Besonderer Ermittlungserfolg im Drogenmilieu

Rund 4,5 Kilogramm Marihuana, 800 Gramm Haschisch, 57 noch übrig gebliebene Pflanzen und mehr als 200 Ecstasy-Pillen: Donnerstag, 17.10.2019, haben die Drogenfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg nach mehr als einem halben Jahr Ermittlungsarbeit einen besonderen Erfolg erzielt. In Neubrandenburg haben insgesamt 40 Beamte fünf Wohnungen durchsucht und dabei neben den erwähnten Drogen auch mehrere zehntausend Euro Bargeld beschlagnahmt sowie drei Tatverdächtige (zwei im Alter von 32, einer im Alter von 21 Jahren) festgenommen.

Den gesamten Donnerstag waren die Kräfte in den Stadtteilen „Ihlenfelder Vorstadt“, „Katharinenviertel“, „Vogelviertel“ und „Reitbahnviertel“ im Einsatz. Dabei wurden auch etliche bereits abgeerntete Töpfe der Großplantagen sichergestellt. Nach derzeitigen Kenntnissen wurden zwei der fünf durchsuchten Wohnungen ausschließlich zum Drogenanbau genutzt.

Während der Durchsuchungsmaßnahmen zeigte einer der beiden 32-jährigen Tatverdächtigen körperliches Unwohlbefinden, weswegen er ins Klinikum eingeliefert wurde und dort zunächst bis zum Abend mit Polizeibewachung verblieb. Nach der ärztlichen Bescheinigung seiner Gewahrsamstauglichkeit wurde er in eine Haftanstalt überführt. Auch die beiden anderen Tatverdächtigen befinden sich aktuell in Gewahrsam. Alle drei werden noch heute dem zuständigen Haftrichter vorgeführt.

Im Zuge der Maßnahmen wurde ein Ermittler leicht verletzt. Gegen die drei Männer aus Neubrandenburg wird unter anderem wegen gewerbsmäßigem Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ermittelt.

Widerstand gegen Polizeibeamte nach einem Einsatz wegen Häuslicher Gewalt und versuchtem Suizid

Am Montag, 14.10.2019, gegen 14:35 Uhr wurden die Polizeibeamten des Polizeireviers Malchin zu einer häuslichen Gewalt in Altentreptow gerufen. Hier kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ehemaligen Lebenspartnern, bei welcher die 22-jährige Geschädigte durch ihren Ex-Partner körperlich angegriffen wurde. Der 20-jährige Beschuldigte äußerte anschließend gegenüber seiner Ex-Partnerin Suizidabsichten und verließ vor Eintreffen der Beamten die Wohnung. Anschließend begab sich der 20-Jährige zum Bahnübergang Teetzlebener Straße in Altentreptow und wollte sich augenscheinlich das Leben nehmen. Eine couragierte Passantin konnte ihn durch ein Gespräch daran hindern, sich auf die Gleise zu legen.

Der Tatverdächtige konnte durch die eingesetzten Polizeibeamten in der Nähe der Gleise festgestellt werden. Er leistete aktiven Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen, so dass er zu Boden gebracht, fixiert und anschließend gefesselt werden musste. Während der Verbringung zum Funkstreifenwagen beleidigte der 20-Jährige die Beamten mehrfach und verletzte einen Polizisten mit einem Kopfstoß ins Gesicht. Zudem beschädigte er durch mehrere Fußtritte eine hintere Seitenscheibe des Funkwagens.

Da der 20-jährige Tatverdächtige Suizidabsichten äußerte und augenscheinlich unter Alkohol- und Betäubungsmitteleinfluss stand, wurde ein Notarzt angefordert. Anschließend wurde er mit dem Rettungswagen in Klinikum Neubrandenburg verbracht.

Gegen den 20-jährigen wird nun wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidung und Sachbeschädigung ermittelt. Während des Einsatzes wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Sie waren aber beide weiterhin dienstfähig.

22-Jähriger aus Neubrandenburg übt Selbstjustiz

Am Sonnabend, 12.10.2019, um 23:45 Uhr, kam es zu einem strafrechtlich relevanten Sachverhalt im Drogenmilieu Neubrandenburgs. Im Rahmen der Selbstjustiz hatte der 22-jährige Tatverdächtige aus Neubrandenburg die Absicht den 20-jährigen Geschädigten bezüglich seiner Drogenverkäufe an Kinder und Jugendliche zur Rechenschaft zu ziehen.

Aus diesem Grund suchte er gemeinsam mit seiner 19-jährigen Freundin die Wohnung des mutmaßlichen Dealers auf und bedrohte ihn zunächst mit einem Schlagstock vor dem Haus. Anschließend verschaffte er sich gewaltsam Zugang zur Wohnung und durchsuchte dort alles. Die Tür wurde durch den 22-jährigen Tatverdächtigen eingetreten, während zwei unbeteiligte Zeugen sich in der Wohnung des Geschädigten befanden.

Die Beamten konnten die ‚Einbrecher‘ noch vor Ort stellen. Eine fahndungsmäßige Überprüfung der beiden Täter ergab, dass gegen den 22-Jährigen zwei Haftbefehle erlassen wurden. Er wurde hierauf festgenommen, um die Zuführung in die JVA zu gewährleisten. Gegen ihn und seine 19-jährige Mittäterin wurde Strafanzeige erstattet.

Aber auch gegen den 20-jährigen Geschädigten wurde eine Strafanzeige gefertigt, da die eingesetzten Beamten bei der Besichtigung der Wohnung in dieser geringe Mengen an Betäubungsmittel feststellten. Diese wurden sichergestellt.

Verfolgungsfahrt mit der Polizei endet mit Verkehrsunfall und Führerscheinentzug

Ein 26-jähriger Fahrzeugführer eines Personenkraftwagens lieferte sich in den späten Abendstunden des Montag, 23.09.2019, eine wilde Verfolgungsfahrt mit einem Streifenwagen des PR Friedland und einem
weiteren Streifenwagen des PHR Neubrandenburg.

Das Fahrzeug des 26-Jährigen, in dem sich noch eine 17-jährige weibliche und eine 23- jährige männliche Person befanden, war einer Streifenwagenbesatzung auf der Demminer Straße mit Fahrtrichtung Stadtzentrum mit augenscheinlich überhöhter Geschwindigkeit aufgefallen. Anhalteversuchen der Streifenwagenbesatzung mittels Anhaltesignal und eingeschalteten Sondersignal entzog sich der Fahrzeugführer durch eine Flucht ins Neubrandenburger Reitbahnviertel.

Mit Geschwindigkeiten von 140 bis 160 Stundenkilometern setzte der Fahrzeugführer seine Flucht über die Demminer Straße weiter auf der L35 bis Neddemin und von dort weiter auf der L28 in Richtung Brunn fort.

Bei dieser Fahrt missachtete der Fahrzeugführer an passierten Lichtzeichenanlagen bei Rotlicht das Haltegebot und missachtete fortgesetzt die gegeben Haltesignale des verfolgenden Funkstreifenwagens.

Beim Abbiegen von der L28 in Richtung Rossow und einem sich anschließenden Wendemanöver konnte der Funkstreifenwagen sich vor das
flüchtende Fahrzeug setzen. Der Fahrzeugführer rammte schließlich denFunkstreifenwagen. Bei einem weiteren Wendeversuch konnte durch den Funkstreifenwagen und einen weiteren zwischenzeitlich eingetroffenen Funkstreifenwagen das PHR Neubrandenburg eine Weiterfahrt des
Fahrzeugführers verhindert und selbiger mit einfacher körperlicher Gewalt aus dem PKW gezogen werden.

Ein durchgeführter Atemalkoholtest bei dem 26-jährigen Fahrzeugführer ergab schließlich einen Atemalkoholwert von 0,93 Promille. Bedingt durch eine Spontanaussage zu einem vorausgegangen Betäubungsmittel-Konsum besteht zudem der Verdacht des Fahrens unter BtM-Einwirkung. Es erfolgte eine Blutprobenentnahme und eine Strafanzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung gegen den Fahrzeugführer. Der Führerschein
wurde sichergestellt. Es entstand an beiden Fahrzeugen ein Sachschaden von 3.500,00 Euro. Personen wurden nicht verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Nach den vorliegenden Erkenntnissen gefährdete der Fahrzeugführer nicht nur sich, seine Fahrzeuginsassen und die verfolgenden Polizeibeamten sondern auch zufällig auf der Fluchtstrecke im Gegenverkehr befindliche Fahrzeuge. Die Polizei bittet diese Fahrzeugführer sich bei der Polizei in Friedland unter der Telefonnummer 039601 300224 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle optional über die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de zu melden.

Diebstahl einer Handtasche aus Pkw – Geschädigte stellen Täter durch Ortungs-App

Am Dienstag,17.09.2019, gegen 17:40 Uhr meldete eine Geschädigte der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, dass ein unbekannter Täter in der Johannesstraße in Neubrandenburg die Scheibe ihres Pkw eingeschlagen und ihre Handtasche aus dem Pkw entwendet hat.

Die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg begaben sich daraufhin zur Anzeigenaufnahme zum Einsatzort. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Seitenscheibe der Beifahrertür des parkenden Pkw VW Passat zerstört und die auf dem Beifahrersitz liegende Handtasche mit darin befindlichem Portemonnaie mit 10EUR Bargeld, persönlichen Dokumenten und einem I-Phone entwendet. Der Gesamtschaden wurde auf ca. 700,- EUR geschätzt.

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17 Cannabispflanzen nach Zeugenhinweis auf Privatgrundstück sichergestellt

Am Nachmittag des 23.08.2019 wurde der Polizei mitgeteilt, dass auf einem Grundstück in Friedland mehrere Cannabispflanzen gesehen wurden. Bei der Inaugenscheinnahme des Grundstückes durch die Beamten des Polizeireviers Friedland bestätigte sich der Sachverhalt.

Es folgte die Durchsuchung des besagten Grundstückes, wobei die Beamten insgesamt 17 Cannabispflanzen sicherstellen konnten. Die Pflanzen waren unterschiedlicher Größe – bis zu 3 Meter groß. Bei der anschließenden Durchsuchung der Räumlichkeiten des 28-jährigen Tatverdächtigen wurden keine weiteren Betäubungsmittel festgestellt.

Die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle Friedland aufgenommen. Der 28-Jährige ist zuvor noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Betäubungsmittel im Wert von über 14.000 EUR festgestellt

Bei mehreren Durchsuchungen stellten Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg eine Vielzahl von Betäubungsmitteln sicher.

Am Dienstag, 06.08.19, wurde die Wohnung eines 40-jährigen Beschuldigten in Stavenhagen durchsucht. Im Einsatz waren hier vier Beamte und ein Rauschgiftspürhund. Die Durchsuchung fand im Rahmen eines umfangreichen Verfahrens wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln statt. Die Beamten konnten Rauschgift auffinden und beschlagnahmen. Die Maßnahme steht in Zusammenhang mit den Durchsuchungen, welche am 31.07.19 in Stavenhagen stattfanden.

Unabhängig von dem Sachverhalt in der Reuterstadt wurden am heutigen Tage (08.08.19) im Rahmen eines anderen Komplexverfahrens wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in Neubrandenburg und Burg Stargard zeitgleich vier Wohnungen durchsucht. In Neubrandenburg fanden die Durchsuchungen bei einer 26-jährigen Frau und zwei Männern (30 und 36 Jahre alt) in den Stadtteilen Ihlenfelder Vorstadt und Datzeberg statt. In Burg Stargard wurde die Wohnung eines 28-jährigen Tatverdächtigen durchsucht. Heute waren zehn Beamte mit drei Rauschgiftspürhunden im Einsatz.

Bei einer heutigen Durchsuchungsmaßnahme in Neubrandenburg mussten die Ermittler einen Klempner hinzuziehen. Ein Tatverdächtiger hatte versucht, Beweismittel über die Toilette zu vernichten. Im Abflussrohr fanden die Ermittler schließlich etwa 100 g Amphetamine auf.

Insgesamt wurden bei den fünf Durchsuchungen nach bisherigen Erkenntnissen über 1 kg Amphetamine, etwa 20 g Kokain und mehrere Gramm Neue psychoaktive Substanzen (NPS) beschlagnahmt. Die Stoffe müssen jedoch noch über das LKA getestet und gerichtsfest bestimmt werden. Darüber hinaus wurden durch die Beamten etwa 700 g Substanzen sichergestellt, bei denen es sich vermutlich um sogenannte Selbstlaborate handelt. Auch diese müssen noch durch das LKA bestimmt werden.

Aussagen dazu, wieviel und welche Substanzen in welcher Wohnung aufgefunden wurden, können aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht werden. Die beschlagnahmten Betäubungsmittel haben einen Wert von etwa 14.000 EUR. Die Ermittlungen gegen die fünf Tatverdächtigen dauern an.