China auf dem Weg zur wirtschaftlichen Supermacht

In den Medien werden sowohl die sogenannte neue chinesische Seidenstraße, für die es verschiedene englische Akronyme wie OBOR (one belt, one road) oder BRI (belt and road initiative) gibt, als auch die strategische Rivalität zwischen den USA und China zunehmend thematisiert. Dazu kommen inzwischen zahlreiche Berichte über eine Systemkonkurrenz mit Verweis auf subventionierte chinesische Monopole und eine reportierte flächendeckende Überwachung (Stichwort Punktesystem).

Tatsächlich fühlen sich insbesondere die USA durch die im Jahre 2015 offiziell verkündete Strategie „Made in China 2025“ als Weltmacht ökonomisch wie politisch herausgefordert. Dies findet seinen letzten öffentlich sichtbaren Niederschlag in den im Jahre 2019 verhängten US-amerikanischen Strafzöllen gegenüber chinesischen Exporten sowie insbesondere der amerikanische ZTE- und Huawei-Boykott. Medial weniger thematisiert wird das sogenannte 16 + 1 Format, in dem China bilaterale Verhandlungen mit kleinen ost- und mitteleuropäischen Staaten führt, wobei dieses erstens einen Teil einer chinesischen wirtschaftlich-politischen Globalstrategie darstellt und zweitens für uns bzw. die EU relevant in dem Sinne ist, dass China (im Gegensatz zu Russland) bei der EU praktisch mit am Tisch sitzt. Europa ist für China sowohl Partner, strategischer Rivale als auch in gefühlter Sandwichposition zwischen den USA und China.

Am 25. Juni wird Prof. Dr. Dr. h.c. Dirk Linowski, der seit 2004 „Distinguished Guest Professor“ (auf Deutsch: Dauerhafter Gastprofessor) an der Shanghai Normal University ist, zu diesem Thema an der Volkshochschule Neubrandenburg referieren. Die Europäische Akademie M-V lädt herzlich zu diesem Vortrag und der anschließenden Diskussion ein. Bitte melden Sie sich unter luebeck@freiheit.org an. In Zusammenarbeit mit: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Länderbüro Norddeutschland und VHS Neubrandenburg