Uwe-Johnson-Förderpreis geht an Kenah Cusanit

Am 27. September erhält Kenah Cusanit den mit 5.000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Förderpreis 2019 für ihren Roman »Babel« (Hanser Verlag). Die feierliche Preisverleihung findet am Freitag, dem 27. September 2019, um 19:00 Uhr im Schauspielhaus Neubrandenburg statt. Die Laudatio hält Katharina Borchardt, Literaturredakteurin beim Südwestrundfunk.

Nach der Preisvergabe wird die Autorin aus ihrem Roman lesen und mit dem Literaturkritiker Michael Hametner ins Gespräch kommen. Der Preis wird im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage 2019 verliehen; diese finden vom 19. September bis 22. Oktober in Neubrandenburg und Güstrow statt.

Der Jury gehören an: Gundula Engelhard (Geschäftsführerin der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft), Carsten Gansel (Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Universität Gießen, Sprecher der Jury), Andrea Gottke (Leiterin der Kulturredaktion im NDR Landesfunkhaus Mecklenburg Vorpommern), Michael Hametner (ehemals leitender Literaturredakteur und Moderator bei MDR FIGARO), Thomas Hummitzsch (freier Kritiker und Pressesprecher im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg) und René Strien (ehemaliger Geschäftsführer des Aufbau Verlages).

Für den Uwe-Johnson-Förderpreis konnten Autorinnen und Autoren oder deren Verlage bis zum 31. März 2019 seit Anfang April 2017 veröffentlichte oder noch unveröffentlichte Arbeiten aus den Bereichen Prosa und Essayistik einreichen. Der Förderpreis würdigt herausragende literarische Erstlingswerke, in denen sich Anknüpfungspunkte zur Poetik Uwe Johnsons finden und deren Blickwinkel unbestechlich und jenseits »einfacher Wahrheiten« auf die deutsche Geschichte, Gegenwart und Zukunft gerichtet ist.

2005 wurde der Uwe-Johnson-Förderpreis erstmals verliehen. Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger sind Arno Orzessek (2005), Emma Braslavsky (2007), Thomas Pletzinger (2009), Judith Zander (2011), Matthias Senkel (2013), Mirna Funk (2015) und Shida Bazyar (2017).

Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis wird von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. in Neubrandenburg gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und der Berliner Kanzlei Gentz und Partner im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Literaturpreis vergeben.

Das Programm zu den Uwe-Johnson-Tagen 2019 können Sie hier herunterladen.

Weitere Informationen zum Uwe-Johnson-Preis und den Preisträgerinnen und Preisträgern der letzten Jahren finden Sie unter: www.uwe-johnson-preis.de

Romanadaption "Unterleuten" nun auch in Neubrandenburg!

Ein Bestseller auf unserer Theaterbühne! Autorin Juli Zeh gelang mit ihrem Roman eine großartige Gesellschaftsstudie. Seit ihrem Debüt (2001) zählt sie zu den bekanntesten deutschen Autoren, ihre Werke wurden in 35 Sprachen übersetzt, sie erhielt unzählige Preise und viele ihrer Romane wurden auch im Theater zum Erfolg.

Ausgangspunkt des Romans ist ein entstehender Windpark am Rande eines Dorfes. Wenn das die Gemüter nicht erhitzt! Es ist der Auslöser für extreme Konflikte, zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen, Ossis und Wessis, zwischen alten Kommunisten und neuen Kapitalisten.

Auf der Grundlage des Romans schrieb Schauspieldirektorin Tatjana Rese die Bühnenfassung, wobei die Herausforderung darin bestand, das breit aufgestelltes Figurenensemble auf unser Schauspielensemble zuzuschneiden.

Schauspielhaus Neubrandenburg: Fr. 27.09., 19:30 Uhr

Kenah Cusanit erhält den Uwe-Johnson-Förderpreis 2019

Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis 2019 wird Kenah Cusanit für ihren Roman »Babel« (Hanser Verlag) verliehen. Die sechsköpfige Jury wählte aus einer Vielzahl an eingesandten Debüts aus den Bereichen Prosa und Essayistik die diesjährige Preisträgerin aus. Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage am Freitag, den 27. September 2019, um 19:30 Uhr im Schauspielhaus Neubrandenburg statt.

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Krimi in der Mecklenburger Seenplatte

Bevor der Sommer beginnt, lädt die Buchhandlung Hugendubel in Neubrandenburg am Donnerstag, den 20.06.2019, um 19:00 Uhr zur Lesung mit Jana Jürß ein. Die Autorin liest aus ihrem neuen Kriminalroman „Tod im Land der tausend Seen“, der in der Mecklenburgischen Seenplatte spielt.

Bei einer Wanderung im Müritz-Nationalpark stolpert die Buchhändlerin Lilo Glück über einen menschlichen Schädel. Untersuchungen zeigen: Das Skelett liegt bereits seit fast 30 Jahren im Wald. Was ist damals geschehen?

Karten für alle Veranstaltungen erhalten Sie in der Buchhandlung Hugendubel. Reservieren Sie telefonisch unter 0395 568 345 12 oder per Mail an neubrandenburg@hugendubel.info.

Nur Beton? trifft Bücherfrühling – „Und ohne Einschränkung: die Stadt ist schön …“

Die Freundschaft in Briefen von Reimann und Schreyer stellt der Mitherausgeber Prof. Dr. Carsten Gansel am 13. Juni um 19 Uhr im Regionalmuseum Neubrandenburg (Franziskanerkloster, Stargarder Str. 2) vor.

Anfang 1969, kurz nach ihrem Umzug nach Neubranden­burg, schreibt Brigitte Reimann über die „recht glückliche architektonische Lösung“, mit der man hier den alten Stadtkern und neue Viertel verbunden habe. Die Autorin ringt um die Fertigstellung ihres Romans über die Archi­tektin Franziska Linkerhand – im Austausch mit ihrem Schriftstellerkollegen kommen künstlerisches Schaffen, Li­teraturbetrieb wie Lebensverhältnisse zur Sprache.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. zum Norddeutschen Bücherfrühling im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

Annalise-Wagner-Preis 2019 für "Domjücher Schicksale" von Reinhard Simon

Annalise-Wagner-Preis 2019 für „Domjücher Schicksale: Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz in der Zeit des Nationalsozialismus“ von Reinhard Simon aus Neustrelitz

Die Dokumentation „Domjücher Schicksale: Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz in der Zeit des Nationalsozialismus“ (Spica Verlag, 2019) von Reinhard Simon aus Neustrelitz wird mit dem 28. Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Der Annalise-Wagner-Preis der Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg würdigt Texte, die Besonderes beitragen zum „Gedächtnis“ der historischen Region Mecklenburg-Strelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, ist mit 2.500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr gefördert durch die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft mbH und den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Der ausgezeichnete Text gehört zu den verdienstvollen Publikationen zur regionalen Geschichte, Kultur- oder Naturgeschichte, die als Ergebnis von Bürgerforschung im Ehrenamt (Citizen Science) entstehen. Und er ist ein Beispiel für „kleine“ Texte mit großem Potential als Impulsgeber für lebendige demokratische Erinnerungskultur, aktives bürgerschaftliches Engagement und gesellschaftlichen Diskurs in der Region.

Reinhard Simon lebt in Neustrelitz und ist Verwaltungsangestellter im Naturschutzbereich. 2015 las er einen Artikel über die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde an psychisch kranken oder behinderten Menschen aus psychiatrischen Einrichtungen in Mecklenburg. Und er erfuhr: Auch an einem historischen Ort „vor der Haustür“ spielte dieses dunkle Kapitel der Regionalgeschichte, in der „Heil- und Pflegeanstalt Domjüch“ am Domjüchsee bei Neustrelitz. Seitdem engagiert sich Reinhard Simon dafür, möglichst vielen Opfern der „Euthanasie“-Morde aus „der Domjüch“ ihren Namen zurück zu geben – und damit ein Zeichen zu setzen für die Einzigartigkeit jeder Persönlichkeit und für die Würde jedes Menschen. 2015 wurde er Mitglied im „Verein zum Erhalt der Domjüch e.V.“ und initiierte 2016 eine Erinnerungsstätte für Opfer von Zwangssterilisationen und „Euthanasie“-Morden aus der Domjüch. Er unterstützt den virtuellen Gedenk- und Informationsort www.gedenkort-t4.eu und sucht ehrenamtlich immer weiter nach Namen und biografischen Zeugnissen dieser lange vergessenen NS-Opfer.

„Für mich ist es das Wichtigste“, schreibt Reinhard Simon, „die Opfer dieser menschenverachtenden Vernichtung psychisch und körperlich Kranker nicht zu vergessen und alles dafür zu tun, dass diese Verbrechen nie wiederholt werden. Dazu möchte ich auch mit diesem Buch beitragen.“

In seiner Publikation veröffentlicht er zum ersten Mal alle 62 bisher bekannten Namen der NS-Opfer aus „der Domjüch“ – und verankert sie auf diese Weise nachhaltig im Gedächtnis der Region. Am regionalen Beispiel spannt die Dokumentation seiner Spurensuche einen Bogen vom „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ (14. Juli 1933) zu den „Euthanasie“-Patientenmorden in der „Aktion T4“ (1940-1941) und bis ins Jahr 1945. Der Autor entwirft ein – für die schwierige Quellenlage – erstaunlich plastisches Bild davon, „was sich in der dunklen Zeit auf der Domjüch abgespielt haben könnte“. Dabei beschreibt er u. a. erstmals, wie das sogenannte „Erbgesundheitsgericht“ arbeitete, welches ab 1934 dem Amtsgericht Neustrelitz angegliedert war und über Zwangssterilisationen in Mecklenburg-Strelitz entschied. Berührend ist sein konsequent biografischer Ansatz: Er erzählt von den NS-Verbrechen anhand von vielen Einzelschicksalen, soweit möglich mit biografischen Lebensskizzen, aber auch anhand kleinster Lebensspuren.

Die öffentliche Verleihung des 28. Annalise-Wagner-Preises findet am 28. Juni 2019 um 18 Uhr in der Regionalbibliothek Neubrandenburg statt. Die Laudatio hält Dr. rer. hum. Kathleen Haack, Arbeitsbereich Geschichte der Medizin an der Universitätsmedizin Rostock und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Nervenheilkunde DGGN. Die Annalise-Wagner-Stiftung lädt herzlich ein!
Mehr Informationen: www.annalise-wagner-stiftung.de

Nur Beton? trifft Bücherfrühling – „Und ohne Einschränkung: die Stadt ist schön …“

Die Freundschaft in Briefen von Reimann und Schreyer stellt der Mitherausgeber Prof. Dr. Carsten Gansel am 13. Juni um 19 Uhr im Regionalmuseum Neubrandenburg (Franziskanerkloster, Stargarder Str. 2) vor.

Anfang 1969, kurz nach ihrem Umzug nach Neubranden­burg, schreibt Brigitte Reimann über die „recht glückliche architektonische Lösung“, mit der man hier den alten Stadtkern und neue Viertel verbunden habe. Die Autorin ringt um die Fertigstellung ihres Romans über die Archi­tektin Franziska Linkerhand – im Austausch mit ihrem Schriftstellerkollegen kommen künstlerisches Schaffen, Li­teraturbetrieb wie Lebensverhältnisse zur Sprache.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. zum Norddeutschen Bücherfrühling im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.