Losenet droht mit Mahnung und Zwangsvollstreckung

Mit nahezu gleichlautendem Text aber unterschiedlichen Absendern sind seit 2017 Inkassoforderungen wegen Gewinnspielbeteiligungen oder nicht bezahlten Zeitschriften-Abos im Umlauf. Der angebliche Absender ist zurzeit die „Losenet Group“ aus Hannover.

In der Vergangenheit waren es die „PLS Inkass Services Group“ aus Hannover, die „Enet Payment Group“ aus Bremen sowie die „DED Group“ aus Berlin. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie nicht im Rechtsdienstleistungsregister verzeichnet sind. Die geforderten Beträge von ca. 300 Euro sollen immer direkt auf ein rumänisches Konto überwiesen werden.

Diese Schreiben sind eine Falle. Wer unsicher ist, kann sich von der Verbraucherzentrale MV beraten lassen.

Betrug durch falsche Polizisten geglückt – Gewinnspiel-Masche fast erfolgreich

In Neubrandenburg ist eine 64 Jahre alte Frau Opfer eines Betrugs durch falsche Polizisten geworden. Sie hat durch diese Masche 18.450 Euro verloren – mutmaßlich ihr gesamtes Erspartes. Die Geschädigte erhielt Ende vergangener Woche mehrere Anrufe. Am Telefon war eine Frau, die sich als Polizistin aus Berlin ausgab. Die Polizei in der Hauptstadt sei intensiv mit Ermittlungen zu einer rumänischen Bande beschäftigt. Die Daten der Geschädigten seien auf einer Liste gefunden worden. Die Bande hebe Geld von Konten älterer Leute ab – auch die Neubrandenburgerin könnte noch zum Opfer werden.

All das wurde der 64-jährigen suggeriert, zunächst von einer „berlinernden“ Frau, dann bis in die Nachtstunden hinein von angeblichen weiteren (männlichen) Beamten aus Berlin. Die Masche ging so weit, dass die Täter die Frau überzeugen konnten, ihr Erspartes aus „Sicherheitsgründen“ abzuheben und einem „Polizisten“ persönlich zu übergeben. Die Übergabe am vergangenen Freitag ist leider geglückt; die Frau wurde erst misstrauisch und rief die echte Polizei unter der 110 an, als sie das Geld bereits an eine ihr unbekannte Person an der Haustür übergeben hatte.

Die Polizei warnt alle Bürger noch einmal ausdrücklich: Die echte Polizei wird NIEMALS verlangen, dass sie Geld aus Sicherheitsgründen zum Schutz vor möglichen Betrüger-Banden abheben und einem „Polizisten“ überreichen. Auch Abfragen zu ihren persönlichen (Vermögens-)Verhältnissen wird es durch die echte Polizei nie geben. Rufen Sie in solchen Fällen immer selbst die echte Polizei unter der 110 an und fragen sie nach, ob es den geschilderten Sachverhalt und den fragenden Beamten tatsächlich gibt!
Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat in dem Fall die Ermittlungen aufgenommen.

Mit einer anderen Masche versuchten es die Täter in Altentreptow (LK MSE): Dort hat eine 73-jährige am vergangenen Freitag bereits die geforderten Geldkarten an einer Tankstelle im Wert von 300 Euro gekauft – im Glauben, sie benötige die Codes der Karten, um an eine angeblich hohe fünfstellige Gewinnsumme zu kommen. Bevor sie die Codes telefonisch weitergeben konnte, packte sie das Misstrauen. Sie überprüfte die Telefonnummer mit Hilfe der Auskunft und bekam so mit, dass es sich mutmaßlich um eine „Briefkastenfirma“ handelt.

Zahl der Trickbetrugsversuche ist weiter auf hohem Niveau – Landespolizei setzt auf Aufklärung und zielgerichtete Präventionsmaßnahmen um Straftaten zu verhindern

Bundesweit ist in den vergangenen Jahren die Anzahl der bei der Polizei angezeigten Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen kontinuierlich angestiegen.

Diese Entwicklung zeichnet sich auch in Mecklenburg-Vorpommern ab und so ist bereits in den ersten Wochen dieses Jahres ein hohes Fallaufkommen zu verzeichnen.

Mit 1.442 angezeigten Fällen ist in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 das bisher höchste Fallaufkommen festzustellen (2017: 996 Fälle, 2016: 468 Fälle, 2015: 324 Fälle, 2014: 239 Fälle). Erfreulicherweise wächst durch regelmäßige Warnungen und zielgerichtete Aufklärung der Anteil der Taten, die im Versuchsstadium steckenbleiben. Der Anteil der Fälle, bei denen es zur Übergabe von Geld oder Wertsachen kam, konnte im Vergleich zu den Vorjahren (2017: 8 Prozent, 2016: 7,7 Prozent, 2015: 14,8 Prozent) weiter auf 6,9 Prozent gesenkt werden. Insgesamt wurden der Polizei 99 vollendete Trickbetrugsfälle im Jahr 2018 bekannt. Beim Gesamtschaden ist mit etwa 520.000 Euro ein ebenfalls Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (2017: etwa 615.000 Euro) zu verzeichnen.

Die hohe Versuchsquote ist insbesondere auf eine höhere Sensibilisierung in der Bevölkerung zurückzuführen. Denn die Kenntnis von diesem Phänomen und seinen unterschiedlichen Begehungsweisen führt zu einer höheren Wachsamkeit, einem rechtzeitigen Erkennen des Betrugs sowie einer größeren Bereitschaft für deren Anzeige bei der Polizei, auch bei versuchten Taten. Dies gilt nicht nur für die Opfer selbst, sondern auch für Angehörige, Bankmitarbeiter, Taxifahrer u. a., die die betroffenen, älteren Menschen rechtzeitig über die Situation aufklären und die Polizei informieren.

Die Warnmeldungen und Hinweise der Polizei richten sich daher ausdrücklich nicht nur an die oftmals betroffene ältere Bevölkerung. Im Familien- und Bekanntenkreis sollte über Trickstraftaten gesprochen werden, um älteren Verwandten und Bekannten Handlungssicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen oder Kontaktaufnahmen zu geben.

Typische Begehungsweisen der Trickstraftaten z. N. älterer Menschen sind nach wie vor der klassische Enkeltrick unter Vorspielen eines angeblichen Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnisses, das Auftreten unter der Legende eines Polizeibeamten oder Staatsanwaltes, der Trickdiebstahl durch Ausnutzung der Arglosigkeit der Opfer, wie der „Deponiertrick“ oder die Bitte um Hilfe, der Gewinnspielbetrug, bei dem ein Geldgewinn in Aussicht gestellt wird, sobald „Gebühren“ für verschiedene Zwecke gezahlt wurden, sowie das Fordern von Geldbeträgen wegen angeblicher Schulden.

Da jeder vollendete Trickbetrug für die Betroffenen neben dem finanziellen Verlust häufig auch eine hohe psychische Belastung darstellt, setzt die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren verstärkt auf die Vorbeugung derartiger Straftaten. Neben regelmäßigen Warnmeldungen und Präventionsveranstaltungen wird seit 2010 das Merkblatt für Geld und Kreditinstitute an alle im Land befindlichen Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen zur Sensibilisierung der Angestellten verteilt. Zudem beraten die ehrenamtlich tätigen Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater kostenlos zu typischen Gefahrensitationen und stärken somit das Sicherheitsgefühl der älteren Generation (siehe https://www.polizei.mvnet.de/Pr%C3%A4vention/Senioren/).

Tipps der Polizei gegen den Enkeltrick:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Weitere Informationen und Präventionshinweise zum Themenfeld Trickbetrug gibt es unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/.

Versuchter Überweisungsbetrug in Waren und Malchin

Am Dienstagvormittag, dem 05.02.2019 erhielt die Polizei Kenntnis von einem versuchten Überweisungsbetrug zum Nachteil eines kommunalen Versorgungsbetriebes aus Waren. In einer Röbeler Bankfiliale war ein fehlerhafter Überweisungsträger eingegangen, weshalb dieser zurück an den vermeintlichen Aussteller, in hiesigem Fall ein kommunaler Versorgungsbetrieb aus Waren, geschickt wurde. Nach genauer Prüfung durch die Geschäftsleitung stellte sich dann heraus, dass der Überweisungsträger, bei dem ein fünfstelliger Betrag vom Konto des Betriebes hätte überwiesen werden sollen, offensichtlich gefälscht wurde.

Ein weiterer Fall wurde am Mittwochvormittag, dem 06.02.2019 bei der Polizei in Malchin angezeigt. In diesem Fall bemerkte eine Angestellte einer Malchiner Bankfiliale den gefälschten Überweisungsträger und informierte den angeblichen Auftraggeber, den kommunalen Wasser- und Bodenverband. Auch hier sollte ein fünfstelliger Betrag vom Firmenkonto überweisen werden.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in beiden Fällen aufgenommen.

Leider ist es den Tätern bei dieser Betrugsart möglich, mit einfachen Mitteln an das Geld der Geschädigten zu kommen, denn sie brauchen lediglich die IBAN des Kontos und den dazugehörenden Namen einer Privatperson, einer Firma oder eines Vereins. Diese Daten müssen die Täter nur noch auf dem Überweisungsträger eintragen und abschließend die Unterschrift der Geschädigten fälschen. Das gefälschte Dokument wird dann bei der jeweiligen Bank eingeworfen.

Die Täter gelangen nicht selten über Homepages, Briefköpfe oder weggeworfene Kontoauszüge an die Daten der Geschädigten. Des Weiteren versuchen die Täter auch durch Gewinnspielversprechen oder angebliche Bankmitarbeiter am Telefon an die privaten Daten ihrer späteren Opfer zu gelangen.

In den beiden hiesigen Fällen kam es zu keinem Vermögensschaden, da die Bankangestellten bei der Prüfung sehr aufmerksam waren.
Die Polizei rät dazu, den Zahlungsverkehr regelmäßig zu überprüfen. Nicht mehr benötigte Kontounterlagen sollten vor der Entsorgung geschreddert werden. Behandeln Sie Ihre Bankdaten stets vertraulich!

Enkeltrick-Betrug doch geglückt

Gestern berichtete die Polizei über zahlreiche Enkeltrickversuche im Bereich des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte und äußerten bereits die Vermutung, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist. Die Vermutung hat sich leider bewahrheitet. Es wurden gestern zwei weitere Versuche und zwei vollendete Betrüge mit einem Schaden von 34.000 EUR angezeigt.

In Waren (Müritz) wurde ein 78-Jähriger von seiner „Enkelin“ angerufen. Sie habe eine Wohnung ersteigert und beim Notar sei seine Überweisung an ein falsches Konto gegangen, sodass sie jetzt dringend 30.000 EUR bräuchte. Im Laufe des Gespräches erkannte der Angerufene die Masche und legte auf. In Waren (Müritz) seien viele Leute angerufen worden.

In Neubrandenburg wurde ein 71-Jähriger von seinem „Enkel“ angerufen. Auch weil er nur eine Enkelin hat, erkannte der Senior den Betrug sofort und beendete das Gespräch.

Ebenfalls in Neubrandenburg gelang einer Betrügerin der Enkeltrick. Am 17.12.18, gegen 14:00 Uhr meldete sich die „Enkelin“ bei einer 88-jährigen. Sie benötigte dringend 40.000 EUR für einen Notartermin. Die Geschädigte sagte ihr, dass sie nur 9000 EUR auf einem Konto hätte und dieses holen würde. Nachdem sie das Geld abgehoben hatte und wieder zu Hause war, rief die „Enkeltochter“ erneut an und sagte ihr, dass sie jemanden schicken würde, der das Geld holen würde. Der Mann war auch wenige Minuten später da, sagte nichts und übernahm das Kuvert. Die Frau beschrieb den Beschuldigten als etwa 40 Jahre alt, ca. 165 cm groß mit normaler Figur. Zum Akzent konnte sie keine Auskunft geben.

Am 18.12.18 rief zunächst ein „Mann von der Sparkasse“ an und teilte der Geschädigten mit, dass das Geld wieder auf ihrem Konto sei. Und auch die „Enkelin“ meldete sich noch einmal und bedankte sich für die 9000 EUR. Sie würde dennoch die restliche Summe auch benötigen. Sie würde der Oma sogar ein Taxi schicken, damit sie zur Bank könne. Die 88-jährige begab sich jedoch selbst zur Bank und wollte von dort 30.000 EUR für ihre „Enkelin“ abheben. Dort hatte man jedoch nicht sofort die benötigte Summe parat. Das Bargeld hätte zuvor bestellt werden müssen. Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass der Schaden nicht noch höher ausgefallen ist. In einem Telefonat am 18.12.18 mit ihrem Sohn wurde klar, dass die Seniorin einem Betrug erlegen ist und sie erstatteten Anzeige.

In einem Dorf zwischen Penzlin und Neustrelitz meldete sich der „Neffe“ am 17.12.18, gegen 12:00 Uhr bei einer 79-jährigen. Er befände sich in Stettin in einer Notlage und brauche dringend Geld. Die Geschädigte willigte ein. Es wurde vereinbart, dass sie das Bargeld einer Person übergeben soll, die vor dem Haus steht. Erst als es dunkel wurde, erschien tatsächlich ein Mann vor dem Haus. Als diese Person mit ausländischem Akzent sprach, wurde die Seniorin misstrauisch. Daraufhin rief noch einmal der Neffe an, versicherte ihr, dass alles in Ordnung sei und sie übergab dem Fremden 25.000 EUR in bar. Am 18.12.18 erstattete die Frau Anzeige.

Zahlreiche Enkeltrick-Versuche

Am Montag, 17.12.2018, meldeten sich zahlreiche falsche Verwandte telefonisch bei Angehörigen und baten um Geld. Insgesamt zeigten zehn Geschädigte bei der Polizei diese Betrugsart an. Viele von ihnen waren aufgrund der Anrufe verängstigt und aufgewühlt.

Die Polizei geht von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus, da sich viele Angerufene gar nicht erst die Mühe machen, den Sachverhalt anzuzeigen. Im besten Fall erkannten sie den Betrug, legten auf und benachrichtigen die Polizei lediglich nicht. Im schlimmsten Fall sind die oft älteren Opfer auf die Masche hereingefallen und setzten uns oder ihre echten Angehörigen aus Scham darüber nicht in Kenntnis.

Am 17.12.18 ist es in der Zeit von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr nur bei Versuchen geblieben. Seniorinnen im Alter zwischen 73 und 89 Jahren wurden sowohl von männlichen als auch von weiblichen angeblichen „Verwandten“ angerufen. Enkel, Neffen, Schwestern und Schwiegertöchter benötigten vornehmlich im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte dringend Geld für einen Immobilienerwerb, eine Auktion oder sonstige Notlagen. Ihre Bitten trugen sie in akzentfreiem Hochdeutsch vor. Veränderte Stimmen erklärten sie mit einer Erkältung. Betroffen waren die Ortschaften Groß Nemerow, Woldegk, Neubrandenburg, Jürgenstorf, Waren, Neustrelitz und Röbel. Aber auch in Anklam bat eine „Nichte“ eine 87-jährige Frau um 35.000 EUR für einen Wohnungskauf.

In einem Fall rief ein vermeintlicher Neffe an und bat eine 87-Jährige um Geld. Die Frau hatte kein Geld zur Verfügung und fragte ihn, warum er denn nicht seine Oma um das Geld bittet. Bereitwillig gab sie ihm sogar die Telefonnummer, welche er gerade „nicht zur Hand hatte“. Prompt erhielt auch diese Seniorin einen Anruf des unbekannten Mannes, erkannte den Betrug jedoch.

Die Polizei geht von mobilen Tätergruppen aus dem europäischen Ausland aus. Die geschulten Anrufer sitzen oft in „Callcentern“ und sprechen gutes Deutsch. Die Betrüger erlernen es regelrecht, mit ihren perfiden Maschen auf die betagten Geschädigten einzuwirken und können ihre Opfer einschüchtern. Bei uns halten sich lediglich die Geldabholer auf. Sofern ein potentielles Opfer durch die Anrufer herausgefunden wurde, werden die Abholer informiert und begeben sich zum Übergabeort. Zuvor ist mit den Senioren vereinbart worden, dass nicht der „Enkel“ kommen kann, sondern ein Anwalt oder Notar geschickt wird, dem man vertrauen könne.

Die Telefonnummern haben die Betrüger oft aus dem Telefonbuch. Die Geschädigten sind darin häufig mit ihren alten deutschen Vornamen eingetragen, anhand derer man auf ihr mögliches Alter schließen kann.

Die Polizei bittet die Bevölkerung: Bleiben Sie misstrauisch, geben Sie keine persönlichen Daten an fremde Personen heraus, beenden Sie im Zweifel das Telefonat, geben Sie niemals Ihr Geld an Ihnen fremde Personen und vertrauen Sie sich Angehörigen und der Polizei an.

Mails mit gefälschtem Absender

Seit einigen Tagen erhalten Einrichtungen und Privatpersonen Emails mit äußerlich korrekten Namen und Mail-Adressen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Aber Vorsicht! Dabei kann es sich auch um so genannte Phishing-Mails handeln. Sie sehen täuschend echt aus, sind aber von Betrügern oder Hackern, und keineswegs vom Landkreis, ins Netz gestellt worden.

Empfänger von Mails sollten zurzeit deshalb besonders aufmerksam sein, auch bei Mails mit dem Absender „lk-seenplatte.de“. Schauen Sie genau hin, bevor Sie die Mails öffnen. So sollten sich Empfänger von Mails immer fragen: Erwarte ich überhaupt eine Rechnung? Habe ich jemals mit dem Absender zu tun gehabt?

Häufig steht im Betreff ein fremdsprachiger Begriff, wie z.B. „invoice“. Auch auf Deutsch steht vielleicht „Rechnung“ im Betreff, oder Umlaute sind durch Sonderzeichen ersetzt. Oder: Die Mail beginnt mit „Hello“ oder anderen nicht offiziellen Anredefloskeln. In all diesen oder ähnlichen Fällen hat es der Empfänger mit Fälschungen zu tun und sollte sofort die „faule“ Nachricht löschen.

Trickbetrüger ergaunert 2.500 Euro in einem Schmuckgeschäft

Am Donnerstag, 15.11.2018, gegen 11:00 Uhr ist es in einem Neubrandenburger Schmuckgeschäft zu einem Trickbetrug gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen betrat eine männliche Person das Schmuckgeschäft und fragte, ob hier auch Gold angekauft wird. Der Geschäftsinhaber bejahte dies, woraufhin die unbekannte männliche Person aus einem Schmuckbeutel mehrere Goldketten und Kettenreste holte und an den Inhaber des Schmuckgeschäftes übergab. Zusammen mit seinem Angestellten überprüfte der Inhaber den Schmuck auf Echtgold. Dabei wurde festgestellt, dass es sich um mehr als 100 Gramm 750iger Gelbgold handelte. Nach der Prüfung wurde der echte Schmuck in den Schmuckbeutel zurückgetan und der Preis von 2.500 Euro vereinbart. Als der Geschäftsinhaber dem Mann die 2.500 Euro übergab, hat er dafür einen Schmuckbeutel mit dem angeblich echten Schmuck erhalten. Gegen 11:30 Uhr verließ der Unbekannte das Geschäft.

Wenig später bemerkte der Geschäftsinhaber, dass der unbekannte Mann die Schmuckbeutel getauscht haben muss. In dem ihm übergebenen Schmuckbeutel, welcher genauso aussah und auch genauso schwer war, wie der echte Beutel, war lediglich unechter Schmuck. Im Nachhinein ist dem Geschäftsführer aufgefallen, dass im Anschluss an die Preisverhandlungen der Tatverdächtige den Schmuckbeutel auffällig oft von einer in die andere Hand wechselte. Zudem hustete der Unbekannte sehr oft, wodurch er sich auch manchmal zur Seite drehte. Während dieser Zeit muss der Tatverdächtige den Beutel mit dem echten Schmuck gegen einen Beutel mit unechtem Schmuck ausgetauscht haben.

Der Geschäftsinhaber hatte vor dem Ankauf eine Ausweiskopie des Schmuckverkäufers gefertigt. Demnach soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 32-jährigen slowenischen Staatsbürger aus Großbritannien handeln. Der Tatverdächtige kann wie folgt beschrieben werden: ca. 30 Jahre alt, schlanke Gestalt, ca. 1,75 m groß, kurzes, dunkles, schwarzes Haar. Er hatte eine gepflegte Erscheinung. Der Tatverdächtige hatte beidseitig an den unteren Handgelenken Tätowierungen. Zudem sprach der Tatverdächtige ausschließlich englisch. Er trug eine schwarze Steppwinterjacke und eine blaue Jeans. Hinweise auf mögliche Mittäter oder ein Tatfahrzeug sind nicht bekannt.

Dem Inhaber des Schmuckgeschäftes ist ein Schaden von 2.500 Euro entstanden. Im Kriminalkommissariat Neubrandenburg wurden die Ermittlungen wegen des Trickbetruges aufgenommen. Ob es bei dem Tatverdächtigen um den 32-jährigen Slowenen handelt, wird Gegenstand der Ermittlungen sein. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Täter, möglichen Mittätern oder einem Fluchtfahrzeug geben können, richten diese bitte an die Polizei in Neubrandenburg unter 0395-5582 5224.

Inkassoforderungen von PLS und E-Net

Mit nahezu gleichlautendem Text, aber unterschiedlichen Absendern sind derzeit Inkassoforderungen wegen Gewinnspielbeteiligungen oder nicht bezahlten Zeitschriften-Abos im Umlauf. Die angeblichen Absender sind die „PLS Inkass Services Group“ aus Hannover und die „Enet Payment Group“ aus Bremen. Sie sind allerdings nicht im Rechtsdienstleistungsregister verzeichnet. Der geforderte Betrag von 305 Euro soll direkt auf ein rumänisches Konto überwiesen werden. Diese Schreiben sind eine Falle. Wer unsicher ist, kann sich in der Verbraucherzentrale MV beraten lassen.

Zweifelhafte "Datenschutzauskunft-Zentrale" am Werk

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV) hat in den vergangenen Tagen mehrere Beschwerden über zweifelhafte Werbeaktionen einer „Datenschutzauskunft-Zentrale“ (DAZ) erhalten.
In ihren Anschreiben versucht die „DAZ“, Unternehmer zu dem Erwerb ihres „Leistungspakets Basisdatenschutz“ für jährlich 498 Euro zuzüglich Umsatzsteuer zu bewegen. Zu diesem Zweck verweist die „DAZ“ auf die erhöhten Nachweis- und Dokumentationspflichten für Unternehmer nach der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Der LfDI MV weist darauf hin, dass Unternehmer als Verantwortliche zwar nachweisen müssen, dass sie die Vorschriften der DS-GVO einhalten.
Hierfür ist ein Vertragsabschluss mit der „DAZ“ aber nicht erforderlich. So sind die dort beworbenen Formulare unter anderem für die Erstellung des Verarbeitungsverzeichnisses kostenlos zum Download unter www.datenschutz-mv.de erhältlich. Dazu Behördenchef Heinz Müller: „Für mich riecht die Werbeaktion der ‚DAZ‘ nach einem Betrugsversuch. Wenn Sie Fragen zur DS-GVO haben, wenden Sie sich bitte einfach an uns.“