Internationale Grüne Woche: Wirtschaftsförderung für ländliche Regionen

Vom 17. bis 26. Januar 2020 stehen die Zeichen auf dem Berliner ExpoCenter City unter dem Berliner Funkturm wieder auf Grün. Die 85. Internationale Grüne Woche Berlin seit 1926 wartet erneut mit Superlativen auf: 1.810 Aussteller aus 72 Ländern – 62 aus Mecklenburg-Vorpommern und 12 aus der dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte – präsentieren sich auf der weltgrößten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau.

Zum 21. Mal sind Unternehmen aus der Seenplatte auf der IGW, zeigen in der MV-Länderhalle 5.2.b das breite Spektrum unserer ländlichen Region – vom handgefertigten Baumkuchen der Familienkonditorei Komander aus Grammentin, dem kreativen Eisgenuss made by Jackle & Heidi aus Neubrandenburg, den individuellen Kreationen der Käsemanufaktur Bollewick oder der Hanf Farm Melz bis zur modern gelebten Fischereitradition der Müritzfischer.

Unterstützt vom Landkreis und den drei regionalen Sparkassen Neubrandenburg-Demmin, Mecklenburg-Strelitz und Müritz-Sparkasse haben so selbst kleinste Unternehmen die Möglichkeit, sich auf einer internationalen Leitmesse zu präsentieren. Oder – wie Landrat Heiko Kärger es sieht: „Das ist mein Verständnis von Wirtschaftsförderung für unsere ländliche Region.“

Ministerin Stefanie Drese bei Sportlern zu Gast

Fotos: Stadt Neubrandenburg

Neubrandenburg bildet mit Leichtathletik, Kanu-Rennsport und Triathlon einen von drei Olympiastützpunkten in Mecklenburg-Vorpommern und bietet mit der Vereinslandschaft, dem Sportgymnasium und den Sportstätten optimale Bedingungen für den Leistungssport. Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung, ist am Freitag einer Einladung von Oberbürgermeister Silvio Witt gefolgt und hat sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten gemacht.

Dabei ging es unter anderem um den Erhalt des Olympiastützpunktes in seiner jetzigen Form. Die Entscheidung wird nicht im Land getroffen. Die Landesministerin sagte aber: „Wir werden gemeinsam Rahmenbedingungen schaffen, dass im Bund hoffentlich eine Entscheidung in unserem Sinne fällt.“

Bis Ende 2020 ist der Olympiastützpunkt gesichert. Besonders die Triathleten, die sich auf den Nachwuchsleistungssport ausgerichtet haben, bangen darüber hinaus um ihren Status. Mit dem Oberbürgermeister sind die Verantwortlichen seit längerer Zeit deshalb im Gespräch. „Wir müssen zusammen mit dem Land für den Erhalt des Olympiastützpunktes ein starkes Signal setzen“, betonte Oberbürgermeister Silvio Witt.

Stefanie Drese kam bei ihrem Besuch im Jahnsportforum, im Sportgymnasium und in der Schwimmhalle mit Trainern und Sportlern ins Gespräch. Gleichzeitig machte sie sich ein Bild von den Sportstätten in der Vier-Tore-Stadt. Oberbürgermeister Silvio Witt verwies in diesem Zusammenhang auf anstehende Investitionen. Derzeit wird in der Großen Krauthöferstraße eine neue Sporthalle gebaut. Der Landkreis baut auf dem Datzeberg ebenfalls neu. Die Sanierung der Stadthalle soll noch in diesem Jahr beginnen.

Ein großes Thema in der Stadt ist die Schwimmhalle. Bis Ende des Jahres wird geprüft, welchen Anforderungen eine neue Halle entsprechen muss. Die Standortfrage muss geklärt werden und die Kosten und Finanzierung. Mit dem Jahnstadion befinde sich die Verwaltung ebenfalls in der Planungsphase und auch Sanierungsarbeiten am fast 25 Jahre alten Jahnsportforum sind ein großes Thema.

Fördermittel für Fischerinsel zugesichert

Für die Fischerinsel im Süden des Tollensesees gibt es Fördermittel. Rund 94.000 Euro stellt das Land dafür in diesem Jahr zur Verfügung. „Das Geld reicht nicht aus, um das denkmalgeschützte Haus auf der Insel zu sanieren. Wir sind aber verpflichtet Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen und weitere Planungsmaßnahmen in Gang zu setzen. Dies können wir jetzt tun“, machte Oberbürgermeister Silvio Witt deutlich.

Seit Jahren bereitet die Fischerinsel und das denkmalgeschützte vom Verfall bedrohte Gebäude der Stadt Sorgen. Die letzten Instandsetzungsmaßnahmen an dem Haus wurden im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) im Jahr 2006 durchgeführt.

Hinzu kommt, dass es sich bei der Fischerinsel um einen äußerst sensiblen Bereich im Spannungsfeld zwischen Naturschutzgebiet (Nonnenhof) und dem Denkmalschutz handelt. Außerdem gehört die Fischerinsel zum Vogelschutzgebiet mit europaweiter Bedeutung und den entsprechend strengen Regularien, was die Nutzung betrifft. Die Fischerinsel liegt im Brutgebiet des Vogelschutzgebietes und darf nicht betreten werden. Nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises außerhalb der Brutzeit ist dies möglich. Das Gebäude ist demnach nicht nutzbar, steht aber unter Denkmalschutz. Dieser Denkmalstatus verpflichtet wiederrum zu entsprechenden Maßnahmen, um den Erhalt zu sichern.

Das Gebäude auf der Insel ist eines der ältesten noch stehenden Häuser in Neubrandenburg. Das zweigeschossige Fachwerkgebäude wurde schon im Jahr 1729 in Ratsprotokollen erwähnt. Bis in die 1970er-Jahre übernachteten noch Fischer in dem Haus. Seitdem steht es weitestgehend leer.

Welche konkreten Sicherungsmaßnahmen mit dem Geld aus Schwerin in diesem Jahr vorgenommen werden können, wird derzeit geprüft.

Jetzt bewerben für Bundesförderprogramm "Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte"

Mit Beginn des neuen Jahres hat das Bundesumweltministerium einen neuen Förderaufruf für innovative Klimaschutzprojekte gestartet. Auch Kommunen und Unternehmen mit kommunaler Beteiligung in Mecklenburg-Vorpommern sind aufgerufen, sich zu bewerben.

Im Förderzeitraum 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2022 fördert der Bund im Rahmen des Programms „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ Projekte mit modellhaftem, investivem Charakter. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen durch Effizienzmaßnahmen in Kommunen und im kommunalen Umfeld zu mindern.

Der besondere Fokus des Aufrufs liegt auf dem Modellcharakter der Projekte. Erwartet wird ein innovativer konzeptioneller Qualitätsanspruch. Zudem sollen die Maßnahmen geeignet sein, später in weiteren Kommunen deutschlandweit angewandt zu werden.

Die Förderquote beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten, für finanzschwache Kommunen bis zu 90 Prozent. Im Rahmen des zweistufigen Auswahlverfahrens werden zunächst die eingereichten Projektskizzen begutachtet. Für die dabei ausgewählten Vorhaben schließt sich ein formelles Antragsverfahren an.

Interessierte können alle Informationen unter www.klimaschutz.de/modellprojekte abrufen.

Im Rahmen der früheren Förderaufrufe bewilligte der Bund bereits 37 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro, darunter auch zwei Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Infos dazu finden Sie hier: www.klimaschutz.de/projekte/modellprojekte.

"GinA – Gesund in Arbeit" – das dritte Jahr im Modellprojekt zur Verknüpfung von Arbeits- und Gesundheitsförderung

„Das war toll“, „eine Wertschätzung für mich“, „es hat mir sehr gut gefallen“, „neue soziale Kontakte“, „ich habe Neues gelernt und Vorhandenes aufgearbeitet“

Das sind nur einige Rückmeldungen, die die Projektverantwortliche im Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd Frau Köhn erhielt, als sie im letzten Jahr zum Ende der einzelnen Kurse mit den Teilnehmenden über die gemachten Erfahrungen und über mögliche weiterführende Angebote gesprochen hat. Gesundheit ist ein wichtiges Thema und durch die konkreten Angebote im Rahmen des Projektes „GinA – Gesund in Arbeit“ wird dabei aktive Unterstützung gegeben.

Schon seit 2017 wird das Projekt im Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd erfolgreich umgesetzt. Mit finanziellen Mitteln der Krankenkassen werden gemeinsam mit der Projektkoordinatorin in der Landesvereinigung für Gesundheit MV e.V. Maßnahmen in unserer Region organisiert, die einen aktiven Beitrag zum Erhalt bzw. Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Kundinnen und Kunden des Jobcenters Mecklenburgische Seenplatte-Süd leisten können.

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Psychiatrie-Anbau kann starten

Das Zentrum für Seelische Gesundheit des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums wird in den nächsten Monaten erweitert. Der Anbau an das vorhandene Gebäude soll in zwei Bauabschnitten errichtet werden. Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, überbrachte am Mittwoch den Fördermittelbescheid über 4,6 Millionen Euro für den ersten Abschnitt, für den rund 5,5 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt sind. Der zweite Bauabschnitt, der 2021 beginnen kann, wird ebenfalls vom Land gefördert, kündigte der Minister bei seinem Besuch im Klinikum an. Er dankte den Mitarbeitenden in einem der größten Krankenhäuser des Landes für ihr engagiertes Wirken.

Dass die Platzzahl für das Einzugsgebiet des Klinikums knapp bemessen ist, zeichnete sich schon beim Einzug der Psychiatrie in das neue Haus vor einigen Jahren ab. „Es kommen immer mehr Menschen in psychiatrische Behandlung, das Gebäude war teilweise übervoll. Wir sind sehr dankbar, dass der Erweiterungsbau nun möglich wird“, sagte Chefarzt Dr. med. Rainer Kirchhefer, gleichzeitig Ärztlicher Direktor des Klinikum. Der Anbau soll zum einen für die Psychose-Behandlung genutzt werden. Für Menschen mit solchen Krankheitsbildern werden vor allem Ein- und Zwei-Bett-Zimmer gebraucht, um ein reizarmes Stationsmilieu zu schaffen. Außerdem wird im neuen Anbau ein Bereich für die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen geschaffen.

Treffen der Wirtschaftsförderer MSE: Kreative Nutzung von Potenzialen

Kreative Konzepte zur Nutzung bestehender Raumpotenziale, Netzwerke(n) in der Seenplatte und die bestimmende Frage nach innovativen Lösungen für den wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Menschen, die die Seenplatte für sich gewinnen und vor allem hier halten will, waren die bestimmenden Themen des dritten Treffens der Wirtschaftsförderer des Landkreises am 13.11.2019 in der Neuen Burg Penzlin.

Von 9 bis 14 Uhr ließen sich rund 30 Vertreter aus Kommunen und Verwaltung inspirieren von einem breiten Themenspektrum rund um die Potenziale des Landkreises und wie man diese zur Förderung von Wirtschaft und für die Bewältigung alltäglicher Herausforderungen nutzen kann.

Dabei ging es beim diesjährigen Treffen nicht um die in Wirtschaftsfördererkreisen hinlänglich bekannten Probleme. Stattdessen referierten Projektverantwortliche aus kreativen Bereichen und verschiedener Netzwerkinitiativen in MV und im Landkreis über ihre innovativen Lösungsansätze zu eben diesen.

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