Arbeitsmarkt in guter Verfassung – gute Job- und Ausbildungschancen

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig, wenn auch nicht mehr so dynamisch wie in den ersten Frühlingsmonaten. Gleichwohl ist die Zahl der arbeitslosen Menschen zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung unter 11.000er-Marke gefallen. Dabei wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegt sich auf anhaltend hohem Niveau. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit geht zurück,“ sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 10.844 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-250) ein Minus zum Juni 2018 (-1.136)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,2 Prozent
  • Arbeitslosigkeit Älterer (50 Jahre und älter) nimmt weiter ab (-8 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
  • Überdurchschnittlicher Rückgang bei Frauen, Langzeitarbeitslosen und Ausländern – Im Vorjahresvergleich
  • Über 3.000 freie Stellen gemeldet
  • Stärkster Rückgang in der Region Neubrandenburg Umland (-13 Prozent) – gegenüber dem Vorjahr
  • Niedrigste Arbeitslosenquote mit 5,8 Prozent in Röbel
  • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der Bewerber

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Mai-Arbeitslosigkeit: Im Mai erneut weniger Arbeitslose in der Mecklenburgischen Seenplatte

Mai-Arbeitslosigkeit:  Im Mai erneut weniger Arbeitslose in der Mecklenburgischen Seenplatte

„Auch im Mai gibt es gute Nachrichten zu verkünden. Denn die Konjunktur sorgt in der Seenplatte weiter für Schub auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen entwickelt sich seit Monaten positiv. Im Mai ist sie auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren über 1.300 Menschen weniger arbeitslos gemeldet und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erreichte mit über 95.000 einen weiteren Höchststand. Im weiteren Jahresverlauf rechne ich mit neuen Höchstständen bei der Zahl von Beschäftigten bei gleichzeitig sinkender Arbeitslosigkeit,“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.094 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (- 501), ein Minus zum Mai 2017 (- 1.325)
  • Niedrigste Arbeitslosenquote (8,4 Prozent) seit der Wiedervereinigung
  • Mit 95.309 Rekordstand bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Stichtag 30.09.18)
  • Im Vorjahresvergleich: überdurchschnittlicher Rückgang bei Langzeitarbeitslosen und Frauen
  • Knapp 3.000 freie Stellen
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Malchin (- 14 Prozent)
  • ‚Endspurt‘ am Ausbildungsmarkt: Top Ten der unbesetzten Ausbildungsplätze

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April-Arbeitslosigkeit: Zahl der Arbeitslosen sinkt kräftig

Das Frühjahr belebt den Arbeitsmarkt im Seenplattelandkreis und lässt die Arbeitslosigkeit spürbar sinken. So ist der Zahl der arbeitslosen Menschen im April erstmals in diesem Jahr wieder unter die Zwölf-Tausender-Marke gesunken. Das ist der niedrigste Monatswert seit 29 Jahren. Über 1.600 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Dazu wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Im Vergleich zum Vorjahr sind über 470 Menschen mehr in Arbeit. Und die Zahl gemeldeter offener Stellen ist mit 2.930 so hoch wie noch nie“, so Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz, die am Dienstag, 30.04., stattfand.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.595 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-1.050) ein Minus zum April 2018 (-1.686)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,8 Prozent
  • Über 2.900 freie Stellen
  • Mit 95.390 Rekordstand bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Stichtag 30.09.18)
  • Seit Jahresbeginn: 11.012 Zugänge von Arbeitslosen – dem gegenüber stehen 11.480 Abmeldungen von Arbeitslosen, 3.291 Arbeitsstellen eingeworben
  • Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 15 Prozent (im Vorjahresvergleich)
  • Zum Vormonat: überwiegend Arbeitslose aus dem Bereich der Arbeitsagentur profitieren
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Röbel (-17,4 Prozent)
  • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der Bewerber

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März-Arbeitslosigkeit: Große Nachfrage nach Fachkräften zum Frühjahrsbeginn

„Die Zahlen vom Arbeitsmarkt in der Seenplatte sind abermals ein Grund zur Freude: Die gute Entwicklung hält im März an. Mit einsetzender Frühjahresbelebung haben 1.333 zuvor arbeitslos gemeldete Menschen eine bezahlte Arbeit aufgenommen. Insgesamt sind über 1.700 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Das heißt, dass der Rückgang gegenüber Februar stärker war als jahreszeitlich üblich. Die Frühjahrsbelebung brachte der Seenplatte einen weiter steigenden Bedarf insbesondere an Fachkräften,“ so Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, anlässlich der heutigen monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 12.645 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-736), ein Minus zum März 2018 (-1.770)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 9,6 Prozent
  • Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit – zum Vormonat – profitieren überwiegend Männer, die bei der Arbeitsagentur gemeldet sind
  • Im Vorjahresvergleich: Bis auf die Gruppe der Jüngeren unter 20-Jahre profitieren alle Personengruppen
  • Beinahe 2.600 freie Stellen warten auf Bewerberinnen und Bewerber – schlechtere Chancen für Ungelernte
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Malchin (-17 Prozent)

Neubrandenburg | Im März waren in der Seenplatte 12.645 Menschen ohne Job. 736 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,6 Prozent. Im März 2018 lag die Quote bei 10,7 Prozent.

„Die erwartete Frühjahrsbelebung hat den Trend der Wintermonate gestoppt. Die Arbeitslosigkeit ist kräftig zurückgegangen, allerdings zeigt sich der Frühjahrseffekt vorerst nur im Rechtskreis SGB III. Damit setzt sich die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weiter fort. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit beruht im Wesentlichen auf zwei Säulen: Die über die kalte Jahreszeit angewachsene Arbeitslosigkeit baut sich langsam ab und die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt. Veranschaulichen lässt sich diese Entwicklung auch an folgenden Zahlen: Konnten im Februar 745 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme eines neuen Jobs beenden, waren es in diesem Monat – mit 1.333 – fast doppelt so viele. Treiber der Entwicklung sind unter anderem die Tourismus-, Bau- und die Landwirtschaftsbranche, die nach dem Winter wieder Fahrt aufnehmen“, weiß Besse.

Für den Agenturchef besonders erfreulich, ist, dass die Zahl arbeitsloser Menschen im März über das übliche saisonale Maß (-736) zurückgegangen ist.“ Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre ließ die Frühjahresbelebung am Arbeitsmarkt die Arbeitslosenzahlen um rund 600 Menschen sinken. In diesem Jahr meldeten sich zum Frühlingsauftakt über 250 Menschen weniger arbeitslos als im Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen sogar um fast 1.770 Personen.“

Im ersten Quartal zeugen wichtige Arbeitsmarktindikatoren von einer steigenden Dynamik auf dem Arbeitsmarkt:

  • Nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes mussten sich im ersten Quartal 2019 insgesamt 1,1 Prozent weniger Menschen arbeitslos melden als vor einem Jahr (Rückgang um 93 auf 8.663.
  • aber auch 1 Prozent mehr Arbeitslose als im ersten Quartal 2018 konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt (Anstieg um 75 auf 8.076) beenden.
  • Mit knapp 2.582 freien Stellen lag das Arbeitsplatzangebot im März auf dem Niveau des Vorjahresmonats
  • Im ersten Quartal meldeten die Unternehmen und Verwaltungen 2.329 offenen Stellen. 390 weniger freie Arbeitsplätze als im Vorjahreszeitraum.

„Aber was wir auch beobachten: Trotz der guten Gesamtlage sind immer noch Menschen schon zu lange ohne Arbeit. Und um diese Menschen müssen wir uns kümmern. Und zwar jetzt, da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt insgesamt gut ist“, betont Besse. Und für die kommenden sieben Monate rechnet Besse „mit einem weiteren spürbaren Rückgang der Arbeitslosenzahlen.“

Besonders gefragt sind am Arbeitsmarkt Fachkräfte mit einer dualen Berufsausbildung, sagte Besse: „In der Seenplatte sind aktuell rund 2.500 freie Stellen für Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung gemeldet.  Und der Bedarf an Fachkräften steigt in der Mecklenburgischen Seenplatte kontinuierlich an.“

Mit Bezug auf die heutige Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte sagt der Agenturchef: „Eine gute qualifizierte Ausbildung ist für Unternehmen wie für junge Menschen das A und O des Erfolgs und für die jungen Menschen der beste Schutz vor (Langzeit)-Arbeitslosigkeit.“

Zu- und Abgänge

Insgesamt haben sich im März 834 Menschen nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos gemeldet. Das waren 257 weniger als im Vormonat und 10 mehr als im März 2018.

1.333 haben einen Arbeitsplatz gefunden. Das waren 588 mehr als im Februar und 79 mehr als im März 2018.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Vorjahresvergleich um 81 oder 7,2 Prozent gesunken. Grund zur Entwarnung gibt es speziell bei jungen Arbeitsuchenden für Besse aber nicht. „Die großen Bildungslücken der jungen Erwachsenen in unserem Landkreis stellen ein enormes Risiko dar, arbeitslos zu werden und zu bleiben. 80 von 100 (93 von 100 im SGB II) der im März gemeldeten Jungerwachsenen (unter 25-Jahren, insgesamt: 1.039) haben keinen Berufsabschluss. „Diese Entwicklung ist Grund zur Sorge“, betont Besse. „Nach wie vor liegt das größte Arbeitsmarktrisiko in einer fehlenden Berufsausbildung.“ Hier setzen Arbeitsagentur und Jobcenter künftig noch stärker auf „Qualifizierung und intensive Betreuung und Vermittlung.“

Die Zahl der Älteren (50 Jahre und älter) ist weiterhin rückläufig. Ihre Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 659 auf 5.196

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten, waren im März 4.220 Menschen arbeitslos. 583 weniger als im Vormonat und 447 weniger als im März 2018. Das entspricht einem Rückgang von 9,6 Prozent zum Vorjahr. *

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im März bei 8.425 Arbeitslosen. 153 weniger als im Februar und 1.323 weniger als im März 2018.*

*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Im März konnten 4.289 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 1.014 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wurde. 889 wurden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht.

Die Unterbeschäftigung zeichnet ein realistischeres Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Dabei werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im März bei 16.501 Damit sank die Unterbeschäftigungsquote – zum Vorjahresmonat – um 1,3 Prozentpunkte. Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.856 höher und die Arbeitslosenquote bei 12,1 Prozent.

Geldleistungen

Insgesamt 3.849 Personen erhielten im März 2019 Arbeitslosengeld, 294 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im März bei 18.559. Gegenüber März 2018 war dies ein Rückgang von 2.138 Personen.

Fast 2.600 offene Stellen

In der Seenplatte sind dem Arbeitgeberservice 771 neue Stellen zur Besetzung gemeldet worden. Insgesamt werden 2.582 Stellen im Bestand gezählt. Das Vorjahresniveau ist damit erreicht (-44 Stellen).

Die größte Nachfrage gab es im März aus den Bereichen: Callcenter und Zeitarbeit (729 freie Stellen im Bestand), im Baugewerbe (311), im verarbeitenden Gewerbe (270), im Gesundheits- und Sozialwesen (236), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (221) sowie im Gastgewerbe (221).

Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im März relativ einheitlich. In allen Regionen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Malchin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 17 Prozent. Demgegenüber steht die Entwicklung in Neubrandenburg Umland mit einer Abnahme von 10 Prozent.

Ausländerarbeitslosigkeit

Insgesamt sind 817 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 44 weniger als im März des Vorjahres. Jeder zweite (61 Prozent) arbeitslos gemeldete Ausländer lässt sich auf die Flüchtlingseffekte aus den sogenannten außereuropäischen Asylzugangsländern* zurückführen.

Derzeit sind Arbeitslosenquoten für Ausländer aufgrund der starken Zuwanderung verzerrt. Sie werden deshalb unterhalb der Bundesländerebene nicht ausgewiesen. Bis auf weiteres werden betroffene Werte daher nicht angezeigt („X“) bzw. insgesamt betroffene Zeilen oder Spalten ausgeblendet.

*Das Aggregat beinhaltet die 8 nichteuropäischen Herkunftsländer, deren Bürger/-innen in den letzten Jahren die meisten Asylerstanträge gestellt haben. Es umfasst folgende Länder: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.

Der Arbeitsmarkt im Februar: Zahl der Arbeitslosen im Februar gesunken

„Der Arbeitsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte hat im Hochwintermonat Februar wieder Fahrt aufgenommen. Im Vergleich zum Februar vor einem Jahr waren 1.679 Menschen weniger arbeitslos. Auch konnte der Winter den Bedarf der Unternehmen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht bremsen. Nimmt man noch die anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften, die Zunahme bei den bestehenden offenen Stellen und die weiter wachsende Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen dazu, lässt sich mit Fug und Recht feststellen: Der Arbeitsmarkt ist positiv in Bewegung und bietet viele Chancen. Aber: Die Fachkräftesicherung wird zur größten Herausforderung der kommenden Jahre,“ sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute in Neubrandenburg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Übeblick:

  • Insgesamt 13.381 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-71), ein Minus zum Februar 2018 (-1.679)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 10,1 Prozent
  • 2.524 freie Stellen warten auf Bewerberinnen und Bewerber – schlechtere Chancen für Ungelernte
  • Arbeitslosigkeit Älterer (50 Jahre und älter) nimmt weiter ab (-9 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
  • Im Vorjahresvergleich: Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 11 Prozent
  • Im Vorjahresvergleich: weniger Entlassungen
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Malchin (-16 Prozent)

Im Februar waren in der Seenplatte 13.381 Menschen ohne Job. 71 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote liegt bei 10,1 Prozent. Im Februar 2018 lag die Quote bei 11,2 Prozent.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Neubrandenburger Arbeitsagentur Thomas Besse: „Üblicherweise lassen in den Wintermonaten die wirtschaftlichen Aktivitäten allgemein nach und Neueinstellungen werden aufgeschoben. Anders in diesem Februar. Trotz Hochwintermonat Februar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen von Januar auf Februar gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1.679 Arbeitslose weniger.“

Für den Arbeitsagentur-Chef kommen die gesunkenen Arbeitslosenzahlen nicht überraschend. „Die Vorzeichen waren günstig. Das offene Wetter hat die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich früher beginnen lassen. Das lassen die Stellenzugänge im Monat Februar für den grünen Bereich und das Bau- und Gastgewerbe erkennen.“

Als untrügliches Zeichen für die bereits begonnene Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt deutet der Agenturchef Chef, dass die so genannte „Rückholaktion“ bereits begonnen hat. Auch die Zahl der Entlassungen geht deutlich zurückgeht.

Dagegen ist die Zahl der Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden konnten, gestiegen und liegt damit weit über dem Vormonatsniveau. „Wir beobachten, dass insbesondere Arbeitgeber in witterungsabhängigen Bereichen begonnen haben, ihre entlassenen Arbeitskräfte zurückzuholen.“

Mit Blick auf die weitere Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Jahr 2019 sagt Besse: „Das Ausmaß der Frühjahrsbelebung im März/April wird besseren Aufschluss über die Entwicklung im Jahr 2019 geben.“

Der Arbeitsmarkt in der Seenplatte bietet laut Besse noch viele Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme, insbesondere für Fachkräfte. „Das berücksichtigen wir bei der Förderung und unterstützen erforderlichenfalls arbeitslose Menschen – insbesondere Ungelernte – dabei, mit einer Qualifizierung wieder fit für den Arbeitsmarkt zu werden“, so Besse. Im Februar starteten fast 200 Menschen eine berufliche Weiterbildung. Insgesamt bilden sich 930 arbeitslose Frauen und Männer in einem von Arbeitsagentur oder Jobcenter finanzierten Weiterbildungslehrgang fort.

Um den Fachkräftebedarf der Betriebe zu sichern, aber auch um das individuelle Risiko der Arbeitslosigkeit zu mindern, „fördern wir auch Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer ungelernten und älteren Beschäftigten“, betont Besse.

Dass dies in vielen Fällen notwendig ist, belegt Besse mit einem Blick auf die Qualifikationsstruktur der Arbeitslosen: „Drei von zehn Arbeitslosen im Landkreis haben keinen Berufsabschluss. Für diese Menschen besteht ein hohes Arbeitsmarktrisiko. Wenn dann auch noch ein Schulabschluss fehlt und weitere Vermittlungshemmnisse dazukommen, wird der Markt enger. „Ein fehlender Schulabschluss und ein fehlender Berufsabschluss in Verbindung mit langen Zeiten der Arbeitslosigkeit erweisen sich oft als die drei größten Hindernisse auf dem Weg zurück in Arbeit“, weiß Besse.

Zu- und Abgänge

Insgesamt haben sich im Februar 1.091 Menschen nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos gemeldet. Das waren 930 weniger als im Vormonat und 65 weniger als im Februar 2018.

745 haben einen Arbeitsplatz gefunden. Das waren 137 mehr als im Januar und 59 weniger als im Februar 2018.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Die Arbeitslosenquote der Jüngeren ist um 0,8 Prozentpunkte zum Vorjahr gesunken. Damit liegt sie 2 Prozent über dem Wert der allgemeinen Quote.

Die Zahl der Älteren (50 Jahre und älter) sank im Vergleich zum Vorjahr um 581 auf 5.591. Die anteilige Arbeitslosenquote ist um 0,9 Prozentpunkte zum Vorjahr gesunken. Damit liegt sie auf dem Niveau der allgemeinen Quote.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten, waren im Februar 4.803 Menschen arbeitslos. 14 weniger als im Vormonat und 475 weniger als im Februar 2018. Das entspricht einem Rückgang von 9 Prozent.*

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im Februar bei 8.578 Arbeitslosen. 57 weniger als im Januar und 1.204 weniger als im Februar 2018. Das entspricht einem Rückgang von 12,3 Prozent.*

*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Im Februar konnten 4.281 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 1.014 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wurde. 930 wurden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeichnet ein realistischeres Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Dabei werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Februar bei 17.213 Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.832 höher und die Arbeitslosenquote bei 12,7 Prozent.

2.500 offene Stellen

Aktuell gibt es 2.524 offene Stellen. Besonders gesucht werden Arbeitskräfte in Callcentern und der Zeitarbeit, im Gesundheit- und Sozialwesen sowie im verarbeiteten Gewerbe. Es folgen Berufe im Gastgewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und im Baugewerbe.

Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Februar relativ einheitlich. In allen Regionen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Malchin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 16 Prozent. Demgegenüber steht die Entwicklung in Altentreptow mit einer Abnahme von 8 Prozent.

Ausländerarbeitslosigkeit:

Insgesamt sind 794 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 63 weniger als im Februar des Vorjahres. Jeder zweite (60 Prozent) arbeitslos gemeldete Ausländer lässt sich auf die Flüchtlingseffekte aus den sogenannten außereuropäischen Asylzugangsländern* zurückführen.

Derzeit sind Arbeitslosenquoten für Ausländer aufgrund der starken Zuwanderung verzerrt. Sie werden deshalb unterhalb der Bundesländerebene nicht ausgewiesen. Bis auf weiteres werden betroffene Werte daher nicht angezeigt („X“) bzw. insgesamt betroffene Zeilen oder Spalten ausgeblendet.

*Das Aggregat beinhaltet die 8 nichteuropäischen Herkunftsländer, deren Bürger/-innen in den letzten Jahren die meisten Asylerstanträge gestellt haben. Es umfasst folgende Länder: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.

Kaltes Winterwetter lässt Arbeitslosigkeit in der Seenplatte steigen

„Im ersten Monat des Jahres ist die Arbeitslosigkeit in der Mecklenburgischen Seenplatte gestiegen. Für den Anstieg der Arbeitslosigkeit sind rein saisonale Gründe verantwortlich. Wegen des kalten Winterwetters ruht vor allem in den Außenberufen, wie im Bau, in Gärtnereien oder in der Landwirtschaft häufig die Arbeit. Allerdings sind die Vorzeichen für die Zukunft mit über 2.450 offenen Stellen weiter gut“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 13.452 Arbeitslose: ein Plus zum Vormonat (+1.387), ein Minus zum Januar 2018 (-1.521)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 10,2 Prozent
  • Im Vorjahresvergleich: alle Personengruppen – bis auf Jugendliche unter 20-Jahre – profitieren
  • Im Vorjahresvergleich: Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 10 Prozent
  • Im Vorjahresvergleich: weniger Entlassungen und mehr Abmeldungen in Arbeit
  • Knapp 2.500 freie Stellen warten auf Bewerberinnen und Bewerber – kaum Chancen für Ungelernte
  • Arbeitslosigkeit Älterer (50 Jahre und älter) nimmt weiter ab (-10 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Malchin (-17 Prozent)

Im Januar waren in der Seenplatte 1.387 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Dezember. Insgesamt 13.452. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 10,2 Prozent. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres 1.521 Arbeitslose weniger.
„Trotz leichten saisonalen Blessuren ist der Arbeitsmarkt robust ins neue Jahr gestartet. So hat die Arbeitslosigkeit zwar zum Jahresbeginn, wie es in den Wintermonaten üblich ist, zugenommen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich deutlich weniger Menschen arbeitslos melden mussten, als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre (+1.836). Denn die Unternehmen brauchen ihre Beschäftigten – oder wissen, was sie an ihnen haben und entlassen sie auch dann nicht, wenn das Geschäft saisonal bedingt schlechter läuft“, sagt der Agenturchef.

Die jährlichen Höchststände der Arbeitslosigkeit fallen in der Regel in die Wintermonate Januar und Februar. Gründe hierfür sind saisonale Faktoren zum Jahresbeginn: das Winterwetter, das Auslaufen des Weihnachtsgeschäftes im Einzelhandel, der Kündigungstermin für Arbeitsverhältnisse zum Jahresende und das Ende vieler zweieinhalb- und dreieinhalb-jähriger Berufsausbildungen.

Mit 13.452 arbeitslos gemeldeten Frauen und Männern ist die Januar-Arbeitslosigkeit im Seenplattelandkreis so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Im Gegenzug wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (Ende Juni 2018, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben) weiter auf 94.275 – das Plus zum Vorjahresquartal beläuft sich auf 886 oder 0,9 Prozent.

Die hohe Zahl der offenen Stellen zeigt die große Nachfrage nach Fachkräften. Gefragt sind dabei auch immer neue Qualifikationen, auch bei denen, die schon gut qualifiziert sind. Damit steht für Besse fest: „Wir brauchen neue Ansätze bei Aus- und Weiterbildungen.“ „Wir bleiben auf Kurs. Und die Vorzeichen für die Zukunft sind mit über 2.450 offenen Stellen weiter gut“ ist Besse sicher.

Und mit Blick auf die Entwicklung bei den langzeitarbeitslosen Männern und Frauen sagt der Arbeitsmarktexperte: „Der deutliche Rückgang im Vorjahresvergleich ist noch lange kein Grund zur Selbstzufriedenheit. Noch immer sind vier von zehn Arbeitslosen hierzulande ein Jahr oder länger arbeitslos. Aber dass wir in diesem Januar über 550 Langzeitarbeitslose weniger registrieren mussten, macht Mut.“ Als Gründe hierfür führt Besse neben den Beschäftigungszuwächsen durch die gute Wirtschaftslage, dem gezielten Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen auch demografische Aspekte an.

Besonders erfreut zeigt sich der Agenturchef über die gesunkene Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25-Jahren. Eine Einschränkung macht er allerdings: „Profitiert haben ausschließlich die Jugendlichen mit Berufsabschluss. Ihre Zahl ist innerhalb von fünf Jahren um 72 Prozent (von 784 auf 217) gesunken, die Zahl der Jugendlichen ohne Berufsabschluss ist im gleichen Zeitraum um 14 Prozent (von 913 auf 788) gesunken.“

Zu- und Abgänge

2.021 Männer und Frauen mussten sich im Januar nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in der Seenplatte neu oder erneut arbeitslos melden. Das sind 29 weniger als im Januar 2018.
608 Arbeitslose konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt beenden. Das sind 24 mehr als im Vorjahresmonat.
Damit übersteigen im Januar die Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung (2.021) die Arbeitsaufnahmen (608).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Spanne der Veränderungen reicht im Januar von -11 Prozent bei 25- bis unter 50-Jährigen bis -1 Prozent Ausländern.
Die Arbeitslosenquote der Jüngeren ist binnen Jahresfrist um 0,7 Prozentpunkte gefallen. Damit liegt sie 1,7 Prozentpunkte über der allgemeinen Quote.
Bei den Älteren nimmt die Arbeitslosigkeit weiter ab. Ihre Zahl sank – zum Vorjahr – um 631 oder 10 Prozent auf 5.580. Neben dem demografischen Aspekt zeigt sich, dass Unternehmen deutlich öfter die Potentiale lebenserfahrener Arbeitnehmer schätzen. Die anteilige Arbeitslosenquote Älterer sank von Januar 2018 auf Januar 2019 um 1,1 auf jetzt 10 Prozent. Damit liegt sie 0,2 Prozentpunkte unter der allgemeinen Quote.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten, waren im Januar 4.817 Menschen arbeitslos. 990 mehr als im Vormonat und 460 weniger als im Januar 2018. Das entspricht einem Rückgang von 9 Prozent. *
Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im Januar bei 8.635 Arbeitslosen. 397 mehr als im Dezember und 1.061 weniger als im Januar 2018. Das entspricht einem Rückgang von 11 Prozent. *
*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Im Januar konnten 4.071 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 969 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wurde. 890 wurden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Insgesamt 34 Förderungen mehr als vor einem Jahr. 293 Männer und Frauen befinden sich in Arbeitsgelegenheiten, den so genannten Ein-Euro-Jobs.
Die Unterbeschäftigung zeichnet ein realistischeres Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Dabei werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Januar bei 16.914, das waren 2.158 oder 11 Prozent weniger als im Januar 2018. Damit sank die Unterbeschäftigungsquote um 1,4 Prozentpunkte. Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.462 höher und die Arbeitslosenquote bei 12,4 Prozent.

Fast 2.500 offene Stellen

Aktuell gibt es 2.470 offene Stellen. Bis zur Monatsmitte (Januar) kamen über 750 (756) neue Stellen dazu. Besonders gesucht werden Arbeitskräfte in Callcentern und der Zeitarbeit, im Gesundheit- und Sozialwesen sowie im verarbeiteten Gewerbe. Es folgen Berufe im Baugewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und im Gastgewerbe.
Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Januar relativ einheitlich. In allen Regionen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Malchin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 17 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Neubrandenburg mit einer Abnahme von 5 Prozent.
Ausländerarbeitslosigkeit:
Insgesamt sind 830 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 11 weniger als im Januar des Vorjahres. Jeder zweite (61 Prozent) arbeitslos gemeldete Ausländer lässt sich auf die Flüchtlingseffekte aus den sogenannten außereuropäischen Asylzugangsländern* zurückführen.
Derzeit sind Arbeitslosenquoten für Ausländer aufgrund der starken Zuwanderung verzerrt. Sie werden deshalb unterhalb der Bundesländerebene nicht ausgewiesen. Bis auf weiteres werden betroffene Werte daher nicht angezeigt bzw. insgesamt betroffene Zeilen oder Spalten ausgeblendet.
*Das Aggregat beinhaltet die 8 nichteuropäischen Herkunftsländer, deren Bürger/-innen in den letzten Jahren die meisten Asylerstanträge gestellt haben. Es umfasst folgende Länder: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.

Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresbilanz 2018

„Mit Beginn des Winters ist die Arbeitslosigkeit in der Mecklenburgischen Seenplatte gestiegen. Aber: Derzeit spricht viel dafür, dass sich die gute Lage der Wirtschaft, verbunden mit der steigenden Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal, in den kommenden Monaten fortsetzt. Nach meiner Einschätzung wird sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2019 weiter gut entwickeln. Allerdings werden sich die enormen Rückgänge der Arbeitslosenzahlen der vergangenen Jahre abflachen. Eine moderate Abschwächung der Dynamik ist auch nicht auszuschließen. Dennoch erwarte ich einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, am Freitag anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte im Überblick

  • Insgesamt 12.065 Arbeitslose: ein Minus von 1.592 im Vergleich zum Dezember 2017
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 9,1 Prozent
  • Anstieg der Arbeitslosenzahl unter dem fünfjährigen Mittel von knapp 600 (598)
  • seit Jahresbeginn 9.522 freie Jobs gemeldet
  • sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf Höchststand
  • Frauen und ältere Arbeitslose profitieren besonders – Langzeitarbeitslose überwiegend demografiebedingt
  • Stärkster Rückgang der Arbeitslosigkeit in Malchin (-16 Prozent)
  • Mit 7,4 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Waren – Höchste mit 13 Prozent in Demmin

Im Dezember waren in der Seenplatte 433 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im November. Insgesamt 12.065. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres 1.592 Arbeitslose weniger.
„Die gute Konjunktur im Landkreis bringt immer mehr Menschen in Lohn und Brot. So ist die Zahl der Arbeitnehmer nach letzten verfügbaren Daten (31. März 2018) auf knapp 93 Tausend (92.484) und damit auf einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung gestiegen. Damit waren im März 2018 1.367 Menschen mehr als ein Jahr zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Es spricht viel dafür, dass der Arbeitsmarkt auch im neuen Jahr aufnahmefähig bleibt. Daran ändert auch die Börsentalfahrt der vergangenen Wochen nichts. Zwar wirken sich in den Kernwintermonaten Januar und Februar immer auch saisonale Einflüsse dämpfend aus. Aber die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt ungebrochen. Unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung bleiben wichtige Herausforderungen am Arbeitsmarkt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte auch in Zukunft von Bedeutung. Dazu gehören neben der Digitalisierung die zunehmend knapper werdenden Arbeitskräfte, aber auch strukturelle Probleme wie die Integration von Langzeitarbeitslosen und Geflüchteten“, sagt der Arbeitsagenturchef.

„Die Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes sind historisch günstig“, sagt Besse, um auch langzeitarbeitslosen Menschen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. Die Bundesagentur für Arbeit verfolgt unterschiedliche Ansätze, da die Ursachen von Langzeitarbeitslosigkeit vielfältig sind und sich je nach Region unterschiedlich gute Möglichkeiten für eine Arbeitsaufnahme bieten.

„Dabei setzen wir auf präventive Ansätze, den systematischen Abbau der individuellen Integrationshemmnisse, Ansätze intensiver Betreuung sowie Konzepte für eine verbesserte soziale Teilhabe,“ sagt der Agenturchef.

Besse betont: „Maßnahmen und Initiativen gegen Langzeitarbeitslosigkeit sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese kann nicht von der Arbeitsagentur alleine gelöst werden, sondern erfordert gemeinsame Anstrengungen aller Partner am Arbeitsmarkt.“

Größte Herausforderung am Arbeitsmarkt: Langzeitarbeitslose mit offenen Stellen zusammenbringen

Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Situation: 41 Prozent (4.928) der Arbeitslosen sind ein Jahr und länger arbeitslos. Viele von ihnen haben keine Ausbildung. „Um diese Menschen müssen wir uns kümmern“, betont Besse.
Allein unter 15 bis unter 25-Jährigen insgesamt 153.

Positiver Ausblick auf das Jahr 2019

Nach meiner Einschätzung wird sich der Arbeitsmarkt im Landkreis weiter gut entwickeln. Allerdings werden sich die enormen Rückgänge der Arbeitslosenzahlen der vergangenen Jahre abflachen. Aller Voraussicht nach kommt es zu einer moderaten Abschwächung der Dynamik. Und es gibt Abwärtsrisiken. Trotzdem wird die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter zunehmen und die Arbeitslosigkeit sinken.“

Zu- und Abgänge

1.288 Männer und Frauen mussten sich im Dezember nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in der Seenplatte neu oder erneut arbeitslos melden. Das sind 83 mehr als im Dezember 2017.
596 Arbeitslose konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt beenden. Das sind 25 weniger als im Vorjahresmonat.
Damit übersteigen im Dezember die Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung (1.288) die Arbeitsaufnahmen (596).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich. Die Spanne der Veränderungen reicht im Dezember von –13 Prozent bei 50- Jährigen und Älteren bis -3 Prozent bei 15- bis unter 25-Jährigen.
Die Arbeitslosenquote der Jüngeren ist binnen Jahresfrist um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Damit liegt sie 1,9 Prozent über dem Wert der allgemeinen Quote.
Die Zahl der Älteren (50 bis unter 65 Jahre) ist rückläufig. Ihre Zahl sank – zum Vorjahr – um 722 oder 12,8 Prozent auf 4.920. Neben dem demografischen Aspekt zeigt sich, dass Unternehmen deutlich öfter die Potentiale lebenserfahrener Arbeitnehmer schätzen. Die anteilige Arbeitslosenquote Älterer sank von Dezember 2017 auf Dezember 2018 um 1,2 auf jetzt 8,9 Prozent. Damit liegt sie in etwa auf dem Niveau der allgemeinen Quote (9,1).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten, waren im Dezember 3.827 Menschen arbeitslos. 383 mehr als im Vormonat und 342 weniger als im Dezember 2017. Das entspricht einem Rückgang von 8,2 Prozent. *
Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im Dezember bei 8.238 Arbeitslosen. 50 mehr als im November aber 1.250 weniger als im Dezember 2017. Das entspricht einem Rückgang um 13,2 Prozent. *
*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG I und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Im Dezember konnten 4.511 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 1.039 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wurde. 903 wurden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Insgesamt 211 Förderungen mehr als vor einem Jahr.
Die Unterbeschäftigung zeichnet ein realistischeres Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Dabei werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Dezember bei 16.041 das waren 370 oder 2,4 Prozent mehr als im Vormonat – 1.887 oder 10,5 Prozent weniger als im Dezember 2017.
Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.976 höher und die Arbeitslosenquote bei 11,8 Prozent.

Geldleistungen

Insgesamt 3.529 Personen erhielten im Dezember 2018 Arbeitslosengeld, 166 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Dezember bei 18.497. Gegenüber Dezember 2017 war dies ein Rückgang von 2.364 Personen.

Gemeldete Arbeitsstellen

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist auf 2.345 Stellen gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat (Dezember 2017) bedeutet dies einen Rückgang von 37. Die Arbeitskraftnachfrage der Unternehmen lässt sich eindeutiger am Zugang an offenen gemeldeten Stellen seit Jahresbeginn ablesen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Stellenzugang um 438 oder 4,4 Prozent.
Die größte Nachfrage gab es im Dezember aus den Bereichen: Callcenter und Zeitarbeit (641 freie Stellen im Bestand), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (315) im verarbeitenden Gewerbe (290) im Baugewerbe (254) sowie Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (217).
Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Dezember relativ einheitlich. In allen Regionen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Malchin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 16 Prozent. Demgegenüber steht die Entwicklung in Demmin mit einer Abnahme von 7 Prozent.

Ausländerarbeitslosigkeit

Im November waren in der Seenplatte 762 Ausländer (-59) zum Vorjahresmonat arbeitslos gemeldet. Jeder zweite (439 oder 57,6 Prozent) arbeitslos gemeldete Ausländer lässt sich auf die Flüchtlingseffekte aus den sogenannten außereuropäischen Asylzugangsländern* zurückführen.
Derzeit sind Arbeitslosenquoten für Ausländer aufgrund der starken Zuwanderung verzerrt. Sie werden deshalb unterhalb der Bundesländerebene nicht ausgewiesen. Bis auf weiteres werden betroffene Werte daher nicht angezeigt („X“) bzw. insgesamt betroffene Zeilen oder Spalten ausgeblendet.
*Das Aggregat beinhaltet die 8 nichteuropäischen Herkunftsländer, deren Bürger/-innen in den letzten Jahren die meisten Asylerstanträge gestellt haben. Es umfasst folgende Länder: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.

Jahresbilanz 2018

Im Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Seenplatte saisonal zwar leicht an – für das gesamte Jahr aber ist die Bilanz äußerst positiv. Auf dem Arbeitsmarkt war 2018 das beste Jahr seit der Wiedervereinigung.
Die Zahl der Arbeitslosen lag im Jahresdurchschnitt bei 12.648. Damit waren 1.647 oder 11,5 Prozent weniger Männer und Frauen arbeitslos als 2017.
Das Kundenzentrum der Agentur für Arbeit, verantwortlich für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), betreute im Jahr 2018 jahresdurchschnittlich 3.706 Männer und Frauen. Das sind 486 oder 11,6 Prozent mehr als in 2016.*
Die Jobcenter im Landkreis, verantwortlich für die Grundsicherung nach dem zweiten Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB II), zählten im Jahresschnitt 8.942 Arbeitslose. Das sind 1.161 Personen oder 11,5 Prozent weniger als 2017.*
Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresdurchschnitt 9,5 Prozent. Ein Minus von 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr 2017.
Die Zahl der Entlassungen lag 2018 in der Jahressumme unter dem Vorjahreswert von 11.078. Im Verlauf des Jahres 2018 mussten sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes 10.602 Männer und Frauen in der Seenplatte arbeitslos melden. Das waren 476 oder 4,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Im Jahr 2018 beendeten mit 9.798 weniger Männer und Frauen in der Seenplatte ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Arbeit am ersten Arbeitsmarkt als vor einem Jahr. Der Rückgang lag bei 818 oder 7,7 Prozent.
Im Jahresverlauf 2018 meldeten die Unternehmen und Verwaltungen in der Seenplatte dem Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern insgesamt 9.221 offene sozialversicherungspflichtige Stellen. Das waren 517 oder 5,3 Prozent weniger freie Arbeitsplätze als im Vorjahreszeitraum.

*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG I und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.