Einladung zum dritten ß-kongress in Rostock

Alle guten Dinge sind drei und zum dritten Mal veranstaltet der JMMV den ß-kongress – ein Tag nur für Schülerzeitungsredakteur/inn/e/n und junge Medienmachende im Land. Workshops, Austauschrunden, Einblicke hinter die Kulissen – gedacht als starken Kick-Off fürs neue Schuljahr, der dem Redaktionsalltag und dem Medienmachen weiterhilft. Daher hat der JMMV ein spannendes und vielfältiges Workshopangebot zusammengestellt und professionelle Journalist/inn/en und Referent/inn/en mit ins Boot geholt.

Wann und wo?
Donnerstag, 19. September 2019 von 10:00 bis 16:00 Uhr auf dem Ulmencampus der Uni Rostock (Ulmenstraße 69, 18057 Rostock)

Was?
Start am Morgen alle gemeinsam nach der Begrüßung mit zwei Keynotes im Hörsaal H2 der Sportwissenschaften in den Tag. Vormittags und nachmittags Workshops mit Themen der Wahl. Professionelle Medienmacher/innen vermitteln Wissenswertes zu Podcast, Themenfindung, Makey Makey, Geschichten mit Games erzählen, Illustration, Fotografie, Social Media und weiteren spannenden Themen.
Alle Workshops, die Begrüßung und das Mittagessen finden auf dem Ulmencampus der Universität Rostock statt. Die Teilnahme am ß-kongress ist kostenlos. Fahrtkosten können anteilig erstattet werden.
Die Workshops, das Programm und weiteren Infos findet ihr unter [ www.szkongress.jmmv.de ], schaut regelmäßig vorbei!

Anmeldung zum ß-kongress:

Bis zum 08. September 2019 an unter [ https://ahoi.jmmv.de/veranstaltung/23-ß-kongress ] oder [ https://srt.ac/f4vah ], Anleitung gibt es auch auf der Webseite: PDF-Anleitung zur Anmeldung www.jmmv.de

Langsam aber stetig: Meinungsmacht verlagert sich ins Internet

Auf den ersten Blick scheint alles beim Alten: Mit ARD, ZDF, Bertelsmann, Springer und ProSiebenSat.1 nehmen die „Top 5“-Konzerne gut 55 % des Meinungsbildungsmarktes in Deutschland ein. Der Rest verteilt sich auf eine große Vielzahl von Unternehmen, wodurch der Meinungsmarkt in Deutschland weiterhin von einer großen Anbietervielfalt geprägt bleibt. Für den überregionalen Meinungsmarkt spielt vor allem das Fernsehen weiterhin eine wichtige Rolle.

Beim genaueren Hinschauen zeigen sich jedoch leichte Verschiebungen: In den letzten drei Jahren haben von den 15 relevantesten Unternehmen neben dem ZDF (+0,8 %) vor allem Stroer und United Internet (jeweils +0,6 %) sowie Burda (+0,5 %) hinzugewonnen, während die TV-Konzerne Bertelsmann (RTL Group) und ProSiebenSat.1 mit -0,9 bzw. -1,6 % die größten Verluste hinnehmen mussten.

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"Google und Facebook müssen reguliert werden – In Deutschland könnten die Landesmedienanstalten die Aufgabe übernehmen"

Auf Einladung der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern diskutierten gestern Medienexpertinnen und -experten im Schweriner Theater über die mediale Kultur in Deutschland und den Einfluss des Internets auf unser Denken.

Zum Auftakt sagte Marleen Janew, die Vorsitzende des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern: „Die digitalen Herausforderungen, die uns im 21. Jahrhundert erwarten, sind smart und hart: smart, wenn ich an das Smartphone oder das Smarthome denke; hart, wenn ich mir die Herausforderungen zum Beispiel beim Datenschutz oder bei der Bekämpfung der Cyberkriminalität vor Augen führe.“

Dr. Heiko Geue, Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, sprach zum Thema „Die Medienwelt im radikalen Wandel – Welche Rahmenbedingungen braucht sie in Zukunft?“ Quelle: Florian Steffen/MMV

In seiner Keynote hielt der Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Heiko Geue, fest, dass sich die Medienwelt in einem radikalen Wandel befinde. Durch die zunehmende Konvergenz der Medien bestehe die Notwendigkeit, neue Rahmenbedingungen in Deutschland zu schaffen. Unter anderem müssten sogenannte Intermediäre – also Unternehmen wie Google, Facebook und Twitter – reguliert werden: „Wie können wir sicherstellen, dass es nicht zu Diskriminierung kommt, wie können wir durchsetzen, dass offengelegt wird, nach welchen Kriterien ihre Algorithmen funktionieren? Dies muss transparenter werden. Das ist für uns ein riesengroßes Thema, es geht am Ende darum, wie wir unsere Demokratie schützen können.“

Diskutierten über die mediale Kultur in Deutschland (v.l.): Torsten Haverland, Ulrike Kulling, Bert Lingnau (Moderation), Robert Weber und Christoph Wohlleben. Quelle: Florian Steffen/MMV

Dies wurde in der anschließenden Podiumsdiskussion aufgegriffen. Robert Weber (Antenne MV), Christoph Wohlleben (Wismar TV), Torsten Haverland (Mitglied des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern) und Ulrike Kulling (Bloggerin aus Rostock) debattierten über das Thema „Mediale Kultur in Deutschland. Wie verändert uns das Netz?“ Die Vor- und Nachteile sozialer Netzwerke sowie die künftige Verbreitung der Inhalte klassischer Medien im digitalen Raum wurden ebenso erörtert wie der Einfluss von Bloggern und Influencern auf die Meinungsbildung. Der Tenor: Die Vielfalt sei die wohl größte Errungenschaft des Netzes, aber (Umgangs-) Regeln seien wichtig für einen guten und zielführenden Diskurs.
Die Landesmedienanstalten könnten künftig die Aufsicht über Google, Facebook und Co. in Deutschland übernehmen, benötigten dafür jedoch eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung.

FLIMMO-Special: Highlights an Pfingsten im TV und auf Streaming-Portalen

FLIMMO-Special: Highlights an Pfingsten im TV und auf Streaming-Portalen Welche Filme eignen sich für welches Alter? Was ist nichts für Kinder?

An den Feiertagen rund um Pfingsten werden im Fernsehen wieder besonders viele Filme gezeigt. Auch auf Streaming-Portalen ist die Auswahl groß. Dabei ist nicht alles für jede Altersgruppe geeignet. Manches sollten Kinder überhaupt nicht sehen. Um Eltern einen Überblick zu verschaffen, hat FLIMMO in einem Pfingst-Special Sehenswertes im Fernsehen und auf Streaming-Portalen zusammengestellt.

Die komplette Übersicht und alle Highlights gibt es ab sofort auf www.flimmo.tv/pfingstspecial:

  • Für 3- bis 6-Jährige: Kurze, unkomplizierte Geschichten, die immer ein gutes Ende nehmen. Zusammenhalt und Freundschaft spielen eine große Rolle: Urmel voll in Fahrt, Der kleine Rabe Socke 2
  • Für 7- bis 10-Jährige: Hier darf es auch schon richtig spannend werden. Außergewöhnliche Helden wachsen über sich hinaus und erleben Abenteuer: Turbo – Kleine Schnecke großer Traum, Mein Freund der Wasserdrache, Quatsch und die Nasenbärbande
  • Für 11- bis 13-Jährige: Die Ältesten finden Gefallen an starken Figuren und einem mitreißenden Erzähltempo. Themen wie das Streben nach Unabhängigkeit und abenteuerliche Bewährungsproben sprechen sie besonders an: Fünf Freunde, Alles steht Kopf, High School Musical
    Für die ganze Familie: Diese Filme gefallen jüngeren und älteren Kindern. Selbst Erwachsene können an der einen oder anderen Stelle schmunzeln: Ab durch die Hecke, Ice Age 2 – Jetzt taut‘s
  • Fallen und Schocker: Diese Filme sind nicht für Kinder. Gewalt, blutige Schlachten und eine bedrohliche Atmosphäre können Kindern Angst machen und sie überfordern: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Tribute von Panem – Catching Fire

Preisträger 25. Jugendmedienfest

Mit der Preisverleihung ging das 25. Neubrandenburger Jugendmedienfest im Kino Latücht zu Ende. Der mit 500 Euro dotierte Hauptpreis „Große Klappe“ im landesweiten Jugendvideowettbewerb geht in diesem Jahr an den Kurzfilm „Pollex“ der Medienwerkstatt vom Filmbüro Wismar. In dem knapp 10-minütigen Streifen erzählt ein alter Mann aus seinem Leben als Damenschneider.

Den zweiten Preis „Drittes Auge“ (300 Euro) erhält der Experimentalfilm „Talking Things“. Darin lässt die junge Filmcrew des Vereins „Sophie Medienwerkstatt“ aus Hagenow Muscheln, Kuscheltiere und Mülltonnen als Zeitzeugen auftreten, die über Integration, Vielfalt und Demokratie diskutieren.Für den dritten Preis (200 Euro) wählte die Jury ebenfalls einen Experimentalfilm. „NoBody is perfect“ der „Bruchpiloten“ der RAAbatz Medienwerkstatt Waren beschäftigt sich mit Vorurteilen gegenüber dünnen Menschen.

Der Sieg im Schulvideowettbewerb geht an Lilli Damrath und Charlotte Baack aus Rostock für ihre Dokumentation „Bei sich ankommen – eine Begegnung mit Irmgard Sinner“. Die beiden Filmemacherinnen lassen darin ausführlich die frühere Goldschmiedin Irmgard Sinner zu Wort kommen, die in der DDR gemeinsam mit ihrem Mann wegen angeblicher Steuerhinterziehung inhaftiert wurde. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Den zweiten Platz (250 Euro) in diesem Wettbewerb erreichte „Valentinstag“. Der Spielfilm von Neuntklässlerinnen des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Waren dreht sich um ein Date. Einem Animationsfilm sprach die Jury den dritten Preis (150 Euro) zu. Darüber dürfen sich die Kinder DRK-Kita „Am Holzhafen“ in Wismar freuen. In „Ameisenkinder“ lassen sie eine Ameisenfamilien einen neuen Lebensraum suchen.

In diesem Jahr gab es in Zusammenarbeit mit NB-Radiotreff 88,0 auch wieder einen Radiowettbewerb. Die Preise des „freiSprecher“ gehen an die Grundschule Nord Neubrandenburg (1. Platz für das das „Pojekt Zeitkapsel“, 250 Euro), das andere Gymnasium Neubrandenburg (2. Platz für „Hörspielkrimi“, 150 Euro) und die Evangelische Schule St. Marien Neubrandenburg (3. Platz „akustischer Weihnachtskalender“, 100 Euro).

Insgesamt wurden in den Wettbewerben des Jubiläumsfestivals mehr als 70 Produktionen gezeigt. Die Einreichungen kamen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern – aus Schulen, Kitas und von Jugendgruppen. In den Jury saßen unter anderen Schüler, Medienpädagogen und Regisseure.

25. Neubrandenburger Jugendmedienfest

An drei Tagen trifft sich im Kino Latücht die junge Medienszene unseres Bundeslandes. Hier wird eine Auswahl der besten, spannendsten und interessantesten Medienproduktionen für Auge und Ohr präsentiert und diskutiert.Eine Medienbörse gibt Euch Einblicke in die praktische Medienarbeit.

Es warten viele verlockende Mitmachangebote rund um Video, Radio und Multimedia auf Euch. Dabei habt Ihr die Möglichkeit, Euch als Kameramann/-frau, RadioreporterIn und ProgrammiererIn auszuprobieren oder Ihr kommt mit Freunden oder mit der Klasse einfach nur als Zuschauer vorbei, um die Wettbewerbe zu erleben und mitzudiskutieren.

Am ersten und zweiten Abend werden um 19.00 Uhr die zwei Spielfilme „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ (22.05.) und „Rate Your Date“ (23.05.) gezeigt. Der abschließende Höhepunkt des Jugendmedienfestes ist die feierliche Preisverleihung am Abend des letzten Festivaltages mit anschließender Live-Musik, Karaoke und Grillbuffet.

Der Eintritt ist für alle Tagesveranstaltungen und den Abschlussabend frei.

25. Neubrandenburger Jugendmedienfest

In knapp einer Woche beginnt das 25. Neubrandenburger Jugendmedienfest. Dann wird das Kino Latücht wieder zum Treffpunkt der jungen Medien-Szene aus ganz Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr gehen vom 22. Mai an mehr als 70 Produktionen in drei Wettbewerben ins Rennen um die verschiedenen Preise wie „Die große Klappe“ oder „Das dritte Auge“. Das Festival endet am 24. Mai mit der feierlichen Preisverleihung. Es wird vom Latücht Film & Medien e.V. und seiner Medienwerkstatt organisiert, in Zusammenarbeit mit NB-Radiotreff 88,0, dem offenen Radiokanal der Landesmedienanstalt Mecklenburg-Vorpommern.

Besonders auffällig: Unter den 44 Einreichungen für den Jugendvideowettbewerb sind in diesem Jahr „total coole, experimentelle Filme“, urteilt Monique Herdam von der Medienwerkstatt, die alle Produktionen gesichtet hat. Die Jugendlichen erprobten neue Sichtweisen auf ihre Themen, zu denen traditionell zum Beispiel die erste Liebe gehört. Dagegen seien unter den 26 Clips des Schulvideowettbewerbs gleich mehrere Dokumentationen, für die die Klassen oder Arbeitsgemeinschaften über einen längeren Zeitraum gearbeitet haben. Ihre Themen sind unter anderem Rassismus, Toleranz, Migration, Mobbing und Freundschaft. Zusätzlich gibt es in diesem Jahr nach längerer Pause wieder einen Radiowettbewerb.

Premiere hat auch eine Medienbörse, die am 23. Mai Schülerinnen und Schülern genauso wie Pädagoginnen und Pädagogen Einblicke in die praktische Medienarbeit geben soll. Darunter sind Mitmachangebote rund um Video, Radio und Multimediaformate. Wer mag, kann sich als Kameramann/ -frau, Radioreporter(in) und Programmierer(in) erproben und Medienberufe kennenlernen. Lehrer und Erzieher erfahren mehr über die Organisation von Film- und Radioprojekten und in Schulen und Jugendeinrichtungen. Mit dabei sind neben der Medienwerkstatt des Latücht-Vereins vier weitere medienpädagogische Einrichtungen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: der Medientrecker von NB-Radiotreff 88,0, die Jugendkunstschule Junge Künste NB e.V. sowie die Medienwerkstatt des Kunsthauses Neustrelitz und die RAAbatz Medienwerkstatt Waren/ Müritz.

„Es wird immer schwieriger medienpädagogische Angebote zu finanzieren, deshalb ist es umso wichtiger zu zeigen, welche Arbeit beispielsweise Medienwerkstätten leisten können“, sagt Latücht-Geschäftsführer Holm-Henning Freier. „Es geht neben Kreativität und filmischem Handwerk auch um Recherche und kritisches Hinterfragen von Themen. Das wiederum ist wichtiger Bestandteil gelebter Demokratie.“ Schulen allein könnten diese Aufgabe nicht übernehmen, erfahrene Medienpädagogen, wie es sie überall im Land gebe, könnten dabei aber ein wichtiger Partner sein.

Ein detailliertes Programm des 25. Jugendmedienfestes mit allen Wettbewerben und weiteren Veranstaltungen finden Sie im Anhang. Mit Ausnahme der beiden Abendfilme am Mittwoch und Donnerstag ist der Eintritt für die Veranstaltungen übrigens frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim Festival im Kino Latücht!