Petrikirche in Altentreptow grundsaniert – Mammutprojekt nach 37 Jahren abgeschlossen

Mit der erfolgreichen Instandsetzung des Kirchturms ist die Grundsanierung der St. Petri Kirche in Altentreptow nach rund 37 Jahren abgeschlossen. Die Grundsanierung der St. Petri Kirche in Altentreptow begann im Jahr 1981. Mit der kürzlich abgeschlossenen Turmsanierung ist dieses gewaltige Vorhaben ausgeführt und eine Generationenaufgabe vollendet. Während eines großen Fests feiert die Kirchengemeinde dieses Ereignis im kommenden Sommer.

Insgesamt hat die Sanierung des Kirchturms 580.000 Euro gekostet. Etwa die Hälfte davon wurde über Städtebaufördermittel finanziert. 80.000 Euro kamen aus dem Strategiefonds des Landes, 100.000 Euro vom Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, 65.000 Euro aus Spenden sowie rund 45.000 Euro aus Rücklagen der Kirchengemeinde. Dank dieser Mittel ist der Altentreptower Kirchturm nun inklusive Schalung, Schieferdeckung, Balkenkonstruktion, Turmluken und Mauerwerksausbesserungen runderneuert. Ausschlaggebend für den Beginn der Turminstandsetzung war der Absturz eines Ziegelsteins aus 25 Meter Höhe während eines Sturms im Frühjahr 2015.

Die einst undichten Stellen im Dach sind nun mit einer Kupferverkleidung versehen, so dass künftig der Regen zuverlässig draußen bleibt. Somit ist der Turmaufsatz aus dem Jahr 1852 für Generationen gesichert. Zu den Besonderheiten der Altentreptower Petrikirche zählt der rund 700 Jahre alte Dachstuhl, der weitgehend erhalten ist und im Prinzip noch so dasteht, wie die kunstfertigen und versierten mittelalterlichen Handwerker ihn einst fertigstellten.

Das Ergebnis der erfolgreichen Sanierung ist weithin sichtbar, denn die Altentreptower Kirche erhebt sich inmitten des weitläufigen und malerischen Tollensetals. Entsprechend atemberaubend ist der Ausblick vom Kirchturm in rund 60 Meter Höhe. Zu besonderen Anlässen können Interessierte den Aufstieg wagen. Durch die denkmalgerecht und exakt nach dem historischen Vorbild gefertigten neuen Turmluken kann der Betrachter das blaue Band der Tollense zwischen grünen Wiesen funkeln sehen. Doch nicht nur im Sommer werden die Luken nun wieder ihrer Funktion nachkommen, auch zum Jahreswechsel stehen sie weit offen, um die Klänge der Turmbläser übers Land erschallen zu lassen.

Den Abschluss der Turmsanierung und damit gleichzeitig den Abschluss der Grundsanierung der Altentreptower St. Petri Kirche feiert die Kirchengemeinde am 15. Juni mit einem großen Fest, zu dem alle Gemeindeglieder, Altentreptower sowie alle Unterstützenden und Interessierten herzlich eingeladen sind. Wer möchte, kann sich an diesem Tag selbst ein Bild von der gelungenen Sanierung machen und an einer geführten Turmbesteigung teilnehmen. Zum vielfältigen Festprogramm mit vielen Angeboten zählen außerdem die Ausstellung „HIStory – Das Christentum verändert die Welt“ und ein Bläserkonzert. Zudem berichten Zeitzeugen und Bauleute aus den Jahrzehnten des Sanierens.

Weitere Infos und ein Video unter www.kirche-mv.de

Die Geschichte beider Belvedere

Fast 250 Jahre kennen die Neubrandenburger Belvedere. 1775 im Fachwerkstil als herzogliches Sommerhaus für Dörchläuchting erbaut, wurde es nach seinem Abriss zwanzig Jahre später und einem Wiederaufbau in der Innenstadt erst ein Stadtpalais, dann ein Lazarett, Freimaurerdomizil, später Gartenrestaurant und Tanzpalast, ein SA-Sturmlokal und schließlich ein Kriegsgefangenenlager. Dann verging das erste Belvedere in den Flammen des Zweiten Weltkrieges.

Am Hochufer von Broda entstand 1822 am gleichen Platz ein neues Belvedere. Gut hundert Jahre später gestaltete Professor Heinrich Tessenow das der Neuen Wache in Berlin ähnelnde Sommerschlösschen ebenso zu einem Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, wie er es zuvor mit dem berühmten Schinkelbau in der Hauptstadt getan hatte. In DDR-Zeiten sollte sich Belvedere zur unterkellerten Kulisse einer Freilichtbühne verwandeln. Weil aber Geld und Kapazitäten fehlten, besitzen die Neubrandenburger heute nicht nur einen sehenswerten Eheschließungsort sondern einen einzigartigen Platz am Tollensesee.

Helmut Borth, Neubrandenburger Journalist und Autor, präsentiert in seiner neuen Publikation die Geschichte beider Belvedere mit zahlreichen Ansichten, Aussichten und spannenden Einsichten. Die Buchpremiere findet am 5. Dezember 2018 um 19:30 Uhr im Studienbereich des Neubrandenburger Stadtarchivs am Marktplatz statt.

Ohne Jobverlust durch den Winter – Kurzarbeitergeld und Saison-Kurzarbeitergeld

Unternehmen, die in witterungsabhängigen Wirtschaftsbereichen arbeiten, stehen jedes Jahr vor den gleichen Herausforderungen: Frost und Schnee, Regen und Sturm führen zu saisonbedingten Arbeitsausfällen und nicht selten wird gut ausgebildetes und eingearbeitetes Personal in die Arbeitslosigkeit entlassen. Das muss nicht sein, denn für die Unternehmen im Baugewerbe, die Betriebe im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, die Dachdecker und die Gerüstbauer besteht die Möglichkeit, das Saison-Kurzarbeitergeld (kurz: Saison-Kug) in Anspruch zu nehmen. Das Saison-Kug ist eine Sondervariante des „normalen“ Kurzarbeitergeldes. Dieses deckt einen saisonbedingten Arbeitsausfall nämlich nicht ab.

Mit dem Saison-Kurzarbeitergeld wird den witterungsbedingten Arbeitsausfällen wirksam begegnet und das ganz unkompliziert. „Ohne vorherige Anzeige des Arbeitsausfalls“, sagt Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur. „Damit ist der bürokratische Aufwand deutlich reduziert und entlastet Unternehmen und Arbeitsagentur“, so Besse. Lediglich die Angabe der betroffenen Baustellen und die Art der Arbeiten dürfen auf der Abrechnung nicht fehlen. Auch Auftragsmangel in der kalten Jahreszeit berechtigt zur Inanspruchnahme des Saison-Kug. Für den Bezug des Saison-Kurzarbeitergeldes, egal durch welchen Ausfall verursacht, müssen nur die entsprechenden Abrechnungsunterlagen eingereicht werden. Aufzeichnungen, die Gründe für die Arbeitsausfälle belegen, sind aufzubewahren.

Das Saison-Kurzarbeitergeld wird in der Schlechtwetterperiode vom 1. Dezember bis zum 31. März gezahlt. Dabei wird die Leistung bereits ab der ersten Ausfallstunde gewährt. Die betroffenen Arbeitnehmer erhalten das Saison-Kug in der Höhe des sonst gezahlten Arbeitslosengeldes, bleiben aber weiterhin bei ihren Arbeitgebern angestellt. Verbessern sich die Witterungsbedingungen und ist dadurch wieder eine kurzfristige Arbeitsaufnahme möglich, kann die Weiterbeschäftigung unkompliziert und ohne langwierige Personalsuche erfolgen.

Arbeitgeber haben während der Zahlung des Saison-Kurzarbeitergeldes Anspruch auf die Erstattung der von ihnen allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung. (Aus tarifrechtlichen Gründen gilt dies allerdings nicht für die Gerüstbauer.) Die Fachleute im Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter in der Seenplatte beraten interessierte Unternehmen gerne über diese Leistung unter der kostenlosen Arbeitgeberhotline 0800/4555520.

Spielplatz "Unterwasserwelt" – Auf die Plätze, fertig, Spaß!

Am 09.11.2018 wurde der neue Spielplatz im Penzliner Ortsteil Rockow, der aktiv von Kindern, Eltern und Fördermittelgebern entworfen wurde, feierlich durch den Bürgermeister Herrn Diener eröffnet. In Workshops wurden gemeinsame Ideen entwickelt und der Jury im Juni 2017 vorgestellt.

So entstand im Dorfzentrum in den letzten Wochen ein Mehrgenerationsspielplatz, der sich sehen lassen kann. Ein Piratenschiff, eine Seilbahn und eine Rutsche wurden baulich umgesetzt. Zusätzlich gibt es einen Fußballplatz und viel Platz zum Toben, spielen und Spaß haben. Als Rückzugsort gibt es eine gemütliche Sitzgruppe und einen Platz im Sand für die kleinsten „Sandburgenbauer“.

Das LEADER Projekt wurde durch viel Eigenleistung und Herzblut der Anwohner, privaten Spenden und Mittel aus der Jost Reinhold Stiftung unterstützt. Der Bürgermeister erwähnte, dass sich noch weitere Spielplätze in Planung befinden und bereits die Mittel für die Umsetzung eines Mehrgenerationenspielplatzes in Möllenhagen durch die Leader 5.0 Mecklenburgische Seenplatte in Aussicht gestellt wurden.

Ob als Anwohner oder als Besucher der Region, an diesem Spielplatz sollte man Halt machen!

Veränderte Öffnungszeiten beim Netzanschlussservice der Stadtwerke

Der Hausanschlussservice der Neubrandenburger Stadtwerke berät unter anderen Bauherren, Baufirmen und Baubetreuer individuell bei der Planung von Hausanschlüssen ans Versorgungsnetz für Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und Abwasser sowie für Fernsehen, Internet und Telefonie.

Um künftig noch effizienter arbeiten können, ändert das Kundenbüro in der John-Schehr-Straße 1 (Haus 4) von Montag, 5. November 2018, an seine Öffnungszeiten. Die Mitarbeiterinnen sind dann wie folgt zu erreichen:

Mo/Mi 08:00 bis 12:00 Uhr
Di/Do 08:00 bis 18:00 Uhr
Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Nach Vereinbarung können Kunden auch außerhalb dieser Zeiten beraten werden. Der Hausanschlussservice ist unter der Telefonnummer 0395 3500-255 und unter Netzkundenservice@neu-sw.de erreichbar.

Noch 122 freie Azubi-Plätze bei Baufirmen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Handwerker gesucht: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres haben Baufirmen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte noch 122 Ausbildungsplätze zu besetzen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern zählt die Branche 621 freie Azubi-Stellen. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur. „Schulabgänger haben jetzt noch die Chance, kurzfristig einen Platz zu bekommen. Sei schlau, geh‘ zum Bau – das gilt heute genauso wie früher“, sagt Wolfgang Ehlert von der IG BAU Ostmecklenburg-Vorpommern mit Blick auf die Bezahlung und Karrierechancen in der Branche.
Nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zählen Bau-Azubis zu den Bestverdienern unter allen Auszubildenden. In diesem Jahr kam noch einmal ein monatliches Plus von 60 Euro dazu. So startet ein angehender Maurer oder Betonbauer nun mit 765 Euro pro Monat ins erste Lehrjahr. Im dritten Jahr sind es bereits 1.190 Euro. „Nach der Ausbildung können Gesellen eine lange Karriereleiter hinaufklettern – und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen“, sagt Gewerkschafter Ehlert.
Der Fachkräftebedarf dürfte bei den heimischen Baufirmen in den nächsten Jahren weiter wachsen, schätzt Ehlert. „Die Arbeit wird den Bau-Spezialisten mit Sicherheit nicht ausgehen. Gebaut wird immer – die Branche ist ein fester Faktor der Binnenkonjunktur.“ Die IG BAU rät Schulabgängern hierbei, sich vor allem in Innungsbetrieben umzusehen, die sich an Tarifverträge halten. Diese liegen bei den Verdiensten, Arbeitsbedingungen und der Beschäftigtenzufriedenheit weit vor Betrieben ohne Tarifbindung, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung.
Zugleich gehe die Digitalisierung auf dem Bau in großen Schritten voran. „Maurer-Roboter sind nur ein Stichwort auf dem Weg zur Baustelle 4.0. Neue Technologien werden die Arbeit enorm erleichtern“, sagt Ehlert. Schon heute müsse sich die Berufsausbildung darauf einstellen – und den Bau-Nachwuchs für das digitale Zeitalter qualifizieren.
Erstmals hat die IG BAU in diesem Jahr auch einen Fahrkosten- und Unterbringungszuschuss von 60 Euro pro Monat durchgesetzt. Diesen bekommen Berufsschüler, die in eine Landes- oder Bundesfachklasse gehen und dafür längere Wege zurücklegen müssen. Freie Ausbildungsplätze finden sich im Netz unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de oder www.bau-stellen.de.