Betrüger erbeuten 20.000 EUR

Nachdem am Freitag einige „Enkeltrick-Versuche“ im Bereich Waren (Müritz) und Neubrandenburg misslangen, weil die älteren Menschen misstrauisch wurden, erbeuteten Betrüger dann am Nachmittag 20.000 EUR.

Eine angebliche Nichte rief eine 68-jährige Frau in einem Dorf in der Nähe von Woldegk an und bat um finanzielle Unterstützung beim Kauf einer Eigentumswohnung. Es wurden anschließend 20.000 EUR an eine schwarz bekleidete Frau mit
südländischem Aussehen übergeben.

ie Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg übernimmt die Ermittlungen in diesem Fall von organisierter Bandenkriminalität.

Trickbetrüge und spitzfindiger Taxifahrer

Ein Taxifahrer hat einen 87-Jährigen aus der Nähe von Torgelow vor einem Enkeltrick bewahrt. Das Opfer hatte sich bereits mit dem Taxi zur Bank begeben wollen, um „so viel wie möglich“ für seinen angeblichen Neffen abzuheben, der ein Haus ersteigern wolle. Der Taxifahrer machte ihm klar, dass man ihn betrügen wolle. Der Rentner ließ sich überzeugen und erstattete Anzeige.

Die Polizei dankt dem Taxifahrer, dass er sofort hellhörig wurde und genau richtig reagiert hat, indem er den Rentner warnte und letztlich vor finanziellem Schaden bewahrte!

Weniger Glück hatte ein 62 Jahre alter Mann aus einem Dorf südlich von Malchow. Er hat aufgrund eines (falschen) Gewinnversprechens fast 1000 Euro in Form von „Steam“-Karten erworben und die Codes am Telefon weitergegeben. Durch Familienmitglieder ist ihm bewusst geworden, dass er einem Betrug zum Opfer gefallen ist.

Sehr vorbildlich hat eine 79 Jahre alte Frau aus Sellin auf Rügen gehandelt: Sie wurde am Telefon von einem angeblichen Verwandten um mehr als 20.000 Euro gebeten. Sie legte auf und verständigte ihre Familie, um dann auch Anzeige zu erstatten.

Die Kriminalpolizeiinspektionen Neubrandenburg (für den Bereich Malchow) und Anklam (Torgelow und Sellin) haben die Ermittlungen aufgenommen.

Vermehrt Taschendiebstähle in Einkaufsmärkten

In den vergangenen Tagen kam es in verschiedenen Einkaufsmärkten in Woldegk, in Neubrandenburg und in Neustrelitz vermehrt zu Taschendiebstählen.
Am 08.04.2019 entwendeten unbekannte Täter einer 68-jährigen Geschädigten während des Einkaufs in einem Discounter Am Mühlendamm in Woldegk das Portemonnaie aus der Handtasche. Die Geschädigte befand sich in der Zeit von 09:00 – 09:30 Uhr in dem Einkaufsmarkt und hatte ihre Handtasche kurzzeitig unbeaufsichtigt im Einkaufswagen liegen lassen. Als sie an der Kasse ihren Einkauf bezahlen wollte, bemerkte sie den Diebstahl ihres Portemonnaies. Es entstand ein Stehlgutschaden von 200,- EUR.

Am 08.04.2019 kam es gegen 11:15 Uhr in einem Discounter im Juri-Gagarin-Ring in Neubrandenburg zum Diebstahl einer Geldbörse aus einer Handtasche. In diesem Fall hatte die 70-jährige Geschädigte ihre Handtasche samt Portemonnaie mit dem Taschenhenkel in der Armbeuge getragen. An der Kasse bemerkte sie allerdings den Diebstahl ihrer Geldbörse. Die Geschädigte gab gegenüber der Polizei an, dass sich während sie sich in der Obstabteilung befunden hatte, ein Mann an sie gedrängt habe. Die Geschädigte konnte zur Beschreibung lediglich angeben, dass der Tatverdächtige von schlanker Statur gewesen ist und mit einer grauen Kapuzenjacke bekleidet war. Die Kapuze hatte der Mann aufgesetzt. Der Tatverdächtige konnte nicht mehr angetroffen werden. Es entstand ein Stehlgutschaden von 350,-EUR.

Nur eine Stunde später, gegen 12:25 Uhr wurde einer 78-jährigen Geschädigten beim Einkauf in einem Einkaufsmarkt in der Lindenstraße in Neubrandenburg das Portemonnaie aus dem im Einkaufswagen abgelegten Beutel entwendet. Der Geschädigten entstand ein Schaden von 70,-EUR. Neben Bargeld und persönlichen Identitätspapieren befand sich auch die PIN der Geschädigten in der Geldbörse. Die dazugehörige EC-Karte befand sich zum Glück nicht darin.

Am gestrigen Tag, d. 09.04.2019 kam es in Neustrelitz, in der Penzliner Straße im dortigen Einkaufsmarkt zu einem Diebstahl einer unbeaufsichtigten Handtasche aus dem Einkaufswagen. Eine Absuche in dem Markt führte wenig später zum Auffinden der Handtasche in einem Warenregal. Bei einer Überprüfung der Tasche stellte die Geschädigte dann aber fest, dass ihr Portemonnaie fehlte. Der Schaden beträgt ca. 130EUR.
Die Beamten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zu den einzelnen Sachverhalten aufgenommen.

Wir bitten die Bevölkerung um weitere Hinweise. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge auf den Parkplätzen der jeweiligen Discounter wahrgenommen hat, wird gebeten sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizei in Friedland unter der Telefonnummer 039601- 300 224, die Polizei in Neubrandenburg unter 0395- 5582 5224 und die Polizei in Neustrelitz unter 03981 – 258 224 sowie die Internetwache der Polizei unter www.polizei.mvnet.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Warnhinweise: Achten Sie beim Einkauf auf ihre Wertgegenstände und lassen Sie keine Handtaschen unbeaufsichtigt im Einkaufswagen liegen. Hänge Sie ihre Handtasche auch nicht an den Taschenhaken des Einkaufswagens, sondern tragen die diese bei sich. Schließen Sie den Verschluss Ihrer Tasche. Notieren Sie keine PIN auf einen Zettel und führen diesen im Portemonnaie mit. Nehmen Sie zum Einkaufen nur so viel Bargeld mit, wie Sie auch brauchen.

Rechnung über 1.015,40 Euro wegen Social Media Services LLC / Interdate Software AG

Bereits im Januar 2019 hatte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz vor fragwürdigen Rechnungen für einen VIP-Zugang der Internetseite seitensprung.tv gewarnt. Die Firma Social Media Services LLC aus den USA, die inzwischen unter der Firma Interdate Software AG in Erscheinung tritt, stellt 948,00 Euro für das erste Mitgliedsjahr in Rechnung. Den Verbrauchern ist diese Internetseite regelmäßig nicht bekannt.

Auffällig ist jedoch, dass die meisten der Betroffenen sich kurze Zeit vor der Zahlungsaufforderung auf der Seite Probenheld.de angemeldet hatten. Die Vermutung liegt nahe, dass die Daten über diese Seite an die Social Media Services LLC bzw. Interdate Software AG weitergegeben wurden. Zahlt der Adressat nicht, wird wenige Wochen später ein Inkassounternehmen – Firma Euro Collect GmbH, Mittelstraße 11 – 13, 40789 Monheim am Rhein – mit dem Forderungseinzug von 1.015,40 Euro inkl. Mahnkosten und Inkassovergütung beauftragt.

Der Tipp: Lassen Sie sich von der aggressiven Formulierung des Inkassoschreibens nicht einschüchtern! Weisen Sie die Forderung zurück und erklären Sie vorsorglich Widerruf und Anfechtung. Versenden Sie das Schreiben per Einschreiben und bewahren Sie den Nachweis mindestens drei Jahre auf. Sind Sie unsicher oder benötigen Sie Unterstützung, lassen Sie sich von Ihrer Verbraucherzentrale beraten.

Warnung vor falschen Stadtwerke-Anrufern

In Neubrandenburg sorgen aktuell wieder Telefonanrufe von Energieanbietern für Verwirrung, die Stromverträge abschließen wollen. Einige der Anrufer geben sich dabei als Mitarbeiter der Neubrandenburger Stadtwerke aus und erfragen unter anderem Zählernummern oder fordern Kunden auf, Kontoauszüge herauszusuchen.

Die Neubrandenburger Stadtwerke weisen deshalb daraufhin, dass neu.sw Mitarbeiter weder per Telefon noch an Haustüren Verträge abschließen.
Betroffene Kunden können sich jederzeit an den neu.sw Kundenservice wenden. Die Berater sind persönlich unter 0395 3500-999 oder per E-Mail unter kundenservice@neu-sw.de erreichbar sowie persönlich für die Kunden in den Kundenbüros am Busbahnhof und in der Turmstraße da.

Losenet droht mit Mahnung und Zwangsvollstreckung

Mit nahezu gleichlautendem Text aber unterschiedlichen Absendern sind seit 2017 Inkassoforderungen wegen Gewinnspielbeteiligungen oder nicht bezahlten Zeitschriften-Abos im Umlauf. Der angebliche Absender ist zurzeit die „Losenet Group“ aus Hannover.

In der Vergangenheit waren es die „PLS Inkass Services Group“ aus Hannover, die „Enet Payment Group“ aus Bremen sowie die „DED Group“ aus Berlin. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie nicht im Rechtsdienstleistungsregister verzeichnet sind. Die geforderten Beträge von ca. 300 Euro sollen immer direkt auf ein rumänisches Konto überwiesen werden.

Diese Schreiben sind eine Falle. Wer unsicher ist, kann sich von der Verbraucherzentrale MV beraten lassen.

Betrug durch falsche Polizisten geglückt – Gewinnspiel-Masche fast erfolgreich

In Neubrandenburg ist eine 64 Jahre alte Frau Opfer eines Betrugs durch falsche Polizisten geworden. Sie hat durch diese Masche 18.450 Euro verloren – mutmaßlich ihr gesamtes Erspartes. Die Geschädigte erhielt Ende vergangener Woche mehrere Anrufe. Am Telefon war eine Frau, die sich als Polizistin aus Berlin ausgab. Die Polizei in der Hauptstadt sei intensiv mit Ermittlungen zu einer rumänischen Bande beschäftigt. Die Daten der Geschädigten seien auf einer Liste gefunden worden. Die Bande hebe Geld von Konten älterer Leute ab – auch die Neubrandenburgerin könnte noch zum Opfer werden.

All das wurde der 64-jährigen suggeriert, zunächst von einer „berlinernden“ Frau, dann bis in die Nachtstunden hinein von angeblichen weiteren (männlichen) Beamten aus Berlin. Die Masche ging so weit, dass die Täter die Frau überzeugen konnten, ihr Erspartes aus „Sicherheitsgründen“ abzuheben und einem „Polizisten“ persönlich zu übergeben. Die Übergabe am vergangenen Freitag ist leider geglückt; die Frau wurde erst misstrauisch und rief die echte Polizei unter der 110 an, als sie das Geld bereits an eine ihr unbekannte Person an der Haustür übergeben hatte.

Die Polizei warnt alle Bürger noch einmal ausdrücklich: Die echte Polizei wird NIEMALS verlangen, dass sie Geld aus Sicherheitsgründen zum Schutz vor möglichen Betrüger-Banden abheben und einem „Polizisten“ überreichen. Auch Abfragen zu ihren persönlichen (Vermögens-)Verhältnissen wird es durch die echte Polizei nie geben. Rufen Sie in solchen Fällen immer selbst die echte Polizei unter der 110 an und fragen sie nach, ob es den geschilderten Sachverhalt und den fragenden Beamten tatsächlich gibt!
Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat in dem Fall die Ermittlungen aufgenommen.

Mit einer anderen Masche versuchten es die Täter in Altentreptow (LK MSE): Dort hat eine 73-jährige am vergangenen Freitag bereits die geforderten Geldkarten an einer Tankstelle im Wert von 300 Euro gekauft – im Glauben, sie benötige die Codes der Karten, um an eine angeblich hohe fünfstellige Gewinnsumme zu kommen. Bevor sie die Codes telefonisch weitergeben konnte, packte sie das Misstrauen. Sie überprüfte die Telefonnummer mit Hilfe der Auskunft und bekam so mit, dass es sich mutmaßlich um eine „Briefkastenfirma“ handelt.