56-jähriger Fahrer mit qualmendem Lkw und ohne Fahrerlaubnis auf der B96 unterwegs

Am 15.04.2019 gegen 18:50 Uhr meldete ein Polizeibeamter, der privat unterwegs war, der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg einen auffällig fahrenden und qualmenden, türkischen Lkw auf der Bundesstraße 96 bei Neustrelitz, welcher in Fahrtrichtung Berlin fuhr.

Zuvor konnte der Zeuge beobachten, wie der Lkw-Fahrer an der Kreuzung Kiefernheide eine Rotlicht zeigende Ampel überfahren hatte. Aufgrund der angegebenen Fahrtrichtung nach Berlin wurden neben den Beamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz auch das Polizeirevier in Gransee alarmiert.

Den eingesetzten Kräften gelang es den Lkw-Fahrer kurz hinter der brandenburgischen Landesgrenze anzuhalten und einer Kontrolle zu unterziehen. Bei dem Fahrer handelte es sich um einen 56-jährigen türkischen Staatsbürger, der von den Behörden wegen des Entzugs der Fahrerlaubnis zur Fahndung ausgeschrieben war. Die Fahrerlaubnis war dem Mann bereits rechtskräftig und unanfechtbar entzogen worden. Aufgrund dessen wurde der Führerschein des Mannes beschlagnahmt und die Weiterfahrt untersagt. Der Lkw wurde aufgrund technischer Mängel auf einem Parkplatz abgestellt.

Da der Beschuldigte ohne erforderliche Fahrerlaubnis gefahren ist, wurde ein entsprechendes Strafverfahren gegen ihn eingeleitet. Des Weiteren wurde aufgrund der begangenen Rotlichtfahrt eine entsprechende Sicherheitsleistung einbehalten.

Zug früher unterwegs

Kommende Woche gibt es eine kleine Fahrplanänderung bei der Deutschen Bahn. In den Nächten von Montag/Dienstag (08./09.04.) bis Donnerstag/Freitag (11./12.04.) fährt der aus Rostock kommende Regionalexpress RE 4369 in Neustrelitz bis zu 9 Minuten früher los als bisher. Der Zug hält dann auch nicht in Birkenwerder. Ab Berlin-Gesundbrunnen ist der Zug dann bis zu 14 Minuten später als im Fahrplan steht unterwegs. Der Grund für die Änderungen sind Brückenarbeiten in in Birkenwerder.

Internationales Streichquartett zu Gast in Neustrelitz

Die Strelitzer Musikfreunde e.V. laden am Sonntag, 28.April, zu einem ganz besonderen Kammerkonzert in den Heinrich-Schliemann-Saal in die Glambecker Str. 10 ein. Berühmte Streichquartette der Wiener Klassik von Mozart, Haydn und Beethoven werden auf historischen Instrumenten zu Gehör gebracht und versprechen somit ein selten gehörtes Klangerlebnis.

Die vier Musiker Wolfgang Hasleder (Violine), Franziska Hahn (Violine), Marion Leleu (Viola) und Alexander Koderisch (Violoncello) gründeteten im Herbst 2013 das „Quatuor Voltaire“ und verwirklichen damit ihre Vision, Streichquartett auf historischen Instrumenten zu spielen.

Aus Österreich, Frankreich und beiden Teilen Deutschlands kommend, trafen sie sich in Berlin und Potsdam und leben dort ihre Leidenschaft zur vielleicht reinsten Form der Kammermusik aus.

In der Gedankenwelt Voltaires finden sie das ästhetische Ideal der Aufklärung und versuchen die Ideen von Gleichberechtigung und Unabhängigkeit in den vier Stimmen des klassisch-romantischen Streichquartetts zum Ausdruck zu bringen. Das Studieren der originalen Quellen und Manuskripte, sowie die Auswahl der richtigen Instrumente und Bögen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Im Jahr 2015 begann das Quartett, als erstes historisches Ensemble, mit der zyklischen Aufführung sämtlicher Streichquartette Ludwig van Beethovens.

Die persönlich geführten Moderationen lassen einen lebendigen Dialog mit dem Publikum entstehen und die Konzerte des Quatuor Voltaires zu unvergesslichen Erlebnissen werden.

Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Karten sind an der Tageskasse sowie im Vorverkauf in der Touristinformation Neustrelitz erhältlich.

Videowagen der Polizei im Einsatz – Raser muss mit Strafe rechnen

Am Montag-Nachmittag, 01.04.2019, haben zwei Beamte der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow in einem Videowagen auf der B96 von Neubrandenburg in Richtung Neustrelitz eine Verkehrsüberwachung durchgeführt. Zwischen den Ortschaften Usadel und Weisdin bemerkten die Beamten ein Krad, welches wesentlich schneller als mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h fuhr. Die Beamten entschlossen sich dem Krad zu folgen und starteten Höhe des Abzweiges Hohenzieritz die Videoaufnahme.

Kurz vor der Ortslage Weisdin schloss das Krad auf einen vorausfahrenden Golf auf und fuhr weiter hinter diesem. Kurz nach Ortsausgang Weisdin beschleunigten beide Fahrzeuge sehr stark und überholten sofort ein vor ihnen fahrendes Fahrzeug. Nach dem Überholvorgang beschleunigten beide Fahrzeuge weiter. Bei ca. 160 km/h hörte das Krad auf zu beschleunigen. Der Abstand zum vorausfahrenden Golf wurde größer, so dass die Beamten das Krad überholten und dem Golf folgten.

Der Golf beschleunigte immer weiter bis zu einer Geschwindigkeit von 170 km/h. Die Geschwindigkeit wurde mittels eines speziellen Auswertesystems berechnet und ist in dieser Höhe vorwerfbar (abzüglich aller erforderlichen Toleranzen). Somit überschritt der Golf die zulässige Höchstgeschwindigkeit bereits hier um 70 km/h.

Kurz vor Beginn der Ortsumgehung von Neustrelitz überholte der Golf mit den gemessenen 170 km/h an einer Bergkuppe ein vorausfahrendes Fahrzeug. Durch die Bergkuppe und einer beginnenden Kurve war bei dieser unklaren Verkehrslage der Gegenverkehr nicht einsehbar. Nach Abschluss des Überholvorgangs ist die zulässige Geschwindigkeit mittels Verkehrsschilder auf 70 km/h reduziert. Die Auswertung durch das Auswertesystem ergab hier eine vorwerfbare Geschwindigkeit von 156 km/h. Somit wurde hier die zulässige Geschwindigkeit um 86 km/h überschritten.

Auf Grund der genannten Feststellungen haben sich die Beamten entschlossen, das Fahrzeug anzuhalten und zu kontrollieren. Der Fahrzeugführer folgte den Anweisungen und hielt im Gewerbepark Ost in Neustrelitz an. Bei der anschließenden Kontrolle äußerte der 22-jährige Fahrzeugführer aus Neubrandenburg spontan, dass er mindestens 190 km/h gefahren sei und nur schnell seine Freunde nach Neustrelitz bringen wollte. Im Fahrzeug befanden sich ein 18-jähriger Freund und eine 17-jährige Freundin. Die 17-Jährige äußerte den Beamten gegenüber spontan, dass sie während der Fahrt Angst hatte.

Bei der Überprüfung der Dokumente stellten die Beamten fest, dass der 22-Jährige erst seit Dezember 2018 in Besitz der Fahrerlaubnis und somit noch in der Probezeit ist. Durch die hohen und mehrfachen Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und der rücksichtslosen Fahrweise des 22-Jährigen bestand der Verdacht, dass das Leib oder Leben der beiden anderen Insassen sowie anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wurde. Aus diesem Grund haben die Beamten eine Strafanzeige gegen §315d (1) Nr. 3 StGB (Verbotene Kraftfahrzeugrennen) aufgenommen, da der Golf 3 gemäß der Fahrzeugpapiere eine Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h angegeben hat und der Fahrer laut Messung 190 km/h gefahren ist.

Die Beamten haben daraufhin Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg gehalten, welche die Auffassung der Beamten teilt, dass hier der Verdacht einer Straftat gemäß § 315d StGB besteht. Aus diesem Grund wurde auch in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg der Führerschein des 22-Jährigen beschlagnahmt. Nach erfolgter Beschlagnahme des Führerscheines wurde der 22-Jährige noch einmal darüber belehrt, dass er nicht mehr im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist und somit kein Kraftfahrzeug mehr im öffentlichen Straßenverkehr führen darf.

Die Beamten setzten auf Grund der festgestellten Ordnungswidrigkeiten (mehrfache Geschwindigkeitsüberschreitungen und das zu schnelle Überholen vor einer Bergkuppe) ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 2180,- Euro und 5 Monaten Fahrverbot fest.

Diese Feststellung zeigt einmal mehr, wie wichtig der Einsatz eines Videowagens ist. Denn so kann die Polizei grob fahrlässiges und rücksichtsloses Fahrverhalten im öffentlichen Straßenverkehr besser beweiskräftig dokumentieren, damit die Fahrzeugführer für ihre Fahrweise auch zur Verantwortung gezogen werden können.

Wilhelm-Busch-Konzert und -Lesung mit Gunter Schoß und Frank Fröhlich

Saitenklang & Missetat
Wilhelm-Busch-Konzert und -Lesung mit Gunter Schoß und Frank Fröhlich
Freitag, 5. April 2019, 19:30 Uhr im Landestheater Neustrelitz

Wilhelm Buch einmal anders: Ausgewählte, bekannte bis unbekannte Texte präsentiert von zwei Persönlichkeiten!

Foto: Frank Fröhlich www.frankfroehlich.de/gunter-schoss.html

Schauspieler Gunter Schoß ist auf vielen Bühnen zu Hause. 1964 feierte er seinen ersten großen Filmerfolg mit „Egon und das Achte Weltwunder“. Danach spielte er in mehr als 150 Filmen über 50 Haupt- und Titelrollen und ist nicht zuletzt als mdr-Moderator der Dokumentarreihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ und des Geschichtsmagazins „Barbarossa“ in „aller Ohr“. Der als Sprecher mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Berliner lieh seine markante, unverwechselbare Stimme bisher u.a. Donald Sutherland, Robert Forster, Steven Williams und führt als Erzähler durch den Film „The Big Lebowski“. Er versteht es, diese humorvollen und oft hintersinnigen Texte so vorzutragen, wie es Wilhelm Busch gebührt: leicht, charmant, klug, unverschämt vor allem aber: unverschämt gut!

1964 geboren wurde der Dresdner Gitarrist, Komponist und Hörbuchverleger Frank Fröhlich. Er spielte bereits auf vielen namhaften Festivals in Deutschland, Österreich, der Schweiz und England. Er veröffentlichte 38 CD`s und erspielte sich mit seinen vielfältigen Projekten einen Namen als ideenreicher und inspirierender Musiker. So trat er mit Schauspielern wie Rolf Hoppe, Otto Mellies und Gunther Emmerlich auf, spielte mit Jazzmusikern wie Joe Sachse (Gitarre) und Volker Schlott (Saxophon), begleitete Schriftsteller wie Peter Härtling und Walter Kempowski bei ihren Lesungen, spielte mit afrikanischen und chilenischen Musikern, schuf maßgeschneiderte Filmmusik zu den Komödien Buster Keatons und hat mit seinen Konzerten für Kinder Publikum und Presse zu wahren Begeisterungsstürmen hingerissen!
Er spielt, immer feinfühlig abgestimmt auf Wilhelm Busch´s Texte, Musik von Bach bis Flamenco und Tango in der ihm eigenen Spielfreude und Virtuosität. Kaum zu glauben, dass da nur eine(r) Gitarre spielt!

„Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.“
Wohl jeder kennt dieses Zitat und natürlich Wilhelm Buschs Verse, die uns mit ihrer unglaublichen Leichtigkeit und Beschwingtheit in ihren Bann ziehen, die ihren ganz eigenen Rhythmus haben, der wie das Ticken einer Uhr unaufhörlich weiter schlägt. Wir sind Busch gefolgt, weiter und weiter in sein Leben hinein, vom Bekannten zum Unbekannten, vom Humorigen zum Nachdenklichen, um schließlich auf Töne zu treffen, die sich zu Akkorden, zu Musik verbinden. Lassen Sie sich überraschen, von einem teils eher unbekannten Busch, der Klavier spielt, Konzerte besucht und über sein Leben reflektiert. So dass sich am Ende mancher verwundert die Augen reibt, „wenn’s anders kommt, als wie er denkt.“

TICKETS unter: 03981 20 64 00 oder www.theater-und-orchester.de
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Premiere: Das Herz eines Boxers

Zwei Außenseiter, zwei Generationen, eine verrückte Freundschaft. Jojo ist ein echt cooler Typ mit viel Pech: keine Lehrstelle, keine Freundin, keine Hoffnung. Und dann wurde Jojo auch noch zu Sozialstunden verdonnert, er soll im Seniorenheim das Zimmer des ehemaligen Profi-Boxers Leo neu streichen. Die Einsamkeit des kargen Zimmers erscheint zunächst als unüberwindbares Hindernis zwischen den beiden. Und anfänglich schweigt Leo beharrlich, wenn Jojo sich über die Alten aufregt, doch irgendwann öffnet sich jeder dem anderen.

Eine verrückte Freundschaft beginnt, die das Leben der beiden völlig verändert. Manchmal zeigt sich, dass Alt und Jung gar nicht so weit voneinander entfernt sind. Liebe, Beruf, Träume, Hoffnungen – jeder hat sie, kennt und versteht sie, wenn man bereit ist, sich auf den anderen einzulassen. Das vielschichtige Zwei-Personen-Stück liefert das bewährte Ziemlich-Beste-Freunde-Schema: der Jüngere holt die Träume im Alten hervor, der Alte gibt dem Jungen von seinem Erfahrungsschatz – ein Stück über Fairness und Unfairness, Regeln und Regelbrüche, über äußere und innere Kämpfe. Lutz Hübner ist einer der erfolgreichsten deutschen Gegenwartsautoren. Für das Stück dieser rührenden Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft erhielt er 1998 den Deutschen Jugendtheaterpreis.

HERZ EINES BOXERS Stück von Lutz Hübner  
PREMIERE, Donnerstag, 04.04.2019, 10:00 Uhr, Schauspielhaus Neubrandenburg 
weitere Vorstellungen: 
Fr., 05.04., 10:00 Uhr und 19:30 Uhr, Schauspielhaus Neubrandenburg 
Di., 09.04., 11:00 Uhr, Landestheater Neustrelitz, anschließend Publikumsgespräch im Rangfoyer 
Mi., 10.04., 10:00 Uhr;  Sa., 13.04., 19:30 Uhr jeweils im Schauspielhaus Neubrandenburg 
So., 28.04., 16:00 Uhr, Landestheater Neustrelitz 

Tickets gibt es unter 03981 20 64 00, 0395 569 98 32 oder www.theater-und-orchester.de

Pkw nach Verfolgungsfahrt in Mirow gestellt

Am Montag, 25.03.2019, gegen 23:20 Uhr fuhren zwei Beamte des besonderen Verkehrsüberwachungsdienstes des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow die Neustrelitzer Straße in Neubrandenburg stadtauswärts. Hierbei wurden sie noch in der Ortschaft von einem Pkw Audi mit stark überhöhter Geschwindigkeit überholt. Die Beamten entschlossen sich zu einer Kontrolle und gaben dem Fahrer Haltesignale. Dieser ignorierte jegliche Anhalte- und Sondersignale und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Neustrelitz, sodass er kurzzeitig aus Sicht geriet.

Dennoch ist es im Zusammenwirken mit weiteren Polizeikräften des Polizeihauptreviers Neustrelitz und des Polizeireviers Röbel gelungen, das Fahrzeug in der Ortschaft Mirow zu stoppen. Im Fahrzeug befanden sich der 31-jähriger Fahrer und sein 23-jähriger alkoholisierter Beifahrer. Bei der Überprüfung ergaben sich den Beamten Hinweise auf eine Rauschmittelbeeinflussung bei dem Fahrer. Ein Urinvortest verlief positiv. Eine Alkoholisierung wurde nicht festgestellt. Im Anschluss wurde der Fahrer zur Durchführung der Blutprobenentnahme ins Klinikum Neustrelitz gebracht. Er wurde anschließend aus der Maßnahme entlassen.

Der Beifahrer hingegen verweigerte den Beamten gegenüber Angaben zu seiner Person, weshalb er vor Ort nach Ausweisdokumenten durchsucht wurde. Hierbei fanden die Beamten geringe Mengen Betäubungsmittel auf. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,19 Promille. Der Beifahrer versuchte im Anschluss zu flüchten, was aber misslang. Er wurde in Gewahrsam genommen. Hiergegen wehrte er sich und leistete Widerstand, weshalb er mit einfacher körperlicher Gewalt zu Boden gebracht werden musste. Beim Anlegen der Handfesseln kniff er einem Beamten in den Oberschenkel und biss ihm in die Hand. Der Beamte blieb unverletzt und konnte seinen Dienst fortsetzen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg erfolgte auch bei dem Beifahrer eine Blutprobenentnahme. Er verblieb die Nacht über im Gewahrsam des PHR Neustrelitz und wurde in den frühen Morgenstunden des 26.03.2019 entlassen. Die beiden Männer müssen sich nun für ihr Verhalten verantworten. Die Beamten der Kriminalkommissariatsaußenstelle in Neustrelitz haben die Ermittlungen aufgenommen.