Jobcenter gibt 120 Menschen eine neue Chance

Seit Januar 2019 hat das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd neue Möglichkeiten, Langzeitbezieher, die sich durch die lange Beschäftigungslosigkeit bereits sehr weit vom Arbeitsprozess entfernt haben, bei der Arbeitssuche zu unterstützen. Durch die Maßnahme „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ können Betriebe bis zu fünf Jahre Lohnkosten erstattet bekommen. Voraussetzung ist, dass sie Arbeitsuchende einstellen, die seit mehreren Jahren Leistungen vom Jobcenter erhalten. Das Jobcenter will so in diesem Jahr 120 Menschen in Arbeit bringen.

„Trotz der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt finden viele Menschen in der Region über Jahre hinweg keine Arbeit“, sagt Andreas Wegner, Geschäftsführer Jobcenters Mecklenburgische Seenplatte-Süd. „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ ist ein Weg dieser Herausforderung zu begegnen, den wir ausdrücklich begrüßen.“ Mit „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ können Arbeitgeber fünf Jahre lang eine Förderung erhalten. In den ersten beiden Jahren ist ein Zuschuss von bis zu 100 Prozent der Lohnkosten möglich, einschließlich der Lohnnebenkosten. In den folgenden Jahren verringert sich der Betrag pro Jahr um zehn Prozent. Maßgeblich für die Berechnung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist der Mindestlohn, bei Tarifbindung der Tariflohn.

Die neue Mitarbeiterin oder der neue Mitarbeiter muss über 25 Jahre alt sein und mindestens sechs Jahre Leistungen vom Jobcenter bezogen haben und sich durch die sehr lange Beschäftigungslosigkeit bereits sehr weit vom Arbeitsprozess entfernt haben. Bei Schwerbehinderung oder einem minderjährigen Kind in der Bedarfsgemeinschaft sind fünf Jahre Leistungsbezug ausreichend.

Zusätzlich kann das Jobcenter notwendige Weiterbildungen mit bis zu 3.000 Euro fördern. Ein begleitendes Coaching ist Bestandteil der neuen Maßnahme. Wenn Menschen lange arbeitslos gewesen sind, bedeutet der neue Job oft eine Umstellung mit vielen Herausforderungen. Das Coaching ist ein Unterstützungsangebot für beide Seiten, um das Arbeitsverhältnis dauerhaft stabil zu halten.

Das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd ist überzeugt, dass „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ ein Erfolg wird. Für 2019 plant das Jobcenters 120 Arbeitsaufnahmen. „Unser Ziel ist, den Menschen über diesen Weg eine dauerhafte Existenz zu ermöglichen“, sagt Andreas Wegner, Geschäftsführer Jobcenters Mecklenburgische Seenplatte-Süd.

Interessierte Arbeitgeber, die langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance auf eine Arbeit geben möchten, können sich an Ihre persönlichen Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters wenden. Sie erreichen den gemeinsamen Arbeitgeberservice auch unter der Servicenummer 0800 4 555520 (gebührenfrei) oder per Email unter neubrandenburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de . Oder einfach im Jobcenter anrufen. Hier steht Ihnen der Geschäftsführer, Herr Wegner, unter 0395/766-3000 direkt für Fragen zur Verfügung.

Aufruf zur Mitarbeit in einem Wahlvorstand

Am 26. Mai 2019 werden in unserem Landkreis für die Europawahl und die Kommunalwahlen mehr als 3.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt, die sich bereit erklären, am Wahltag ehrenamtlich in den Wahlvorständen mitzuarbeiten.

Diese Wahlen stellen nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Amts- und Gemeindeverwaltungen, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger vor eine große Aufgabe. Da die Mitwirkung bei Wahlen zu den Ehrenpflichten gehört, ruft Kreiswahlleiter Lothar Schmidt zur aktiven Mitwirkung als Mitglied in einem Wahlvorstand auf.

Bürgerinnen und Bürger, die erstmals als Wahlhelfer zum Einsatz gelangen, können darauf vertrauen, dass sie in ihrem Wahlvorstand auf ein erfahrenes Team treffen werden. Natürlich erhalten alle Mitglieder des Wahlvorstandes für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung. Diese beträgt für den die Wahlvorsteherinnen und Wahlvorsteher 35 Euro und für alle weiteren Beisitzerinnen und Beisitzer 25 Euro. In einigen Gemeinden unseres Landkreises wurden diese Pauschalen inzwischen erhöht.

Um Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit als Wahlhelferin oder Wahlhelfer zu erklären, wenden Sie sich bitte an Ihre jeweilige Amts- bzw. Gemeindeverwaltung.

1.350 Euro erlaufen: Spende für Theater-Projekt an Grundschule West in Neubrandenburg

Beim 5. Neujahrslauf des Polizeipräsidiums Neubrandenburg Am Augustabad in Neubrandenburg haben am Nachmittag 181 Teilnehmer insgesamt 1.350 Euro durch Laufen bzw. Nordic Walking erarbeitet. Die Summe wird traditionell gespendet. In diesem Jahr ist das Geld durch die Mitausrichter, die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin und die Stadt Neubrandenburg, sowie den Polizeipräsidenten Nils Hoffmann-Ritterbusch an die Grundschule West AM SEE aus Neubrandenburg mit einem symbolischen Scheck überreicht worden.

Deren Direktorin Petra Tannert sowie Schulsozialarbeiter René Heinzelmann und Martina Meinke, Vorsitzende des Schulfördervereins, haben sich über die hohe Summe gefreut. Sie wird verwendet für die Darstellergruppe von „Tandera Theater“, die mit Hilfe eines Puppenspiels die Erst- und Zweitklässler szenisch zum Thema „sexueller Missbrauch“ aufklären sollen. „Ohne die Spendensumme hätten wir dieses so wichtige Projekt nicht zu uns holen können“, sagte die Direktorin nach der Übergabe.

Die Etappen der Strecke waren drei, fünf bzw. zehn Kilometer lang. Veranstalter des Neujahrslaufs war die SV Turbine. Neben Mitarbeitern der Sparkasse und der Stadt machten auch Angehörige der Bundeswehr mit. Im vergangenen Jahr kamen 1100 Euro zusammen. Mit dem Geld wurde der Verein „Quo vadis“ unterstützt.

Zeugenaufruf nach Körperverletzung vor einer Diskothek in Neubrandenburg

Am Sonntag, 30.12.2018, gegen 03:20 Uhr ist es in der Straße An der Hochstraße in Neubrandenburg, vor der dortigen Diskothek, zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen wurden drei männliche Geschädigte im Alter von 23, 25 und 27 Jahren vor der Diskothek von fünf bislang unbekannten Tatverdächtigen, die nicht näher beschrieben werden können, geschlagen und mit Füßen getreten. Während zwei Geschädigte leicht verletzt wurden und keiner weiteren medizinischen Behandlung bedurften, musste der 27-jährige Geschädigte mit einer blutenden Platzwunde im Gesicht zur weiteren Versorgung ins Klinikum Neubrandenburg eingeliefert werden.

Die Hintergründe der Tat sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurde eingeleitet.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zu den Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 0395- 5582 5224 zu melden.

Damit der Gutschein ein gutes Geschenk ist und bleibt

Mit dem Kauf von Gutscheinen erspart man sich bei der Suche nach geeigneten Geschenken viel Zeit. Doch lässt der Beschenkte den Gutschein länger liegen, läuft er eventuell ab, warnt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Ist der Händler dann nicht kulant, ist das Geld im Zweifel weg.

Allgemeine Verjährungsfrist

Wurde nichts anderes mit dem Verkäufer vereinbart, gilt für kostenpflichtige Gutscheine die allgemeine Verjährungsfrist von drei Jahren. Findet man also einen Coupon von 2015 an der Pinnwand, kann man diesen noch bis Ende 2018 einlösen.

Befristete Gutscheine

Bei der befristeten Variante reicht es aus, wenn Händler in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf die Fristen hinweisen. Hier oder direkt auf dem Gutschein finden sich Formulierungen wie zum Beispiel „Einzulösen bis …“ oder „gültig 12 Monate ab Ausstellungsdatum…“. Die Zeiträume dürfen nicht zu knapp bemessen sein. Drei bis sechs Monate sollte man nicht akzeptieren.

Ausnahmen

Sind die Gutscheine etwa an bestimmte Ereignisse gebunden, kann die Frist kürzer ausfallen. Dies gilt beispielsweise für die Spieldauer eines Theaterstücks. Für Rabatt-Coupons, die man im Rahmen einer besonderen Marketingaktion erworben hat, befanden mehrere Gerichte eine Befristung auf weniger als ein Jahr für zulässig. Gratis-Gutscheine: Verschenkt der Händler Aktions-Gutscheine kann er im Rahmen der Vertragsfreiheit auch die Gültigkeitsdauer festlegen.

Gutschein verjährt – was nun?

Wird der Gutschein nicht rechtzeitig eingelöst, muss man auf die Kulanz des Händlers hoffen. Rechtlich gesehen darf er sich weigern, die im Gutschein vereinbarte Leistung zu erbringen. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale ist ein Händler allerdings verpflichtet, den für den Gutschein gezahlten Betrag auszuzahlen. Einen Teil des entgangenen Gewinns darf er einbehalten – so sehen es einige Gerichte. Verhandeln sollte man in jedem Fall mit dem Geschäft. Unter Umständen erhält man zumindest einen Teil der Summe zurück.

Der Bürgerbeauftragte kommt nach Neubrandenburg – Anmeldungen für den Sprechtag sind jetzt möglich

Der Bürgerbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone, wird am 16. Januar 2019 seinen nächsten Sprechtag in Neubrandenburg durchführen. Er wird sich vor Ort den Fragen der Bürger stellen und Anregungen, Bitten und Beschwerden entgegennehmen. Um Wartezeiten zu vermeiden, bittet er um telefonische Anmeldung über sein Büro in Schwerin, Telefon 0385 5252709. Der Sprechtag findet im Rathaus Neubrandenburg, Friedrich-Engels-Straße 53, statt.

Der Bürgerbeauftragte kann helfen, wenn es Probleme mit der öffentlichen Verwaltung im Land gibt und Rechte der Bürger verletzt wurden oder zu wahren sind. Er und seine Mitarbeiter beraten und unterstützen auch in sozialen Angelegenheiten. Im persönlichen Gespräch beim Sprechtag lassen sich Anliegen oft leichter und besser darlegen. Der Bürgerbeauftragte prüft dann, unterstützt von den Fachleuten seines Teams, ob und wie Unterstützung und Hilfe gegeben werden können. Hilfreich ist es, wenn Unterlagen – wie Bescheide und Schriftwechsel mit den Behörden – zum Termin mitgebracht werden.

Weihnachten: Oh du fröhliche Medienzeit!

Auf dem Wunschzettel von Kindern steht das Smartphone ganz oben. Und auch sonst liegen digitale Weihnachtsgeschenke wie Konsolen und Videospiele voll im
Trend. Das Internet-ABC hilft mit Spieletipps und steht auch mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, wie viel Zeit Kinder vor dem Bildschirm verbringen sollten. Viele Eltern sind unsicher: Ab welchem Alter sollte mein Kind ein eigenes Smartphone haben? Welche Games sind für das Alter meines Kindes geeignet? Welches Spiel ist auch unter pädagogischen Gesichtspunkten empfehlenswert?

Die Rubrik „Spieletipps“ der MedienkompetenzInitiative Internet-ABC bietet Hilfe: Anhand einer Suchmaske können Eltern Spiele nach Genres, Konsolensystem und dem Alter des Kindes sortieren. Mit Hilfe von pädagogischen Empfehlungen der Internet-ABC-Experten können sie dann die richtige Entscheidung für das passende Spiel treffen. Jede Empfehlung bietet eine inhaltliche Zusammenfassung und bewertet das jeweilige Computer- oder Konsolenspiel zusätzlich nach Spielspaß, Bedienung und technischer Qualität.

Weihnachtszeit: Viel Zeit vorm Bildschirm?

Wenn Kinder zu Weihnachten ein neues Smartphone oder Videospiel geschenkt bekommen, muss es natürlich auch gleich ausprobiert werden. Doch wie gehen Eltern damit um, dass ihr Nachwuchs dann noch mehr Zeit vorm Bildschirm verbringt? Allein in den letzten zwei Jahren steigerte sich der Medienkonsum bei den Sechs- bis 13-Jährigen um 20 Prozent von 133 Minuten auf 160 Minuten (siehe Kinderwelten-Studie 2018 von Super-RTL und IP-Deutschland). Auch die aktuelle JIM-Studie bestätigt den Trend. Sie hat die Zielgruppe der Zwölf- bis 19-Jährigen im Blick: An Schultagen verbringen sie durchschnittlich ca. dreieinhalb Stunden täglich im Internet. Gerade in den anstehenden Weihnachtsferien werden diese Werte in vielen Familien wahrscheinlich noch weit überboten.

Internet-ABC-Umfrage zur Regelung von Medienzeiten in der Familie

In vielen Familien sorgt die Frage, wie lange Kinder täglich fernsehen, online sein und zocken dürfen, immer wieder für Diskussionen. Das Internet-ABC empfiehlt, dass Sechs- bis Neunjährige nicht länger als eine Stunde und Zehn- bis Zwölfjährige nicht mehr als 75 Minuten am Tag mit Bildschirmmedien verbringen. Doch das sind nur Richtwerte. Entscheiden müssen die Eltern selbst, welche Regeln für ihre Kinder bei der Mediennutzung gelten sollen. Am besten legen Kinder und Eltern die Zeiten gemeinsam fest. Dabei hilft der vom Internet-ABC und der EU-Initiative klicksafe entwickelte Mediennutzungsvertrag für Familien (https://www.mediennutzungsvertrag.de/).

„Wie machen Sie das?“ – unter diesem Motto ruft das Internet-ABC Eltern dazu auf, ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen und an der „Medienzeiten“-Umfrage der Initiative teilzunehmen: Legen sie zu Hause genau fest, wie lange die Kinder vor dem Bildschirm verbringen dürfen? Oder wird von Fall zu Fall entschieden? Welche Lösungen haben sie, wenn es dabei zu Streitereien kommt? (https://www.internet-abc.de/eltern/aktuelles/themen-specials/die-zeit-vor-dembildschirm-wie-machen-sie-das/).

Internet-ABC: Spieletipps

Sie suchen noch nach einem passenden Game als Weihnachtsgeschenk für Ihr Kind? Hier geht es zu den Internet-ABC-Spieletipps.
Die Spieletipps-Datenbank im Internet: www.internet-abc.de/eltern/spieletipps-lernsoftware/spieletipps/
Die Lernsoftware-Datenbank im Internet: www.internet-abc.de/eltern/lernsoftware-suche.php
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Neubrandenburg zeigt Schleife. Solidaritäts- und Spendenaktion am Welt-AIDS-Tag

Weltweit leben etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und nicht alle Menschen mit HIV wissen von ihrer Infektion. So leben allein in Mecklenburg-Vorpommern nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts etwa 220 der ungefähr 820 HIV-Positiven ohne Diagnose.

Dabei ist der Zugang zu HIV-Test beispielsweise über das Centrum für Sexuelle Gesundheit Neubrandenburg leicht möglich. Außerdem kann man heute dank moderner Therapien in der Regel gut mit HIV leben. Doch noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Für viele HIV-Positive wiegt dies schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion.

Der jährlich am 1. Dezember stattfindende Welt-AIDS-Tag wendet sich gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV, denn Ausgrenzung und ständiges Verstecken aus Angst vor Ablehnung oder Mobbing machen krank. Die Aktion „Neubrandenburg zeigt Schleife“ soll daher Solidarität fördern und Mut machen.

Dazu wird es am 1. Dezember von 15-17 Uhr in der Treptower Straße einen Aktionsstand geben. Dort werden Spenden für das Centrum für sexuelle Gesundheit gesammelt. Außerdem werden, neben Muffins und Informationsmaterial, die bekannten roten Schleifen verteilt. So können an diesem Tag alle Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger ihre Solidarität für Menschen mit HIV ausdrücken.

Ohne Jobverlust durch den Winter – Kurzarbeitergeld und Saison-Kurzarbeitergeld

Unternehmen, die in witterungsabhängigen Wirtschaftsbereichen arbeiten, stehen jedes Jahr vor den gleichen Herausforderungen: Frost und Schnee, Regen und Sturm führen zu saisonbedingten Arbeitsausfällen und nicht selten wird gut ausgebildetes und eingearbeitetes Personal in die Arbeitslosigkeit entlassen. Das muss nicht sein, denn für die Unternehmen im Baugewerbe, die Betriebe im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, die Dachdecker und die Gerüstbauer besteht die Möglichkeit, das Saison-Kurzarbeitergeld (kurz: Saison-Kug) in Anspruch zu nehmen. Das Saison-Kug ist eine Sondervariante des „normalen“ Kurzarbeitergeldes. Dieses deckt einen saisonbedingten Arbeitsausfall nämlich nicht ab.

Mit dem Saison-Kurzarbeitergeld wird den witterungsbedingten Arbeitsausfällen wirksam begegnet und das ganz unkompliziert. „Ohne vorherige Anzeige des Arbeitsausfalls“, sagt Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur. „Damit ist der bürokratische Aufwand deutlich reduziert und entlastet Unternehmen und Arbeitsagentur“, so Besse. Lediglich die Angabe der betroffenen Baustellen und die Art der Arbeiten dürfen auf der Abrechnung nicht fehlen. Auch Auftragsmangel in der kalten Jahreszeit berechtigt zur Inanspruchnahme des Saison-Kug. Für den Bezug des Saison-Kurzarbeitergeldes, egal durch welchen Ausfall verursacht, müssen nur die entsprechenden Abrechnungsunterlagen eingereicht werden. Aufzeichnungen, die Gründe für die Arbeitsausfälle belegen, sind aufzubewahren.

Das Saison-Kurzarbeitergeld wird in der Schlechtwetterperiode vom 1. Dezember bis zum 31. März gezahlt. Dabei wird die Leistung bereits ab der ersten Ausfallstunde gewährt. Die betroffenen Arbeitnehmer erhalten das Saison-Kug in der Höhe des sonst gezahlten Arbeitslosengeldes, bleiben aber weiterhin bei ihren Arbeitgebern angestellt. Verbessern sich die Witterungsbedingungen und ist dadurch wieder eine kurzfristige Arbeitsaufnahme möglich, kann die Weiterbeschäftigung unkompliziert und ohne langwierige Personalsuche erfolgen.

Arbeitgeber haben während der Zahlung des Saison-Kurzarbeitergeldes Anspruch auf die Erstattung der von ihnen allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung. (Aus tarifrechtlichen Gründen gilt dies allerdings nicht für die Gerüstbauer.) Die Fachleute im Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter in der Seenplatte beraten interessierte Unternehmen gerne über diese Leistung unter der kostenlosen Arbeitgeberhotline 0800/4555520.

Vorfall in Neubrandenburg

Am Dienstagabend (06.11.18) wurde die Polizei in Neubrandenburg von einer syrischen Familie um Hilfe gebeten. Die eingesetzten Beamten begaben sich zur Wohnung der Familie auf den Datzeberg. Das 10-jährige geschädigte Mädchen berichtete in sehr gutem Deutsch von einem Vorfall, der sich vor einem Supermarkt in der Max-Adrion-Straße ereignet hatte.

Gegen 18:00 Uhr wurde sie vor dem Markt von einem Mann angesprochen, welcher ihr flüchtig aus einer früheren Gemeinschaftsunterkunft bekannt ist. Der Mann sei ebenfalls Syrer. Er habe ihr gesagt, dass sie mit zu ihm nach Hause kommen solle. Als das Mädchen dies verneinte, habe er sie gepackt und versucht, sie wegzuzerren. Die 10-Jährige habe geschrien und sich auch körperlich gewehrt. Daraufhin seien ihr – augenscheinlich deutsche – Jugendliche zu Hilfe geeilt, so dass sie nach Hause laufen konnte.

Durch die Beschreibung des Mädchens konnte ein 43-jähriger syrischer Staatsangehöriger namhaft gemacht werden. Der polizeibekannte Mann wurde durch die Beamten aufgesucht und belehrt. Ihm gegenüber wurde auch eine sogenannte Gefährderansprache durchgeführt, das heißt, ihm wurde erläutert, dass sein Handeln nicht zu tolerieren ist, sich keinesfalls wiederholen darf und strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.

Zusammen mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wird geprüft, welche strafrechtlichen Delikte in Betracht kommen. Möglich wären zum Beispiel eine versuchte Freiheitsberaubung oder eine Nötigung. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg übernommen. Die Motivation des Handelns des Tatverdächtigen muss ergründet werden.

Zeugen des Vorfalls, insbesondere die Jugendlichen, welche dem Mädchen zur Hilfe kamen, werden gebeten, sich an die Polizei unter der Telefonnummer 0395/5582-2224 oder aber an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.