Kinder vorm Bildschirm: Wann ist genug?

Internet-ABC-Umfrage: Wie Eltern die „Medienzeiten“ ihrer Kinder regeln

Die Frage, wie viel Zeit Kinder vor dem Bildschirm verbringen dürfen, sorgt in vielen Familien immer wieder für Diskussionen. Das Medienkompetenz-Portal Internet-ABC (www.internet-abc.de) hat Eltern gefragt, ob sie die „Medienzeiten“ ihrer Kinder festlegen. Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen, dass es in den meisten Familien (66 %) feste Regeln gibt, wie lange Kinder Handy, Fernseher und Konsole täglich nutzen dürfen. Auch Kindermedienexperte Thomas Feibel spricht sich im Interview dafür aus, dass Eltern Medienzeiten ihrer Kinder begrenzen.

In den meisten Familien, die sich an der Befragung des Internet-ABC beteiligt haben (66 %), gelten bei dem Thema feste Vereinbarungen: Rund jeder fünfte Befragte (21,1 %) gibt an, genau darauf zu achten, dass die vereinbarten Zeiten für TV, Computer und Smartphone auch eingehalten werden. 44,9 % der Eltern erklären, dass es bei ihnen Zuhause zu dem Thema klare Verabredungen gibt, Ausnahmen aber immer wieder zugelassen werden. Keine festen Regeln gelten bei rund einem Drittel der Eltern (31,6 %). Der Großteil dieser Gruppe stimmt jedoch der Aussage zu „keine fixen Vereinbarungen“ zu treffen, „aber wenn es zu viel wird, schreite ich ein“ (11,9 %). „Nein, bei uns gibt es keine zeitliche Regelung“ geben 5,8 % der Befragten an. 3,7 % setzen bei dem Thema auf das Prinzip Selbstbestimmung. Hier gilt: „Das Kind regelt das schon für sich selbst.“

Auch die Kommentare der Eltern zur Internet-ABC-Umfrage belegen, dass das Thema „Medienzeiten“ in vielen Familien ein Thema mit hohem Konfliktpotenzial ist. Bei der Art und Weise, wie Eltern mit diesem „Streitthema“ umgehen, gibt es allerdings eine große Bandbreite: Sie reicht über eine gewisse Ratlosigkeit und Frustration bei Eltern bis dahin, dass sie Diskussionen mit ihren Kindern über das Thema Medienzeit als positiv und wünschenswert betrachten. Mehrere Eltern geben an, es sei ihnen wichtig, dass Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen. Sie sind der Ansicht, strenge Verbote seien eher kontraproduktiv und verhinderten, dass Kinder einen souveränen Umgang mit Medien erlernten.

Konflikte zwischen Eltern und Kinder sind aus Elternperspektive aber eben auch normal. Wichtig dabei sei für Eltern, mit ihren Kindern im Austausch zu bleiben.

Diesen Grundsatz unterstreicht auch der Kindermedienexperte Thomas Feibel. Strikte Verbote: Nein! Gemeinsam erstellte Regeln: Ja! Wichtig sei, dass gemeinsam vereinbarte Regelungen auch eingehalten werden – selbst wenn es hierbei immer wieder zu Machtkämpfen zwischen Eltern und Kinder kommen kann. „Wer eine halbe Stunde zusagt, muss auch das Ende einfordern und durchsetzen“, sagt Thomas Feibel. „Dabei können Eltern Haltung zeigen, denn Kinder wollen Autorität, auch wenn sie das nicht zugeben würden.“ (Interview)

Mehr Informationen unter www.internet-abc.de/pm-medienzeiten

Fragen und Antworten bei der Mediennutzung:
Unterstützung bei ihren alltäglichen Fragen rund um die Medienerziehung erhalten geforderte Eltern mit der Broschüre „Internet gemeinsam entdecken“ des Vereins, kostenfrei bestellbar unter: www.internet-abc.de/broschuere-internet-gemeinsam-entdecken.
Gemeinsam Regeln finden:
Unterstützen kann hier der Mediennutzungsvertrag von Internet-ABC und der EU-Initiative klicksafe unter www.mediennutzungsvertrag.de.

Kindermedienexperte Thomas Feibel zum Thema „Feste Medienzeiten für Kinder“

„Wer eine halbe Stunde zusagt, muss auch das Ende einfordern und durchsetzen.“

Der Kindermedienexperte Thomas Feibel (Journalist, Büro für Kindermedien, Berlin) erklärt im Interview mit dem Internet-ABC, warum es sinnvoll ist, dass Eltern ihren Kindern zeitliche Limits setzen, warum Eltern eine klare Haltung zeigen sollten und was man tun kann, um Kindern das „Aufhören“ zu erleichtern.

Warum sollte das Spielen am Handy, Tablet oder PC eigentlich zeitlich begrenzt werden?
Vielen Eltern geht es darum, dass Kinder sonst andere Interessen oder Pflichten vernachlässigen. Dieser Verdacht ist auch nicht ganz unbegründet: Gerade junge Kinder geraten von diesen Medien in einen starken Sog. Ähnlich wie beim Fernsehen können sie sich dem nicht entziehen. Sie verlieren jegliches Zeitgefühl. Dazu kommen noch der enorme Druck, die spielerische Herausforderung zu meistern, und die große Anspannung, an einer kniffligen Stelle zu scheitern. Übrigens finden viele Kinder auch kein Spielende, weil sie mit anderen online zu verabredeten Zeiten spielen oder weil eben viele Spiele gar kein Ende haben. Deswegen müssen Eltern bei dem Erstellen von Zeitlimits genau hinsehen, um was für ein Spiel es sich handelt.

Mein Kind will einfach nicht aufhören – was kann ich tun?
Wer eine halbe Stunde zusagt, muss auch das Ende einfordern und durchsetzen. Natürlich macht es keinen Spaß, wenn das Geschrei groß ist. Aber neben dem Theater wegen dem Spielende, geht es auch immer um eine zweite Ebene: der Machtkampf. Das ist ein schwieriges Thema, denn Eltern sollten eigentlich ihre Macht nicht ausspielen – dies demonstriert dem Kind seine Ohnmacht. Doch beim Beenden des Spiels geht es uns um den Schutz und nicht ums Prinzip. Dabei können Eltern Haltung zeigen, denn Kinder wollen Autorität, auch wenn sie das nicht zugeben würden. Allerdings eine Autorität, die auch mit Herz und Güte reagiert. Wenn diese Zeiten also begrenzt werden, dann um das Kind zu schützen. Vor übermäßigem Medienkonsum, aber auch vor sich selbst.

Wie vermeide ich ständige Diskussionen rund um die Medienzeiten des Kindes?
Diskussionen lassen sich nie vermeiden, bei keinem Thema. Wenn Kinder älter werden, stellen sie vieles in Frage und loten ihre Grenzen ständig neu aus. Das ist ganz normal, auch wenn es Eltern eher als anstrengend erleben. Gemeinsam vereinbarte Zeiten helfen, wobei der Schwerpunkt auf „gemeinsam“ liegt. Ich rate da zum sanften Beenden: Zehn Minuten vor dem vereinbarten Ende kann der Hinweis auf die verbleibenden zehn Minuten helfen, sodass das Ende nicht zu abrupt kommt. Auch eine Möglichkeit ist, danach etwas mit dem Kind zu unternehmen. Das kann ein Gang auf dem Spielplatz, ein Brettspiel oder Vorlesen sein. Wenig hilfreich hingegen ist die Aussicht auf Hausaufgaben, die sollten vor dem Spiel erledigt werden.

Das Interview führte Michael Schnell, Internet-ABC, www.internet-abc.de

Das Internet-ABC ist ein spielerischer Ratgeber für den Einstieg ins Internet. Als Kompass zur Orientierung bietet es praxisnahe und leicht verständliche Informationen über den sicheren Umgang mit dem World Wide Web. Die Plattform richtet sich an Kinder von fünf bis zwölf Jahren und auf eigenen Seiten an Eltern und Pädagogen. Die Website ist nicht kommerziell, sicher und werbefrei.

Das Projekt Internet-ABC wird vom gleichnamigen, gemeinnützigen Verein Internet-ABC e.V. getragen, dem unter Vorsitz der Landesanstalt für Medien NRW alle deutschen Landesmedienanstalten angehören. Fördermitglieder sind die Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz, der Deutsche Kinderschutzbund e.V., die Evangelische Kirche in Deutschland, die Initiative D21 e.V. und die Stiftung Digitale Chancen. Die Projektplattform Internet-ABC wird vom Verein Internet-ABC e.V. in Zusammenarbeit mit dem Grimme-Institut, Marl umgesetzt.

Für seine medienpädagogische Arbeit wurde das Internet-ABC in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als erste deutsche Einrichtung mit dem internationalen King-Hamad-bin-Isa-Al-Khalifa-Preis der UNESCO, dem Deutschen Bildungsmedienpreis digita und der Comenius-EduMedia-Medaille.

Medienkompetenz-Preis M-V 2019: Ausschreibung abgeschlossen

Zu dem von der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgelobten Medienkompetenz-Preis M-V 2019 haben sich in diesem Jahr 31 Projekte aus ganz Mecklenburg-Vorpommern beworben. Die meisten Einreichungen kommen aus Rostock (fünf), Greifswald (drei), Wismar (drei) und Güstrow (drei). Daneben sind u.a. aus Schwerin, Ludwigslust, Carpin, Waren (Müritz), Kratzeburg, Demmin, Neubrandenburg, Gnoien, Sassnitz, Bad Sülze, Ribnitz-Damgarten, Tessin und Lärz Projekte eingereicht worden.

Ein großer Teil der Projekte beschäftigte sich vorrangig mit der Videoarbeit (17), weitere elf Projekte arbeiteten medienübergreifend, und drei Bewerbende realisierten Audio-Projekte und gehen damit ebenso ins Rennen um den Medienkompetenz-Preis M-V 2019.

Auch in diesem Jahr waren die eingereichten Projekte für die unterschiedlichsten Altersstufen konzipiert. Die Konzepte von 13 Bewerbungen hatten den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Kinder ausgerichtet, elf Projekte wurden hauptsächlich mit Jugendlichen durchgeführt, sechs Projekte richteten sich an Erwachsene oder waren generationenübergreifend angelegt. Ein medienpädagogisches Konzept richtete sich explizit an Menschen, die über 50 Jahre alt waren.

Neben der Vermittlung technischer und sozialer Kompetenzen gab es die vielfältigsten thematischen Schwerpunkte bei den Einreichungen. So setzten sich verschiedene Projekte mit historischen, lokalen und regionalen Stoffen auseinander, andere Projekte verknüpften Medienarbeit mit dem Thema „Berufsorientierung“, weitere Konzepte legten großen Wert auf die Medienreflektion und einen kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien. Auch die Themen „Umweltschutz und Natur“, „Zivilcourage“ oder „Gesellschaftliche Teilhabe durch digitale Medien“ standen in verschiedenen Konzepten im Fokus. Kurze Beschreibungen aller 31 eingereichten Projekte finden sich im Anhang und unter: www.medienkompetenzpreis-mv.de.

Der Medienkompetenz-Preis M-V (dotiert mit insgesamt 3.000 Euro), der seit 2006 alljährlich die innovativsten Medienkompetenz-Projekte in Mecklenburg-Vorpommern prämiert, wird auch 2019 in zwei Kategorien vergeben:
für Außerschulische Projekte (Vergabe: Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern),
für Schulische Projekte (Vergabe: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur).

Am 7. Februar und 8. Februar 2019 wird ein Auswahlgremium alle Projekte sichten und je drei bis fünf Bewerber einer Preisjury vorschlagen. Zur Preisjury gehören in diesem Jahr Katrin Kauer (Medienausschuss Mecklenburg-Vorpommern), Dr. Uwe Dietsche (Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern), Dr. phil. Anja Schwertfeger (Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik der Universität Rostock), Dr. Lars Schulhoff (Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung M-V), Corinna Pfaff (Geschäftsführerin des Deutschen Journalisten-Verbandes M-V) und Nadine Berlenbach (Landesinformationsstelle Schülerzeitung, Vertreterin der Gewinnerinnen und Gewinner des Medienkompetenz-Preises M-V 2018).

Die Preisjury wählt die diesjährigen Projekte aus, die auf der Preisverleihung am 25. April 2019 im Lichtspieltheater Wundervoll in Rostock (li.wu. in der Frieda23, Friedrichstraße 23, 18057 Rostock) im Rahmen des Rostocker Filmfestivals im StadtHafen (FiSH) ausgezeichnet werden.

Guter Start ins Internet für Kinder: Alles neu auf seitenstark.de

Schon seit 15 Jahren finden Kinder mit „Seitenstark“, dem Zusammenschluss von über 50 Kinderinternetseiten, attraktive Online-Angebote im Web. Zu Jahresbeginn präsentiert Seitenstark sich und die multimedialen Angebote der Kinderwebseiten im modernen, neuen Design und für alle Endgeräte optimiert. Ob auf dem PC, dem Tablet oder Smartphone – Kinder finden über die neue seitenstark.de schnell und leicht Zugang zu vielen geprüften Kinderseiten.

Die „Themenwelt“ gibt den Kindern schnell einen guten Überblick und führt sie auf direktem Weg zu den Spielen, Filmen, Audios, den Lern- und Mitmachangeboten der seitenstarken Kinderseiten. Ganz neu ist ein moderiertes Kinderforum zum sicheren Austausch. Hier können Kinder Fragen stellen und miteinander ins Gespräch kommen. Das „Thema der Woche“ greift Themen aus der Welt der Kinder auf und weist damit den Weg zu weiterführenden Informationen auf den verschiedenen Kinderseiten. Der Menüpunkt „Internet“ hält Angebote bereit, die Kinder auf ihre Erkundungen im Internet vorbereiten und Medienkompetenz fördern. Dazu gehören die „WWWas-Fragen“, die Antworten auf alles geben, was Kinder immer schon zum Internet wissen wollten.

Für Erwachsene gibt es einen eigenen Bereich. Pädagogischen Fach- und Lehrkräften bieten „Multimediale Bildungsangebote“ schnellen Zugang zu verschiedensten (Lern-)Angeboten, die sich für den Einsatz in der Grundschule, in den Klassen 5 bis 6 und in der außerschulischen Bildung eignen.

Bewegtbild im Netz – FLIMMO-Special zum Safer Internet Day

Was hat es mit der „Bird Box Challenge“ auf sich? Warum ist dieser YouTube-Trend für Kinder bedenklich? Wie kann man Streaming-Dienste wie Netflix, maxdome oder Amazon Prime möglichst kindgerecht einrichten? Kinder und Jugendliche sehen immer mehr Videos, Filme und Serien über das Internet. Das stellt Eltern vor ganz neue Herausforderungen und Probleme. Anlässlich des Safer Internet Days am 05.02.2019 – dem weltweiten Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz – weist FLIMMO in einem Online-Special darauf hin, welche Gefahren und Risiken „Fernsehen im Netz“ mit sich bringt und wie Eltern damit umgehen können.

Was im linearen Fernsehen etwa über Sendezeitgrenzen geregelt ist, bleibt bei Streaming-Angeboten wie Netflix oder Amazon Prime weitgehend der Verantwortung der Eltern überlassen. Sie müssen selbst aktiv werden und Maßnahmen treffen, um Kinder vor ungeeigneten Inhalten zu schützen. FLIMMO hilft hier mit Tipps zu Sicherheitseinstellungen bei bekannten Videoportalen und weiteren Hinweisen, wie Streaming-Dienste sicherer genutzt werden können.

Besonders beliebt sind bei Kindern und Jugendlichen Videos auf Social-Media-Plattformen wie YouTube, Instagram oder Tik Tok. Auch hier gibt es Risiken, denen sich Eltern bewusst sein sollten. FLIMMO empfiehlt: Neben technischen Sicherheitseinstellungen sind vor allem gemeinsame Absprachen und klare Regeln hinsichtlich der Nutzung von Videos im Internet ein guter Anfang.

Weitere Informationen und Tipps für Eltern zum Umgang mit Netflix, YouTube und Co. sind hier zu finden: www.flimmo.de/SID19

"Ritter Odilo und der strenge Herr Winter"

Theater in den Winterferien: Sebastian und seine Freundin Tara haben sichtlich viel Spaß dabei, sich die Welt des Ritter Odilos mit Drachen, Prinzessin und dem strengen Herrn Winter vorzustellen! Diese hurmorvolle und fantasievolle Kinderoper mit den Sängern Sebastian Naglatzki und Tara Bethke ist am So. 10.2., um 15 Uhr im Schauspielhaus Neubrandenburg zu erleben.

Ferienkalender erscheint im Februar 2019

Ab sofort online und somit für die Planung der Sommerferienfahrten von Kindern und Jugendlichen in unserem Land verfügbar, ist der Ferienkalender 2019 in den umweltschonenden, digitalen Versionen zum Online-Durchblättern oder zum Download als PDF-Datei (3 MB). Außerdem lassen sich die 61 verschiedenen Angebote in insgesamt 108 Durchgängen in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland und Europa für bis zu 3.800 Kinder und Jugendliche in einer Online-Datenbank recherchieren.

Alle 26 Anbieter der im Kalender enthaltenen Freizeiten haben sich als öffentliche und freie Träger verpflichtet, die Anforderungen des Landesjugendrings für Kinder‐ und Jugendfreizeiten einzuhalten. Die verschiedenen Versionen des Online-Ferienkalenders finden Sie auf dem Jugendserver unter „www.ferien.ljrmv.de“. Ab Mitte Februar werden die Ferienkalender 2019 im ganzen Land bei Kreisjugendringen, Amtsverwaltungen, Jugendämtern und Stadtinformationen zum Abholen bereitliegen.

Bestellen können Eltern und Institutionen die 48-seitige Broschüre kostenlos beim Landesjugendring MV in 19053 Schwerin, Goethestraße 73, info@ljrmv.de oder per Kontaktformular auf dem Jugendserver „www.ljrmv.de“.

Präventionsprojekt mit der Grundschule Ost

Zurückboxen oder miteinander reden? Wut am Mülleimer auslassen oder sie einfach ins Kissen schreien? Und wie reagieren, wenn mir ein Mitschüler etwas klaut? Bei dem ersten gemeinsamen Präventionsprojekt des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, dem Landespolizeiorchester MV und der Stadt Neubrandenburg zusammen mit der Neubrandenburger Grundschule Ost „Hans Christian Andersen“ werden sich die Erst- bis Viertklässler vor allem musikalisch und tänzerisch in den nächsten Monaten mit diesen Themen beschäftigen.

Unter dem Titel „Unser Schulhof“ wird jede Klasse ein Teilprojekt bearbeiten. Dafür steht ihnen neben ihren Lehrern auch Anne Neumann, Präventionsberaterin der Polizeiinspektion Neubrandenburg, mit Rat und Tat zur Seite. „Gewalt“, „Cyber-Mobbing“, „Sachbeschädigung“, „Diebstahl“ oder aber die „Gesundheit“ ohne Zigarette oder Alkohol stehen dabei im Fokus.

Die Mitglieder des Landespolizeiorchesters unter Leitung von Christof Koert begleiten die Steppkes mal schwungvoll, mal leise und mal dramatisch an Tuba, Trompete oder Schlagzeug. Lehrer und die Theaterpädagogin des Vereins Jugendkunstschule „Junge Künste“, Heidrun Piechot, üben mit den Schülern kleine Tanz-Choreografien und szenische Darstellungen rund um die Präventionsthemen ein.

Das Endprodukt soll dann am 19. Juni auf einer großen Bühne präsentiert werden. Heute Mittag hat es bereits in der Turnhalle der Grundschule einen sehr rhythmischen Vorgeschmack aufs Ohr und fürs Auge gegeben. Mit dabei waren neben mehreren hundert Schülern und ihren Lehrern auch der Vize-Oberbürgermeister Peter Modemann und natürlich der Neubrandenburger Polizeipräsident, Nils Hoffmann-Ritterbusch. Er wünschte den Kindern in den nächsten Monaten „viel Spaß beim Üben“ und zeigte sich nach der ersten Vorstellung ebenso beeindruckt vom Auftritt der Polizeimusiker und Schüler wie Schuldirektor Hardi Dräger.


PKW-Fahrer fährt 7-jähriges Kind an

Am Montag, 14.01.2019, gegen 15:10 Uhr kam es in der Neustrelitzer Straße in Neubrandenburg zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem PKW-Fahrer und einem 7-jährigen Kind. Der 57-jährige Fahrer eines PKW Opel befuhr die Neustrelitzer Straße aus Richtung Friedrich-Engels-Ring kommend in Richtung Ortsausgang.

An der Kreuzung Neustrelitzer Straße / Nonnenhofer Straße beachtete er das für seine Fahrspur geltende Farbzeichen „Rot“ der Lichtzeichenanlage nicht. Zur gleichen Zeit wollte am Fußgängerüberweg ein 7-jähriger Junge die Fahrbahn überqueren, da die Lichtzeichenanlage für ihn das Farbzeichen „Grün“ anzeigte. Er betrat die Fahrbahn und wurde dabei von dem PKW des 57-jährigen Fahrzeugführers erfasst.

Hierbei zog sich der Junge eine Verletzung am Kopf zu und musste mit einem Rettungswagen ins Klinikum von Neubrandenburg gebracht werden. Dort wurde er vorsorglich stationär aufgenommen. Am PKW entstand ein Sachschaden von ca. 300,-EUR. Gegen den Fahrzeugführer wurde Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung erstattet.