Historische Bücherschätze sind zu bestaunen

Nach den Medienberichten über die „Rückkehr“ der Historischen Kirchenbibliothek St. Marien nach Neubrandenburg erreichen die Bibliothek viele Nachfragen von Interessierten, die diese Bestände gern besichtigen und mehr über sie erfahren wollen. Diese Bücherschätze sind im Magazin der Regionalbibliothek Neubrandenburg untergebracht. Um einen Einblick zu ermöglichen, wurden einige Exemplare in Vitrinen zusammengestellt, die derzeit im Studienbereich des Stadtarchivs bestaunt werden können.

Die etwa 900 Exemplare der Kirchgemeinde St. Marien sind überwiegend theologische Schriften, die zum Großteil in lateinischer Schrift verfasst sind. Mit ihrer Unterbringung in unmittelbarer Nachbarschaft zur Marien- sowie zur Johanniskirche sind beste Voraussetzungen gegeben, diese für wissenschaftliche Forschung zur Verfügung zu stellen. Außerdem können Interessenten die Bücher zur Einsichtnahme im gemeinsamen Lesesaal der Bibliothek und des Stadtarchivs zur Verfügung gestellt werden.

Die kleine feine Auswahl von Einzelstücken kann noch bis zum 28. Februar zu den Öffnungszeiten des Studienbereichs besichtigt werden: dienstags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr.

Historische Bibliothek kehrt nach Neubrandenburg zurück

Zwei herausragende Kirchenbibliotheken mit Wurzeln im Mittelalter und in der Reformationszeit kehren in diesen Tagen in ihre Heimatregion zurück: die Kirchenbibliotheken von St. Marien Neubrandenburg und der Nachbarstadt Altentreptow. Am Freitag, 30. November, werden die Bücher aus St. Marien Neubrandenburg in der Regionalbibliothek Neubrandenburg der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Universitätsbibliothek Rostock führt gemeinsam mit der Nordkirchenbibliothek ein Projekt zur Erhebung des Zustands des reichen Bibliothekserbes in Mecklenburg und Vorpommern durch. Das Projekt wird maßgeblich von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert und hat das Ziel, kirchliche Buchbestände nach Möglichkeit in ihrem regionalen Kontext benutzbar und erlebbar zu machen. Die Arbeiten werden außerdem vom Bildungsministerium gefördert.

Trotz der Zerstörung der Stadt und der Kirche überlebte die Kirchenbibliothek den Zweiten Weltkrieg unversehrt. Weil geeignete Aufbewahrungsmöglichkeiten vor Ort bisher fehlten, wurde sie seit den 1970er Jahren in einem Depot der Landeskirche in Rostock kaum zugänglich aufbewahrt. Mit der Sanierung der Bibliothek in Neubrandenburg kehrt die Kirchenbibliothek an ihren Entstehungsort zurück. Die Originale werden künftig im gemeinsamen Lesesaal der Regionalbibliothek und des Stadtarchivs Neubrandenburg sowohl für interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch für Forscherinnen und Forscher aus aller Welt zugänglich sein.

EIN Blick ins Museum

Kurzführung im Regionalmuseum

Das Regionalmuseum Neubrandenburg bietet an diesem Donnerstag, 29. November, um 17.30 Uhr, eine neue Kurzführung.

Nach einer kleinen Einführung in die Ausstellung widmet sich ein Museumsmitarbeiter seinem persönlichen Lieblingsobjekt. Im Anschluss an diesen 30-minütigen EIN Blick haben die Teilnehmer noch bis 19 Uhr Zeit, die Dauerausstellung zur Stadt- und Regionalgeschichte im ehemaligen Franziskanerkloster eigenständig zu erkunden.

Interessierte treffen sich im Museumsfoyer im ehemaligen Franziskanerkloster, Stargarder Straße 2. Die Teilnahme an EIN Blick in die Stadtgeschichte ist im Museumseintritt enthalten.

Wir eröffnen das Brandzimmer!

Bei archäologischen Grabungen 2006 wurden die Kellerräume des letzten Standortes der Städtischen Kunstsammlung, der Südflügel des ehemaligen herzoglichen Palais, freigelegt. Dabei wurden völlig überraschend stark überfeuerte Reste gefunden. Tausende von Porzellan-, Terrakotta- und Natursteinscherben sowie beschädigte und zerschmolzene Metallobjekte sind die wenigen Zeugnisse des einzigen bürgerlichen Kunstmuseums im ehemaligen Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz.

Die tragische Geschichte der Städtischen Kunstsammlung (1890−1945) beeindruckte den Kölner Künstler Simon Schubert (*1976) nachhaltig. Für die Neubrandenburger Kunstsammlung entwickelte er 2016 zunächst die temporäre Rauminstallation „Das Brandzimmer“. Diese Rauminstallation wird nun, als neu entstandenes Kabinett in der Kunstsammlung, auf eindringliche Weise den Verlust von Neubrandenburger Kulturgut während der Kampfhandlungen im April 1945 dauerhaft präsentieren.

Ab 24. November ist das Brandzimmer für alle Besucher geöffnet.

Der Erste Weltkrieg aus schwedischer Sicht

In diesem Jahr jährt sich zum 100. Mal das Ende des Ersten Weltkrieges. Aus diesem Grund wird an zahlreichen Orten in Europa und auch in Deutschland an dieses Epochenereignis und der Opfer gedacht. In Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge M-V plant die Konrad-Adenauer-Stiftung M-V einen Vortragsabend, um einen Sonderaspekt des Ersten Weltkrieges zu beleuchten.

Der schwedische Historiker Dr. Gunnar Aeselius wird unter dem Thema „Der Erste Weltkrieg aus schwedischer Sicht“ Auswirkungen und Wechselbeziehungen eines neutralen Staates im Krieg untersuchen. Eine Einführung gibt der Greifswalder Historiker Dr. Robert Riemer, der als Lehrstabsoffizier an der Offiziersschule des Heeres in Dresden tätig ist.

Vortrags und Diskussionsveranstaltung
Der Erste Weltkrieg aus schwedischer Sicht Vortrags- und Diskussionsabend
am Dienstag, den 18. September 2018, 18.00 Uhr im Medienhaus Nord-Kurier in Neubrandenburg

u.a. mit den Referenten Dr. Gunnar Aeselius Historiker, Universität Nationale Verteidigung / Schweden, Lehrstuhl Militärgeschichte Dr. Robert Riemer Historiker, Offiziersschule Dresden Veranstaltungsort: Verlagshaus Nord-Kurier Friedrich-Engels-Ring 29 17033 Neubrandenburg
Teilnahme: per email unter kas-mv@kas.de an.
Der Eintritt ist frei.

Rundgang auf dem ehemaligen Stasi-Gelände

Die Bezirksverwaltung Neubrandenburg des Ministeriums für Staatssicherheit hatte von 1977 bis 1990 auf dem Lindenberg ihren Sitz. Von der Öffentlichkeit damals hermetisch abgeschirmt, wussten viele von der Stasi, doch kaum einer kannte das Ausmaß und die genauen Tätigkeiten. Vieles hat sich seit der Friedlichen Revolution von 1989 auf dem Gelände der ehemaligen Bezirksverwaltung verändert. Spuren des damaligen Machtapparates sind bis heute noch sichtbar. Auf einem Rundgang über das Gelände wird an den Ort der Unterdrückung erinnert und über Struktur, Methoden und Wirkungsweise der Geheimpolizei informiert.
Nach dem Rundgang findet eine Führung durch das Archiv statt.
Termin: Mittwoch, 04.07.2018, 17.00 Uhr
Ort: BStU-Außenstelle Neubrandenburg, Neustrelitzer Straße 120, 17033 Neubrandenburg
Der Eintritt ist frei.
An diesem Tag besteht die Gelegenheit, bei Vorlage eines Personaldokuments, Akteneinsichtsanträge zu stellen, gerne beraten wir Sie.