Frau stürzt in Neustrelitz aus dem Fenster

Ein Anrufer teilte der Einsatzleitstelle über den Notruf der Polizei am Sonnabend, 08.06.2019, gegen 20:30 Uhr den Sturz einer Person aus einem Fenster in der Glambecker Straße in Neustrelitz mit. Die 41-jährige Frau erlitt bei dem 10 Meter tiefen Fall aus der vierten Etage eines Mehrfamilienhauses schwerste Verletzungen an den Beinen und am Kopf.

Zur Gewährleistung der schnellen medizinischen Versorgung wurde für die Landung eines Rettungshubschrauber der Marktplatz von Neustrelitz für eine Dauer von 30 Minuten voll gesperrt. Die Betroffene wurde in das Klinikum nach Neubrandenburg geflogen und dort in der Nacht notoperiert.

Die Hintergründe des Sturzes sind noch unklar und gegenwärtig Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen des Kriminaldauerdienstes.

Ladendieb leistet Widerstand, biss einen Beamten in die Hand und wurde per Haftbefehl gesucht

Am Montag, 03.06.2019, gegen 13:20 Uhr wurden die Polizeibeamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg zu einem Supermarkt im Juri-Gagarin-Ring in Neubrandenburg gerufen, da dort Unterstützung bei der Feststellung eines aggressiven Ladendiebes benötigt wird. Als die Beamten dort ankamen, befand sich im Eingangsbereich eine Personengruppe, in deren Mitte eine Person auf dem Boden liegend festgehalten wurde.

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand konnte der Ladendetektiv über den Monitor in seinem Büro beobachten, wie der 25-jährige Tatverdächtige aus dem Regal mehrere Waren entnahm und unter seinem T-Shirt versteckte. Anschließend passierte er den Kassenbereich, ohne die versteckten Waren zu bezahlen. Hinter dem Kassenbereich wurde der Tatverdächtige durch die Ladendetektiv angesprochen und mit in sein Büro gebeten. Bevor der Detektiv die Bürotür öffnen konnte, flüchtete der 25-Jährige mit der entwendeten Ware in Richtung Ausgang. Durch lautes Rufen des Detektives wurde ein Zeuge aufmerksam, welcher eingriff und so die weitere Flucht des Tatverdächtigen verhindern konnte. Der Ladendetektiv und weitere Mitarbeiter kamen dann zur Hilfe. Sie konnten den 25-Jährigen unter Kontrolle bringen, da dieser weiterhin versuchte, zu flüchten.

Nach Aufforderung zeigte der 25-Jährige den Beamten das Diebesgut (vier Marken-Kopfhörer im Wert von 200 Euro), welche er unter seinem T-Shirt hervorholte. Bei der Durchsuchung wurden keine weiteren Gegenstände aufgefunden. Bei der Personenüberprüfung stellten die Beamten fest, dass der 25-Jährige zur Fahndung ausgeschrieben ist. Hintergrund ist das Vorliegen eines Haftbefehls wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs. Aus diesem Grund wurde er vorläufig festgenommen und zunächst zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg verbracht. Während dieser polizeilichen Maßnahmen beleidigte der 25-Jährige die Beamten mehrfach und leistete aktiven körperlichen Widerstand, in dem er einen Beamten in die Hand biss und mit Beinen und Armen um sich schlug, so dass ein weiterer Beamter Abschürfungen an den Armen erlitt. Aus diesem Grund fixierten die Beamten den Tatverdächtigen an den Armen und Beinen, bis er irgendwann sagte, dass er aufgibt. Am gestrigen Nachmittag wurde der 25-Jährige dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in die JVA Bützow gebracht. Dabei hat er sich bei dem Beamten für den Biss entschuldigt.

Die entwendete Ware konnte im Markt verbleiben, so dass kein Schaden entstanden ist. Die beiden verletzten Beamten haben sich ambulant im Ärztehaus behandeln lassen und waren aber weiterhin dienstfähig. Der 25-Jährige muss sich nun wegen Diebstahls, Bedrohung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Körperverletzung durch Messer – Zeugen gesucht

Sonnabend Abend hat es gegen 18:30 Uhr in der Einsteinstraße in Neubrandenburg im Bereich des Norma-Marktes eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einem 31-Jährigen und einem 39-Jährigen gegeben. Dabei haben sowohl der 31 Jahre alte Mann türkischer Abstammung als auch der 39-Jährige Deutsche mehrere Schnitt- und Stichverletzungen davon getragen.

Beide wurden im Klinikum behandelt. Der Ältere musste noch am Abend notoperiert werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen befindet er sich aber heute außer Lebensgefahr.

Der Auslöser der Tat ist bisher nicht bekannt. Motiv, Hintergründe sowie der Tathergang müssen noch ermittelt werden. Die Beamten des Kriminaldauerdienstes (KDD) Neubrandenburg haben die Tatortarbeit aufgenommen und Spuren gesichert sowie erste mögliche Zeugen befragt. Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg und die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg haben die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Kripo-Beamten suchen nun aber auch weitere Zeugen, die die Tat möglicherweise beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können. Solche Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei unter der Telefonnummer 0395 5582 2223 zu wenden.

17-Jähriger schlägt mit mehreren Faustschlägen auf einen Busfahrer ein – Höchststrafe

Am 27.05.2019 gegen 12:20 Uhr wurde der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg eine Schlägerei in einem Neubrandenburger Stadtbus, welcher gerade auf Friedrich-Engels-Ring auf Höhe des Rathauses befindet, gemeldet. Als die Beamten vor Ort eintrafen, schilderte der 56-jährige geschädigte Busfahrer den Sachverhalt wie folgt:

Der 56-Jährige war zum Tatzeitpunkt als Busfahrer der Linie 8 – Waldfriedhof tätig und stand in der Bushaltestelle des Rathauses am Friedrich-Engels-Ring 55. Einige Passagiere, wie auch der spätere Tatverdächtige sind in den Bus eingestiegen. Als eine junge Frau den Bus betreten wollte, bemerkte der Busfahrer, dass ihr Fahrschein bereits ungültig war und verweigerte ihr den Zutritt zum Bus und damit auch die Beförderung. Plötzlich und ohne Vorwarnung kam der 17-jährige Tatverdächtige (ein Freund der jungen Frau) aus dem hinteren Teil des Busses angelaufen und schlug unvermittelt auf den Busfahrer ein. Das kam alles so plötzlich, dass der Busfahrer gar nicht so schnell seine Halbtür aufbekam, um sich wehren zu können. Der 17-Jährige schlug den Busfahrer mit der linken und rechten Faust mehrfach ins Gesicht.

Die Auseinandersetzung verlagerte sich dann nach draußen vor den Bus, da der Busfahrer die Personalien des Tatverdächtigen forderte. Dieser Aufforderung kam der 17-Jährige nicht nach und versuchte stattdessen weiterhin, auf den Busfahrer einzuschlagen. Zwei couragierte Zeugen bemerkten die Auseinandersetzung und gingen dazwischen. Der 37-jährige Zeuge brachte des 17-jährigen Tatverdächtigen zu Boden und hielt ihn dort fest, bis die Polizeibeamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg eintrafen. Sie haben den 17-Jährigen mit zum Revier genommen, wo er kurze Zeit später von seiner Mutter abgeholt wurde. Er muss sich nun wegen Körperverletzung verantworten.

Der Busfahrer wurde durch die Faustschläge so schwer verletzt, dass er nicht mehr dienstfähig war und durch einen Kollegen abgelöst werden musste. Der 56-Jährige wollte sich selbstständig in ärztliche Behandlung begeben.

Körperverletzung auf dem Datzeberg

Am Dienstag, 30.04.2019, gegen 19:15 Uhr kam es in einem Supermarkt in der Neubrandenburger Max-Adrion-Str. zu einer Körperverletzung. Ein männlicher 37-jähriger Neubrandenburger schlug hierbei innerhalb des Supermarktes mehrfach auf den Kopf eines 23-jährigen Neubrandenburgers ein. Der Geschädigte wurde hierdurch am Kopf verletzt und durch Rettungskräfte versorgt.

Der alkoholisierte Tatverdächtige wurde nach kurzer Flucht durch Beamte des Neubrandenburger Polizeihauptreviers auf einem nahegelegenen Parkplatz gestellt und in Gewahrsam genommen.

Versuch der gefährlichen Körperverletzung in Neubrandenburg – Zeugen gesucht!

Am 23.03.19 beteiligte sich ein 29-jähriger Mann an einer Demonstration in Neubrandenburg. Im Anschluss daran begab sich der Geschädigte auf den Heimweg. Dabei trug er zwei eingerollte Regenbogenfahnen unter dem Arm. Er ging vom Bahnhof über die Fußgängerbrücke (sogenannter Hahnentritt) in Richtung Vogelviertel. Schon hier bemerkte er kurz nach 18:00 Uhr, dass ihm zwei männliche Personen folgten.

In der Greifstraße waren die beiden bisher unbekannten Beschuldigten bereits sehr nahe. Sie riefen dem Geschädigten etwas hinterher, was er allerdings nicht verstehen konnte. Schließlich warfen sie eine Bierflasche nach ihm, welche ihn jedoch knapp verfehlte. Er blieb unverletzt. Der 29-Jährige konnte sich in ein Wohnhaus begeben. Hier schlugen die Unbekannten noch einmal gegen die Hauseingangstür.

Der Geschädigte informierte die Polizei über den Notruf. Ihm wurde von der Einsatzleitstelle mitgeteilt, dass momentan kein freier Wagen zur Verfügung stehen würde. Der Mann rief daraufhin bei der Bundespolizei an, die dankenswerterweise die Aufnahme der Strafanzeige übernahm und an die Landespolizei übermittelte.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat die Ermittlungen übernommen, da aufgrund der Regenbogenfahnen der Verdacht besteht, dass der Angriff homophob motiviert war.

Die Ermittler haben bereits Zeugen vernommen und Videomaterial ausgewertet. Zur Ermittlung der beiden unbekannten Tatverdächtigen sind die Beamten auf weitere Zeugen angewiesen. Sie bitten insbesondere eine junge Frau, welche sich kurz nach 18:00 Uhr am Bahnhof aufgehalten hat, sich unter der Telefonnummer 0395/5582-2224 bei der Polizei zu melden. Darüber hinaus spricht der Nordkurier in seiner Berichterstattung von einem Zeugen, der sich bei der Zeitung gemeldet haben will. Über den Nordkurier ist es uns bisher nicht gelungen, mit den Zeugen in Kontakt zu treten. Daher möchten wir den Zeugen direkt bitten, sich bei der Polizei zu melden.

In der nächsten Woche wird es ein Gespräch mit dem 29-Jährigen, mit dem Ansprechpartner für Opfer von homo- und transphober Gewalt im Polizeipräsidium Neubrandenburg und dem Leiter des Einsatzdezernates des Präsidiums geben. Neben Präventionsthemen rund um Homophobie wird auch der Notruf in der Einsatzleitstelle noch einmal ausgewertet.

Mehrere Anzeigen auf dem Datzeberg

Ein Mitarbeiter eines Bistro meldete sich am Sonnabend, 16.02.2019, um 01:09 Uhr in der Einsatzleitstelle der Polizei in Neubrandenburg und teilte mit, dass der Betreiber des Bistros von drei männlichen Personen angegriffen und hierbei auch verletzt worden sei. Darüber hinaus soll auch mit einer Schreckschusswaffe geschossen worden sein.

Nach dem Eintreffen mehrerer Funkstreifenwagenbesatzungen des PHR Neubrandenburg sowie des PR Friedland erfolgte eine erste Befragung aller vor Ort festgestellten Personen. Danach stellte sich der Sachverhalt wie folgt dar: Am 16.02.2019 gegen 01:05 Uhr erschienen drei deutsche männliche Personen im Alter von 23, 28 und 30 am Stern-Bistro mit der Absicht dort Bier zu erwerben. Der 23-jährige betrat das Geschäft trotz eines für ihn bestehenden Hausverbotes, währenddessen die anderen beiden Personen vor dem Geschäft auf ihn warteten. Da es in der Vergangenheit bereits zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen dem 52-jährigen Bistrobetreiber und dem jungen Mann gekommen war, forderte er diesen nun auf, sein Geschäft unverzüglich zu verlassen. Um sein Hausrecht durchzusetzen, schob er den 23-jährigen Mann vor die Tür seines Geschäfts.

Hier kam es nun zu einer Schubserei zwischen dem Bistrobetreiber und den drei männlichen Personen, in deren Folge der 23-jährige einen Schraubendreher aus seiner Bekleidung hervorholte und damit gezielt in Richtung des Bistrobetreibers zustieß. Diesen Stoß konnte der Bistrobetreiber zwar mit seiner rechten Hand abwehren, zog sich hierbei jedoch eine blutende Schnittwunde am Mittelfinger der rechten Hand zu. Der 30-jährige Mann der Gruppe wollte sich, nach seiner Aussage schlichtend dazwischen stellen und bekam vom Betreiber des Bistros einen Faustschlag ins Gesicht. Die 28-jährige Person der Gruppe zog nun eine Schreckschusswaffe aus seiner Bekleidung hervor und schoss damit einmal in die Luft. Der Betreiber zog sich daraufhin zügig in sein Bistro zurück und wartete auf das Eintreffen der Polizei.

Der Schraubenzieher, die Schreckschusswaffe, sowie zwei Patronenhülsen konnten in Tatortnähe aufgefunden und sichergestellt werden. Diese waren zuvor durch die beiden Tatverdächtigen hinter einer Abfalltonne versteckt worden. Gegen den 23-jährigen tatverdächtigen Mann der Gruppe wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Hausfriedensbruch eingeleitet. Ein beim Beschuldigten durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,46 Promille, woraufhin eine Blutprobenentnahme angeordnet wurde. Gegen den 28-jährigen Beschuldigten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Gegen den Betreiber des Bistros wird ein Ermittlungsverfahren wegen einfacher Körperverletzung zum Nachteil der 30-jährigen männlichen Person eingeleitet.