Mails mit gefälschtem Absender

Seit einigen Tagen erhalten Einrichtungen und Privatpersonen Emails mit äußerlich korrekten Namen und Mail-Adressen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Aber Vorsicht! Dabei kann es sich auch um so genannte Phishing-Mails handeln. Sie sehen täuschend echt aus, sind aber von Betrügern oder Hackern, und keineswegs vom Landkreis, ins Netz gestellt worden.

Empfänger von Mails sollten zurzeit deshalb besonders aufmerksam sein, auch bei Mails mit dem Absender „lk-seenplatte.de“. Schauen Sie genau hin, bevor Sie die Mails öffnen. So sollten sich Empfänger von Mails immer fragen: Erwarte ich überhaupt eine Rechnung? Habe ich jemals mit dem Absender zu tun gehabt?

Häufig steht im Betreff ein fremdsprachiger Begriff, wie z.B. „invoice“. Auch auf Deutsch steht vielleicht „Rechnung“ im Betreff, oder Umlaute sind durch Sonderzeichen ersetzt. Oder: Die Mail beginnt mit „Hello“ oder anderen nicht offiziellen Anredefloskeln. In all diesen oder ähnlichen Fällen hat es der Empfänger mit Fälschungen zu tun und sollte sofort die „faule“ Nachricht löschen.

Trickbetrüger ergaunert 2.500 Euro in einem Schmuckgeschäft

Am Donnerstag, 15.11.2018, gegen 11:00 Uhr ist es in einem Neubrandenburger Schmuckgeschäft zu einem Trickbetrug gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen betrat eine männliche Person das Schmuckgeschäft und fragte, ob hier auch Gold angekauft wird. Der Geschäftsinhaber bejahte dies, woraufhin die unbekannte männliche Person aus einem Schmuckbeutel mehrere Goldketten und Kettenreste holte und an den Inhaber des Schmuckgeschäftes übergab. Zusammen mit seinem Angestellten überprüfte der Inhaber den Schmuck auf Echtgold. Dabei wurde festgestellt, dass es sich um mehr als 100 Gramm 750iger Gelbgold handelte. Nach der Prüfung wurde der echte Schmuck in den Schmuckbeutel zurückgetan und der Preis von 2.500 Euro vereinbart. Als der Geschäftsinhaber dem Mann die 2.500 Euro übergab, hat er dafür einen Schmuckbeutel mit dem angeblich echten Schmuck erhalten. Gegen 11:30 Uhr verließ der Unbekannte das Geschäft.

Wenig später bemerkte der Geschäftsinhaber, dass der unbekannte Mann die Schmuckbeutel getauscht haben muss. In dem ihm übergebenen Schmuckbeutel, welcher genauso aussah und auch genauso schwer war, wie der echte Beutel, war lediglich unechter Schmuck. Im Nachhinein ist dem Geschäftsführer aufgefallen, dass im Anschluss an die Preisverhandlungen der Tatverdächtige den Schmuckbeutel auffällig oft von einer in die andere Hand wechselte. Zudem hustete der Unbekannte sehr oft, wodurch er sich auch manchmal zur Seite drehte. Während dieser Zeit muss der Tatverdächtige den Beutel mit dem echten Schmuck gegen einen Beutel mit unechtem Schmuck ausgetauscht haben.

Der Geschäftsinhaber hatte vor dem Ankauf eine Ausweiskopie des Schmuckverkäufers gefertigt. Demnach soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 32-jährigen slowenischen Staatsbürger aus Großbritannien handeln. Der Tatverdächtige kann wie folgt beschrieben werden: ca. 30 Jahre alt, schlanke Gestalt, ca. 1,75 m groß, kurzes, dunkles, schwarzes Haar. Er hatte eine gepflegte Erscheinung. Der Tatverdächtige hatte beidseitig an den unteren Handgelenken Tätowierungen. Zudem sprach der Tatverdächtige ausschließlich englisch. Er trug eine schwarze Steppwinterjacke und eine blaue Jeans. Hinweise auf mögliche Mittäter oder ein Tatfahrzeug sind nicht bekannt.

Dem Inhaber des Schmuckgeschäftes ist ein Schaden von 2.500 Euro entstanden. Im Kriminalkommissariat Neubrandenburg wurden die Ermittlungen wegen des Trickbetruges aufgenommen. Ob es bei dem Tatverdächtigen um den 32-jährigen Slowenen handelt, wird Gegenstand der Ermittlungen sein. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Täter, möglichen Mittätern oder einem Fluchtfahrzeug geben können, richten diese bitte an die Polizei in Neubrandenburg unter 0395-5582 5224.

Inkassoforderungen von PLS und E-Net

Mit nahezu gleichlautendem Text, aber unterschiedlichen Absendern sind derzeit Inkassoforderungen wegen Gewinnspielbeteiligungen oder nicht bezahlten Zeitschriften-Abos im Umlauf. Die angeblichen Absender sind die „PLS Inkass Services Group“ aus Hannover und die „Enet Payment Group“ aus Bremen. Sie sind allerdings nicht im Rechtsdienstleistungsregister verzeichnet. Der geforderte Betrag von 305 Euro soll direkt auf ein rumänisches Konto überwiesen werden. Diese Schreiben sind eine Falle. Wer unsicher ist, kann sich in der Verbraucherzentrale MV beraten lassen.

Zweifelhafte "Datenschutzauskunft-Zentrale" am Werk

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV) hat in den vergangenen Tagen mehrere Beschwerden über zweifelhafte Werbeaktionen einer „Datenschutzauskunft-Zentrale“ (DAZ) erhalten.
In ihren Anschreiben versucht die „DAZ“, Unternehmer zu dem Erwerb ihres „Leistungspakets Basisdatenschutz“ für jährlich 498 Euro zuzüglich Umsatzsteuer zu bewegen. Zu diesem Zweck verweist die „DAZ“ auf die erhöhten Nachweis- und Dokumentationspflichten für Unternehmer nach der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Der LfDI MV weist darauf hin, dass Unternehmer als Verantwortliche zwar nachweisen müssen, dass sie die Vorschriften der DS-GVO einhalten.
Hierfür ist ein Vertragsabschluss mit der „DAZ“ aber nicht erforderlich. So sind die dort beworbenen Formulare unter anderem für die Erstellung des Verarbeitungsverzeichnisses kostenlos zum Download unter www.datenschutz-mv.de erhältlich. Dazu Behördenchef Heinz Müller: „Für mich riecht die Werbeaktion der ‚DAZ‘ nach einem Betrugsversuch. Wenn Sie Fragen zur DS-GVO haben, wenden Sie sich bitte einfach an uns.“

Sie haben an keinem Gewinnspiel teilgenommen? Dann können Sie auch nicht gewonnen haben!

Erneut ist es in unserem Zuständigkeitsbereich zu mehreren Betrugsversuchen am Telefon gekommen. In allen vier Fällen ist ein Gewinn versprochen worden, obwohl die Anzeigenden an gar keinem Gewinnspiel teilgenommen hatten.
In Ihlenfeld bei Neubrandenburg wurde ein 79-jähriger angerufen. Ein Mann mit starkem Akzent versprach ihm einen Gewinn von 42.000 EUR. Zuvor müsse er jedoch neun Steam-Karten im Wert von je 100 EUR erwerben, um den Transport in einem gepanzerten Fahrzeug mit Security zu bezahlen.
In Demmin wurde eine 80-jährige Frau angerufen. Eine „österreichische Anwaltskanzlei“ versprach ihr einen Gewinn von 149.000 EUR. Sie müsse jedoch drei Amazon-Gutscheine im Wert von jeweils 200 EUR erwerben und bei Erhalt des Geldes übergeben. Die Seniorin recherchierte selbst im Internet und erkannte den Anruf als Betrug.
In Strasburg wurde einem 79-jährigen auf den Anrufbeantworter gesprochen. In hochdeutsch wurde ihm ein Gewinn versprochen und er wurde um Rückruf gebeten. Da er kein Lotto spielt, reagierte der Mann richtig und rief nicht zurück. Hier ist noch unklar, ob er dazu gebracht werden sollte, für den Erhalt des Gewinns zu zahlen, oder ob durch den Rückruf horrende Kosten entstanden wären.
Die Angestellte einer Postbank im Seebad Ahlbeck bewahrte eine 80-jährige Frau vor dieser Betrugsmasche. Die Seniorin war von einer Frau Weber von der Lottogesellschaft angerufen worden. Sie habe 38500 EUR gewonnen. Jedoch müsse sie zuvor 950 EUR per Western Union überweisen, um den Gewinn zu erhalten. Als die Geschädigte dies erledigen wollte, wurde sie von der Postbankmitarbeiterin über den Betrug aufgeklärt.

Europäisches Ziehungskomitee lockt mit Gewinnversprechen – Werbeschreiben in unzähligen Briefkästen bundesweit

Versprochen wird eine 100-prozentige Gewinnchance, für die mit dem ehemaligen Fußballnationalspieler Thomas Helmer geworben wird. Vor diesen und ähnlichen Gewinnversprechen warnt die Verbraucherzentrale MV. In den letzten Tagen haben mehrere Verbraucher aus ganz Deutschland die Verbraucherzentrale darüber informiert, dass sie Post vom „Europäischen Ziehungskomitee“ erhalten haben. Der Inhalt: „Sie wurden für die Deutschlandziehung ausgewählt und haben somit eine 100-prozentige Gewinnchance!“ Dahinter steckt ein Trick. „Werbeanrufe sind verboten. Mit einem persönlich adressierten Brief versucht das Unternehmen dieses Verbot zu umgehen“ warnen die Rostocker Verbraucherschützer. Denn der Verbraucher soll beim Unternehmen anrufen, um seinen Gewinn geltend zu machen.
Unter den Gewinnen sind nur wenige Geldpreise, dafür „tausende Gratis-Tippreihen bei Lotto“. Das beinhaltet keinen bezahlten Lottoschein, sondern tatsächlich erhält man nur sechs Zahlen plus Zusatzzahl genannt. Das ist der „garantierte Gewinn“. Auffällig ist, dass im Briefkopf nur eine Postfachadresse angegeben ist und kein konkreter Kontakt angegeben ist. „Wir raten von solchen Gewinnversprechen ab. Oftmals steckt die Absicht dahinter, am Telefon ein zusätzliches Produkt zu verkaufen“, so Wiebke Cornelius von der Beratungsstelle Rostock. Verbraucher sollten daher nicht darauf eingehen und Widerspruch gegen die Datenverarbeitung beim Unternehmen einlegen.

Warnung vor unseriösen Dach- und Fassadenreinigern im LK MSE

In der Zeit vom 02.07.2018 bis zum 05.07.2018 kam es im Friedländer Weg in Neubrandenburg zu einem Betrug durch Fassadenreiniger.
Der 68-jährige Geschädigte hatte in den Tagen zuvor zwei Flyer einer Firma für Dach- und Fassadenreinigung aus Neustrelitz in seinem Briefkasten. Der Geschädigte setzte sich daraufhin mit der Firma in Verbindung und vereinbarte einen Besichtigungstermin zur Reinigung der Außenanlage und Dächer seiner zwei Grundstücke bzw. Häuser.
Am 02.07.2018 gegen 13:00 Uhr erschienen zwei männliche, tatverdächtige Personen zur näheren Absprache. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich rumänische Staatsangehörige, die sehr gut Deutsch sprachen. Dem Geschädigten war das erste Angebot in Höhe von 19.000EUR zur kompletten Reinigung (Außenanlage und Dächer) beider Grundstücke zu teuer und so vereinbarte man einen Preis von 3.000EUR nur für die Außenreinigung der Grundstücke. Die Dächer sollten später für 3.600EUR gereinigt werden.
Am 05.07.2018 gegen 08:00 Uhr fuhren drei rumänische Arbeiter mit einem älteren Pkw Kombi in der Farbe Weiß, mit Leipziger Kennzeichen (Abkürzung L-) vor und begannen mit der Reinigung auf beiden Grundstücken. Gegen 17:00 Uhr erschienen dann auch wieder die beiden ersten Tatverdächtigen, mit denen der Geschädigte die Arbeiten abgesprochen hatte. Sie erschienen mit einem schwarzen Pkw Mercedes mit Bad Hersfelder Kennzeichen (Abkürzung HEF-). Der Geschädigte sprach die mangelhaft ausgeführten und die noch fehlenden Arbeiten an. Der Firmenverantwortliche forderte daraufhin allerdings Geld für die ausgeführte Arbeit. Hierzu zeigte man dem Geschädigten eine Rechnung auf dem Handy, welche dem Geschädigten in den nächsten Tagen per Mail zugesandt werden sollte.
Der Geschädigte fuhr daraufhin in Begleitung des Mannes zur Bank. Dort hob er 2.800EUR ab und übergab das Geld in bar an den Täter. Nachdem der Täter dem Geschädigten eine Quittung ausgestellt hatte, fuhr dieser unter einem Vorwand zügig davon. Der Geschädigte fuhr danach, in dem Glauben die anderen Arbeiter würden die Arbeiten fortführen, nach Hause. Dort angekommen, waren jedoch alle Arbeiter weg.
Als die Arbeiter auch am 10.07.2018 nicht wie vereinbart kamen, wurde der Geschädigte misstrauisch und versuchte die Firma vergeblich telefonisch zu kontaktieren. Unter der Telefonnummer war jedoch niemand mehr zu erreichen. Die Beamten der Kriminalpolizei haben nun die weiteren Ermittlungen wegen des Verdacht des Betruges aufgenom men.
Die Polizei möchte aufgrund des geschilderten Sachverhaltes erneut vor unseriösen Angeboten, die per Flyer zugestellt werden, warnen.
Prüfen Sie das Angebot genau und treffen Sie keine voreiligen Entscheidungen. Holen Sie sich bestenfalls weitere Angebote im Fachhandel ein und vergleichen Sie diese. Vermeintliche Schnäppchen-Angebote stellen sich oft als überteuert und mangelhaft heraus. Seien Sie misstrauisch wenn Ihr Gegenüber im Verhandlungsgespräch von einem zunächst hohen Preis auf einen deutlich niedrigeren Preis runter geht.
Lassen Sie sich nicht überreden den Preis in bar zu bezahlen und geben Sie fremden Personen kein Bargeld. Bestehen Sie auf eine schriftliche Rechnung, die Sie überweisen. Sollte es zu Streitigkeiten über die Bezahlung bzw. mangelhafte Arbeiten kommen, verständigen Sie die Polizei.
Handwerker, die ihre gewerblichen Arbeiten aus eigener Initiative anbieten und Herumreisen unterliegen laut Gewerbeordnung dem Reisegewerbe und müssen auf Nachfrage einen Reisegewerbeschein vorlegen. Lassen Sie sich den Reisegewerbeschein zeigen und notieren Sie sich die Daten bzw. machen Sie sich eine Kopie.
Sollten Sie Opfer eines solchen Betruges geworden sein, erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle, im Internet unter www.polizei.mvnet.de oder wenden Sie sich an die Einsatzleitstelle der Polizei.

Bürger sind umsichtig: Erneute Betrugsversuche bleiben erfolglos

Seit Wochenbeginn (9.7.2018) hat es in den Landkreisen MSE, VG und VR sowie den Städten Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg 30 Fälle von Telefonbetrügereien gegeben. Alle betroffenen Bürger waren dabei allerdings so vorsichtig, dass es in sämtlichen Fällen bei dem Versuch des Betruges blieb. Es entstand somit kein Sachschaden.
Eine weibliche Unbekannte forderte in Neubrandenburg von einer 88-jährigen eine fünfstellige Summe am Telefon. Sie hatte sich als Frau des Enkels ausgegeben. Die Rentnerin bekam Hilfe von ihrem Nachbarn, der die Anruferin mit dem ausgesprochenen Verdacht eines Enkeltricks zum Beenden des Gespräches veranlasste.
Eine 92-Jährige hat sich in Burg Stargard selbst durch Zufall davor bewahrt, einen größeren fünfstelligen Betrag an eine mutmaßliche Betrügerin zu verlieren. Diese hatte sich am Telefon mit dem Namen ihrer Enkelin gemeldet und sich bereits zur Geldübergabe in der Wohnung der Geschädigten angekündigt. Als sie nicht kam, rief die alte Dame bei der echten Enkeltochter an, wodurch der Betrug aufflog.
Die Polizei hofft, dass die Bürger weiterhin so aufmerksam bleiben und folgende Hinweise beachten: Bleiben Sie misstrauisch, geben Sie keine persönlichen Daten an fremde Personen heraus, beenden Sie im Zweifel das Telefonat, geben Sie niemals Ihr Geld an Ihnen fremde Personen und vertrauen Sie sich Angehörigen und der Polizei an.

Erneut mehrere Betrugsversuche am Telefon im Präsidiumsbereich

In den vergangenen Tagen kam es gleich zu mehreren Betrugsversuchen durch Unbekannte am Telefon. Alle blieben erfolglos. Der Versuch eines „klassischen“ Enkeltrickbetruges konnte in letzter Minute verhindert werden. Zu den Fällen: In Binz auf Rügen erhielt ein Ehepaar (beide 70 Jahre alt) am gestrigen Tag (9.07.2018 gegen 12.30 Uhr) zwei Anrufe eines mutmaßlichen Betrügers. Es sollte rund 8.700 Euro Mahnkosten aus einem angeblich abgeschlossenen Gewinnspiel-Abo überweisen. Bei Nichtzahlung drohte der Anrufer mit einer Kontosperrung. Das Ehepaar ließ sich nicht auf die Forderungen ein, beendete beide Telefonate und verständigte die Polizei.
Auch in Satow (Gemeinde Fünfseen, LK MSE) blieb es gestern (9.07.2018) bei dem Versuch, durch angeblich abgeschlossene Gewinnspiele an Geld zu gelangen. Hier sollte eine 78-Jährige eine Summe von rund 1.200 Euro auf ein Konto in Thailand überweisen. Bei einem weiteren Anruf des Tatverdächtigen gab die Frau an, kein Geld auf dem Konto zu haben.
Eine 86-Jährige entging ebenfalls gestern in Löcknitz einem Betrugsversuch. Die Geschädigte hatte zuvor drei Anrufe von einem unbekannten Mann erhalten, der sich als ihr Schwiegersohn ausgegeben hatte und 12.000 Euro für den Kauf einer Eigentumswohnung in Polen haben wollte. Bevor es zu weiteren Absprachen kam, rief sie ihren echten Schwiegersohn an und erkannte den Betrugsversuch.
Bereits am 5. Juli 2018 erhielt ein 63 Jahre alter Mann in Waren auf seinem Handy einen Anruf. Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter seiner Hausbank aus, ohne diese auf Nachfrage benennen zu können. Nach weiteren Kontrollfragen des Geschädigten beendete der Anrufer das Telefonat.
Die Polizei appelliert wiederholt zur besonderen Vorsicht bei merkwürdigen Anrufen. Vermeiden Sie die Weitergabe persönlicher Daten am Telefon. Gehen Sie nicht auf Forderungen von Personen ein. Beenden Sie bei Zweifeln schnellstmöglich das Telefonat. Halten Sie Rücksprache mit ihren Angehörigen. Informieren Sie bei dubiosen Telefonaten mit zweifelhaftem Inhalt die Polizei unter dem Notruf 110.

Erneut Trickstraftaten durch falsche Polizisten und angebliche Lottogewinne

Es steht zu befürchten, dass sich die Serie von Trickstraftaten fortsetzt und erneut Schaden eingetreten ist. Bereits am 26.06.18 gegen 23 Uhr erhielt eine 67-jährige aus Greifswald einen Anruf vom „Berliner Landeskriminalamt“. Zwei Polizisten sprachen abwechselnd mit der Geschädigten und erzählten ihr von angeblich festgenommenen Einbrecherbanden. Das Geld auf ihrem Konto und womöglich sie selbst seien in Gefahr. Sie brachten die Frau dazu, alle vier Stunden anzurufen und ein „Lebenzeichen“ zu senden. Das sei eine Art Polizeischutz zu ihrer Sicherheit. Am 27.06.18 meldeten sich wieder andere Polizisten und erklärten ihr, dass auch Bankmitarbeiter involviert seien, die bereits versucht hätten, auf ihr Konto zuzugreifen. Am Nachmittag sollten alle festgenommen werden, bis dahin sollte die Geschädigte ihr Geld abheben. Die 67-Jährige begab sich auch zur Bank und holte ihr Erspartes vom Konto. In weiteren Anrufen wurde ihr suggeriert, dass das Geld gefälscht sei und ein Kripobeamter es abholen würde. Der Mann traf auch wie versprochen ein und die Geschädigte übergab ihm 9000 EUR. Erst als sie das Geld nicht wie versprochen wiederbekam, erstattete sie Anzeige bei der richtigen Polizei.
Auch in Neubrandenburg ist Tätern ein Trickbetrug gelungen. Einem 79-Jährigen wurde am 27.06.18 am Telefon gesagt, dass er im Lotto gewonnen hätte. Zur Abwicklung des Gewinns müsse er Codes von Amazon-Gutscheinen durchgeben. Der Mann erwarb die Gutscheine am nächsten Tag und teilte die beiden Codes der jeweils 100-Euro-Gutscheine per Telefon mit. Als weiteres Geld per Western-Union-Überweisung gefordert wurde, bemerkte er den Trickbetrug. Im Bereich Grimmen und Greifwald kam es zu zwei weiteren Versuchen mit dieser Masche, jedoch fielen die Angerufenen nicht darauf rein.