"Google und Facebook müssen reguliert werden – In Deutschland könnten die Landesmedienanstalten die Aufgabe übernehmen"

Auf Einladung der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern diskutierten gestern Medienexpertinnen und -experten im Schweriner Theater über die mediale Kultur in Deutschland und den Einfluss des Internets auf unser Denken.

Zum Auftakt sagte Marleen Janew, die Vorsitzende des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern: „Die digitalen Herausforderungen, die uns im 21. Jahrhundert erwarten, sind smart und hart: smart, wenn ich an das Smartphone oder das Smarthome denke; hart, wenn ich mir die Herausforderungen zum Beispiel beim Datenschutz oder bei der Bekämpfung der Cyberkriminalität vor Augen führe.“

Dr. Heiko Geue, Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, sprach zum Thema „Die Medienwelt im radikalen Wandel – Welche Rahmenbedingungen braucht sie in Zukunft?“ Quelle: Florian Steffen/MMV

In seiner Keynote hielt der Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Heiko Geue, fest, dass sich die Medienwelt in einem radikalen Wandel befinde. Durch die zunehmende Konvergenz der Medien bestehe die Notwendigkeit, neue Rahmenbedingungen in Deutschland zu schaffen. Unter anderem müssten sogenannte Intermediäre – also Unternehmen wie Google, Facebook und Twitter – reguliert werden: „Wie können wir sicherstellen, dass es nicht zu Diskriminierung kommt, wie können wir durchsetzen, dass offengelegt wird, nach welchen Kriterien ihre Algorithmen funktionieren? Dies muss transparenter werden. Das ist für uns ein riesengroßes Thema, es geht am Ende darum, wie wir unsere Demokratie schützen können.“

Diskutierten über die mediale Kultur in Deutschland (v.l.): Torsten Haverland, Ulrike Kulling, Bert Lingnau (Moderation), Robert Weber und Christoph Wohlleben. Quelle: Florian Steffen/MMV

Dies wurde in der anschließenden Podiumsdiskussion aufgegriffen. Robert Weber (Antenne MV), Christoph Wohlleben (Wismar TV), Torsten Haverland (Mitglied des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern) und Ulrike Kulling (Bloggerin aus Rostock) debattierten über das Thema „Mediale Kultur in Deutschland. Wie verändert uns das Netz?“ Die Vor- und Nachteile sozialer Netzwerke sowie die künftige Verbreitung der Inhalte klassischer Medien im digitalen Raum wurden ebenso erörtert wie der Einfluss von Bloggern und Influencern auf die Meinungsbildung. Der Tenor: Die Vielfalt sei die wohl größte Errungenschaft des Netzes, aber (Umgangs-) Regeln seien wichtig für einen guten und zielführenden Diskurs.
Die Landesmedienanstalten könnten künftig die Aufsicht über Google, Facebook und Co. in Deutschland übernehmen, benötigten dafür jedoch eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung.

FLIMMO-Special: Highlights an Pfingsten im TV und auf Streaming-Portalen

FLIMMO-Special: Highlights an Pfingsten im TV und auf Streaming-Portalen Welche Filme eignen sich für welches Alter? Was ist nichts für Kinder?

An den Feiertagen rund um Pfingsten werden im Fernsehen wieder besonders viele Filme gezeigt. Auch auf Streaming-Portalen ist die Auswahl groß. Dabei ist nicht alles für jede Altersgruppe geeignet. Manches sollten Kinder überhaupt nicht sehen. Um Eltern einen Überblick zu verschaffen, hat FLIMMO in einem Pfingst-Special Sehenswertes im Fernsehen und auf Streaming-Portalen zusammengestellt.

Die komplette Übersicht und alle Highlights gibt es ab sofort auf www.flimmo.tv/pfingstspecial:

  • Für 3- bis 6-Jährige: Kurze, unkomplizierte Geschichten, die immer ein gutes Ende nehmen. Zusammenhalt und Freundschaft spielen eine große Rolle: Urmel voll in Fahrt, Der kleine Rabe Socke 2
  • Für 7- bis 10-Jährige: Hier darf es auch schon richtig spannend werden. Außergewöhnliche Helden wachsen über sich hinaus und erleben Abenteuer: Turbo – Kleine Schnecke großer Traum, Mein Freund der Wasserdrache, Quatsch und die Nasenbärbande
  • Für 11- bis 13-Jährige: Die Ältesten finden Gefallen an starken Figuren und einem mitreißenden Erzähltempo. Themen wie das Streben nach Unabhängigkeit und abenteuerliche Bewährungsproben sprechen sie besonders an: Fünf Freunde, Alles steht Kopf, High School Musical
    Für die ganze Familie: Diese Filme gefallen jüngeren und älteren Kindern. Selbst Erwachsene können an der einen oder anderen Stelle schmunzeln: Ab durch die Hecke, Ice Age 2 – Jetzt taut‘s
  • Fallen und Schocker: Diese Filme sind nicht für Kinder. Gewalt, blutige Schlachten und eine bedrohliche Atmosphäre können Kindern Angst machen und sie überfordern: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Tribute von Panem – Catching Fire

Preisträger 25. Jugendmedienfest

Mit der Preisverleihung ging das 25. Neubrandenburger Jugendmedienfest im Kino Latücht zu Ende. Der mit 500 Euro dotierte Hauptpreis „Große Klappe“ im landesweiten Jugendvideowettbewerb geht in diesem Jahr an den Kurzfilm „Pollex“ der Medienwerkstatt vom Filmbüro Wismar. In dem knapp 10-minütigen Streifen erzählt ein alter Mann aus seinem Leben als Damenschneider.

Den zweiten Preis „Drittes Auge“ (300 Euro) erhält der Experimentalfilm „Talking Things“. Darin lässt die junge Filmcrew des Vereins „Sophie Medienwerkstatt“ aus Hagenow Muscheln, Kuscheltiere und Mülltonnen als Zeitzeugen auftreten, die über Integration, Vielfalt und Demokratie diskutieren.Für den dritten Preis (200 Euro) wählte die Jury ebenfalls einen Experimentalfilm. „NoBody is perfect“ der „Bruchpiloten“ der RAAbatz Medienwerkstatt Waren beschäftigt sich mit Vorurteilen gegenüber dünnen Menschen.

Der Sieg im Schulvideowettbewerb geht an Lilli Damrath und Charlotte Baack aus Rostock für ihre Dokumentation „Bei sich ankommen – eine Begegnung mit Irmgard Sinner“. Die beiden Filmemacherinnen lassen darin ausführlich die frühere Goldschmiedin Irmgard Sinner zu Wort kommen, die in der DDR gemeinsam mit ihrem Mann wegen angeblicher Steuerhinterziehung inhaftiert wurde. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Den zweiten Platz (250 Euro) in diesem Wettbewerb erreichte „Valentinstag“. Der Spielfilm von Neuntklässlerinnen des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Waren dreht sich um ein Date. Einem Animationsfilm sprach die Jury den dritten Preis (150 Euro) zu. Darüber dürfen sich die Kinder DRK-Kita „Am Holzhafen“ in Wismar freuen. In „Ameisenkinder“ lassen sie eine Ameisenfamilien einen neuen Lebensraum suchen.

In diesem Jahr gab es in Zusammenarbeit mit NB-Radiotreff 88,0 auch wieder einen Radiowettbewerb. Die Preise des „freiSprecher“ gehen an die Grundschule Nord Neubrandenburg (1. Platz für das das „Pojekt Zeitkapsel“, 250 Euro), das andere Gymnasium Neubrandenburg (2. Platz für „Hörspielkrimi“, 150 Euro) und die Evangelische Schule St. Marien Neubrandenburg (3. Platz „akustischer Weihnachtskalender“, 100 Euro).

Insgesamt wurden in den Wettbewerben des Jubiläumsfestivals mehr als 70 Produktionen gezeigt. Die Einreichungen kamen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern – aus Schulen, Kitas und von Jugendgruppen. In den Jury saßen unter anderen Schüler, Medienpädagogen und Regisseure.

25. Neubrandenburger Jugendmedienfest

An drei Tagen trifft sich im Kino Latücht die junge Medienszene unseres Bundeslandes. Hier wird eine Auswahl der besten, spannendsten und interessantesten Medienproduktionen für Auge und Ohr präsentiert und diskutiert.Eine Medienbörse gibt Euch Einblicke in die praktische Medienarbeit.

Es warten viele verlockende Mitmachangebote rund um Video, Radio und Multimedia auf Euch. Dabei habt Ihr die Möglichkeit, Euch als Kameramann/-frau, RadioreporterIn und ProgrammiererIn auszuprobieren oder Ihr kommt mit Freunden oder mit der Klasse einfach nur als Zuschauer vorbei, um die Wettbewerbe zu erleben und mitzudiskutieren.

Am ersten und zweiten Abend werden um 19.00 Uhr die zwei Spielfilme „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ (22.05.) und „Rate Your Date“ (23.05.) gezeigt. Der abschließende Höhepunkt des Jugendmedienfestes ist die feierliche Preisverleihung am Abend des letzten Festivaltages mit anschließender Live-Musik, Karaoke und Grillbuffet.

Der Eintritt ist für alle Tagesveranstaltungen und den Abschlussabend frei.

25. Neubrandenburger Jugendmedienfest

In knapp einer Woche beginnt das 25. Neubrandenburger Jugendmedienfest. Dann wird das Kino Latücht wieder zum Treffpunkt der jungen Medien-Szene aus ganz Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr gehen vom 22. Mai an mehr als 70 Produktionen in drei Wettbewerben ins Rennen um die verschiedenen Preise wie „Die große Klappe“ oder „Das dritte Auge“. Das Festival endet am 24. Mai mit der feierlichen Preisverleihung. Es wird vom Latücht Film & Medien e.V. und seiner Medienwerkstatt organisiert, in Zusammenarbeit mit NB-Radiotreff 88,0, dem offenen Radiokanal der Landesmedienanstalt Mecklenburg-Vorpommern.

Besonders auffällig: Unter den 44 Einreichungen für den Jugendvideowettbewerb sind in diesem Jahr „total coole, experimentelle Filme“, urteilt Monique Herdam von der Medienwerkstatt, die alle Produktionen gesichtet hat. Die Jugendlichen erprobten neue Sichtweisen auf ihre Themen, zu denen traditionell zum Beispiel die erste Liebe gehört. Dagegen seien unter den 26 Clips des Schulvideowettbewerbs gleich mehrere Dokumentationen, für die die Klassen oder Arbeitsgemeinschaften über einen längeren Zeitraum gearbeitet haben. Ihre Themen sind unter anderem Rassismus, Toleranz, Migration, Mobbing und Freundschaft. Zusätzlich gibt es in diesem Jahr nach längerer Pause wieder einen Radiowettbewerb.

Premiere hat auch eine Medienbörse, die am 23. Mai Schülerinnen und Schülern genauso wie Pädagoginnen und Pädagogen Einblicke in die praktische Medienarbeit geben soll. Darunter sind Mitmachangebote rund um Video, Radio und Multimediaformate. Wer mag, kann sich als Kameramann/ -frau, Radioreporter(in) und Programmierer(in) erproben und Medienberufe kennenlernen. Lehrer und Erzieher erfahren mehr über die Organisation von Film- und Radioprojekten und in Schulen und Jugendeinrichtungen. Mit dabei sind neben der Medienwerkstatt des Latücht-Vereins vier weitere medienpädagogische Einrichtungen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: der Medientrecker von NB-Radiotreff 88,0, die Jugendkunstschule Junge Künste NB e.V. sowie die Medienwerkstatt des Kunsthauses Neustrelitz und die RAAbatz Medienwerkstatt Waren/ Müritz.

„Es wird immer schwieriger medienpädagogische Angebote zu finanzieren, deshalb ist es umso wichtiger zu zeigen, welche Arbeit beispielsweise Medienwerkstätten leisten können“, sagt Latücht-Geschäftsführer Holm-Henning Freier. „Es geht neben Kreativität und filmischem Handwerk auch um Recherche und kritisches Hinterfragen von Themen. Das wiederum ist wichtiger Bestandteil gelebter Demokratie.“ Schulen allein könnten diese Aufgabe nicht übernehmen, erfahrene Medienpädagogen, wie es sie überall im Land gebe, könnten dabei aber ein wichtiger Partner sein.

Ein detailliertes Programm des 25. Jugendmedienfestes mit allen Wettbewerben und weiteren Veranstaltungen finden Sie im Anhang. Mit Ausnahme der beiden Abendfilme am Mittwoch und Donnerstag ist der Eintritt für die Veranstaltungen übrigens frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim Festival im Kino Latücht!

48 Einreichungen bewerben sich um den IHK-Medienpreis RUFER 2019

Über die große Resonanz auf die Auslobung des Medienpreises „RUFER“ freuen sich die Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern (IHKs in MV). Der Preis wurde dieses Jahr bereits zum elften Mal in Folge ausgeschrieben. Insgesamt 48 journalistische Beiträge (22 im Print-, 15 im Fernseh-, 8 im Hörfunkbereich und 3 in der Preiskategorie Wirtschaft online) sind im Wettbewerb um den IHK-Medienpreis „RUFER 2019“ fristgerecht eingegangen.

„Die Akzeptanz für diesen sehr wertigen Journalistenpreis freut uns sehr. Die IHKs in MV fördern mit dieser Auszeichnung Qualitätsjournalismus, der allgemein verständlich wirtschaftsrelevante Themen aufbereitet“, so Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer in Schwerin, die in diesem Jahr die Organisation und Ausrichtung des Preises übernommen hat. Eingereicht werden konnten Print-, Hörfunk- und Fernsehbeiträge sowie Online-Beiträge, die sich auf die Wirtschaft im Land Mecklenburg-Vorpommern beziehen, durch bestes journalistisches Handwerk und hohe journalistische Ansprüche bestechen und 2018 erstellt und veröffentlicht wurden.

Die Wettbewerbseinreichungen werden nun von einer unabhängigen Jury bewertet, die sich aus Medienvertretern und Vertretern der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern zusammensetzt. Die festliche Preisverleihung findet am Dienstag, dem 3. September 2019 im Ludwig-Bölkow-Haus der IHK zu Schwerin statt. Alle Informationen zum Medienpreis RUFER sind abrufbar unter: www.neubrandenburg.ihk.de, www.rostock.ihk24.de, www.ihkzuschwerin.de.

Grenzenloser Spaß? Was Kinder lustig finden

Kinder lachen gerne und viel. Warum sie bei manchen Zeichentrickserien oder YouTube-Clips lachen, ist für Eltern nicht immer nachvollziehbar. Was Kinder im TV und im Internet lustig finden und wo für sie der Spaß aufhört, wollte FLIMMO genauer wissen und hat dazu 8- bis 13-Jährige befragt.

Worüber Mädchen und Jungen lachen, hängt sehr vom Alter ab: Kindergartenkinder können sich schon über ein komisches Geräusch oder eine witzige Tierfigur köstlich amüsieren. Im Grundschulalter kommen neben Slapstickeinlagen auch Sprachwitz oder Wortspiele gut an. Respektlose Sprüche, Gags und Streiche sorgen bei Teenagern für Lacher. Besonders YouTuber mit ihrem oft eigenen Humor treffen da ins Schwarze. Doch mit zunehmender Beliebtheit von Social-Media-Plattformen kann aus Lachen schnell Auslachen werden. Bei Clips, die Schadenfreude wecken, fragwürdigen Streichen und gefährlichen Mutproben geht der Spaß oft auf Kosten anderer. Und das finden viele Kinder gar nicht mehr lustig.

In der aktuellen Ausgabe gibt FLIMMO einen Einblick, worüber Kinder gerne lachen und wo für sie der Spaß aufhört. Was Eltern beim Thema Humor in den Medien noch wissen sollten sowie eine Übersicht von Sendungen, die Kinder in unterschiedlichem Alter zum Lachen bringen, gibt es ebenfalls.

Eine Auswahl weiterer Texte in FLIMMO 2/2019:

  • Rund ums Fernsehen: Gemeinsam schauen – Großeltern und Enkel
  • Rundum vermarktet: Pokemón
  • Fernsehen im Netz: Mini-Influencer – maxdome – funk

Wie immer gibt es die komplette Broschüre als PDF zum Herunterladen auf www.flimmo.tv