Neubrandenburger Bauten der Nachkriegsmoderne – Was macht ein Bauwerk zu einem Denkmal?

Im Stadtarchiv am Neubrandenburger Marktplatz (Eingang Darrenstraße) dreht sich am 18. Februar um 19 Uhr alles um diese Frage. Anhand von verschiedenen Bauwerken der Nachkriegsmoderne erklärt Marie Mamerow von der Unteren Denkmalschutzbehörde solche Fachbegriffe und erläutert die Bedeutung von Denkmalschutz.

Bauwerke sind aussagekräftige Zeugnisse der Vergangenheit, sie prägen unsere Umgebung nachhaltig. Sie begleiten den Menschen als Gefährten über Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte. Diese Stadtgefährten sind unser architektonisches Erbe, es gilt, sie für die zukünftigen Generationen zu erhalten. Trotzdem scheiden sich an manchem Eintrag in der Denkmalliste die Geister. Ist vieles nicht doch einfach nur Beton?

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds „Stadtgefährten“ der Kulturstiftung des Bundes.

Polizei warnt vor dem sogenannten Cyber-Grooming – WhatsApp-Nachrichten mit kinderpornografischen Inhalten im Umlauf

Die Polizei möchte ausdrücklich vor einem vermehrten Aufkommen des sogenannten Cyber-Groomings warnen. Dabei wird insbesondere zu Kindern in sozialen Netzwerken zunächst ein Vertrauensverhältnis (das Grooming = vorbereiten) aufgebaut, welches schließlich dazu genutzt wird, an Aufnahmen mit teilweise kinderpornographischen Inhalten zu gelangen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg sind in den vergangenen Tagen vermehrt WhatsApp-Nachrichten mit sexuellem Hintergrund an Kinder verschickt worden. Nach unserem bisherigen Kenntnisstand sind die Betroffenen allesamt Mädchen im Alter zwischen zehn und elf Jahren. Sie wurden von unbekannten Tatverdächtigen, die sich teils als angeblich weibliche, 18 Jahre alte Person ausgaben, aufgefordert, Nacktbilder und Videos von sich zu verschicken.

Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang eindringlich an die Eltern und andere Familienangehörige: Sprechen Sie mit Kindern über diese Masche. Machen Sie Kindern und Jugendlichen klar, dass sie niemals auf solche Nachrichten reagieren und sich nicht unter Druck setzen lassen sollten. Erklären Sie Ihren Kindern, wie rasend schnell sich Bilder in Netzwerken verbreiten. Ihre Kinder sollten niemals (Nackt-)Bilder von sich selbst oder Freunden machen und diese womöglich noch verschicken – auch nicht an ihnen bekannte Personen. Oft sind sich Kinder der Tragweite ihres Handelns gar nicht bewusst.

Reden Sie mit Kindern auch über eine mögliche Beeinflussung durch die Zugehörigkeit zu „WhatsApp-Freundesgruppen“. Hierbei besteht die Gefahr, dass ein „realer“ Freund auf die Aufforderungen eingeht und seine „Gruppe“ auffordert, ebenfalls „mitzumachen“. Wer eine wie oben beschriebene Aufforderung auf dem Handy bekommen hat, braucht keine Scham zu haben. Im Gegenteil: Betroffene sollten sich unbedingt an die Eltern oder andere erwachsene Vertrauenspersonen wenden und diese über entsprechende Nachrichten informieren. Nacktbilder von Kindern zu fordern ist strafbar! Einschlägig dazu ist der § 176 (4) StGB – Sexueller Missbrauch von Kindern. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

Helfen Sie Ihren Kindern, indem Sie die richtigen Einstellungen bei WhatsApp vornehmen. Verbergen Sie die Profilinformationen für unbestätigte Nutzer. Sollte Ihnen ein Profil nicht geheuer erscheinen, blockieren Sie es! Sie können Nutzer auch melden. Tippen Sie dazu auf den Nutzer-Namen, scrollen Sie ganz hinunter und gehen Sie auf „Kontakt melden“. Nähere Informationen und Tipps gibt es unter www.klicksafe.de

Gleichzeitig macht die Polizei darauf aufmerksam, dass der Nachrichtendienst WhatsApp selbst im Zuge der neuen EU-Datenschutzverordnung das Mindestalter für seine Nutzer auf 16 Jahre angehoben hat.

„#GemeinsamBilden“-Partner vereinbaren engere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Schule für die jungen Menschen aus der Region

Rund 230 Vertreter aus den Ausbildungsbetrieben, den Schulen und Institutionen der allgemeinen und beruflichen Bildung aus der Region der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern haben Donnerstag Nachmittag (8. November) die Neubrandenburger Vereinbarung – 10 Verabredungen zur Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen – geschlossen. Unter dem Titel „#GemeinsamBilden“ sieht sie unter anderem eine frühzeitigere und zielgerichtetere Zusammenarbeit zwischen den Partnern vor, damit der Übergang von Schule in Ausbildung oder Studium noch besser gelingen kann. Außerdem zielt die Vereinbarung darauf ab, Lernortkooperationen zwischen Betrieben und Berufsschulen kontinuierlich zu verbessern und neue Wege in der Berufsorientierung und Berufsausbildung, vor allem im digitalen Bereich, gemeinschaftlich voranzutreiben.

„Damit unsere Wirtschaft auch weiterhin auf Erfolgskurs bleiben kann, ist es gerade heute wichtiger denn je, junge Menschen über die Möglichkeiten und Perspektiven des beruflichen Bildungssystems aufzuklären. Aus gutem Grund: In einer aktuellen Umfrage zur Aus- und Weiterbildungssituation sagen uns die befragten Unternehmer, dass die unklaren Vorstellungen von ihrem Ausbildungsberuf bei den Schulabgängern das größte Ausbildungshemmnis ist. Hier müssen wir dringend mit mehr praxisorientierten Angeboten ansetzten – und wie diese aussehen könnten, dazu hat uns der heutige Tag erste Erkenntnisse und Ansatzpunkte geliefert“, lautete das Fazit von IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank am Ende des ersten gemeinsamen Kongresses „#GemeinsamBilden“ von IHK und Bildungsministerium im Neubrandenburger Haus der Kultur und Bildung (HKB).

Im Mittelpunkt des Kongresses konnten die Ausbildungsbetriebe, die allgemeinbildenden und Beruflichen Schulen im östlichen Mecklenburg-Vorpommern Kooperationsmöglichkeiten ausloten und bestenfalls auch gleich besiegeln. Von Seiten der Unternehmen gab es im Vorfeld 640 Einzelangebote an die Schulen und von den Schulen rund 230 Gesuche an Unternehmen.

Lehrer und Künstler gesucht!

Die Aktionswoche Kulturelle Bildung gibt Künstlerinnen und Künstlern in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, in Schulkooperationen neue Projekte anzustoßen.

„Wir helfen beim Verkuppeln“, fasst Christoph Martin Schmidt seinen Job zusammen. Der Koordinator der Fachstelle Kulturelle Bildung M-V will mit den vier Marktplätzen Schulen in die Zusammenarbeit mit Künstlern ihrer Region führen. „Für die Lehrer ist es schwierig, neben ihrem Arbeitsalltag in der Schule die richtigen Kooperationspartner zu finden – sowohl für außerschulische Veranstaltungen als auch für Projekte innerhalb des Unterrichts“, erklärt Christoph Martin Schmidt. „Das Organisieren braucht viel Zeit. Deshalb ist es sinnvoll, die Kompetenzen unserer Fachstelle für die Vermittlung zu nutzen.“
Koordinator Thomas Fehling ergänzt: „Die Schüler bekommen durch die Begegnungen mit Künstlern die Chance, selbst mit Musikern zu musizieren, mit Schriftstellern zu schreiben, mit Malern zu malen oder sich gar mit Bildhauern an Plastiken zu wagen. Selbstverständlich könnte man auch ganz andere Kulturideen umsetzen.“

Genau das will die „Aktionswoche Kulturelle Bildung“ vom 26. bis 29. November 2018 erreichen. Für die Organisation der Veranstaltungen hat die Fachstelle für Kulturelle Bildung M-V regionale Ansprechpartner gefunden, die sich mit den Besonderheiten ihrer Region auskennen. Sie organisieren jeweils an ihrem Standort den Marktplatz Kultur und Schule in M-V, auf dem Lehrer mit Künstlern zusammentreffen und erste Ideen für gemeinsame Projekte erörtern sollen. „Angesprochen sind dabei dabei ausnahmslos allen Sparten“, sagt Christoph Martin Schmidt. „Museen und Bibliotheken sind ebenso eingeladen wie Musiker, Filmemacher, Schriftsteller, Schauspieler oder bildende Künstler.“

Kulturministerin Birgit Hesse betont, wie wichtig es sei, dass man zum Lehren und Lernen das Klassenzimmer auch verlässt: „Hier in M-V lohnt sich der Schritt vor die Schultore, denn unser Land ist voll mit kulturellem Leben und Angeboten Kultureller Bildung.“

Das Kultusministerium in Schwerin hat auch die Preisgelder zur Verfügung gestellt, die bei den Marktplätzen vergeben werden: 1000 Euro gibt es auf jedem der vier Marktplätze für die beste Absichtserklärung für ein gemeinsames Projekt zwischen Schülern und Künstlern. Das Geld soll natürlich dazu verwendet werden, diesen Ideen auch Taten folgen zu lassen. Außerdem gibt es einen Sonderpreis in Höhe von 2000 Euro, der unter den Kooperationsideen aller vier Marktplätze vergeben wird. „Selbstverständlich sind wir auch auf alle anderen Projektideen gespannt, die durch die Gesprächen entstehen könnten“, sagt Thomas Fehling. „Es gibt ja abgesehen von den Preisgeldern auch noch andere Fördermöglichkeiten.“

Im Rahmen der Aktionswoche stellt die Fachstelle für Kulturelle Bildung M-V weitere Möglichkeiten der Vernetzung von Schule und Kulturschaffenden vor – vom Online-Kultur-Atlas über das Landesprojekt KULTUR.LAND.SCHULE. bis zum Bundesförderprogramm „Kultur macht stark“ für den Ganztagsbereich. An allen Orten wird zudem in der Zeit von 10:00 – 13:00 eine individuelle Förderberatung zum Programm „Kultur macht stark“ angeboten. Um ein persönliches Gespräch zu vereinbaren, bittet die Fachstelle um Anmeldung unter schmidt@kubi-mv.de.

Mehr Informationen und ein Online-Anmeldeformular gibt es unter www.kubi-mv.de

Termine der Aktionswoche Kulturelle Bildung:
Marktplatz Kultur und Schule im Landratsamt Parchim am 26. November 2018 ab 14 Uhr
Marktplatz Kultur und Schule im Kulturhaus Teterow am 27. November 2018 ab 14 Uhr
Marktplatz Kultur und Schule im Kunsthaus Neustrelitz am 28. November 2018 ab 14 Uhr
Marktplatz Kultur und Schule im Bibelzentrum Barth am 29. November 2018 ab 14 Uhr

Workshop: Gut vorbereitet ins Assessmentcenter!

(Sorry, wenn ich meine Leser hier mal duze, aber der Originaltext war so geschrieben, vermutlich zielgruppendefiniert. – Red.)

Du willst dich für einen Ausbildungsplatz bewerben? Oder du wurdest schon zu einem Auswahl- oder Eignungstest eingeladen? Glückwunsch! Damit wäre die erste Hürde genommen: Deine Bewerbung ist gut angekommen, das Unternehmen hat Interesse an dir.

Jetzt heißt es, auch im Assessment-Center zu überzeugen. Hier warten eine Menge Aufgaben auf dich: vom Rollenspiel bis zur Selbstpräsentation. Und nur wer gut vorbereitet ist, besteht die Situation mit Bravour.

Nutze deine Chance! Melde dich zum kostenlosen Vorbereitungsseminar der Neubrandenburger Arbeitsagentur an.

Wann: Donnerstag, 01. November von 9 bis 14 Uhr
Wo: Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Neubrandenburg, Ponyweg 37, 17034 Neubrandenburg

Da nur eine begrenzte Anzahl an Teilnehmerplätzen zur Verfügung steht, ist eine Voranmeldung bis zum 30. Oktober erforderlich: Telefonisch unter 0395 766-1500 oder per E-Mail neubrandenburg.biz@arbeitsagentur.de

„PowerKauer auf Gemüsejagd“

Äpfel aus Chile, neuseeländische Kiwis, Kartoffeln aus Ägypten – weit gereiste Lebensmittel sind heute an der Tagesordnung. Selbst Lebensmittel, die auch in Deutschland wachsen, werden quer durch Europa transportiert. Da ist es nicht verwunderlich, dass Kinder heimisches Obst- und Gemüse oft nicht mehr kennen.

Pia und Otto, Schüler einer 3. Klasse, würfeln sich eifrig mit ihren Klassenkameraden durch das Jahreszeitenspiel „PowerKauer – auf Gemüsejagd“ und stoßen dabei auf viele Fragen zu heimischen und exotischen Obst- und Gemüsearten, die es zu beantworten gilt: Wie lange ist eine Kiwi aus Neuseeland unterwegs, bis sie bei uns im Supermarkt liegt? In welchen Ländern wachsen Avocados? Wann werden Kartoffeln geerntet?

Eine Weltkarte, auf der die wichtigsten Anbaugebiete bekannter Obst und Gemüsearten verzeichnet sind, hilft bei der Beantwortung der Fragen. Wichtig ist nicht nur, die richtigen Antworten parat zu haben – Aktionskarten fordern die Spieler darüber hinaus zu sportlichen Einlagen und Rätselaufgaben auf. Nach dem Spiel dürfen die Kinder das gesammelte Obst und Gemüse zusammen verzehren.

Die Veranstaltung Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern e. V. dauert 2 Unterrichtsstunden und kostet 40,- Euro. Dieses Angebot ist auch für Hortkinder oder für Kinder in den Jugendtreffs geeignet. Anmeldungen unter: 0381/208 70 17, Projekt Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern, Ansprechpartnerin ist Frau Rasch.

Zwischen Smomby und Sozialtod – Medienaktiv M-V tagt heute in Neubrandenburg

Am Donnerstag, den 18. Oktober 2018, fand im Landratsamt des Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg die jährliche Herbsttagung des Netzwerkes Medienaktiv M-V statt. Unter dem Thema „digital • sucht • kompetenz“ wird ein praktischer Überblick zum gelingenden Einsatz von digitalen Anwendungen im pädagogischen Umfeld gegeben.

Thomas Müller, Dezernat IV und 2. Stellvertreter des Landrates, betonte in seiner Begrüßung „die hohe Professionalität des Netzwerkes Medienaktiv M-V“ und zeigte sich erfreut über die Veranstaltung in der Landkreisverwaltung Neubrandenburg. Bezugnehmend auf die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung mahnte er einen „kritischen Blick und Umgang mit ständig verfügbaren und aktualisierten Informationen moderner Nachrichten- und Kommunikationskanäle“ an.

Birgit Grämke von der Landeskoordinierungstelle für Suchtthemen M-V e.V. beschrieb in ihrer Keynote „Zwischen Smomby und Sozialtod“ den schwierigen Spagat zwischen Chancen und Sucht bei der Nutzung digitaler Endgeräte und die verschiedenen gesellschaftskulturellen und wissenschaftlichen Auffassungen zu deren Nutzung: „Jede Generation hat ihre Form der Kommunikation. Durch die neuen digitalen Medien hat sich das kommunikative Handeln verändert, nicht nur bei Kindern und Jugendlichen. Das sollten wir akzeptieren. Wichtig ist nun aufzuzeigen, wie man sich sicher in diesen digitalen Räumen bewegt.“

Dieser Aufforderung wurde und wird in den darauffolgenden Praxis-Workshops zu den Bereichen „Medienkompetenz“, „Sicherheit“, „Mediensucht“ und „Digitaler Unterricht“ nachgegangen.

Das landesweite Netzwerk Medienaktiv M-V macht die Vielfalt der Medienangebote in Mecklenburg-Vorpommern wahrnehmbarer. Es berät Politik und Medienwirtschaft bei der Gestaltung der Medienlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern, greift effektiv aktuelle Entwicklungen der Medien auf und regt zum gemeinsamen Handeln an. Dabei stehen die Medienkompetenz-Förderung und der Medienschutz für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren im Mittelpunkt.

Weitere Informationen auf: medienkompetenz-in-mv.de/medienaktiv/medienaktiv-m-v.html

Foto: René Dettmann