Umzug der Penzliner Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek, die Touristeninformation und das städtische Archiv konnten jetzt in die neuen Räumlichkeiten einziehen. Nach langer Bau- und Sanierungszeit dürfen die Besucher jetzt im Johann-Heinrich-Voß-Literaturhaus in Penzlin auf viele Neuerungen gespannt sein.

Die Stadtbibliothek hat am neuen Ort montags, dienstags und donnerstags jeweils von 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet.

Die offizielle Einweihung des Johann-Heinrich-Voß-Literaturhauses wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 gefeiert werden. Es erwartet die Besucher eine Festveranstaltung mit Eröffnung der neuen Museumsräume zu Johann-Heinrich Voß.

Die Geschichte beider Belvedere

Fast 250 Jahre kennen die Neubrandenburger Belvedere. 1775 im Fachwerkstil als herzogliches Sommerhaus für Dörchläuchting erbaut, wurde es nach seinem Abriss zwanzig Jahre später und einem Wiederaufbau in der Innenstadt erst ein Stadtpalais, dann ein Lazarett, Freimaurerdomizil, später Gartenrestaurant und Tanzpalast, ein SA-Sturmlokal und schließlich ein Kriegsgefangenenlager. Dann verging das erste Belvedere in den Flammen des Zweiten Weltkrieges.

Am Hochufer von Broda entstand 1822 am gleichen Platz ein neues Belvedere. Gut hundert Jahre später gestaltete Professor Heinrich Tessenow das der Neuen Wache in Berlin ähnelnde Sommerschlösschen ebenso zu einem Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, wie er es zuvor mit dem berühmten Schinkelbau in der Hauptstadt getan hatte. In DDR-Zeiten sollte sich Belvedere zur unterkellerten Kulisse einer Freilichtbühne verwandeln. Weil aber Geld und Kapazitäten fehlten, besitzen die Neubrandenburger heute nicht nur einen sehenswerten Eheschließungsort sondern einen einzigartigen Platz am Tollensesee.

Helmut Borth, Neubrandenburger Journalist und Autor, präsentiert in seiner neuen Publikation die Geschichte beider Belvedere mit zahlreichen Ansichten, Aussichten und spannenden Einsichten. Die Buchpremiere findet am 5. Dezember 2018 um 19:30 Uhr im Studienbereich des Neubrandenburger Stadtarchivs am Marktplatz statt.

„Franziska Linkerhand“ im Schauspielhaus

In Kooperation mit dem Literaturzentrum Neubrandenburg e.V. zum Brigitte-Reiman-Jahr 2018 im Schauspielhaus lesen Mitglieder des Schauspielensembles Passagen aus dem Roman „Franziska Linkerhand“. Sänger des Hauses werden Ausschnitte aus der Oper „Linkerhand“ von Moritz Eggert vortragen – ein „kräftiges, so berührendes wie unterhaltendes Stück Musiktheater“ (Thomas Rothschild).

Schauspielhaus Neubrandenburg: So. 25.11., 16 Uhr

Karten: ab 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse
Vorverkauf: Service Neubrandenburg im Schauspielhaus, Pfaffenstraße 22, Telefon: 0395 – 569 98 32

In der Regionalbibliothek wird vorgelesen

Am 16. November begeht die Regionalbibliothek den Bundesweiten Vorlesetag und lädt dazu herzlich ein.

Um 11 Uhr übergibt die Bibliothek gemeinsam mit der Buchhandlung Hugendubel und weiteren Vertretern der Werbegemeinschaft Spenden in Form von Medienkisten an Neubrandenburger Vereine. Diese wurden angeschafft aus Erlösen der traditionellen Veranstaltungsreihe LESELICHTER. Die Initiatoren unterstützen damit soziale Projekte für Kinder und Erwachsene.

Der Oberbürgermeister liest direkt im Anschluss für Kinder aus DIE KLEINE EINS des Neubrandenburgers Felix Walk. Die Idee zu diesem Kinderbuch entstand während eines Studienseminars zur mathematischen Frühbildung von Kindern.

Zusammen mit der Arbeitsgruppe Niederdeutsch beim Seniorenbüro werden um 17 Uhr Freunde der niederdeutschen Sprache – ob als Zuhörer oder Akteur – zu einer neuen Runde NB LIEST PLATT begrüßt.

Bereits zwei Tage zuvor, am 14. November um 18 Uhr, präsentiert die Regionalbibliothek eine Kooperations-Veranstaltung mit der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e. V.: Berührend, tragisch, unvergesslich: Die Geschichte von Willy Blum und seiner Familie. Dr. Annette Leo stellt ihre historische Spurensuche DAS KIND AUF DER LISTE vor. Als Gast dabei ist Puppenspieler Peter Waschinsky.

Über Willy Blum und seine Familie wusste man bislang nichts. Annette Leo erinnert an den Jungen, an seine Eltern und seine neun Geschwister. Sie gehörten zu den Sinti-Familien, die seit Generationen mit Wandermarionettentheatern durch Deutschland zogen. Ihre Familiengeschichten erzählen von dieser schon fast vergessenen Kultur-Tradition, von Vorurteilen, Diskriminierung, Ausgrenzung sowie vom mörderischen Rassismus des Nationalsozialismus und auch vom Verschweigen einer Opfergruppe in der Nachkriegszeit: die der Sinti und Roma.

Peter Waschinsky wird Elemente des traditionellen Wandermarionettentheaters demonstrieren und eine Szene aus Willy lums Leben spielen. Als Mitbegründer des Neubrandenburger Puppentheaters inspirierte er in den 1980er Jahren die Erneuerung des DDR-Puppentheaters und ist heute „einer der markantesten Vertreter des zeitgenössischen Puppenspiels“ (fidena.de).

Das Autorengespräch moderiert Dr. Constanze Jaiser, Leiterin des RAA-Projektes „zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung“.

Die Weisheit der alten Hunde

Hunde sind großartig – egal in welchem Alter! Das Leben mit einem alten Hund und die Begleitung in seinen letzten Jahren öffnen unsere Augen und unser Herz. Alte Hunde können uns viel beibringen: Nimm jeden Tag als Geschenk; bereue nichts; kümmere dich um dein Rudel; erkenne, was wirklich zählt; nimm hin, was nicht zu ändern ist; vergib, solange du lebst; du bist nie zu alt für neue Tricks; das Alter ist eine Frage der Einstellung – und vieles mehr.

Elli H. Radinger ist Fachjournalistin und Autorin mit Schwerpunkt Wolf und Hund. Die Naturforscherin und Wolfsexpertin beobachtet wildlebende Wölfe im Yellowstone-Nationalpark und hält Lesungen und Vorträge. Um ihre 13 Jahre alte Hündin durch die letzten Jahre ihres Lebens zu begleiten, unterbrach die Autorin ihre Wolfsforschung.

Die Autorin erzählt spannende Geschichten, die exemplarisch stehen für Vertrauen, Geduld, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Intuition und Witz, aber auch für den Umgang mit Trauer und Verlust. Ein warmherziges und verblüffendes Kompliment an den besten Freund des Menschen.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 13.11.2018, um 19:30 Uhr in der Buchhandlung Hugendubel in Neubrandenburg statt. An diesem Abend präsentiert Elli H. Radinger ihr neues Buch „Die Weisheit der alten Hunde“, erschienen im Ludwig Verlag München. Der Eintritt kostet 10 €, ermäßigt mit Hugendubel Kundenkarte 7 €, Karten sind im Vorverkauf in der Buchhandlung Hugendubel erhältlich.

Lieblingsbuch gesucht

Die Neubrandenburger Regionalbibliothek sucht in einer Aktion die Lieblingskinderbücher aus der Region. Sie werden dann in einer Ausstellung „Ihr LIEBLINGSKINDERBUCH“ vom 5. November 2018 bis 5. Januar 2019 gezeigt.
Die Bibliothek bittet darum, dass interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zum 26. Oktober 2018 unter dem Motto „Lieblingskinderbuch“ ein Foto des Lieblingskinderbuches mit einer kurzen Beschreibung zusenden, verbunden mit einen Hinweis zur Person (gern auch mit Foto) und einer Einverständniserklärung, dass Texte und Fotos für diese Aktion veröffentlicht werden dürfen.
Die Bilder können per E-Mail an elke.riedel@neubrandenburg.de geschickt werden. Der Postweg ist ebenfalls möglich: Regionalbibliothek Marktplatz 1 17033 Neubrandenburg.

Verleihung des Uwe-Johnson-Preises 2018 an Ralf Rothmann

Heute erhält der in Berlin lebende Schriftsteller Ralf Rothmann den mit 20.000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Preis für seinen aktuellen Roman »Der Gott jenes Sommers« (Suhrkamp Verlag). Die festliche Preisverleihung erfolgt in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin. Die Laudatio wird Dr. Julia Encke, Leiterin des Ressorts Literatur bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, halten.
Die Jury begründete ihre Entscheidung für Ralf Rothmann folgendermaßen:
»Mit ihrem Votum für ›Der Gott jenes Sommers‹ verleihen die Stifter den Uwe-Johnson-Preis 2018 an einen Autor, in dessen Gesamtwerk die unbestechliche Erinnerungsarbeit eine zentrale Rolle spielt. In seinem neuen Roman zeigt Ralf Rothmann aus der Sicht eines dreizehnjährigen Mädchens, dass Krieg nicht allein Tod und Verletzung, Entbehrung und Angst oder die Sorge um die Angehörigen bedeuten. Es geht ihm nicht nur um die Darstellung der äußeren Gewalt. Rothmann beschreibt eindrucksvoll, wie der Krieg die Seele angreift und die ‚ethische Sicherheit’ des einzelnen bedroht. ›Der Gott jenes Sommers‹ ist geprägt von einer Schreibweise, in der die präzise Darstellung des tagtäglichen Lebens vordringt zu einem minutiösen Abwägen zwischen Freiheit und Zwang, zwischen Widerstand und Resignation, Erlaubtem und Verbrechen – und deren Zwischenstufen. Indem der Autor in seinen Roman Erzählstücke hineinwebt, die im Dreißigjährigen Krieg angesiedelt sind, stellt er eine Verbindung der Zeiten her und wirft die existenzielle Frage auf, ob der Mensch aus den Kriegen ‚gelernt’ hat. Die außergewöhnliche Fülle an Details und die Art der Darstellung lassen uns staunend erfahren, wie das letzte Kriegsjahr und der Sommer 1945, die still und leise aus den Berichten von Zeitzeugen zu verschwinden drohen, durch das literarische Erinnern erneut wichtig werden für die Gegenwart. Ralf Rothmanns Kunst besteht darin, dem Individuum Rechnung zu tragen und es zugleich in den gesellschaftlichen Zeitläuften zu verorten, in die es – oft gegen seinen Willen – hineingezogen wird. Das impliziert neben dem Realismus des Erzählens, wie bei Uwe Johnson, die Wort für Wort artikulierte Hoffnung: Das private und allgemeine Verhängnis dürfen nicht das letzte Wort behalten.«
Der Uwe-Johnson-Preis wurde 1994 erstmals verliehen. Der Preisträger Ralf Rothmann folgt auf Jan Koneffke, Lutz Seiler, Christoph Hein, Christa Wolf, Uwe Tellkamp, Joochen Laabs, Norbert Gstrein, Jürgen Becker, Gert Neumann, Marcel Beyer, Walter Kempowski und Kurt Drawert.
Der Uwe-Johnson-Preis wird von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. (Neubrandenburg) gemeinsam mit der Kanzlei Gentz und Partner Rechtsanwälte mbB (Berlin) und dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis vergeben.

24-Stunden-Lesung in Neubrandenburg

Am Samstag, 29.09. 2018, beginnt um 14 Uhr die Veranstaltung: „24 Stunden – Wir lesen für Frieden, Respekt und Toleranz“, zu der zahlreiche Autoren, Blogger und Vortragende aus ganz Deutschland erwartet werden.

Im stündlichen Wechsel sind bis Sonntag 13 Uhr in der Evangelischen Schule Neubrandenburg, Neustrelitzer Straße 6 Texte unterschiedlichster Art zu hören. Danach folgt noch eine Abschlussveranstaltung.

Der Eintritt ist frei.

Lesung "Darüber spricht man nicht"

Am Mittwoch, 26.09.2018 sind Sie um 19:30 Uhr herzlich in die Buchhandlung Hugendubel in Neubrandenburg eingeladen. An diesem Abend stellt die Hautärztin und Gesundheitsexpertin Dr. med. Yael Adler ihr neues Buch „Darüber spricht man nicht“ – Weg mit den Körpertabus – vor. In diesem Buch erzählt die Autorin unverkrampft, humor- und verständnisvoll von allen Tabuzonen und Tabuthemen des menschlichen Körpers. Ein Buch, das informiert, unterhält und vielen aus der Seele spricht. Karten für diese Veranstaltung sind bereits im Vorverkauf bei Hugendubel erhältlich.

8. Neubrandenburger Lesenacht in der Stargarder Straße

Am Sonnabend, 22. September 2018 sind alle Interessierten herzlich zur 8. Neubrandenburger Lesenacht in der Stargarder Straße eingeladen. Diese Traditionsveranstaltung beginnt gleichzeitig um 19:00 Uhr an allen teilnehmenden Veranstaltungsorten: Cafe Alte Post, Biomarkt, Wander-Optik, 25 Grad – Die Kaffeebar, Form-Welten, Regionalbibliothek Neubrandenburg und Buchhandlung Hugendubel.
Jeder Besucher zahlt einmalig den Eintritt von 5,00 € und ist damit berechtigt, auch andere Veranstaltungsorte zu besuchen. In diesem Jahr wird jeweils 30 Minuten gelesen und in den anschließenden 15 Minuten haben Sie die Möglichkeit zur nächsten Veranstaltung zu wechseln. Der Flyer mit den Lesern und Veranstaltungsorten ist gedruckt und bereits im Vorfeld an den Veranstaltungsorten erhältlich.
Höhepunkt der Lesenacht ist die Abschlussveranstaltung um 21:15 Uhr im Veranstaltungszentrum im HKB. Oberbürgermeister Silvio Witt und sein Vize Peter Modemann lassen mit Texten von Loriot den Abend ausklingen.