Wir eröffnen das Brandzimmer!

Bei archäologischen Grabungen 2006 wurden die Kellerräume des letzten Standortes der Städtischen Kunstsammlung, der Südflügel des ehemaligen herzoglichen Palais, freigelegt. Dabei wurden völlig überraschend stark überfeuerte Reste gefunden. Tausende von Porzellan-, Terrakotta- und Natursteinscherben sowie beschädigte und zerschmolzene Metallobjekte sind die wenigen Zeugnisse des einzigen bürgerlichen Kunstmuseums im ehemaligen Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz.

Die tragische Geschichte der Städtischen Kunstsammlung (1890−1945) beeindruckte den Kölner Künstler Simon Schubert (*1976) nachhaltig. Für die Neubrandenburger Kunstsammlung entwickelte er 2016 zunächst die temporäre Rauminstallation „Das Brandzimmer“. Diese Rauminstallation wird nun, als neu entstandenes Kabinett in der Kunstsammlung, auf eindringliche Weise den Verlust von Neubrandenburger Kulturgut während der Kampfhandlungen im April 1945 dauerhaft präsentieren.

Ab 24. November ist das Brandzimmer für alle Besucher geöffnet.

Der Erste Weltkrieg aus schwedischer Sicht

In diesem Jahr jährt sich zum 100. Mal das Ende des Ersten Weltkrieges. Aus diesem Grund wird an zahlreichen Orten in Europa und auch in Deutschland an dieses Epochenereignis und der Opfer gedacht. In Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge M-V plant die Konrad-Adenauer-Stiftung M-V einen Vortragsabend, um einen Sonderaspekt des Ersten Weltkrieges zu beleuchten.

Der schwedische Historiker Dr. Gunnar Aeselius wird unter dem Thema „Der Erste Weltkrieg aus schwedischer Sicht“ Auswirkungen und Wechselbeziehungen eines neutralen Staates im Krieg untersuchen. Eine Einführung gibt der Greifswalder Historiker Dr. Robert Riemer, der als Lehrstabsoffizier an der Offiziersschule des Heeres in Dresden tätig ist.

Vortrags und Diskussionsveranstaltung
Der Erste Weltkrieg aus schwedischer Sicht Vortrags- und Diskussionsabend
am Dienstag, den 18. September 2018, 18.00 Uhr im Medienhaus Nord-Kurier in Neubrandenburg

u.a. mit den Referenten Dr. Gunnar Aeselius Historiker, Universität Nationale Verteidigung / Schweden, Lehrstuhl Militärgeschichte Dr. Robert Riemer Historiker, Offiziersschule Dresden Veranstaltungsort: Verlagshaus Nord-Kurier Friedrich-Engels-Ring 29 17033 Neubrandenburg
Teilnahme: per email unter kas-mv@kas.de an.
Der Eintritt ist frei.

Rundgang auf dem ehemaligen Stasi-Gelände

Die Bezirksverwaltung Neubrandenburg des Ministeriums für Staatssicherheit hatte von 1977 bis 1990 auf dem Lindenberg ihren Sitz. Von der Öffentlichkeit damals hermetisch abgeschirmt, wussten viele von der Stasi, doch kaum einer kannte das Ausmaß und die genauen Tätigkeiten. Vieles hat sich seit der Friedlichen Revolution von 1989 auf dem Gelände der ehemaligen Bezirksverwaltung verändert. Spuren des damaligen Machtapparates sind bis heute noch sichtbar. Auf einem Rundgang über das Gelände wird an den Ort der Unterdrückung erinnert und über Struktur, Methoden und Wirkungsweise der Geheimpolizei informiert.
Nach dem Rundgang findet eine Führung durch das Archiv statt.
Termin: Mittwoch, 04.07.2018, 17.00 Uhr
Ort: BStU-Außenstelle Neubrandenburg, Neustrelitzer Straße 120, 17033 Neubrandenburg
Der Eintritt ist frei.
An diesem Tag besteht die Gelegenheit, bei Vorlage eines Personaldokuments, Akteneinsichtsanträge zu stellen, gerne beraten wir Sie.