Echt jetzt? Neue Runde von Dschungelcamp, Bachelor, DSDS & Co. gestartet

Was ist bei Reality- und Casting-Shows für Kinder problematisch? Was können Eltern machen?

Zickenkriege, Ekelprüfungen und jede Menge schräge Typen. Wie immer beginnt das Fernsehjahr mit Reality- und Casting-Formaten, die wieder für Diskussionen und Einschaltquoten sorgen: Am heutigen Freitag geht die 13. Staffel von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“, besser bekannt als „Dschungelcamp“ an den Start. „Der Bachelor“ und „Deutschland sucht den Superstar“ laufen bereits. „Germany‘s next Topmodel“ schickt ab 7. Februar die Mädchen wieder über den Laufsteg.

Was alle Sendungen gemeinsam haben: die Frage nach dem, was echt und was inszeniert ist. Selbst Erwachsene können oft nicht durchschauen, was an einer „Dschungelprüfung“ real ist oder ob ein Streit zwischen Kandidaten manipuliert wurde. Jüngere Zuschauer dürften damit noch größere Schwierigkeiten haben. Und gerade bei denen erfreuen sich Reality-Sendungen nach wie vor großer Beliebtheit. Späte Ausstrahlungstermine im Fernsehen können nicht immer verhindern, dass Kinder zusehen. Vieles ist über Mediatheken, begleitende Angebote im Internet oder Apps abrufbar. Die umfangreiche Berichterstattung auf Social-Media-Plattformen, im Fernsehen, in Printmedien oder im Internet macht Kinder neugierig. Sie wollen auch mitreden, wenn die neuesten Peinlichkeiten und Ekelbilder am Schulhof diskutiert werden.

Viele Eltern sind unsicher, wie sie mit diesen polarisierenden Sendungen umgehen sollen. FLIMMO gibt einen Überblick und zeigt auf, was an den unterschiedlichen Sendungen problematisch ist. Im Dschungelcamp etwa stehen häufig Streitereien, intime Geständnisse oder ekelige Prüfungen im Mittelpunkt. Bei Deutschland sucht den Superstar werden zum Beispiel Kandidaten oft zur Unterhaltung der Zuschauer bloßgestellt und lächerlich gemacht. In Der Bachelor und bei Germany‘s next Topmodel wird ein fragwürdiges Frauenbild vermittelt.

Mehr zu den einzelnen Sendungen sowie Tipps für Eltern zum Umgang damit unter www.flimmo.tv.

FLIMMO-Weihnachtsspecial jetzt online – TV-Highlights und Streaming-Tipps für Kinder und die ganze Familie

Weihnachtszeit ist Familienzeit und die verbringen Groß und Klein auch gerne zusammen vor dem Bildschirm. Ob Weihnachtsklassiker oder Filmpremieren, das Angebot rund um die Feiertage ist verlockend groß und unüberschaubar. Um Eltern die Auswahl zu erleichtern, hat FLIMMO in einem Online-Special Sehenswertes im Fernsehen und auf Streaming-Portalen zusammengestellt. Für jedes Alter ist etwas dabei. Da aber nicht alles für Kinder in Frage kommt, weist FLIMMO auch darauf hin, was sie lieber nicht sehen sollten.

Märchen, Animationen oder Klassiker aus der eigenen Kindheit: Was eignet sich für welches Alter? Bei Kindern zwischen drei und sechs Jahren kommen kurze Geschichten über Freundschaft und Zusammenhalt gut an. Fantastische und märchenhafte Abenteuer finden bei Grundschulkindern großen Anklang. Für Ältere darf es mit Magie und ungewöhnlichen Helden schon richtig spannend werden. Geschichten mit originellen Figuren und witzigen Dialogen versprechen Unterhaltung für die ganze Familie und bieten im Anschluss Gesprächsstoff zwischen Groß und Klein.

Für Diskussionen können in diesen Tagen auch Mediengeschenke sorgen, die bei vielen Kindern ganz oben auf der Wunschliste stehen. Wie lange darf das neue (Kinder-)Tablet genutzt werden? Welche Spiele kommen auf die Konsole? Was beim Umgang mit Mediengeschenken beachtet werden sollte und weitere Tipps zur Medienerziehung finden Eltern unter www.flimmo.tv/weihnachten

„TV für Alle“ verbessert Auffindbarkeit von barrierefreien TV-Angeboten

Der gemeinnützige Berliner Verein Sozialhelden startet in Kooperation mit den Medienanstalten, ARD, ZDF und dem VAUNET das Inklusionsprojekt „TV für Alle“. Die neue Website www.tvfueralle.de zeigt im elektronischen Programmführer eine Übersicht der barrierefreien TV-Angebote in Deutschland. „TV für Alle“ erleichtert so das Suchen und Finden von TV-Sendungen mit Untertiteln und Audiodeskription. In einem weiteren Ausbauschritt soll zu online verfügbaren TV-Angeboten in deutscher Gebärdensprache verlinkt werden.

  • Menschen mit Behinderungen nutzen laut Studie überwiegend das Fernsehen als Mittel der Teilhabe
  • Medienanstalten, ARD, ZDF und VAUNET unterstützen neues Sozial-helden-Projekt „TV für Alle“ zum vereinfachten Finden barrierefreier TV-Angebote im deutschen Fernsehen

Menschen mit Behinderungen nutzen für ihre mediale Information und Unterhaltung überwiegend das Fernsehen. Laut einer Studie zum Mediennutzungsverhalten von Menschen mit Behinderungen im Auftrag der Medienanstalten und der Aktion Mensch ist das Fernsehen deren Hauptmedium für die gesellschaftliche Teilhabe. Neben Informationen und Nachrichten werden auch Unterhaltungs- und Service-Sendungen gerne angeschaut, um „mitreden” und teilhaben zu können.

Bereits heute sind zahlreiche Sendungen des deutschen Fernsehens in barrierefreier Fassung verfügbar. Mit der neuen digitalen und barrierefreien Programmzeitschrift „TV für Alle“ können die Nutzerinnen und Nutzer unter www.tvfueralle.de die Senderübersicht nach barrierefreien TV-Angeboten für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen filtern.
„Aktuelle Fernsehzeitschriften haben zwar oft einen kleinen Hinweis, ob es zu der Sendung Untertitel oder Audiodeskriptionen gibt, aber eine kompakte und filterbare Abbildung zu diesen Angeboten bestand bisher leider nicht”, erklärt Sozialhelden-Vorstand und „TV für Alle“-Projektleiter Raul Krauthausen.
Das Auffinden von mit Audiodeskriptionen oder Untertiteln versehenen Sendungen wird mit „TV für Alle“ künftig stark vereinfacht. Informatio-nen zu TV-Angeboten in deutscher Gebärdensprache sollen bald folgen.

„Oft werden Inhalte in Gebärdensprache erst nach Ausstrahlung im Fernsehen in einer Gebärdensprachfassung in die Mediatheken der Sender eingestellt. Eine entsprechende Verlinkung auf diese Inhalte wollen wir in einer weiteren Ausbaustufe von „TV für Alle“ vornehmen”, erklärt Raul Krauthausen. Besonders stolz ist der Inklusions-Aktivist da-rauf, dass das Projekt unter der Moderation der Medienanstalten so-wohl vom öffentlich-rechtlichen als auch vom privatem Rundfunk sowie den Medienanstalten unterstützt wird.

Die Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten Cornelia Holsten: „Die Medienanstalten engagieren sich schon lange im Bereich Barrierefreiheit und mediale Teilhabe. Unsere Studie gemein-sam mit Aktion Mensch hat gezeigt, dass es nach wie vor große Defizite bei der Auffindbarkeit von barrierefreien Angeboten gibt. Daher war es uns auch so wichtig, für die Ermöglichung des Projekts „TV für Alle“ ARD, ZDF und VAUNET zusammenzutrommeln. Meine Hoffnung ist, dass die digitale Programmzeitschrift ein gelungenes Best Practice wird, da-mit zukünftig überall, wo Programmangebote dargestellt werden, In-formationen über barrierefreie Angebote selbstverständlich werden.“

Neben dem Service für Menschen mit Behinderungen kann die digitale Programmauskunft „TV für Alle” auch ohne Filter genutzt werden und eine Übersicht für jede Zuschauerin und jeden Zuschauer geben. Raul Krauthausen hat auch noch einen Tipp parat: „Wem zum Beispiel die Fußballkommentatoren nicht so gefallen, der kann gerne mal auf den Audiodeskriptions-Kanal wechseln und sich somit auch ein Fußballspiel nebenbei angucken oder besser gesagt: hören. Denn diese zusätzlichen Services kommen letztlich allen Menschen zugute.”
Das Projekt „TV für Alle“ wird technisch von der Agentur Henkelhiedl mit der Datenbereitstellung durch Media-Press realisiert. Die Seite ist für Smartphones optimiert, so dass nicht extra eine App installiert werden muss.

Neuer Fernsehveranstalter ab Dezember auf Sendung

Die Uckermark-TV GmbH & Co. KG, die bisher nur in Brandenburg ein lokales TV-Programm sendet, darf ab Dezember 2018 auch in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns ein lokales Fernsehprogramm verbreiten.

Der Medienausschuss Mecklenburg-Vorpommern hat in seiner Sitzung am 26. September 2018 der Uckermark-TV GmbH & CO. KG die Zulassung erteilt, sodass das Programm ab 03. Dezember 2018 in den Kabelanlagen Neubrandenburgs, der Mecklenburgischen Seenplatte und im südlichen Vorpommern eingespeist werden kann. Die Zulassung gilt bis zum 02.12.2028.

Angemerkt

Man muss nicht jede Entscheidung verstehen. Im schlimmsten Fall dürften damit die Tage für neu’eins, dem hiesigen Lokalfernsehanbieter gezählt sein. Immerhin steht hinter Uckermark-TV niemand geringeres als der ebenfalls hiesige Kurierverlag („Nord-Kurier“), der sich damit einen lästigen Mitbewerber vom Hals schafft.