EIN BLICK ins Museum mit Christoph Biallas

Christoph Biallas, der Kurator der Sonderausstellung „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“, gibt am 30. Januar um 17:30 Uhr im Regionalmuseum (Franziskanerkloster, Stargarder Str. 2, 17033 Neubrandenburg) einen etwa halbstündigen Einblick zu der vom Architekten Heinrich Tessenow 1922 entworfenen Gedächtnisstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges in der Neubrandenburger Marienkirche. Von den sechs Granittafeln haben sich nur einige Bruchstücke erhalten, die 1992 beim Aushub im Kircheninneren gefunden wurden und zurzeit in der Sonderausstellung ausgestellt sind.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

Ausschreibung für Uwe-Johnson-Preis 2020 startet

Für den mit 20.000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Preis können Autorinnen und Autoren oder deren Verlage bis zum 13. März 2020 unveröffentlichte sowie seit April 2018 veröffentlichte Arbeiten aus den Bereichen Prosa und Essayistik einreichen. Der Uwe-Johnson-Preis würdigt deutschsprachige Autorinnen und Autoren, in deren Schaffen sich Bezugspunkte zu Johnsons Poetik finden und die heute mit ihren Texten ebenso unbestechlich und jenseits der »einfachen Wahrheiten« deutsche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft reflektieren.

Die Preisverleihung findet am Freitag, dem 9. Oktober 2020, in der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Berlin statt. Im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage in Neubrandenburg wird die Preisträgerin oder der Preisträger zudem vor einem breiten Publikum lesen. Eine weitere Lesung wird in Berlin stattfinden.

Vor zwei Jahren wurde der Uwe-Johnson-Preis Rolf Rothmann und seinem Roman »Der Gott jenes Sommers« zugesprochen. Zu den Preisträgern der letzten Jahre zählen Jan Koneffke (2016), Lutz Seiler (2014), Christoph Hein (2012), Christa Wolf (2010) und Uwe Tellkamp (2008). Seiler und Tellkamp erhielten kurz nach der Verleihung des Uwe-Johnson-Preises auch den Deutschen Buchpreis. »Wir sind gespannt, ob und in welcher Weise von jüngeren Autorinnen und Autoren Texte zur Einreichung kommen, die im Sinne von Uwe Johnson vereinfachte Formen der Wirklichkeitserkundung unterlaufen und mit ihren Texten die Leser dazu einladen, ihre ‚Version der Wirklichkeit‘ mit jener zu vergleichen, die sie „unterhalten und pflegen«, kommentiert Jurysprecher Carsten Gansel, Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Universität Gießen, die neuerliche Ausschreibung.

Der Uwe-Johnson-Preis wurde 1994 erstmals verliehen, Kurt Drawert (1994), Walter Kempowski (1995) und Marcel Beyer (1997) gehören zu den ersten Preisträgern. Der mit 20.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Preis wird von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. gemeinsam mit dem der Kanzlei Gentz und Partner mbB, Berlin und dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis vergeben. Der mit 5.000 Euro Preisgeld ausgelobte Uwe-Johnson-Förderpreis würdigt herausragende Debütromane. 2019 wurde Kenah Cusanit für ihren Roman »Babel« ausgezeichnet.

Vorschläge können bis zum 13. März 2020 bei der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V., 2. Ringstraße 21, 17033 Neubrandenburg eingereicht werden.

Winterferien-Angebote der Jugendkunstschule

Die Jugendkunstschule „Junge Künste“ (An der Hochstraße 13) hält für Kinder und Jugendliche wieder zahlreiche Ferienangebote bereit.

Vom 11. bis 14. Februar oder vom 18. bis 21. Februar kann jeweils von 13-16 Uhr in der Kunstwerkstatt ein eigener Sitzhocker gestaltet werden. Nebenan in der Nähwerkstatt werden am 10. und 11. Februar von 10-16 Uhr mit der Nähmaschine Bilder auf Stoff gemalt. Am 11. Februar zeigt der Künstler Tom Wollenberg tolle Gestaltungsmöglichkeiten für T-Shirts.
Vom 12. bis 14. Februar ist in der Medienwerkstatt die Fotografin Anne Steffen zu Gast. Sie zeigt täglich von 10-16 Uhr, wie man mit einer Kamera umgeht und Portraits kunstvoll inszeniert.
In der Woche vom 17. bis 21. Februar könnt ihr täglich von 10-13 Uhr eure eigene Geschichte in einem Daumenkino aufzeichnen und anschließend mittels einfacher Animation zum Leben erwecken. Wer Interesse an anderen Kulturen hat, kann am 19. Februar lernen, den eigenen Namen mit japanischen Schriftzeichen künstlerisch zu gestalten.

Auch im Theaterkeller in der Poststraße 4 gibt es am 11. und 12. Februar etwas zu erleben, hier wird von 9.30–12 Uhr mit Schwarzlichteffekten Theater gespielt. Das Keramikstudio (Juri-Gagarin-Ring 35) öffnet am Freitag, den 14. und 21. Februar seine Türen und lädt zum Gestalten winterlicher Tonobjekte ein.

Weitere Informationen zu den Ferienangeboten findet ihr auf unserer Webseite www.junge-kuenste.de. Anmeldungen sind telefonisch unter 0395-77824822 oder per Mail an info@junge-kuenste.de möglich.

Tag der offenen Tür der Jugendkunstschule

Am Freitag, den 24. Januar, öffnet die Jugendkunstschule von 15 bis 18 Uhr ihre Türen. Ab 15 Uhr stellen Schülerinnen und Schülern der Grundschule Nord das Kooperationsprojekt „Mixed-Media“ vor.

Wer Ideen und Wünsche für die Zukunft der Jugendkunstschule hat, der ist 15:30 Uhr herzlich zu der Gesprächsrunde „Jugendkunstschule 2025 – Wo wollen wir hin?“ eingeladen. Die Mitarbeiter der Fachbereiche Bildende Kunst, Medien, Musik, Textil und Theater informieren über aktuelle Angebote und in einer großen Vernissage zeigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre aktuellen Kunstwerke, modische Accessoires, Kostüme und Animationsfilme.

Den Abschluss bildet ein kurzer Dokumentationsfilm zur Sommerakademie 2019.

Zwei neue Ausstellungen – Eröffnung mit Hochschulchor

Ab dem 15. Januar werden Studierende der Neubrandenburger Hochschule ihre künstlerischen Arbeiten im Laborgebäude Haus 2 präsentieren. Eine zweite Ausstellung im unteren Foyer des Hauptgebäudes Haus 1 zeigt eine große Auswahl von Fotografien.

Die Studierenden gestalten die Hochschule. Die erste Ausstellung veröffentlicht die wunderbaren Arbeiten von Studierenden, die am StudiumPlus-Kurs „Zeichnen – ein elementares Medium menschlichen Ausdrucks“ teilgenommen haben. Zur Eröffnung der Ausstellung „Hochschule I Kunst I Musik“ am 15. Januar (Donnerstag) um 16:00 Uhr im Laborgebäude Haus 2, im oberen Foyer, sind alle Interessierten sowie alle Freunde und Kommilitonen sehr herzlich eingeladen. Prorektorin, Professorin Marion Musiol, wird eröffnen. Der Hochschulchor wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Die zweite Ausstellung ist eine umfangreiche Foto-Galerie, die besondere Momente und die Eindrücke der Studierenden von Jordanien vermitteln. Im September 2019 waren einige Studierende und Professor*innen im Rahmen eines DAAD-Forschungsprojektes zu zwei internationalen Konferenzen an der Al Balqa-Universität und der Deutsch-Jordanischen Universität nach Jordanien gereist. Im November 2019 war eine Gruppe Studierender an der German-Jordanien-Universität in Amman zu Gast. Die Foto-Ausstellung wird sicher auch von den Gästen des Neujahrskolloquiums am 16. Januar gern angeschaut. Passend zu diesem Anlass wird die Fotoausstellung eröffnet sein.

"ODYSSEE" – 25 Touren zu den Kreativen der Mecklenburgischen Seenplatte

Um die kulturellen Höhepunkte der Mecklenburgischen Seenplatte erlebbar zu machen, hat der Kunstverein Teterow e.V. mit der „ODYSSEE“ eine Broschüre geschaffen, die in 25 Routen zu Ausflugszielen aus der Kreativwirtschaft führt. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums ist so eine Übersicht attraktiver Reiseziele entstanden, die für die vielen Kulturschaffenden im Landkreis werben.

Die „Odyssee“ schlägt in individuellen Tourenvorschlägen jeweils drei bis fünf konkrete Haltepunkte der Kunstszene vor. Ergänzt werden diese von wertvollen Tipps für Zwischenstopps bei regionalen Erzeugern, gastronomischen Anbietern oder öffentlichen Einrichtungen mit besonderer Attraktivität.

Das Hauptaugenmerk der Broschüre liegt auf Erlebnissen fernab bekannter touristischer Destinationen. Auf urigen Feldwegen lassen sich märchenhafte Schlösser und Parks entdecken. Dazu gesellen sich einsame Bauernhäuser, wahre Kirchenschätze sowie ausgezeichnete Restaurants und Cafés mit gesunden, regionalen Angeboten. Im Mittelpunkt stehen jedoch immer die Künstler in ihren Ateliers.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Gesamtkosten des Projektes von 195.000 Euro mit 120.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). www.odyssee-mv.de

Der Kulturpark in Neubrandenburg – Gartenkunst als nationales Aufbauwerk

Zwischen 1969 und 1975 entstand auf dem moorastigen Gelände zwischen Stadt und Tollensesee, dem Werderbruch, der heutige Kulturpark in Form eines Landschaftsgartens mit Wiesen, Spielplätzen, Staudengärten und zahlreichen Plastiken verschiedener Künstler.

Nachdem die Veranstaltung im September krankheitsbedingt ausfiel, berichtet Prof. Dr. Caroline Rolka von der Hochschule Neubrandenburg nun am Mittwoch, 15. Januar, um 19 Uhr im Neubrandenburger Stadtarchiv, Marktplatz 1 (Eingang Darrenstraße), über Hintergründe zur Entstehung des Neubrandenburger Gartendenkmals. Im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks der DDR leisteten die Einwohner freiwillige Arbeitsstunden, um den Kulturpark herzurichten. 1981 erhielt der Park den Denkmalstatus.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.