Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg – Der Campanile von Neubrandenburg

Von 1976 bis 1908 entstand in Zusammenarbeit von Ulrich Müther, Erhard Russow und Dietrich Otto der Neubau der katholischen Kirche in Neubrandenburg. Der Bau eines Glockenturms war nicht vorgesehen. Wie es dann doch dazu kam, darüber berichtet am 16. Mai um 19 Uhr im Pfarrsaal von St. Josef-St. Lukas (Heidmühlenstraße 9, kein barrierefreier Zugang möglich) die Architektin des Campanile Dr. Jutta Eckelt.

Der Turm entstand zusammen mit dem Bau des dortigen Alten- und Pflegeheims, für das der nahegelegene Fluss, die Linde, umgelegt werden musste. Zum Einsatz kamen beim Bau WBS 70 Plattenbauelemente, was wiederum zeigt, dass diese Elemente vielseitig für die verschiedensten Gebäude in der DDR verwendet wurden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

Städtebau der Moderne – Plattenbau & Bauhaus

Wie prägte die architektonische Moderne das Stadtbild Neubrandenburgs? Dazu gibt der Architekt Lutz Braun am 9. April um 19 Uhr im Regionalmuseum Neubrandenburg (Stargarder Straße 2, Franziskanerkloster) einen Einblick.

Vor hundert Jahren entstand in Weimar das Bauhaus, das bis heute Kunst und Architektur beeinflusst. Sein Begründer Walter Gropius trat für die Rationalisierung des Bauens ein und sah im industriellen Massenwohnungsbau eine Lösung für die städtebaulichen Probleme seiner Zeit. Diesem Ansatz folgte ebenso der Plattenbau in der DDR.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

Neubrandenburger Bauten der Nachkriegsmoderne – Alles Platte oder kulturelles Erbe?

„Alles Platte? Architektur im Norden der DDR als kulturelles Erbe“ heißt es am Dienstag, 12. März, um 19 Uhr im Regionalmuseum (Franziskanerkloster). Die Autoren Jörg Kirchner (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern) und Knut Wiek (Grenzturm e.V.) stellen ihre Veröffentlichung interessierten Gästen vor.

Was repräsentiert das architektonische Erbe der DDR? Ist es allein der Plattenbau? Sind diese Bauten aussagekräftige Zeugnisse der Vergangenheit – Stellvertreter und Symbole eines untergegangenen Staates? Sollten sie nicht erhalten werden als kulturelles Erbe? Diese und andere Fragen stellen die Autoren und versuchen in verschiedenen Beiträgen darauf Antworten zu finden. Durch den Abend führt die Lektorin Jana Fröbel.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

Müthers Schalenbauten – Nachkriegsmoderne in Neubrandenburg

„Ulrich Müther auf der Spur“ heißt es am 22. November um 19 Uhr im Pfarrsaal von St. Josef – St.Lukas in der Heidmühlenstraße 9.

Der Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007) realisierte zeit seines Lebens zahlreiche Schalenbauten in Mecklenburg-Vorpommern, der DDR und im Ausland. Wie niemand sonst in der DDR spezialisierte er sich auf die Konstruktion von Betonschalen und wurde so zu einer prägenden Gestalt der ostdeutschen Nachkriegsarchitektur.

In Zusammenarbeit mit Dietrich Otto und Erhard Russow entstand von 1976 bis 1980 der Neubau der katholischen Kirche mit zwei eindrucksvollen Hyparschalendächern.

Der Rostocker Architekt Maik Buttler konnte für den Abend als Referent gewonnen werden. Darüber hinaus steht Weihbischof em. Norbert Werbs, der den Kirchenbau als Gemeindepfarrer begleitete, als Gesprächspartner zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird.