Drei Tatverdächtige nach Einbruch und Diebstahl eines Fahrzeuges gestellt

Wie bereits berichtet, ist es in der Nacht vom 06.12.2019 zum 07.12.2019 zu einem Einbruch in die Werkstatt einer Firma für Raumausstattungen im Hauerweg in Neubrandenburg gekommen. Die Täter haben dabei einen Transporter mit Originalschlüssel entwendet und sind mit diesem geflüchtet. Der mit Werkzeug gefüllte Transporter hatte einen Wert von ca. 17.000 Euro. Hinweise auf mögliche Tatverdächtige gab es nicht.

Am 10.12.2019 gegen 10:00 Uhr hat ein Zeuge der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg mitgeteilt, dass er den oben genannten Transporter des Raumaustatters mit Originalkennzeichen in der Ortschaft Usadel in Fahrtrichtung Neubrandenburg gesehen hat. Die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg konnten den besagten Transporter im Gegenverkehr an der Kreuzung Neustrelitzer Straße/Mirabellenstraße erkennen. Sie wendeten den Streifenwagen, um die Verfolgung aufzunehmen. Ca. 500m vor der Lichtzeichenanlage der Ortsumgehung Neubrandenburg ist es den Beamten gelungen, den Transporter zu stoppen. Im Fahrzeug saßen drei Personen – eine weibliche 15-jährige Person und zwei männliche 19- und 20-jährige Personen.

Die Beamten forderten die drei tatverdächtigen Personen auf, das Fahrzeug zu verlassen. Sie wurden als Beschuldigte belehrt und einer Kontrolle unterzogen. Dabei stellen die Beamten fest, dass der 20-jährige Fahrzeugführer keine Fahrerlaubnis besitzt und zudem Anzeichen auf den Konsum von Betäubungsmitteln aufzeigte. Aus diesem Grund wurde er zur Blutprobenentnahme in das Klinikum Neubrandenburg verbracht.
Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg haben die Spurensicherung am Fahrzeug übernommen. Zudem wurde ein Tankbetrug bekannt, der am 08.12.2019 an einer Tankstelle in Neustrelitz mit dem entwendeten Transporter begangen wurde.

Die Ermittlungen gegen die drei Tatverdächtigen wegen des Einbruchsdiebstahls und des Tankbetruges sowie des Fahrens ohne Führerschein und unter Betäubungsmitteleinfluss gegen den 20-Jährigen dauern weiter an.

PROEX-Inkasso-Schreiben mit betrügerischer Absicht

In den letzten Tagen meldeten sich vermehrt Verbraucher in der Beratungsstelle Rostock der Verbraucherzentrale MV. Sie hatten einen merkwürdigen Brief einer Inkassofirma erhalten.

Die sogenannte „PROEX INKASSO GmbH“ versendet wahllos angebliche Mahnbescheide in Zusammenhang mit Dienstleistungen aus TOP100-Gewinnspielen und dem Eurojackpot. Es wird ein Geldbetrag in Höhe von 298,76 Euro gefordert und dieser soll auf ein französisches Konto überwiesen werden.

Ziel des Schreibens und des vermeintlichen Vorpfändungsschreiben ist es, die Empfänger einzuschüchtern, damit diese die Summe bezahlen. Die Verbraucherzentrale rät: Zahlen Sie nicht und senden Sie auch das angebliche Vorpfändungsschreiben nicht zurück!

Eine Frau verliert 8.700 Euro durch die Liebesbetrugsmasche „love scamming“

Am Montag, 04.11.2019, wurde bei der Polizei in Neubrandenburg eine Strafanzeige wegen Betruges erstattet, da eine 58-jährige Dame Opfer eines Liebesbetruges, des sogenannten „love scamming“ wurde. Die 58-Jährige berichtete, dass sie vor ca. einem Jahr bei facebook einen Mann kennengelernt hat, der angab, in Kabul für eine Telekommunikationsfirma zu arbeiten. Im Laufe der Kennlernphase soll der Mann ein Paket für die 58-Jährige verschickt haben, in welchem sich wohl 100.000 Euro in bar befinden sollen. Wenig später wurde die 58-Jährige telefonisch von einem vermeintlichen Mitarbeiter eines Kurierunternehmens kontaktiert, dass sie 1.300 Euro überweisen müsse, damit das Paket auch bei ihr ankommen kann. Diese Überweisung hat sie auch vorgenommen.

In den folgenden Monaten hat die 58-Jährige nach Aufforderung des Kurierunternehmens weitere Überweisungen vorgenommen, in der Absicht, dass ihr nur so das Paket zugestellt werden kann. Insgesamt 8.700 Euro hat die Geschädigte an das vermeintliche Kurierunternehmen überwiesen. Bei der letzten Zahlung vor wenigen Tagen in Höhe von 1.500 Euro wurden die Mitarbeiter ihres Geldinstitutes aufmerksam und sprachen die 58-Jährige an. Dadurch wurde sie misstrauisch und erstattete Strafanzeige wegen des Betruges.

Die Mitarbeiter des Kriminalkommissariats Neubrandenburg haben die Ermittlungen aufgenommen

„Love Scamming“ ist wie eine Art Liebesbetrug in der digitalen Welt. Wir gehen von einem hohen Dunkelfeld aus, da viele Opfer aus Scham keine Anzeige bei der Polizei erstatten und auch in ihrem sozialen Umfeld mit niemanden darüber reden.

Beim „love scamming“ oder auch „romance scamming“ wird dem Opfer durch regen Nachrichtenverkehr (SMS, Whatsapp, E-Mail) das Entstehen oder Vorhandensein einer Liebesbeziehung vorgetäuscht. Das Opfer gerät zum Teil in emotionale Abhängigkeit zum Täter, obwohl es nie zum direkten Kontakt kommt. Es werden Versprechungen gemacht, die nie eingehalten werden. Durch die aufgebaute emotionale Abhängigkeit verfällt das Opfer dem Täter und macht alles, um seine Gunst nicht zu verlieren. Oft überweist das Opfer dem Täter über einen längeren Zeitraum mehrere Geldbeträge.

„Love scamming“ ist noch immer ein Tabuthema in der heutigen Gesellschaft. Wie auch beim Thema „Enkeltrick“ ist es aber wichtig, darüber zu reden und im regen Austausch zu sein, weil man nur so aufmerksam bleibt und rechtzeitig gewarnt werden kann.

Ausführliche Informationen zu den verschiedensten Formen des „love scamming“ finden Sie unter: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/.

17 Enkeltrickversuche an einem Vormittag – eine aufmerksame Bankmitarbeiterin hat eine 93-jährige Dame vor dem Verlust von 30.000 Euro bewahrt

Am 04.10.2019 gab es im Bereich des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte insgesamt 17 Betrugsversuche durch die sogenannte „Enkeltrick“-Masche. In keinem Fall ist ein Schaden entstanden, da die meisten älteren Bürger den Betrug erkannt haben und nicht auf die Masche reingefallen sind. In einem Fall wurde der Betrug aber nur den Einsatz einer aufmerksamen Mitarbeiterin eines Neustrelitzer Geldinstitutes verhindert:

Am 04.10.2019 gegen 13:00 Uhr wurde die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg durch eine aufmerksame Mitarbeiterin informiert, dass eine ältere Dame in einem Neustrelitzer Geldinstitut einen sehr großen Bargeldbetrag abheben will, um einen Bekannten aus der finanziellen Not zu helfen. Die Beamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz haben daraufhin das Geldinstitut in der Strelitzer Straße aufgesucht und erfahren, dass eine 93-jährige Dame fast auf einen Betrüger reingefallen wäre. Die Dame hat am 04.10.2019 gegen 12:30 Uhr einen Telefonanruf von einer männlichen unbekannten Person erhalten, welcher sich als ihr Bekannter Ulli ausgab. Am Telefon gab er an, in Neubrandenburg ein Fahrzeug für die Tochter der Geschädigten kaufen zu wollen und dafür einen Geldbetrag von 30.000 Euro zu benötigen. Er sagte weiter, dass er unbedingt heute das Geld von ihr brauchen würde, weil er von seinem Konto derzeit kein Geld abholen kann. Am nächsten Tag würde er ihr das Geld sofort zurückzahlen. Dann bestellte er für die Dame ein Taxi, das sie zur Bankfiliale in Neustrelitz bringt, um den Geldbetrag von ihrem Konto abzuheben. Die 93-Jährige fuhr anschließend mit dem Taxi zur Filiale und versuchte das Geld abzuheben. Eine aufmerksame Mitarbeiterin wurde aber misstrauisch und informierte die Polizei.

Die Polizei möchte an dieser Stelle alle älteren Bürger loben, dass sie sich so vorbildlich verhalten und den Betrügern damit keine Chance gegeben haben. Zudem möchte sich die Polizei bedanken – insbesondere natürlich bei der hier genannten Bankangestellten, welche den finanziellen Schaden für die 93-jährige Dame verhindert hat! Die Polizei möchte sich aber auch bei den Bürger/innen bedanken, die regelmäßig mit ihren Eltern oder Großeltern Gespräche über die perfiden Maschen der Enkeltrick-Betrüger führen. Bitte warnen Sie ihre älteren Angehörigen weiterhin!

Falls Sie einen Beratungswunsch haben, stehen die Präventionsbeamten der Polizeiinspektion Neubrandenburg gerne zur Verfügung. Unter der Telefonnummer 0395 5582 5007 bekommen Sie weitere Informationen und den richtigen Ansprechpartner.

Vier Tatverdächtige nach Verdacht des Betruges als Spendensammler

Am Montag, 27.05.2019, gegen 14:40 Uhr wurde die Polizei in Neubrandenburg über eine vermeintliche Betrugsstraftat informiert. Die 82-jährige Geschädigte teilte den Beamten mit, dass sie gegen 14:00 Uhr einen Supermarkt in der Traberallee im Neubrandenburger Reitbahnviertel verließ und ihre Einkäufe im Fahrradkorb verstaute, als plötzlich eine südländisch aussehende Frau vor ihr stand. Die Frau hielt der Geschädigten einen A4-Zettel vor die Nase, auf welchem Stand, dass sie Spendengelder für den Gehörlosenverband sammelt. Auf der Spenderliste standen mögliche Beträge von 5 oder 10 Euro. Die Geschädigte sagte, dass sie 5 Euro geben möchte. Da sie nur einen 10 Euro-Schein hatte, übergab sie der fremden Frau diesen und bekam 4 Euro Kleingeld zurück.

Auf dem Heimweg wurde die Geschädigte misstrauisch und hinterfragte sich, wie die fremde Frau sie denn verstehen konnte (dass sie nur 5 Euro geben möchte), obwohl sie eigentlich taub ist. Die 82-jährige rief beim Behindertenverband an und fragte nach der Rechtmäßigkeit der Spendensammler, welche den Verdacht äußerten, dass sie Opfer eines Betruges wurde. Aus diesem Grund informierte die Geschädigte die Polizei.

Fast zeitgleich – und ohne Wissen der Kollegen – bemerkten zwei Beamte im Rahmen ihrer Streifentätigkeit in der Neustrelitzer Straße einen Audi mit bulgarischem Kennzeichen und beabsichtigten, dieses Fahrzeug zu kontrollieren. Die Beamten folgten dem Fahrzeug und stoppten das Fahrzeug auf einem Parkplatz in der Lindenstraße. In dem Fahrzeug saßen vier rumänische Staatsbürger (zwei Frauen und zwei Männer) im Alter von 19, 20, 23 und 25 Jahren. Eine Überprüfung der Insassen ergab, dass diese bereits mehrfach wegen Betrugsdelikten polizeilich bekannt sind und zwei Personen zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben sind. Während der Kontrolle hörten die Beamten über Funk, dass es zu einer Betrugsstraftat einer Spendensammlerin gekommen sein soll. Über Funk wurde ebenfalls eine Personenbeschreibung der Spendensammlerin durchgegeben, die exakt auf eine Insassin passte. Zudem fielen den Beamten mehrere Klemmbretter zwischen den Frontsitzen auf. Aus diesem Grund wurde das Fahrzeug durchsucht. Dabei wurden vier Klemmbretter, ca. 30 Blankospendenlisten und vier ausgefüllte und zerknüllte Spendenlisten aufgefunden, welche der Beifahrer versuchte, unter dem Sitz verschwinden zu lassen.

Da sich dadurch der Verdacht einer Betrugsstraftat ergeben hat, wurden die vier rumänischen Staatsbürger nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg vorläufig festgenommen, als Beschuldigte vernommen und nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen.

Die Polizei möchte daraufhin weisen, dass Sie sich bei vermeintlichen Spendensammlern einen Ausweis zeigen lassen sollten. Seriöse Vereine haben immer richtige Ausweisdokumente.

Betrüger erbeuten 20.000 EUR

Nachdem am Freitag einige „Enkeltrick-Versuche“ im Bereich Waren (Müritz) und Neubrandenburg misslangen, weil die älteren Menschen misstrauisch wurden, erbeuteten Betrüger dann am Nachmittag 20.000 EUR.

Eine angebliche Nichte rief eine 68-jährige Frau in einem Dorf in der Nähe von Woldegk an und bat um finanzielle Unterstützung beim Kauf einer Eigentumswohnung. Es wurden anschließend 20.000 EUR an eine schwarz bekleidete Frau mit
südländischem Aussehen übergeben.

ie Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg übernimmt die Ermittlungen in diesem Fall von organisierter Bandenkriminalität.

Trickbetrüge und spitzfindiger Taxifahrer

Ein Taxifahrer hat einen 87-Jährigen aus der Nähe von Torgelow vor einem Enkeltrick bewahrt. Das Opfer hatte sich bereits mit dem Taxi zur Bank begeben wollen, um „so viel wie möglich“ für seinen angeblichen Neffen abzuheben, der ein Haus ersteigern wolle. Der Taxifahrer machte ihm klar, dass man ihn betrügen wolle. Der Rentner ließ sich überzeugen und erstattete Anzeige.

Die Polizei dankt dem Taxifahrer, dass er sofort hellhörig wurde und genau richtig reagiert hat, indem er den Rentner warnte und letztlich vor finanziellem Schaden bewahrte!

Weniger Glück hatte ein 62 Jahre alter Mann aus einem Dorf südlich von Malchow. Er hat aufgrund eines (falschen) Gewinnversprechens fast 1000 Euro in Form von „Steam“-Karten erworben und die Codes am Telefon weitergegeben. Durch Familienmitglieder ist ihm bewusst geworden, dass er einem Betrug zum Opfer gefallen ist.

Sehr vorbildlich hat eine 79 Jahre alte Frau aus Sellin auf Rügen gehandelt: Sie wurde am Telefon von einem angeblichen Verwandten um mehr als 20.000 Euro gebeten. Sie legte auf und verständigte ihre Familie, um dann auch Anzeige zu erstatten.

Die Kriminalpolizeiinspektionen Neubrandenburg (für den Bereich Malchow) und Anklam (Torgelow und Sellin) haben die Ermittlungen aufgenommen.