Das DIALOGE-Festival sucht noch Bewerber aus ganz M-V für den Kulturpreis 2019

Das inklusive Landestheaterfestival DIALOGE wird auch dieses Jahr wieder und nunmehr bereits zum sechsten Mal Mecklenburg-Vorpommerns Kulturlandschaft bereichern und dabei auch das Thema Inklusion stärker als gewöhnlich in die Öffentlichkeit tragen. Vor allem aber bietet es eine hochwillkommene Möglichkeit, Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen künstlerisch miteinander tätig werden zu lassen.

Schon bevor das Festivals selbst im Oktober ein berühmtes inklusives Schweizer Theater nach Rostock holt und die Kinder und Jugendlichen eine Woche lang in sechs spannenden Workshops zusammenführt, lobt das Festivalteam – ebenfalls in guter Tradition – den DIALOGE Kulturpreis aus.

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Kenah Cusanit erhält den Uwe-Johnson-Förderpreis 2019

Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis 2019 wird Kenah Cusanit für ihren Roman »Babel« (Hanser Verlag) verliehen. Die sechsköpfige Jury wählte aus einer Vielzahl an eingesandten Debüts aus den Bereichen Prosa und Essayistik die diesjährige Preisträgerin aus. Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage am Freitag, den 27. September 2019, um 19:30 Uhr im Schauspielhaus Neubrandenburg statt.

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Unternehmer des Jahres in Dargun geehrt

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe übergab am 4. Juli 2019 gemeinsam mit den Trägern in der Kloster- und Schlossanlage Dargun (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) die Preise für den „Unternehmer des Jahres“.

Der „Unternehmer des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde in diesem Jahr zum 12. Mal vergeben. Insgesamt gingen 136 Nominierungen aus dem gesamten Land ein, aus denen neun Finalisten, drei Preisträger und zwei Sonderpreisträger hervorgingen – vier davon aus der Seenplatte. Die Bewerbungen wurden von Städten, Gemeinden, Kammern, Verbänden, Sparkassen und Belegschaften der Unternehmen eingereicht.

Die Gewinner wurden in den drei Kategorien „Unternehmerpersönlichkeit“, „Unternehmensentwicklung“ sowie „Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit“ ausgezeichnet. Zudem wurden zwei Sonderpreise vergeben. Ausgelobt wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, jeweils eine Urkunde und eine hochwertige Stele aus der Werkstatt der Rostocker Designerin Anna Silberstein.

Träger des landesweiten und branchenübergreifenden Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die drei Industrie- und Handwerkskammern in MV, die beiden Handwerkskammern sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern (VUMV).

Eindrucksvolle Ergebnisse der Kon.centus-Talente beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«

Nach den Regional- und Landeswettbewerben „Jugend musiziert“ hatten sich auch 21 Musiktalente der Kreismusikschule Kon.centus für das große Finale vom 06. bis 13. Juni 2019 in Halle (Saale) qualifiziert. Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, dem bedeutendsten Musikausscheid für kulturelle Jugendbildung in Deutschland, präsentierten sich über Pfingsten 2.890 talentierte Nachwuchsmusiker im Alter von 13 bis 27 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet an 30 verschiedenen Orten in Halle mit 1700 öffentlichen Darbietungen dem Publikum und den 29 Jurygremien mit 120 Juroren musikalisch.
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Ausbildung bei Webasto ist ausgezeichnet

Werk Neubrandenburg ist „TOP-Ausbildungsbetrieb 2019“

Die Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg hat den Webasto Standort Neubrandenburg zum achten Mal in Folge für sein Engagement in der Ausbildung junger Menschen in der Region ausgezeichnet.

Bildunterschrift: Der Präsident IHK Neubrandenburg, Dr. Wolfgang Blank, zeichnet den „TOP-Ausbildungsbetrieb 2019“ aus. Von links nach rechts: Jürgen Ramthun (Vizepräsident IHK), Steven Müller (Werkzeugmechaniker in Ausbildung bei Webasto), Katrin Lüttke (Vizepräsidentin IHK), Jasmin Döhmer (Industriekauffrau in Ausbildung bei Webasto), Dr. Wolfgang Blank, Matthias Schmidt (Ausbildungsleiter Webasto Neubrandenburg).

Die IHK würdigt mit dem Titel „TOP-Ausbildungsbetrieb 2019“ die hohe Qualität der Ausbildung sowie die Leistung in der Berufsorientierung des Automobilzulieferers. Bei der Preisverleihung im Neubrandenburger Haus der Kultur und Bildung gratulierte der Präsident der IHK Neubrandenburg, Dr. Wolfgang Blank, dem Ausbildungsleiter Matthias Schmidt, Jasmin Döhmer, angehende Industriekauffrau, und Steven Müller, Werkzeugmechaniker im dritten Ausbildungsjahr am Webasto Standort Neubrandenburg.

Die Webasto Gruppe investiert kontinuierlich in ihre strategische Weiterentwicklung. „Dazu gehören selbstverständlich auch unsere Mitarbeiter. Denn kompetente Fachkräfte und qualifizierter Nachwuchs sind entscheidend für den künftigen Erfolg unseres Unternehmens. Jungen Menschen hier in der Region eine gute Ausbildung zu bieten und ihnen damit berufliche Perspektiven zu eröffnen, liegt uns am Herzen und ist Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Ich freue mich sehr, dass der hohe Anspruch, den wir an unsere Ausbildung haben, auch dieses Jahr wieder von der IHK gewürdigt wird“, betont Dr. Andreas Dikow, Werkleiter Webasto Neubrandenburg.

In Neubrandenburg produziert Webasto Heizsysteme für alle Antriebsarten und Fahrzeugtypen für Kunden in aller Welt. Derzeit absolvieren am Standort in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 45 junge Menschen in fünf Berufsbildern ihre Ausbildung. In diesem Jahr kommen zwei weitere Berufe hinzu: die Elektronikerin/der Elektroniker und die Fachinformatikerin/der Fachinformatiker; beide für Automatisierungstechnik.

Annalise-Wagner-Preis 2019 für "Domjücher Schicksale" von Reinhard Simon

Annalise-Wagner-Preis 2019 für „Domjücher Schicksale: Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz in der Zeit des Nationalsozialismus“ von Reinhard Simon aus Neustrelitz

Die Dokumentation „Domjücher Schicksale: Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz in der Zeit des Nationalsozialismus“ (Spica Verlag, 2019) von Reinhard Simon aus Neustrelitz wird mit dem 28. Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Der Annalise-Wagner-Preis der Annalise-Wagner-Stiftung aus Neubrandenburg würdigt Texte, die Besonderes beitragen zum „Gedächtnis“ der historischen Region Mecklenburg-Strelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, ist mit 2.500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr gefördert durch die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft mbH und den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Der ausgezeichnete Text gehört zu den verdienstvollen Publikationen zur regionalen Geschichte, Kultur- oder Naturgeschichte, die als Ergebnis von Bürgerforschung im Ehrenamt (Citizen Science) entstehen. Und er ist ein Beispiel für „kleine“ Texte mit großem Potential als Impulsgeber für lebendige demokratische Erinnerungskultur, aktives bürgerschaftliches Engagement und gesellschaftlichen Diskurs in der Region.

Reinhard Simon lebt in Neustrelitz und ist Verwaltungsangestellter im Naturschutzbereich. 2015 las er einen Artikel über die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde an psychisch kranken oder behinderten Menschen aus psychiatrischen Einrichtungen in Mecklenburg. Und er erfuhr: Auch an einem historischen Ort „vor der Haustür“ spielte dieses dunkle Kapitel der Regionalgeschichte, in der „Heil- und Pflegeanstalt Domjüch“ am Domjüchsee bei Neustrelitz. Seitdem engagiert sich Reinhard Simon dafür, möglichst vielen Opfern der „Euthanasie“-Morde aus „der Domjüch“ ihren Namen zurück zu geben – und damit ein Zeichen zu setzen für die Einzigartigkeit jeder Persönlichkeit und für die Würde jedes Menschen. 2015 wurde er Mitglied im „Verein zum Erhalt der Domjüch e.V.“ und initiierte 2016 eine Erinnerungsstätte für Opfer von Zwangssterilisationen und „Euthanasie“-Morden aus der Domjüch. Er unterstützt den virtuellen Gedenk- und Informationsort www.gedenkort-t4.eu und sucht ehrenamtlich immer weiter nach Namen und biografischen Zeugnissen dieser lange vergessenen NS-Opfer.

„Für mich ist es das Wichtigste“, schreibt Reinhard Simon, „die Opfer dieser menschenverachtenden Vernichtung psychisch und körperlich Kranker nicht zu vergessen und alles dafür zu tun, dass diese Verbrechen nie wiederholt werden. Dazu möchte ich auch mit diesem Buch beitragen.“

In seiner Publikation veröffentlicht er zum ersten Mal alle 62 bisher bekannten Namen der NS-Opfer aus „der Domjüch“ – und verankert sie auf diese Weise nachhaltig im Gedächtnis der Region. Am regionalen Beispiel spannt die Dokumentation seiner Spurensuche einen Bogen vom „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ (14. Juli 1933) zu den „Euthanasie“-Patientenmorden in der „Aktion T4“ (1940-1941) und bis ins Jahr 1945. Der Autor entwirft ein – für die schwierige Quellenlage – erstaunlich plastisches Bild davon, „was sich in der dunklen Zeit auf der Domjüch abgespielt haben könnte“. Dabei beschreibt er u. a. erstmals, wie das sogenannte „Erbgesundheitsgericht“ arbeitete, welches ab 1934 dem Amtsgericht Neustrelitz angegliedert war und über Zwangssterilisationen in Mecklenburg-Strelitz entschied. Berührend ist sein konsequent biografischer Ansatz: Er erzählt von den NS-Verbrechen anhand von vielen Einzelschicksalen, soweit möglich mit biografischen Lebensskizzen, aber auch anhand kleinster Lebensspuren.

Die öffentliche Verleihung des 28. Annalise-Wagner-Preises findet am 28. Juni 2019 um 18 Uhr in der Regionalbibliothek Neubrandenburg statt. Die Laudatio hält Dr. rer. hum. Kathleen Haack, Arbeitsbereich Geschichte der Medizin an der Universitätsmedizin Rostock und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Nervenheilkunde DGGN. Die Annalise-Wagner-Stiftung lädt herzlich ein!
Mehr Informationen: www.annalise-wagner-stiftung.de

Preisträger 25. Jugendmedienfest

Mit der Preisverleihung ging das 25. Neubrandenburger Jugendmedienfest im Kino Latücht zu Ende. Der mit 500 Euro dotierte Hauptpreis „Große Klappe“ im landesweiten Jugendvideowettbewerb geht in diesem Jahr an den Kurzfilm „Pollex“ der Medienwerkstatt vom Filmbüro Wismar. In dem knapp 10-minütigen Streifen erzählt ein alter Mann aus seinem Leben als Damenschneider.

Den zweiten Preis „Drittes Auge“ (300 Euro) erhält der Experimentalfilm „Talking Things“. Darin lässt die junge Filmcrew des Vereins „Sophie Medienwerkstatt“ aus Hagenow Muscheln, Kuscheltiere und Mülltonnen als Zeitzeugen auftreten, die über Integration, Vielfalt und Demokratie diskutieren.Für den dritten Preis (200 Euro) wählte die Jury ebenfalls einen Experimentalfilm. „NoBody is perfect“ der „Bruchpiloten“ der RAAbatz Medienwerkstatt Waren beschäftigt sich mit Vorurteilen gegenüber dünnen Menschen.

Der Sieg im Schulvideowettbewerb geht an Lilli Damrath und Charlotte Baack aus Rostock für ihre Dokumentation „Bei sich ankommen – eine Begegnung mit Irmgard Sinner“. Die beiden Filmemacherinnen lassen darin ausführlich die frühere Goldschmiedin Irmgard Sinner zu Wort kommen, die in der DDR gemeinsam mit ihrem Mann wegen angeblicher Steuerhinterziehung inhaftiert wurde. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Den zweiten Platz (250 Euro) in diesem Wettbewerb erreichte „Valentinstag“. Der Spielfilm von Neuntklässlerinnen des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Waren dreht sich um ein Date. Einem Animationsfilm sprach die Jury den dritten Preis (150 Euro) zu. Darüber dürfen sich die Kinder DRK-Kita „Am Holzhafen“ in Wismar freuen. In „Ameisenkinder“ lassen sie eine Ameisenfamilien einen neuen Lebensraum suchen.

In diesem Jahr gab es in Zusammenarbeit mit NB-Radiotreff 88,0 auch wieder einen Radiowettbewerb. Die Preise des „freiSprecher“ gehen an die Grundschule Nord Neubrandenburg (1. Platz für das das „Pojekt Zeitkapsel“, 250 Euro), das andere Gymnasium Neubrandenburg (2. Platz für „Hörspielkrimi“, 150 Euro) und die Evangelische Schule St. Marien Neubrandenburg (3. Platz „akustischer Weihnachtskalender“, 100 Euro).

Insgesamt wurden in den Wettbewerben des Jubiläumsfestivals mehr als 70 Produktionen gezeigt. Die Einreichungen kamen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern – aus Schulen, Kitas und von Jugendgruppen. In den Jury saßen unter anderen Schüler, Medienpädagogen und Regisseure.