Treffen der Wirtschaftsförderer MSE: Kreative Nutzung von Potenzialen

Kreative Konzepte zur Nutzung bestehender Raumpotenziale, Netzwerke(n) in der Seenplatte und die bestimmende Frage nach innovativen Lösungen für den wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Menschen, die die Seenplatte für sich gewinnen und vor allem hier halten will, waren die bestimmenden Themen des dritten Treffens der Wirtschaftsförderer des Landkreises am 13.11.2019 in der Neuen Burg Penzlin.

Von 9 bis 14 Uhr ließen sich rund 30 Vertreter aus Kommunen und Verwaltung inspirieren von einem breiten Themenspektrum rund um die Potenziale des Landkreises und wie man diese zur Förderung von Wirtschaft und für die Bewältigung alltäglicher Herausforderungen nutzen kann.

Dabei ging es beim diesjährigen Treffen nicht um die in Wirtschaftsfördererkreisen hinlänglich bekannten Probleme. Stattdessen referierten Projektverantwortliche aus kreativen Bereichen und verschiedener Netzwerkinitiativen in MV und im Landkreis über ihre innovativen Lösungsansätze zu eben diesen.

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Stadt und Hochschule fördern gemeinsam digitale Wirtschaft

Die Stadt Neubrandenburg und die Hochschule der Vier-Tore-Stadt bauen gemeinsam ein Digitales Innovationszentrum auf. Oberbürgermeister Silvio Witt und Rektor Prof. Gerd Teschke haben heute eine Kooperationsvereinbarung dazu unterzeichnet. Zwei Mitarbeiter werden in den kommenden zwei Jahren die Arbeit im Innovationszentrum aufnehmen, Kontakte zur Unternehmerschaft knüpfen, Gründer beraten und coachen. Parallel werden Stadtverwaltung, Hochschule und Unternehmerverbände ein zukunftsfähiges Konzept für das Zentrum entwickeln und die Frage des künftigen Standortes klären. Künftig sollen dort Firmengründer unterstützt, Räume für gemeinsames Arbeiten entstehen und Netzwerke der Digitalwirtschaft weiterentwickelt werden. Finanziert wird das Projekt vom Ministerium für Energie, Infrastruktur, und Digitalisierung.

„Neubrandenburg ist einer der stärksten Wirtschaftsstandorte im Land. Die Digitalisierung sorgt für weitere Innovation. Diese Entwicklung gemeinsam mit den hiesigen Unternehmen zu unterstützen, hält kreative Köpfe in unserer Stadt, stärkt zukunftssichere Branchen und damit die Wirtschafts- und Steuerkraft. Die Abteilung Wirtschaftsförderung unserer Verwaltung war von Anfang an dabei, gemeinsam mit allen Partnern das Digitale Innovationszentrum vorzubereiten“, so Oberbürgermeister Witt.

Auch für Rektor Teschke steht die Kreativität im Vordergrund. „Unsere Studierenden lernen Neubrandenburg und seine Unternehmen intensiv kennen. Das Innovationszentrum soll ihnen helfen, mit neuen Ideen Start-ups zu gründen, dabei von Kontakten zu profitieren und untereinander zusammenzuarbeiten.“

Für die Landesregierung sind die Innovationszentren an den Hochschulstandorten im Land Teil seiner Digitalstrategie. Aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds fördert Minister Christian Pegel die Gründung und will damit in Mecklenburg-Vorpommern das Klima für Innovationen und digitale Wirtschaftszweige verbessern.

Den Auftakt in Neubrandenburg wird der Minister am kommenden Mittwoch in Neubrandenburg geben. Unter der Überschrift „meet, discuss, create“ sind alle Akteurinnen und Akteure zur Agentur 13 Grad in der Neubrandenburger Gerstenstraße am 30.10.2019 um 14 Uhr eingeladen.

Fortuna beruft erneut seinen Perspektivkader

Im Rahmen der Talenteförderung hat der SV Fortuna 50 Neubrandenburg nun zum zweiten Mal Nachwuchssportler der weiblichen und männlichen C- und B-Jugend in sein Perspektivkaderteam berufen.

Die Berufung wurde durch, den ehemaligen Frauen-Bundestrainer und sportlichen Berater des SV Fortuna 50, Dago Leukefeld im Beisein von Vereinspräsident Michael Schröder sowie Präsidiumsmitglied Mario Stenzel vorgenommen.

Für die berufenen Sportlerinnen und Sportler stehen die sportliche, schulische, berufliche und die persönliche Entwicklung im Mittelpunkt. So erhalten die Fortuna-Talente eine beispielsweise zusätzliche Förderung durch Einzel- und Spezialtrainings. Darüber hinaus können sich die 21 berufenen Sportler in diesem Jahr über eine gemeinsame Fahrt zum Handball-Champions-League-Spiel der SG Flensburg-Handewitt gegen den FC Barcelona Handball am 30. Oktober 2019 freuen.

Der Besuch dieses Handball-Spitzenspiels inklusive einer Hallenführung in der FlensArena wird den Nachwuchstalenten durch Fortuna- und Flensburg-Partner Jacob Cement ermöglicht. Die Berufung des Perspektivkaders soll für alle Talente des Vereins ein Ansporn sein, beim SV Fortuna ´50 Neubrandenburg Handball zu spielen.

Kompetente Mediennutzung – Medienanstalt M-V fördert erneut Medienbildung

Medienkompetenz hilft: Menschen, die kompetent mit Medien umgehen können, erkennen schneller und sicherer, ob es sich bei Darstellungen in Medien um Lügen, unhaltbare Behauptungen oder tatsächliche Fakten handelt. Sie können auf Hass und Hetze, auf Mobbing und auf strafbare Äußerungen – besonders im Netz – besser reagieren.

Die Förderung von Medienbildung zur Erlangung und Stärkung der Medienkompetenz aller Generationen ist daher eine Kernaufgabe und wichtiges Anliegen der Medienanstalt M-V. Wie jedes Jahr werden auch 2020 wieder Projekte und Bürgermedien in Mecklenburg-Vorpommern gefördert, in denen Medienbildung und Medienkompetenz vermittelt werden.

Wollen Sie zum Beispiel mit Ihrer Schulklasse oder als freier Träger ein Radioprojekt umsetzen, einen Film drehen, in Workshops soziale Netzwerke, Apps und neue Medien beleuchten oder einen Bildungsabend für Eltern und Großeltern durchführen, können Sie bis zum 30. Oktober 2019 einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern stellen.

Genauere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Medienanstalt M-V unter „Medienkompetenz/Förderung“, der Link lautet: medienanstalt-mv.de/medienkompetenz/foerderung.html

Dort sind auch das aktualisierte Antragsformular sowie die ebenfalls aktualisierte Förderrichtlinie sowie weitere Hinweise und Rechtsgrundlagen zur Antragsstellung herunterladbar. Bitte beachten Sie, dass das Formular und die Richtlinie aus dem vergangenen Jahr nicht länger gültig sind.

Bitte formulieren Sie Ihre Anträge in einer geschlechtergerechten Sprache.

Im Jahr 2019 unterstützt die Medienanstalt M-V insgesamt 16 Medienkompetenz-Projekte in Mecklenburg-Vorpommern und ein nichtkommerzielles Bürgermedium, das Lokalradio Rostock, mit insgesamt rund 200.000 Euro. Finanziell gefördert werden u. a. der Chamäleon Stralsund e.V., die Stiftung Sozial-Diakonische Arbeit Schwerin, das Institut für neue Medien Rostock und der Latücht – Film & Medien e.V. Neubrandenburg.

Uwe-Johnson-Förderpreis geht an Kenah Cusanit

Am 27. September erhält Kenah Cusanit den mit 5.000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Förderpreis 2019 für ihren Roman »Babel« (Hanser Verlag). Die feierliche Preisverleihung findet am Freitag, dem 27. September 2019, um 19:00 Uhr im Schauspielhaus Neubrandenburg statt. Die Laudatio hält Katharina Borchardt, Literaturredakteurin beim Südwestrundfunk.

Nach der Preisvergabe wird die Autorin aus ihrem Roman lesen und mit dem Literaturkritiker Michael Hametner ins Gespräch kommen. Der Preis wird im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage 2019 verliehen; diese finden vom 19. September bis 22. Oktober in Neubrandenburg und Güstrow statt.

Der Jury gehören an: Gundula Engelhard (Geschäftsführerin der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft), Carsten Gansel (Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Universität Gießen, Sprecher der Jury), Andrea Gottke (Leiterin der Kulturredaktion im NDR Landesfunkhaus Mecklenburg Vorpommern), Michael Hametner (ehemals leitender Literaturredakteur und Moderator bei MDR FIGARO), Thomas Hummitzsch (freier Kritiker und Pressesprecher im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg) und René Strien (ehemaliger Geschäftsführer des Aufbau Verlages).

Für den Uwe-Johnson-Förderpreis konnten Autorinnen und Autoren oder deren Verlage bis zum 31. März 2019 seit Anfang April 2017 veröffentlichte oder noch unveröffentlichte Arbeiten aus den Bereichen Prosa und Essayistik einreichen. Der Förderpreis würdigt herausragende literarische Erstlingswerke, in denen sich Anknüpfungspunkte zur Poetik Uwe Johnsons finden und deren Blickwinkel unbestechlich und jenseits »einfacher Wahrheiten« auf die deutsche Geschichte, Gegenwart und Zukunft gerichtet ist.

2005 wurde der Uwe-Johnson-Förderpreis erstmals verliehen. Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger sind Arno Orzessek (2005), Emma Braslavsky (2007), Thomas Pletzinger (2009), Judith Zander (2011), Matthias Senkel (2013), Mirna Funk (2015) und Shida Bazyar (2017).

Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis wird von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. in Neubrandenburg gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und der Berliner Kanzlei Gentz und Partner im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Literaturpreis vergeben.

Das Programm zu den Uwe-Johnson-Tagen 2019 können Sie hier herunterladen.

Weitere Informationen zum Uwe-Johnson-Preis und den Preisträgerinnen und Preisträgern der letzten Jahren finden Sie unter: www.uwe-johnson-preis.de

IHK startet während ihres Wirtschaftsempfangs eine Existenzgründungsoffensive 2020

Die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern startete am Freitag während ihres diesjährigen Wirtschaftsempfangs eine Offensive für mehr Existenzgründungen. „Mit unseren Vorhaben wollen wir einen wichtigen Impuls geben, um den Rückgang bei Existenzgründungen zu stoppen“, so Dr. Wolfgang Blank, Präsident der IHK.

Die IHK-Initiative sieht im Einzelnen vor:

  1. Im kommenden Jahr wird ein Existenzgründerinnen-Wettbewerb unter dem Motto „Start up and fly“ gestartet.
  2. In enger Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsjunioren Neubrandenburg wird im Jahr 2020 ein Mentoring-Programm beginnen. Und anders als die Programme in der Vergangenheit oder auch derzeit laufende geht es um die gesamte Bandbreite der Unternehmen, um alle Regionen im Kammerbezirk.
  3. Gehört zur Gründungsoffensive, dass die IHK gezielt Geldgeber aus der privaten Wirtschaft mit Existenzgründern zusammenführen wird.

Die IHK gibt diesen Existenzgründungsimpuls vor dem Hintergrund, dass seit dem Jahr 2010 die Existenzgründungen in Mecklenburg-Vorpommern von rund 6600 auf knapp 3900 im Jahr 2018 zurückgegangen sind. Gleichzeitig will sich die IHK noch stärker als bisher für ein anderes gesellschaftliches Klima für Existenzgründungen einsetzen. „Existenzgründungen brauchen einen gesellschaftlichen Humus, der es ihnen erlaubt anzuwachsen, aufzuwachsen und zu gedeihen und bei einem Scheitern auf diesem Boden erneut an den Start gehen zu können. Mecklenburg-Vorpommern, ja Deutschland insgesamt, braucht dringend eine andere Gründerkultur“, so Dr. Blank.

Nach seiner Ansicht geht es vor allem darum:

  1. Es muss etwas gegen den Makel des Scheiterns getan werden. Häufig genug ist festzustellen, dass die Angst vorm Scheitern größer ist als die Angst vorm Gründen. Und man es dann lieber lässt, eine neue Idee in einem Start up umzusetzen.
  2. Gilt es, Türen für noch unsichtbare Talente zu öffnen. Für Frauen, für junge Menschen, für Migranten. Sie alle können neue, frische Ideen zur Gründerkultur in Deutschland beitragen.
  3. Geht es darum, den Erfolg herauszustellen. Nichts ist für andere motivierender als zu sehen, dass es mit einer Unternehmensgründung klappt, dass es gelingt, eine Idee umzusetzen.

Gründerinnen und Gründer brauchen kein Unverständnis, keine Skepsis, keine endlos Debatten darüber, warum und weshalb sie gründen wollen. „Gründerinnen und Gründer brauchen einen roten Teppich, den ihnen die Gesellschaft ausrollen muss“, fordert der IHK-Präsident.

Außergewöhnliches Konzerterlebnis in neu.sw Industriehalle

Eine verlassene „Wasserhalle“ in der Ihlenfelder Straße hat sich am Wochenende als neuer Kulturort in Neubrandenburg empfohlen. Das früher zur Behandlung von Fernwärmewasser genutzte Industriegebäude der Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) war Schauplatz eines außergewöhnlichen Klassikkonzerts junger Musiktalente. neu.sw hatte im Rahmen der Initiative „Energie für Nachwuchs“ gemeinsam mit der Young Academy Rostock (YARO) und der Kreismusikschule Kon.centus zu der Veranstaltung eingeladen.

Die kam so gut an, dass Oberbürgermeister Silvio Witt darin schon einen ersten Schritt zur Revitalisierung des gesamten Industriegebietes sehen mochte. Allerdings werde dies trotz in der Stadtverwaltung vorhandener Ideen noch eine ganze Weile dauern, fügte er hinzu. Auch YARO-Leiter Professor Stephan Imorde zeigte sich begeistert angesichts der in rotes und blaues Licht getauchten Kulisse. Die Idee, „Klassik trifft Industrie“ sei „grandios umgesetzt“, sagte er.

Es spielten Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer besonderen Begabung ins Netzwerk der YARO aufgenommen wurden. Die Akademie, die zur Hochschule für Musik und Theater in Rostock gehört, arbeitet seit einiger Zeit intensiver mit den Musikschulen im gesamten Land zusammen – und damit auch mit der Kreismusikschule Kon.centus. Die Nachwuchsmusiker können so speziell gefördert werden, mit Unterricht an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock zum Beispiel. Sie alle streben aktuell ein Musikstudium an und sollen auf ihrem Weg dorthin optimal begleitet werden.

Unterstützt wird dieses Projekt von den Energieversorgern in Mecklenburg-Vorpommern – auch den Neubrandenburger Stadtwerken. Sie geben nicht allein Geld, sondern sorgen unter anderem für einzigartige Konzert-Orte. Zur Entwicklung der Musiktalente gehört es schließlich auch, Konzerterfahrung zu sammeln – zum Beispiel bei einem außergewöhnlichen Klassikabend in einer Industriehalle der Neubrandenburger Stadtwerke.