Regionale Wirtschaft weiter im Stimmungshoch, aber vorsichtiger für die Zukunft

Die Lage in der regionalen Wirtschaft ist zum Herbst so gut wie noch nie. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen (63 Prozent) in der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftssituation als gut.

„Das ist Rekord“, kommentierte Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch, am Mittwoch in der Kammer die vorliegenden Ergebnisse mit Blick auf die beiden Vorjahresumfragen. Im Herbst 2016 stuften lediglich 52 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut ein; im Folgejahr immerhin schon 58 Prozent.

Im Kontrast dazu stehen die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate. Die Einschätzungen der Unternehmer fallen deutlich vorsichtiger aus. Insgesamt gehen 70 Prozent von einer gleichbleibenden wirtschaftlichen Entwicklung aus und 16 Prozent von einer besseren; 14 Prozent rechnen mit schlechteren Geschäftsergebnissen.

Im Sommer lagen diese Werte noch bei 72, 19 und neun Prozent. Als ein Grund für die gedämpften Aussichten nannte Torsten Haasch die aktuelle internationale Lage sowohl in der EU als auch weltweit. Größtes Risiko für viele Unternehmen bleibt nach wie vor der zunehmende Mangel an Arbeits- und Fachkräften: „42 Prozent der Befragten können im Schnitt zwei bis drei offene Stellen längerfristig nicht besetzen und somit auch ihre Wachstumspotenziale nicht ausschöpfen“, so Haasch weiter.

Bedenklich sei auch, dass der Konjunkturmotor Industrie zurzeit etwas an Schwung verliert. „Das könnte vor allem der Dienstleistungssektor in seinen Auftragsbüchern negativ zu spüren bekommen.“ Für die aktuelle Umfrage wurden knapp 800 Unternehmen befragt, geantwortet hatten davon 256. Sie verteilen sich auf die Branchen Industrie, Bau, Handel, Verkehr, Gastgewerbe und Dienstleistungen.

Die detaillierten Ergebnisse der Konjunkturumfrage sind auch im Internet unter www.neubrandenburg.ihk.de nachzulesen.