Professorinnen am Netzwerk-Abend unter sich

Am 9. April hat erstmals ein Netzwerk-Abend nur für Professorinnen der Hochschule Neubrandenburg stattgefunden.
Aus den vier Fachbereichen der Neubrandenburger Hochschule nahmen 11 Professorinnen das Angebot des Gleichstellungsbüros an.

Sie erhielten von der renommierten Trainerin Deborah Ruggieri einen fachlichen Input zum Thema „Gremienarbeit und Verhandlungstechniken“. Zwischendurch und nach dem Vortrag nutzten sie die Zeit für informelle Vernetzungsmöglichkeiten auch über den eigenen Fachbereich hinaus.

Der Abend wurde im Rahmen des Professorinnen-Programms finanziell unterstützt und durchgeführt. Schwerpunkt dieses Programms ist die Erhöhung des Frauenanteils in wissenschaftlichen Spitzenpositionen. Der Wunsch der Teilnehmerinnen nach einer Fortsetzung und Etablierung des Formates lässt sich nach diesem erfolgreichen Auftakt sicherlich umsetzen.

Gedenkveranstaltung für die Opfer des KZ Ravensbrück

Wie in jedem Jahr führt der Kreisvorstand Neubrandenburg/Mecklenburg-Strelitz des Demokratischen Frauenbundes e. V. anlässlich des Internationalen Frauentages eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des KZ Ravensbrück in Neubrandenburg am Frauenehrenmal in der Neubrandenburger Oststadt (Zufahrt über den Mühlendamm Neubrandenburg ) am 8. März, 10:00 Uhr, durch. Dazu sind alle Interessenten recht herzlich einladen.

Die Gedenkrede hält in diesem Jahr Brigitte Triems, die Bundesvorsitzende des Demokratischen Frauenbundes e. V. Gelesen wird aus der Dokumentation des dfb e. V. „Wo es nichts zu weinen gibt“. Zum Abschluss der Gedenkveranstaltung können Blumen niedergelegt werden.

Frauentagsparty in Penzlin

Der Penzliner Kulturverein und die Stadt Penzlin landen zu einer Frauentagsparty ins Bürgerzentrum „Neue Burg“ ein. Bei Kaffee und Kuchen wird mit Live-Musik von Henry & Helmut unterhalten. Anschließend kann mit Unterstützung von DJ Dr. Music getanzt, gesungen und gelacht werden.

Die Feier beginnt am 8. März um 14 Uhr im Penzliner Bügerzentrum. Die Unkosten betragen 5 Euro. Nichtmitglieder der Seniorengruppe melden sich bitte bei Frau Schaumann unter Telefon 03962 257 20 51 an.

Frühlingssingen zum Frauentag "In unserm Walde"

Im Rahmen des diesjährigen Frauentages lädt der Musikverein zum Sonntag, dem 10. März 2019 um 16:00 Uhr in das Gymnasium Carolinum in Neustrelitz ein. Mit dem fröhlichen und temperamentvollen polnischen Volkslied „In unserm Walde“ wird das Programm schwungvoll eröffnet. Der Frauenchor „Freundschaft“, der Konzertchor Neustrelitz und das Hornquartett der Philharmonie Neubrandenburg gestalten gemeinsam eine heitere Waldwanderung.

Die Chöre beginnen mit der Aufforderung „Kommt in den Wald“ von Walter Rein und singen auf den bekannten Goethe-Text „Ich ging im Walde so für mich hin“ das bekannte Volkslied in einem modernen Satz von Fred Schecher. Im Waldbach murmeln die Wellen (C. M. v. Weber) und die Angler versuchen wieder einmal „Die launige Forelle“ (von Franz Schubert) zu fangen. „Fuchs und Igel“ (W. Busch) ereifern sich im Wortgefecht und „Der furchtsame Jäger“ nimmt vor eimen Hasen reißaus. Am Schluß steht die ironische „Diplomatenjagd“ von Reinhard Mey im Chorsatz von Herbert Grunwald.

Zum Mitsingen bieten sich zahlreiche bekannte Lieder an: „Wie lieblich schallt“, „Im Wald und auf der Heide“, „Auf, auf, zum fröhlichen Jagen“ u. a. Texte werden bereitgelegt. Ein besonderer Höhepunkt werden die Zwischenmusiken der vier hervorragenden Hornisten der Philharmonie Neubrandenburg sein, und damit eine romantische Waldstimmung schaffen.

Das Konzert findet am Sonntag, dem 10. März 2019 um 16.00 Uhr in der Aula des Gymnasium Carolinum in Neustrelitz statt. Karten sind im Vorverkauf in der Touristinformation im Rathaus Neustrelitz sowie an der Tageskasse erhältlich.

Gedenken an die lesbischen Frauen im FrauenKZ Ravensbrück/Neubrandenburg

Das Netzwerk queerNB wird am internationalen Frauentag (8. März) den im Konzentrationslager Ravensbrück/Neubrandenburg internierten lesbischen Frauen gedenken. Dazu ist die Teilnahme und Kranzniederlegung an der vom Demokratischen Frauenbund e. V. (dfb) veranstalteten Gedenkveranstaltung für die Opfer des KZ Ravensbrück Neubrandenburg am Frauenehrenmal in der Neubrandenburger Oststadt geplant. Bei der um 10 Uhr beginnenden Veranstaltung wird Brigitte Triems, die dfb-Bundesvorsitzende, eine Gedenkrede halten. Zudem wird aus der dfb-Dokumentation „Wo es nichts zu weinen gibt“ gelesen.

Die Erinnerung an die im Konzentrationslager Ravensbrück internierten Lesben ist seit Jahrzehnten höchst umstritten. In den 1980er Jahre versuchte erstmals die Ost-Berliner Gruppe „Lesben in der Kirche“ in der „Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück“ an die lesbischen Opfer zu erinnern. Dabei wurden die Frauen teilweise bereits bei ihrer Anreise am Bahnhof Fürstenberg durch Polizisten abgefangen und stundenlang verhört. Später wurden niedergelegte Kränze vernichtet und Einträge in das Gedenkbuch entfernt. Bis heute gibt es in Ravensbrück keine würdige Form des Gedenkens an die lesbischen Opfer. Erst im Oktober 2018 scheiterte der Vorschlag, eine Gedenkkugel für die ermordeten lesbischen Frauen zu installieren.

Historikerinnen betonen, dass homosexuelle Frauen zwar anders als homosexuelle Männer von den Nazis zwar nicht aufgrund des Strafgesetzbuch-Paragrafen 175 verfolgt wurden, aber ihr Lesbisch-Sein ein Faktor war, der dazu beitragen konnte, im Konzentrationslager zu landen. Dort trugen Lesben nicht den Rosa-Winkel, sondern wurden u. a. mit einem schwarzen Winkel als „Asoziale“ gekennzeichnet. Diese Unsichtbarkeit führt bis heute zu einer Marginalisierung dieser Gefangengruppe in der Erinnerungskultur.

Kranzniederlegung aus Anlass des Internationalen Frauentages

Am 8. März 2019 findet die traditionelle Kranzniederlegung der DGB Region Ost M-V in Neubrandenburg am Clara-Zetkin-Ehrenmal um 11:00 Uhr statt.

In dem Zusammenhang wird auf die Veranstaltung am 07. März 2019 um 19:00 Uhr im Kino Latücht hingewiesen. Dort zeigt der DGB den Film „Die göttliche Ordnung“.

Der Eintritt ist frei, um telefonische Anmeldung wird gebeten: 0395 57 06 39 30.

Ein Tag des Gedenkens

Mit der Plastik „Die Trauernde“ in der 2. Ringstraße bleiben die unzähligen Frauen, die in Konzentrationslagern ermordet wurden oder die als Zwangsarbeiterinnen an Entkräftung und Krankheiten starben unvergessen. Auf Initiati­ve der Kurt und Herma Römer Stiftung (Hamburg), des Fürsten­berger Fördervereins Ravensbrück, der Landtagspräsidentin M-V und des Demokratischen Frauenbun­des (Kreisverband Neubranden­burg) wurde die Plastik gestiftet und am 17. April 2015 enthüllt.

Am Montag, 28. Januar, soll sie in das Eigentum der Stadt Neubrandenburg übergehen. Um 13 Uhr erfolgt die feierliche Über­gabe am Gedenkort in der 2. Ringstraße an der Stadtmauer neben dem Regionalmuseum.

Eine Stunde später findet die Eröff­nung der Ausstellung „Die tapfe­ren Frauen aus Neubrandenburg“ im Stadtarchiv statt. Die Ausstel­lung wurde von dem Ur-Enkel der polnischen KZ-Häftlingsfrau Ma­ria Ratajczak konzipiert. Maria Ra­tajczak war Arbeiterin in der Rüs­tungsindustrie der Mechanischen Werkstätten und verstarb dort am 14. April 1945.

In einer Abendveranstaltung stellt Dr. Johannes Schwartz zum Thema „Weibliche Angelegenheiten“ Aus­züge aus seiner Dissertation über weibliche KZ-Häftlinge in Neu­brandenburg und Ravensbrück vor. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr im Studienbereich des Stadtarchivs.

Interessenten sind zu allen Veranstaltungen eingeladen.