs- oder Sucharbeitslosigkeit bei jungen Menschen – die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, im Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden oder zumindest noch keinen Anschlussvertrag erhalten haben – nichts ändern. Bei diesen jungen Menschen gehen wir davon aus, dass viele bald schon eine Anstellung finden werden und ihre Zeit des Übergangs aus der Arbeitslosigkeit kurz bleibt. Denn der Bedarf an Fachkräften ist groß“, beschreibt der Vize-Agenturchef, die Situation.
Teilnehmende in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik
Im Juli konnten 3.848 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 947 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wird. 710 Männer und Frauen werden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Insgesamt 872 Förderungen weniger als vor einem Jahr. Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.772 höher und die Arbeitslosenquote bei 11,5 Prozent.
Zu- und Abgänge
764 Männer und Frauen mussten sich im Juli nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in der Seenplatte arbeitslos melden. Das sind 9 weniger als im Juli 2017. 788 Arbeitslose konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Arbeit beenden. Das sind 139 weniger als im Vorjahresmonat.
Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Spanne der Veränderungen reicht im Juli von -13 Prozent bei 50-Jährigen und Älteren bis -4 Prozent bei 15- bis unter 25-Jährigen.
Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten waren im Juli 3.085 Menschen arbeitslos. 172 mehr als im Vormonat und 356 weniger als im Juli 2017. Das entspricht einem Rückgang von 10 Prozent. Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im Juli bei 8.766 Arbeitslosen. 301 weniger als im Juni und 1.038 weniger als im Juli 2017. Das entspricht einem Rückgang von 11 Prozent.
Geldleistungen
Insgesamt 2.634 Personen erhielten im Juli 2018 Arbeitslosengeld, 260 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juli bei 19.493. Gegenüber Juli 2017 war dies ein Rückgang von 2.496 Personen.
Gemeldete Arbeitsstellen: Fachkräfte sind gefragt
Im Landkreis der Mecklenburgischen Seenplatte ist die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Zurzeit gibt es 2.618 freie Arbeitsstellen. 87 weniger als im Vormonat und 93 mehr als im Juli des Vorjahrs. Die größte Nachfrage gab es im Mai aus den Bereichen: Callcenter und Zeitarbeit (722 freie Stellen im Bestand); Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (340); im verarbeitenden Gewerbe (310); Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (270); im Baugewerbe (264) sowie 188 im Gastgewerbe. Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.
Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks
Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Juli relativ einheitlich. In allen Regionen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Altentreptow; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 Prozent. Demgegenüber steht die Entwicklung in Demmin mit einer Abnahme von 6 Prozent.
Ausbildungsstellenmarkt
Aktuelle Daten weisen für das neue Berufsberatungsjahr 2017/18 auf eine stabile Situation hin. Von Oktober 2017 bis Juli 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 1.501 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 115 oder 8,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 1.650 Ausbildungsstellen gemeldet, ähnlich viele wie im Vorjahresmonat. 487 Bewerber waren unversorgt und 604 Ausbildungsstellen unbesetzt. Am häufigsten waren Ausbildungsstellen gemeldet für angehende Kaufleute im Einzelhandel (84); Verkäuferinnen und Verkäufer (74); Koch/Köchin (65) und Fachkräfte – Lagerlogistik mit 62 Ausbildungsangeboten.
Top 10 der unbesetzten Ausbildungsstellen:  Verkäufer/in  Kaufmann/-frau im Einzelhandel  Koch/Köchin  Metallbauer/in – Konstruktionstechnik  Fachkraft – Lagerlogistik  Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik  Restaurantfachmann/frau  Anlagenmech. – Sanitär-/Heiz.-Klimatech  Berufskraftfahrer/in  Hotelfachmann/-frau
Allen Spätentscheidern, die noch einen Ausbildungsplatz suchen oder sich über ihren beruflichen Weg noch nicht sicher sind, bietet die Berufs- und Studienberatung weiterhin Beratungstermine an. Bei Fragen zur ‚assistierten Ausbildung‘, den sogenannten ‚ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH)‘ oder der ‚Einstiegsqualifizierung (EQ)‘ können Personalverantwortliche die kostenlose Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800 4 5555 20 nutzen. Jugendlichen bietet die gebührenfreie Service- Rufnummer 0800 4 5555 00 die Möglichkeit, einen Beratungstermin bei der Berufsberatung zu vereinbaren.

Juli-Arbeitslosigkeit: Rekordtief trotz Sommerferien! (kurz)

Juli-Arbeitslosigkeit: Rekordtief trotz Sommerferien!
„Der Arbeitsmarkt ist im Seenplattelandkreis weiterhin in guter Verfassung und sehr aufnahmefähig. Und das trotz einsetzender Sommerpause. Vor allem die Nachfrage nach Arbeitskräften ist ungebrochen. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 1.400 zurückgegangen, die Quote ist mit 9,0 Prozent auf einem historischen Tiefstandstand“, so Frank Skowronek, Geschäftsführer Operativ der Neubrandenburger Arbeitsagentur, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.
Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick • Insgesamt 11.851 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-129), ein Minus zum Juli 2017 (-1.394) • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 9,0 Prozent • Insbesondere Männer und Älteren (50 Jahre und älter) profitieren. • Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 13 Prozent (im Vorjahresvergleich) • Jugendarbeitslosigkeit steigt saisonbedingt • Über 2.600 freie Stellen gemeldet aus jahreszeitlichen Gründen • Waren und Röbel: Arbeitslosenquote unter 7 Prozent | Niedrigste Quote in Röbel mit 6,2 Prozent • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der suchenden Bewerber