Vollversammlung der Handwerkskammer tagt

Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern teilt mit, dass die Vollversammlung der Handwerkskammer am Samstag, 27. April 2019, 10:00 Uhr, in der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, Hauptverwaltungssitz Neubrandenburg (Friedrich-Engels-Ring 11, 17033 Neubrandenburg) stattfindet.

Auf der Tagesordnung stehen u.a. folgende Punkte:

  • Begrüßung und Bestätigung der Tagesordnung sowie des Protokolls
  • Bericht des Präsidenten
  • Handwerks- und wirtschaftspolitische Positionen zur Wiedereinführung der Meisterpflicht für einzelne Handwerksberufe sowie Mindestausbildungsvergütung im Handwerk
  • Imagekampagne des Handwerks
  • Bericht über den Sachstand/Prozess der Umstrukturierung der Bildungsstätten der Handwerkskammer OM-V
  • Bildung
    1) Beschluss zur Ausbildungsregelung für behinderte Menschen gemäß § 66 BBiG/§ 42m HwO zum/zur Fachpraktiker/in für Fahrzeuglackierung
    2) Beschluss zur Änderung der Lehrgangsorte der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung aufgrund Standortverlagerung der Ausbildungsbereiche der Bildungsstätte Neubrandenburg
    3) Beschluss zur Durchführung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung in folgenden Ausbildungsberufen
    3-a) Bäcker/in (Grundstufe/Fachstufe)
    3-b) Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk -Schwerpunkt Bäckerei (Grundstufe/Fachstufe)
    3-c) Land- und Baumaschinenmechatroniker/in (Grundstufe)
    3-d) Maßschuhmacher/in (Grundstufe/Fachstufe)
    3-e) Technische/r Modellbauer/in (Grundstufe/Fachstufe)
  • Beschluss zur Bestellung eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers für die Prüfung der Jahresrechnung 2018 der Handwerkskammer OM-V
  • Beschluss zur Neufassung des Gebührenverzeichnisses
  • Verschiedenes

„PROJEKT WASCHBÄR“ – 6 Jahre Freilandforschung im Weltnaturerbe Serrahn

Der Waschbär hat Deutschland mittlerweile nahezu flächendeckend besiedelt. Seine Ausbreitung steht nicht nur im Fokus der wildbiologischen Forschung, er provoziert auch eine öff entliche Diskussion über den Umgang mit diesem „Neubürger“.

Dr. Berit Michler informiert über neueste Erkenntnisse aus der wildtierökologischen Forschung, insbesondere zu den Themen: Raum- und Sozialverhalten, Reproduktion und Populationsdynamik sowie Nahrungsökologie des Waschbären. In diesem Zusammenhang wird auch der Einfluss auf die angestammte heimische Fauna thematisiert.

Die von der Referentin vorgestellten Ergebnisse stammen aus einem sechsjährigen Projekt zum Waschbären im Müritz-Nationalpark. Neben zahlreichen Fachpublikationen sind daraus u.a. drei Doktor- und neun Diplomarbeiten entstanden. Im Anschluss des Vortrages wird es Zeit für Fragen und Diskussionen geben.

„PROJEKT WASCHBÄR“ – 6 Jahre Freilandforschung im Weltnaturerbe Serrahn –
mit Dr. Berit Michler von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
am Dienstag, den 07.05.2019
um 18:00 Uhr
im Ägyptischen Saal, Schloss Hohenzieritz

Pfingsten 2019 – Ein Wochenende ganz im Zeichen der Kunst

Künstler/innen, Kunsthändler/innen und Galeristen vermitteln vom Samstag, 8. Juni bis zum Montag, 10. Juni 2019 ein vielfältiges Bild der Kunstszene in der Mecklenburgischen Seenplatte. Kunstschaffende der Malerei, Grafik, Bildhauerei, Keramik, Collage, Fotografie, Gestaltung und Design stellen sich vor und gestatten einen Einblick in ihr Arbeitsumfeld.

Immer wieder Neues kann entdeckt werden und zum Schauen, Verweilen und Kaufen verführen. Große gelbe Schirme und manchmal auch Segel mit dem Schriftzug „KunstOffen“ weisen den Weg durch die bunte Kulturlandschaft unserer Region.

Einheimische und Gäste sind herzlich eingeladen, Kunstschaffende hautnah zu erleben, zeitgenössische Kunst zu sehen sowie handwerkliche und gestalterische Kreationen zu bewundern. Die Aktion KunstOffen 2019 wird in der Mecklenburgischen Seenplatte bereits am Donnerstag, 6. Juni 2019, um 19 Uhr mit einer Gemeinschaftsausstellung zum Thema AKT eröffnet. Herzlich willkommen sind alle Besucher im Kunstraum Halle 14, Neubrandenburg, Nonnenhofer Str. 36.

Halbzeit auf dem Ausbildungsmarkt in der Seenplatte: Anstieg bei den Angeboten, Rückgang bei den Bewerbern

Zur Halbzeit auf dem Ausbildungsmarkt haben Unternehmen in der Mecklenburgischen Seenplatte 1.316 Ausbildungsstellen gemeldet, 108 weniger als vor einem Jahr. Dem stehen mit 1.234 jungen Menschen 110 Jugendliche mehr gegenüber, die sich auf eine Ausbildungsstelle bewerben. Die Neubrandenburger Arbeitsagentur erwartet noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt.

  • 1.316 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen – 108 oder 8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum
  • 1.234 Bewerber – Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 110 oder 10 Prozent
  • Im März: noch 903 unbesetzte Stellen und 851 unversorgte Bewerber

Zum Beginn der heißen Phase am Ausbildungsmarkt wurden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte – wie auch in den Vorjahren – bis zum März mehr Ausbildungsplätze als Bewerber gemeldet. Damit verringerte sich aus Sicht der jungen Menschen das Angebot von einem Verhältnis im vergangenen Jahr von 1,27 Lehrstellen je Bewerberinnen und Bewerber auf nur 1,07 Lehrstellen je Bewerberinnen und Bewerber im aktuellen Monat. “Die Zahlen lassen sich auch damit erklären“, sagt Arbeitsagenturchef Thomas Besse, „dass einige Betriebe und Unternehmen nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre ihre freien Lehrstellen nicht mehr melden. Wir kennen Betriebe, die haben nicht eine einzige Bewerbung für ihre Ausbildungsplätze bekommen. Aber: Die Zwischenbilanz zur Halbzeit auf dem Ausbildungsmarkt ist nur ein erster Blick auf den Ausbildungsmarkt, sechs Monate nach dem Beginn des statistischen Berichtsjahres.“

Am Ausbildungsmarkt ergeben sich neue Herausforderungen. Besse sagt: „Eine zentrale Herausforderung stellen die zunehmenden Matchingprobleme dar. Betriebe klagen über Schwierigkeiten, geeignete Jugendliche für ihre Ausbildungsstellen zu finden. Festzuhalten ist aber auch: „Immer mehr Schulabgänger haben Abitur. Und Abiturienten entscheiden sich viel zu selten für eine Ausbildung. Für Handwerk und Industrie ist das eine riesige Herausforderung.“

Um Absolventen aller Schultypen zu erreichen, „müssen sich Unternehmen etwas einfallen lassen“, sagt der Agenturchef. „Und, sie müssen sich auf die individuellen Seiten der Bewerber einlassen. Sonst werden sie es immer schwerer haben, erfolgreich Auszubildende zu finden. Es sind individuelle Qualitäten, die überzeugen und Azubi und Unternehmen weiterbringen.“

Für junge Menschen bedeute eine Ausbildung mehr als nur den Einstieg in einen Beruf: „Wir wissen, dass Berufsbilder sich heute sehr schnell verändern. Von den Fachkräften der Zukunft wird viel Flexibilität erwartet. Eine Ausbildung ist daher mehr als das Erlernen eines Berufes. Eine Ausbildung ist auch der Einstieg in lebenslanges Lernen. Ohne Ausbildung fehlt den jungen Menschen dafür jedoch die Grundlage,“ betont Besse

Viele Bewerber und Bewerberinnen planen mit Alternative, sollte es mit dem Ausbildungsplatz nicht klappen

Von den 1.234 im März gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern gelten 851 junge Menschen noch als unversorgt. Davon hatten 99 Jugendliche eine Alternative im Blick, für den Fall, dass sie keinen Ausbildungsplatz finden. Das waren 8 junge Menschen oder 9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Typische Alternativen sind zum Beispiel der weitere Besuch der Schule, um das Fachabitur oder Abitur abzulegen oder den Realschulabschluss zu absolvieren. Das Potential dafür ist da: 54 Prozent oder 662 Bewerberinnen und Bewerber verfügten über einen Realschulabschluss, 301 junge Menschen oder 24 Prozent über einen Hauptschulabschluss. Fachabitur oder Abitur hatten 173 Bewerberinnen und Bewerber – 14 Prozent aller bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Jugendlichen.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegt die Zahl der Ausbildungsplätze, die noch unbesetzt sind, mit 10 Prozent oder 101 Stellen deutlich unter dem Vorjahr. Unbesetzt sind derzeit noch 903 Ausbildungsangebote. „Diese Zahl erklärt sich auch durch unklare Berufsvorstellungen vieler Schulabgänger*innen. Für viele ist auch der Weg zur nächsten Berufsschule zu weit“, weiß der Agenturchef. Viele dieser Lehrstellen finden sich im Handel und Verkauf (83 Angebote) und in der Gastronomie (66 Angebote) sowie in den Bereichen Lagerlogistik (26 Angebote) und in der Forstwirtschaft (33 Angebote). Auch bei Berufskraftfahrern (30 Angebote) und bei den Maurern (20 Angebote) gibt es unbesetzte Ausbildungsangebote.
Neben diesen Beispielen gibt es noch über 300 weitere Berufe, zum Beispiel die hier nicht genannten Industrieberufe, in denen dual oder schulisch ausgebildet wird. Für Bewerberinnen und Bewerber ergibt sich daraus eine Vielzahl an Alternativen.

März-Arbeitslosigkeit: Große Nachfrage nach Fachkräften zum Frühjahrsbeginn

„Die Zahlen vom Arbeitsmarkt in der Seenplatte sind abermals ein Grund zur Freude: Die gute Entwicklung hält im März an. Mit einsetzender Frühjahresbelebung haben 1.333 zuvor arbeitslos gemeldete Menschen eine bezahlte Arbeit aufgenommen. Insgesamt sind über 1.700 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Das heißt, dass der Rückgang gegenüber Februar stärker war als jahreszeitlich üblich. Die Frühjahrsbelebung brachte der Seenplatte einen weiter steigenden Bedarf insbesondere an Fachkräften,“ so Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, anlässlich der heutigen monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 12.645 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-736), ein Minus zum März 2018 (-1.770)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 9,6 Prozent
  • Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit – zum Vormonat – profitieren überwiegend Männer, die bei der Arbeitsagentur gemeldet sind
  • Im Vorjahresvergleich: Bis auf die Gruppe der Jüngeren unter 20-Jahre profitieren alle Personengruppen
  • Beinahe 2.600 freie Stellen warten auf Bewerberinnen und Bewerber – schlechtere Chancen für Ungelernte
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Malchin (-17 Prozent)

Neubrandenburg | Im März waren in der Seenplatte 12.645 Menschen ohne Job. 736 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,6 Prozent. Im März 2018 lag die Quote bei 10,7 Prozent.

„Die erwartete Frühjahrsbelebung hat den Trend der Wintermonate gestoppt. Die Arbeitslosigkeit ist kräftig zurückgegangen, allerdings zeigt sich der Frühjahrseffekt vorerst nur im Rechtskreis SGB III. Damit setzt sich die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weiter fort. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit beruht im Wesentlichen auf zwei Säulen: Die über die kalte Jahreszeit angewachsene Arbeitslosigkeit baut sich langsam ab und die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt. Veranschaulichen lässt sich diese Entwicklung auch an folgenden Zahlen: Konnten im Februar 745 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme eines neuen Jobs beenden, waren es in diesem Monat – mit 1.333 – fast doppelt so viele. Treiber der Entwicklung sind unter anderem die Tourismus-, Bau- und die Landwirtschaftsbranche, die nach dem Winter wieder Fahrt aufnehmen“, weiß Besse.

Für den Agenturchef besonders erfreulich, ist, dass die Zahl arbeitsloser Menschen im März über das übliche saisonale Maß (-736) zurückgegangen ist.“ Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre ließ die Frühjahresbelebung am Arbeitsmarkt die Arbeitslosenzahlen um rund 600 Menschen sinken. In diesem Jahr meldeten sich zum Frühlingsauftakt über 250 Menschen weniger arbeitslos als im Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen sogar um fast 1.770 Personen.“

Im ersten Quartal zeugen wichtige Arbeitsmarktindikatoren von einer steigenden Dynamik auf dem Arbeitsmarkt:

  • Nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes mussten sich im ersten Quartal 2019 insgesamt 1,1 Prozent weniger Menschen arbeitslos melden als vor einem Jahr (Rückgang um 93 auf 8.663.
  • aber auch 1 Prozent mehr Arbeitslose als im ersten Quartal 2018 konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt (Anstieg um 75 auf 8.076) beenden.
  • Mit knapp 2.582 freien Stellen lag das Arbeitsplatzangebot im März auf dem Niveau des Vorjahresmonats
  • Im ersten Quartal meldeten die Unternehmen und Verwaltungen 2.329 offenen Stellen. 390 weniger freie Arbeitsplätze als im Vorjahreszeitraum.

„Aber was wir auch beobachten: Trotz der guten Gesamtlage sind immer noch Menschen schon zu lange ohne Arbeit. Und um diese Menschen müssen wir uns kümmern. Und zwar jetzt, da die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt insgesamt gut ist“, betont Besse. Und für die kommenden sieben Monate rechnet Besse „mit einem weiteren spürbaren Rückgang der Arbeitslosenzahlen.“

Besonders gefragt sind am Arbeitsmarkt Fachkräfte mit einer dualen Berufsausbildung, sagte Besse: „In der Seenplatte sind aktuell rund 2.500 freie Stellen für Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung gemeldet.  Und der Bedarf an Fachkräften steigt in der Mecklenburgischen Seenplatte kontinuierlich an.“

Mit Bezug auf die heutige Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte sagt der Agenturchef: „Eine gute qualifizierte Ausbildung ist für Unternehmen wie für junge Menschen das A und O des Erfolgs und für die jungen Menschen der beste Schutz vor (Langzeit)-Arbeitslosigkeit.“

Zu- und Abgänge

Insgesamt haben sich im März 834 Menschen nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos gemeldet. Das waren 257 weniger als im Vormonat und 10 mehr als im März 2018.

1.333 haben einen Arbeitsplatz gefunden. Das waren 588 mehr als im Februar und 79 mehr als im März 2018.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Vorjahresvergleich um 81 oder 7,2 Prozent gesunken. Grund zur Entwarnung gibt es speziell bei jungen Arbeitsuchenden für Besse aber nicht. „Die großen Bildungslücken der jungen Erwachsenen in unserem Landkreis stellen ein enormes Risiko dar, arbeitslos zu werden und zu bleiben. 80 von 100 (93 von 100 im SGB II) der im März gemeldeten Jungerwachsenen (unter 25-Jahren, insgesamt: 1.039) haben keinen Berufsabschluss. „Diese Entwicklung ist Grund zur Sorge“, betont Besse. „Nach wie vor liegt das größte Arbeitsmarktrisiko in einer fehlenden Berufsausbildung.“ Hier setzen Arbeitsagentur und Jobcenter künftig noch stärker auf „Qualifizierung und intensive Betreuung und Vermittlung.“

Die Zahl der Älteren (50 Jahre und älter) ist weiterhin rückläufig. Ihre Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 659 auf 5.196

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten, waren im März 4.220 Menschen arbeitslos. 583 weniger als im Vormonat und 447 weniger als im März 2018. Das entspricht einem Rückgang von 9,6 Prozent zum Vorjahr. *

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im März bei 8.425 Arbeitslosen. 153 weniger als im Februar und 1.323 weniger als im März 2018.*

*Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“ (Parallelbezieher von ALG und ALG II) vermittlerisch durch die Arbeitsagenturen betreut und deshalb künftig im Rechtskreis SGB III als arbeitslos gezählt (zuvor: im SGB II). Das muss bei der Interpretation von Vergleichen mit davorliegenden Zeiträumen berücksichtigt werden.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

Im März konnten 4.289 Männer und Frauen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt werden. Darunter 1.014 Menschen, denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert wurde. 889 wurden in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht.

Die Unterbeschäftigung zeichnet ein realistischeres Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Dabei werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im März bei 16.501 Damit sank die Unterbeschäftigungsquote – zum Vorjahresmonat – um 1,3 Prozentpunkte. Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 3.856 höher und die Arbeitslosenquote bei 12,1 Prozent.

Geldleistungen

Insgesamt 3.849 Personen erhielten im März 2019 Arbeitslosengeld, 294 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im März bei 18.559. Gegenüber März 2018 war dies ein Rückgang von 2.138 Personen.

Fast 2.600 offene Stellen

In der Seenplatte sind dem Arbeitgeberservice 771 neue Stellen zur Besetzung gemeldet worden. Insgesamt werden 2.582 Stellen im Bestand gezählt. Das Vorjahresniveau ist damit erreicht (-44 Stellen).

Die größte Nachfrage gab es im März aus den Bereichen: Callcenter und Zeitarbeit (729 freie Stellen im Bestand), im Baugewerbe (311), im verarbeitenden Gewerbe (270), im Gesundheits- und Sozialwesen (236), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (221) sowie im Gastgewerbe (221).

Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im März relativ einheitlich. In allen Regionen war im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang zu verzeichnen. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Malchin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 17 Prozent. Demgegenüber steht die Entwicklung in Neubrandenburg Umland mit einer Abnahme von 10 Prozent.

Ausländerarbeitslosigkeit

Insgesamt sind 817 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 44 weniger als im März des Vorjahres. Jeder zweite (61 Prozent) arbeitslos gemeldete Ausländer lässt sich auf die Flüchtlingseffekte aus den sogenannten außereuropäischen Asylzugangsländern* zurückführen.

Derzeit sind Arbeitslosenquoten für Ausländer aufgrund der starken Zuwanderung verzerrt. Sie werden deshalb unterhalb der Bundesländerebene nicht ausgewiesen. Bis auf weiteres werden betroffene Werte daher nicht angezeigt („X“) bzw. insgesamt betroffene Zeilen oder Spalten ausgeblendet.

*Das Aggregat beinhaltet die 8 nichteuropäischen Herkunftsländer, deren Bürger/-innen in den letzten Jahren die meisten Asylerstanträge gestellt haben. Es umfasst folgende Länder: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.

MSEunternehmen – eine Messe für die Unternehmen der Seenplatte

Mit der Unternehmensmesse MSEunternehmen am 21. März 2019 im Neubrandenburger „Haus der Kultur und Bildung“ (HKB) haben die Organisatoren von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte den Unternehmen des Landkreises erstmals und branchenübergreifend eine Plattform geboten, sich kennen zu lernen, miteinander ins Gespräch zu kommen, über das eigene Unternehmen hinaus auszutauschen. Ein Wunsch, der von den Unternehmen des Landkreises oft an die Wirtschaftsförderung herangetragen wurde und dem diese mit MSEunternehmen jetzt erstmals entsprach.

48 Aussteller und rund 220 Vertreter von Unternehmen in einem breiten Branchenmix von Nahrungsmittelindustrie über Gesundheitswirtschaft, Energie, Ver- und Entsorgung, Medien, IT, Bildung, Beratung, Handel und Dienstleistung nahmen das Angebot von MSEunternehmen an, suchten das Gespräch miteinander und mit den Förderern der Wirtschaft im Landkreis. Neben den bekannten wirtschaftlich relevanten Themen um Fachkräfte, Networking und Digitalisierung wurde im Rahmen von MSEunternehmen eben auch genau darüber gesprochen, was die Unternehmen aktuell bewegt, wo sie aktuell Unterstützung benötigen – ob von Seiten der Politik, der Wirtschaftsförderung oder auch seitens der Unternehmer des Landkreises selbst.

Entsprechend positiv fiel das Feedback der Aussteller und Messeteilnehmer zur Veranstaltung selbst aus. „Gut, dass es so eine branchenübergreifende Messe gibt.“, „Es haben sich viele gute Gespräche ergeben.“, „Neue Kontakte wurden geknüpft, bestehende aktiviert.“, „Ein so breites, branchenübergreifendes Angebot hat gefehlt.“, „Im nächsten Jahr bitte unbedingt wieder.“, waren die weitgehend einhelligen Statements der Unternehmen auf der MSEunternehmen.

„Natürlich gilt es nach dieser ersten Unternehmensmesse auch noch einiges zu optimieren“, wissen die Veranstalter der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte. „Aber darum genau geht es je bei MSEunternehmen – den Unternehmen eine Plattform zu bieten, sich und ihre Wünsche, Vorstellungen, Anregungen, Interessen bezüglich der Förderung der Unternehmen und damit der Wirtschaft im Landkreis mitzuteilen, sich auszutauschen, zu erfahren, welche anderen Unternehmen in welchen Branchen wie die Wirtschaft im Landkreis Seenplatte mitgestalten und wie wir ihnen dabei behilflich sein können“, sagt Sabine Lauffer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung WMSE GmbH zum Abschluss der ersten Unternehmensmesse des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.

Natürlich gab es auch ein paar Kritische Stimmen. Mehr dazu hier.

Girls’Day und Boys’Day 2019 – Freie Fahrt zum Zukunftstag

Am Donnerstag, 28. März 2019, ist wieder Girls’Day und Boys’Day. Ein Tag, extra für Schülerinnen und Schüler von Klasse 5-12. An diesem Tag können die Mädchen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte neue Berufe kennenlernen und ihre Fähigkeiten testen. Viele Türen in den Bereichen Technik, Naturwissenschaften, Forschung, Wissenschaft, Informatik und Handwerk stehen ihnen dann offen. Dadurch soll auf die Berufe aufmerksam gemacht werden, in denen nur sehr wenige Frauen arbeiten. Oft sind das Berufe, die abwechslungsreich sind und spannende Karrieremöglichkeiten bieten.

Auch für die Jungen stehen an diesem Tag, Berufe, Ausbildungen oder Studiengänge im Mittelpunkt, an die sie vielleicht noch gar nicht gedacht haben. An diesem Tag bekommen die Jungen Job-Informationen aus erster Hand und können Arbeitsplätze für Erzieher, Gesundheitspfleger oder Grundschullehrer besuchen.

Sowohl die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH (MVVG) als auch ihre regionalen Vertragspartner im Kreisgebiet unterstützen mit der ticketfreien Beförderung die Schülerinnen und Schüler diesem Tag. Das heißt, alle Mädchen und Jungen, die am Girls’Day und Boys’Day im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte teilnehmen, können ohne Fahrschein mit dem Linienbus zu dem Ort im Kreis fahren, in dem sich der von ihnen ausgewählte Betrieb befindet. Sie zeigen einfach die Anmeldebestätigung beim Busfahrer vor und schon kann ein außergewöhnlicher Tag mit vielen neuen Eindrücken beginnen.